Beiträge von Xalinai

    Über die neue Querpassage sowie den Zugang zur S-Bahn-Station werden eigentlich alle Gleise von der Baumaßnahme betroffen sein.

    Die Querpassage liegt bei etwa 240m der Bahnsteige - und direkt am Eingang am Fahrradparkhaus, von der Mannheimer Straße. Eine Nutzung ist also immer dann sinnvoll, wenn man irgendwo ab 160m vom Querbahnsteig entfernt steht und in die äußeren zwei Drittel des anderen Bahnsteigs will. Und natürlich, wenn man sein Rad im Fahrradparkhaus abgestellt hat.

    Das gilt entsprechend, wenn man im entsprechenden Teil des "Ganz-Tief"-Bahnhofs ankommt. Aufzüge vom/zum Quertunnel wären hilfreich - oder gibt es die inzwischen?

    ^^Eine Harmonie ist ein Mehrklang, bei dem Unterschiede mit zu geringem Abstand (Prim) eher dissonant sind, als größere Unterschiede (Terz, Quinte). Insofern finde ich eine im Material passende, aber eindeutig in die Gegenwart gehörende Fassade besser, als einen Versuch sich an eine vergangene Epoche anzubiedern, der dann scheitert.

    Die derzeitige Beschaffungssituation für weiche Drogen bringt deren Konsumenten zwangsweise in Kontakt mit Anbietern aller möglichen Produkte. Insbesondere Jugendliche haben, heute wie vor 50 Jahren, keinerlei Probleme, neben Cannabis auch "Partydrogen" und Härteres angeboten zu bekommen, und das Zeug auch kaufen zu können so lange sie das Geld dafür haben.

    Mit Cannabislegalisierung und einem geregelten legalen Angebot, wird die Anbieterseite des illegalen Marktes dafür ein massives Problem bekommen, da ihr Geschäft dann ausschließlich härtere Drogen oder vom Konsum noch ausgeschlossene Personen und damit deutlich geringere Mengen umfasst.

    Die Chance, einem dann legalen Cannabiskonsumenten "mal was Anderes" anbieten zu können und damit einen neuen Nutzer illegaler Drogen zu schaffen, geht damit gegen Null.

    Was ist da jetzt Ursache, was ist Wirkung? Sind Schließungen die Folge des Aufenthalts von Bettlern und Junkies, oder halten die sich da auf, weil sie im Bereich der geschlossenen Läden nicht mit Vertreibung rechnen müssen?

    Spätestens beim Thema Energiedichte und Effizienz lösen sich deine Träumereien von sinnvollen Speichern und ihrer wundersamen Wirtschaftlichwerdung aber direkt in Luft auf.

    Vermutlich lebe ich zu nah an den Braunkohlekraftwerken im rheinischen Revier um von Schwankungen etwas mitzubekommen.

    Energiedichte ist bei stationären Speichern weitgehend irrelevant, die Prozente beeinflussen die finale Gebäudegröße, bei Redox-Flow die Tankgröße, mehr nicht.

    Wirtschaftlichkeit ist das interessante Thema, nimmt man nur die Leistungsdaten von KFZ-Akkus und aktuelle Preise dafür, kommt man bis zum Tod des Akkus nach 2-3000 Zyklen auf 1-3Cent/kWh an Akkukosten inklusive der elektrischen Einrichtungen zum Betrieb. Eine Erneuerung findet dann auf Zellen-/Zellmodulebene statt, ist also deutlich günstiger als die Erstausrüstung.

    1-3 Cent sind nicht billig, wenn man sie mit den Erzeugungskosten, gerade bei EE-Strom vergleicht, da es sich nur um den echten Stromanteil des Endverbraucherstroms handelt, der heute bei 8-10 Cent liegt, bedeutet das bei ansonsten gleichen Bedingungen beim Endverbraucherpreis ggü. heute eine Steigerung von 3-10% - für den Anteil, der aus Speicherung bezogen wird.

    Dass eine Stabilisierung des Stromnetzes in erster Linie durch Ausbau erfolgt oder eben auch durch Blockade desselben nicht erfolgt, ist auch eine Binsenweisheit, der sich aber offensichtlich noch einige verweigern - um dann die resultierenden Probleme, als Probleme der Energiewende zu deklarieren.

