Beiträge von Xalinai

    Es ist immer schön, wenn man anderenorts mit Menschen diskutiert, die erklären, dass man selbst im unmittelbaren Speckgürtel Frankfurts mit dem ÖPNV nicht vernüftig schnell und komfortabel in die Stadt Frankfurt komme und man daher unbedingt mit dem Auto nach Frankfurt rein fahren müsse.


    Und dann sieht man derartige Entscheidungen - "Ach, wir müssen für eine vernünftige ÖPNV-Anbindung bei uns auch etwas verändern und unsere, für das Auto gebaute, liebgewordene Infrastruktur zurückbauen? Nö, dann nicht!" - und fragt sich, wer da für wen Entscheidungen trifft.

    Es geht weiter, man mag gar nicht glauben, dass es bei dieser Geschwindigkeit noch bis 2027 dauern soll. Auf dem 2. Bild sieht man große Betonblöcke, die man normalerweise als Terrorabwehrblöcke kennt, wozu könnten diese eingesetzt werden? Hat jemand eine Ahnung oder Vermutung?

    Hier in Köln hat man die Fassadensicherung des Domhotels damit beschwert. Da auch hier eine Fassadensicherung von außen ansteht, bei der man nicht möchte, dass sie in die Grube hinter der Fassade fällt, denke ich, dass das der Zweck der Blöcke sein wird.

    Man kann in der Ecke eigentlich machen was man will, es wird eine Verbesserung gegenüber dem Bestand geben.


    Unter den Bedingungen sind Blockrandausprägung, Eingang von vorn, Ansätze von Gebäudebegrünung und die vergleichsweise transparente, moderne Fassade schon gut.


    Spannend: Es wird für deutlich weniger als 30% der möglichen Arbeitsplätze PKW-Parkplätze geben - die Annahme scheint zu sein, dass die ÖPNV-Anbindung mit S-Bahn und Bus ausreichend ist.

    Woher sollen sie es denn auch wissen? Es gibt leider keine Pflichtauffrischung oder wenigstens Theoriewiederholungen. Entsprechend könnte ich, wenn ich bewusst die letzten Jahre im Keller verbracht habe, mit Wissensstand Anfang 1980 Auto fahren, wenn ich mich nicht bei groben Fehlern erwischen lasse, sprich: So lange alles gut geht und mich keiner anzeigt. Ich habe auch den Eindruck, dass das einige machen.


    Radschnellwege sind allerdings laut Konzept autofrei auszuführen - Knotenpunkte ausgenommen.


    Lass Dir doch von einer Fahrschule mal einen Satz Visitenkarten "für