    Zumindest die Variante mit den Arkaden bietet einen Ansatz, die Gastronomie weiter bestehen zu lassen, statt unter wahllosen Sonnenschirmen eben unter den Arkaden - die muss man dann entsprechend breit anlegen.

    Bei der Freiflächenargumentation sehe ich eigentlich die Rückkehr zur alten Raumaufteilung auf dieser Fläche als positiv an - eine Rekonstruktion der alten Börse würde auch diesen Raum wiederherstellen, was in dem Falle auch zu Lasten der Gastronomie an dieser Stelle geht. Dafür möglicherweise ein Café im Haus der Demokratie mit Außenbereich zwischen diesem und der Paulskirche.

    Nutzung von Agrarflächen (...)


    Gibt genug ohnehin schon versiegelte Flächen, grade in Frankfurt eh viel zu viele Flachdächer, da kann man von mir aus Solarzellen noch und nöcher aufstellen, selbst kurze Abschnitte von Autobahnen überdachen könnte man. Wobei ich aber generell vom einseitigen Ausbau des Zufallsstroms wenig halte, es gibt auf absehbare Zeit ohnehin keine wirklich praxistauglichen Speichertechnologien, und an windigen sonnigen Tagen muss Deutschland schon heute den produzierten Überschuss zu Strafpreisen (also mitunter sogar noch Geld dafür bezahlend) ins Ausland abgeben.

    Bei der Nutzung von Agrarflächen ist das bayrische Dokument recht ergiebig.


    Zum Schimpfwort "Zufallsstrom" und fehlenden Speicherkonzepten: Es gibt genügend Speichertechnologien, gerade auch für mittelfristige (1-2Wochen) Speicherung, deren Betrieb sich aber nicht rechnet, so lange in den potentiellen Bedarfszeiten noch Atom oder Kohle rumbollern und nicht runterregeln (können oder aus betriebswirtschaftlicher Motivation wollen). Mit der Abschaltung der AKW im April beginnt sich ein Wirtschaftlichkeitsfenster für Tagesgangspeicher zu öffnen - das werden recht konventionelle Akkuspeicher sein. Größere Anlagen mit mehr oder weniger unbegrenztem Speicher (z.B. Redox-Flow, eigentlicher Speicher ist ein Tank mit aufgeladener Flüssigkeit) lohnen sich erst, wenn auch entsprechende Entladephasen anstehen - von der Notwendigkeit eines regelmäßigen Überschusses an EE gegenüber dem Gesamtverbrauch noch nicht geredet.


    Den Punkt, dass wir täglich einen Überschuss an EE-Strom haben, der groß genug ist, den nächtlichen Bedarf zu decken, haben wir noch nicht erreicht. Das ist aber die Voraussetzung für wirtschaftlichen Speicherbetrieb. Speicher tagsüber mit Kohlestrom laden und nachts mit weniger Kohle und Akku zu fahren ist Unsinn.

    Wobei ich hier nun die Frage hätte, ob sich das Ziegeldach unter den 70 Grad heißen Solarmodulen dann nicht aufheizt? Und wenn es das tut, immerhin wird es ja den ganzen Tag von den 70 Grad heißen Solarmodulen "bestrahlt", wie viel Wärme gibt es dann nachts ab? Nun, ich habe 8 Solarmodule auf dem Dach und der Speicher darunter ist nachweislich nicht kühler als in den Jahren vor der Installation dieser Solarmodule.

    Kommt ein bisschen drauf an, wie die Paneele montiert sind, aber zumindest wird das Dach nicht heißer als zuvor.

    Was das Wachsen von "Pflanzen" unter einem Solarmodulen betrifft, ein Nachbar hier hat 3 in seinem Garten zur Stromgewinnung, das machen sie super, keine Frage nur da wächst nix, absolut nix, total toter Boden nach 3 Jahren! Pflanzen brauchen Licht und Wasser zum Wachsen... Woher kommt das Licht und woher das Wasser, wenn ein Dach drüber ist und der Boden darunter beschattet wird?

    AgriPV montiert die Panele nicht auf den Boden, sondern in ausreichend Höhe, dass die Beschattung überschaubar und maschinelle Bodenbearbeitung möglich bleibt - bestimmte Kulturen sind dafür auch besonders gut geeignet, Beerenfrüchte, aber auch Erdbeeren (wenn ich die Erdbeeräcker hier in der Gegend sehe, da ist viel Platz).

    Der Regen erreicht den Boden ganz normal, indem er auf und zwischen den Paneelen landet, von den Panelen abtropft und versickert.

    Wenn dein Nachbar die Paneele auf Rasenhöhe montiert, statt in 2-3m Höhe, ist das sein Fehler, nicht der des Konzepts.

    Weniger Nutzer pro km² ist richtig, mehr Versiegelung muss so nicht stimmen, denn es kommt darauf an, wie und wie groß gebaut wird. 150 QM Wohn und Nutzfläche mit sicher 4 Zimmern bekommt man auf 50 m² Grundfläche, wenn man 2-geschossig und unterkellert baut hin, ein 4-geschossiger Plattenbau mit 100 QM Wohnung pro Geschoss plus Tiefgarage plus gemeinsame Treppenhäuser, Lift und Fluchtwege braucht wohl nicht viel weniger. Aber kann man so den ökologischen Faktor berechnen? Ist es nicht auch eine Frage, wie viel man z.B. von seinem Essen im Garten selbst anbaut und damit viel Energie bei der Beschaffung spart, ganz abgesehen davon, dass die Pflanzen, die man anbaut, auch wieder C02 aus der Luft holen? Wie viel CO2 holen sich die Bewohner von Plattenbauten aus der Luft??? Und muss man in einer Gartenstadt wirklich alle Straßen zubetonieren. In Ungarn ist mir z.b. aufgefallen das in den Dörfern meist nur die Hauptstraßen asphaltiert und viele Nebenstraßen zu den Häusern meist nicht. Wer in einer Gartenstadt wohnt und die Idee wirklich lebt, der braucht keine asphaltierte Straße bis vor das Haus. Viel wichtiger in so einer wirklich ökologischen Wohnform ist die Datenautobahn und die Möglichkeit möglichst wenig Auto oder Bus aber viel Fahrrad zu fahren. Auch in der Drohnentechnik sind wir schon sehr weit, viele Lieferungen der Zukunft könnten so über die Luft abgewickelt werden, völlig CO2 neutral wenn man das möchte, je mehr man die Luft zum Transport nutzt, desto weniger Straßen braucht man und schon gar keine "Breiten".

    Ein EFH hat 2023 typischerweise über 70m² Bodenfläche zuzüglich Garage mit 30m² und ist oft nicht mehr unterkellert. Steht es auf einem 400m² Grundstück frei, bedeutet das, dass auf einem Hektar Wohngrund 25 dieser Häuser stehen und bei 3 Personen je Haushalt dort 75 Menschen leben.

    Ein Wohnblock (schon lange keine Plattenbauten mehr) mit 12 Wohnungen zu 100m² auf 4 Etagen braucht 300m² für die Wohnungen plus 16m² Treppenhaus, 20m² Treppenhaus wenn mit Aufzug versehen. Also 320m² Bodenfläche für 12 Wohnungen mit - ebenfalls 3 Personen je Wohneinheit angesetzt 36 Menschen. Dafür braucht man mit EFH 1200m² direkt bebaute Fläche.

    Eine Tiefgarage für 250 Fahrzeuge braucht an der Oberfläche die Rampen zur Ein-und Ausfahrt, bei ausreichender Überschüttung (bei mir 1,5m) ist sie an der Oberfläche nicht wahrnehmbar, bei uns ist ein Park mit knapp 2000m² Teich über der TG. Eine TG muss also in ihrer Wirkung nicht als versiegelte Fläche betrachtet werden.


    Und nein, die Mehrzahl der EFH-Bewohner baut nicht im Garten ihr Essen an und in Neubaugebieten sind die Straßen, die mit Autos befahren werden sollen, durchgehend asphaltiert. Wohnstraßen auf dem Land sind heute zumeist auch keine Schotterpisten mehr.

    In der Realität hast Du in Neubaugebieten (BJ 2015) 5,1m Fahrbahnbreite (damit bei einem geparkten Auto noch 3,1m Fahrbahn bleiben) und über 11m von Grundstücksgrenze zu Grundstücksgrenze, weil man auf einer Seite neben die Fahrbahn noch einen Parkstreifen gesetzt hat - der Rest ist Gehweg. Und selbst die Verkehrsberuhigten Sackgassen zur feinerschließung haben 8,10m, damit rechts und links Autos stehen können, obwohl jedes Haus Garage oder Carport hat.

    Und da die Grundstücke 16x22m messen, braucht man für jedes gegenüberliegende Hauspaar 16m Straße, im verkehrsberuhigten Bereich also 16x8,1 für 2 oder 64m² je Haus, im Erschließungsbereich 16x11,3 für 2 oder 90m² je Haus. Dazu Querstraßen, mit 22x11.3m alle 10 Häuser.


    Wohnblocks werden aneinander gebaut, je mehr desto effizienter werden sie - hier, wo ich wohne, stehen von 37000m² Grundfläche auf 10200m² 42 Häuser, mit 45000m² Wohn- und Verkehrsfläche für etwa 420 Wohnungen. der Rest ist Grünfläche, Spielplätze, Fußwege, abzüglich rund 4000m² Erschließungsstraße für Feuerwehr und Müllabfuhr.


    Kleine Wohnhochhäuser, wie das mit meiner Wohnung in OF, kommen mit 1 x 34m²+3 x 68m² + 4 x 94m² auf 614m² Wohnfläche je Etage, Erschließung innen sind 64m² für das Treppenhaus und Aufzüge, sowie den Etagenflur, gesamt j Etage also 678m² bebaute Fläche für 7400m² Wohnfläche auf 12 Etagen. Besiedeln wir die großen Wohnungen mit 2,5 Personen, die mittleren mit 1,5 Personen und die kleinen mit einer, kommen wir auf 186 Menschen, für die man im Einfamilienhaus mit je 3 Personen 6200m² Grund bebaut hätte und dabei noch nicht berücksichtigt, dass die alleine oder nur zu zweit Wohnenden kein ganzes EFH brauchen.


    Dein Traum vom Wohnen in Gartenstädten in Ehren, aber wenn diese nicht ein Mindestmaß an Verdichtung, also eben Blockbauweise mit 4-5 Etagen bringen, ist das Resultat nicht, dass die Leute die dort wohnen mit dem Rad zur Bahn fahren, sondern dass sie mit dem Auto fahren müssen, weil sich weit und breit keine Bahn und kein Busverkehr lohnt.

    Denkmalschutz war mir dabei erst mal egal.

    Die 70er sind da einfacher, die haben oft schon vorgehängte Fassaden und ausreichende Höhe, die kann man austauschen und hat damit die Dämmwerte eines aktuellen Gebäudes und ja, Entkernen ist oft billiger, als zu Versuchen im Bestand umzubauen.

    Die nachgewiesene Umgebungs Temperatur bei schwarzen Solar Paneels ist bis zu 4 Grad höher, siehe hierzu die Studie im renommierten Nature Magazin (LINK) ebenso wird der Boden direkt darunter ausgetrocknet was zu weiteren Problemen führt. Unter den Solar Paneels wächst fast nichts mehr, auf jeden Fall kein Obst oder Gemüse.

    Dann schau mal in den ersten Link hier drüber.

    Solar Paneels sollte man auf Häuser Dächer, an Fassaden oder an Lärmschutzwände montieren, da kann das sicher Sinn machen.

    Wer ein bessere Klima will der pflanzt Bäume und baut keine Häuser, ganz sicher keine Flachbauten. Hochhäuser reduzieren auf jeden Fall mal den Flächverbrauch haben aber Vor und Nachteile, vor allem bei der Durchlüftung. Die Verschattung mag im Sommer etwas Erleichterung bringen, Im Winter nimmt Sie aber die Sonne und damit die "Wärme" Wir haben in Deutschland 3 Monate Sommer und fast 6 Monate "kalt" Jahres Schnitt ca. 10 Grad.

    PV-Panels auf Ziegeldächern haben eine positive (=senkende) Wirkung auf die Nachttemperaturen, da sie die direkte Aufheizung der Ziegel durch die Sonnenstrahlen reduzieren und selbst durch ihre geringe Masse kaum Wärme speichern. Die 70°C, die ein Panel bei praller Sonne erreicht, sind nach Sonnenuntergang in weniger als eine Stunde weg. Ein Ziegeldach heizt die halbe Nacht durch.

    Klima günstig sind Gartenstädte mit niedriger Bebauung. Wir aber bauen immer mehr Plattenbauten teils sogar mit Blockrand. Einfach mal im Sommer von so einer Gartenstadt in eine Gegend fahren mit Plattenbauten oder Blockrand und die Temperatur messen... mehr ist hier nicht zu sagen,

    Niedrige Bebauung bedeutet leider auch geringe Dichte, damit mehr Straßen zur Erschließung, also mehr Versiegelung, und weniger ÖPNV, weil weniger Nutzer pro km². Insbesondere wenn die "niedrige Bebauung" dann die Form von EFH oder Reihenhäusern annimmt.

    Das stimmt so aber nicht. Von der Verschattung durch Agri-Photovoltaik profitieren ausschließlich Obst, Feldgemüse und ich meine auch Kartoffeln. Die mit Abstand wichtigsten Feldfrüchte hierzulande sind aber Raps, Mais, Getreide und Leguminosen, und die haben bei Photovoltaik allesamt teils massive Ertragseinbußen zu verzeichnen.

    Ich biete mal eine unverdächtige Quelle, aus dem TFZ Bayern. Da ist in Kapitel 7.2.1 die Rede von 15% Ertragsminderung bei Winterweizen und gleichzeitig einem normalen Weizenertrag von 1350€/ha, dem ein Ertrag aus Stromverkauf von 20.000-32.000€ entgengensteht. Wirtschaftlich sollte die Entscheidung für die Landwirte klar sein. In dem PDF steht noch mehr Interessantes zu unterschiedlichen Bauformen, Nutzungskombinationen. Schnee, etc.


    Andere Quellen erläutern, dass beim Weizen die Erträge in kühlen, feuchten Jahren zwar schlechter seien, in heißen, trockenen Jahren dagegen, durch die Verschattung des Bodens und geringeren Wasserverlust durch Verdunstung und Bodenerhitzung auch beim Weizen mit Mehrerträgen zu rechnen sei.

    Ich denke, wir müssen eher mit heißen, trockenen Sommern für die absehbare Zukunft rechnen.

    Die Diskussion hier sagt wieder einiges über die Qualität der Nachkriegsarchitektur, die oft sehr mangelhaft ist. Die 50er, 60er, 70er, 80er usw. Bauten müssen ständig modernisiert, aufgestockt oder angepasst werden müssen, um überhaupt mitzuhalten

    Niemand konnte in den 1950ern und 1960ern wissen, dass man 50 Jahre später für Büronutzung 30cm Raumhöhe für Kabelschächte und nochmal das Gleiche für Klimatisierung brauchen würde. Entsprechend hat man, kostengünstig, nur die notwendige Raumhöhe gebaut.

    Und außerdem ist nach 30-40 Jahren Nutzung eine Sanierung/Modernisierung von Heizung, Leitungssystemen, Sanitärräumen ohnehin angemessen. Dass sich da die Ansprüche von 1900 bis 1960 kaum geändert hatten, ist keine Basis für die Annahme, dass das so bleibt.


    BTW: Ich warte noch auf Firmen, die, so wie man in Japan Hochhäuser hydraulisch anhebt und zum Abriss etagenweise von unten abbaut, Bürogebäude in ähnlicher Weise etagenweise anheben und um die erforderliche Zusatzhöhe aufstocken. Sollte nicht wesentlich schwieriger sein.

    ^^


    Mit 1600 Stellplätzen ist es eine der größten TG in Frankfurt. Die reine Autosicht ist veraltet. Ich sehe es bei uns: Auf 10 Wohnungen mit 8 x 3 und 2 x 4 Zimmern kommen halt 22 Fahrräder, davon 2 Lastenräder, dazu 4 Anhänger. Das will auch abgestellt sein und "Fahrrad in den Keller tragen" ist einer intensiven Nutzung nicht zuträglich. Ordentliche TG-Fahrradstellplätze dagegen schon.

    Wenn die Fahrzeuganzahl und Platz begrenzt sind ist ein Aufzug das Mittel der Wahl - ich habe schon zu Grundschulzeiten immer fasziniert zugesehen, wenn, aus dem Aufzug von der Alten Gasse kommend, Autos aufs Dach des Nachbarhauses fuhren. Gibt es heute nicht mehr, heutige Autos sind wohl zu schwer.

    Im Nachbarthread wird gerade der Zuzug der nächsten Bank nach Frankfurt gemeldet.

    Insofern ist beides wichtig. Bezahlbarer Wohnraum - aber auch die heute schlicht gegebene Notwendigkeit, einen "richtigen" häuslichen Arbeitsplatz zu haben und nicht mit dem Küchenstuhl vor dem Laptop in der Kleiderschranknische zu sitzen.

    Kinderabstellkammern von 6-8m² sind ab Schulbeginn einfach zu klein für heutige Anforderungen. Ein Schrank (0,5m²), ein Bett (2m²) und ein Schülerschreibtisch (1,20x0,60) mit Stuhlbewegungsraum (2m²) und das Zimmer ist gefühlt voll. Dafür sind sie wunderbare Heimbüros.

    Aber natürlich wären 120m²-Wohnungen mit mehreren 10m²-Zimmern für große Familien besser geeignet, als ein Großteil davon als OpenSpace, etwa auch noch mit offener Küche.

    Inwieweit die GateGourmet für ihren nicht-öffentlichen Betriebsweg eine erhöhte Nutzungsqualität braucht, erschließt sich mir nicht, vermutlich wird das eine rein betriebswirtschaftliche Entscheidung sein (also: Nein).

    Bei der früheren Ellis-Road ist die Gestaltung wohl der neuen Rolle als öffentlicher Durchgang geschuldet.

    Ich habe es schon vor geraumer Zeit geschrieben: Die Wohnungen aus den 1960ern mit einem oder zwei halben Zimmern als, nach heutigen Maßstäben: unbrauchbare, Kinderzimmer, werden eine Renaissance erleben. Ein 6-8m²-Zimmer mit Tür ist als Homeofficeplatz hervorragend geeignet.

    Was mir auffällt, bei 543 Plätzen soll es nur Möglichkeit für 300 Elektrolader geben - das erscheint mir zu wenig.

    Das sind doch im Prinzip Pendlerplätze. Entsprechend wird man mit Parkzeiten von 8 oder mehr Stunden rechnen. Also reichen für die meisten 3,7kWh um während der Arbeitszeit 33kWh oder gut150km nachzuladen. Ein paar werden 11kW haben wollen, weil sie nach spätestens 4 Stunden weiter wollen - Schnellader braucht man eher nicht.

    Entsprechend bei 70&/30% wird die maximale Ladeleistung bei 210*3,7kW + 90*11kW 1767 kW sprich knapp unter 2 MW liegen - für Gewerbe in der Hanauer eher wenig, wenn man beispielsweise mit den Rechenzentren vergleicht.


    Aktuell haben wir einen E-Auto-Anteil am Bestand von 3%. Die Austauschrate liegt bei 10% pro Jahr.

    Mit 20% Marktanteil an E-Autos heißt das +2%-Punkte pro Jahr, selbst mit +4%-Punkten pro Jahr kommen wir bis 2035 nur auf 50% Elektrifizierung.

    Reicht also eine Weile.

    Und wenn mehr gebraucht wird: Die Nachrüstung weiterer Kabel ab 2035 ist innerhalb des Gebäudes einfach, wenn der Hausanschluss es hergibt.

    Anderenorts ist P&R im Ticketpreis enthalten - man fährt mit Nahverkehrschipkarte ein- und aus, oder scannt seine Fahrscheine bevor man ausfährt.

    Der Ansatz für einen P&R-Platz, an dem nicht geladen werden kann, Geld zu verlangen, schließt viele Nutzer aus.


    Fahrkartenpreise sind dank 49€-Ticket inzwischen für alle Distanzen gleich.

    Mit dem Jobticketmodell der Bahn deutlich günstiger als 49€, bei mir 36,30€, die Bahn reduziert um 5%, der Arbeitgeber muss mindestens 12,5% zuzahlen.

    Bei eher >10 Stunden Parkzeit ist auch keine hohe Ladeleistung erforderlich. Konstant 3,7kW reichen für etwa 200km

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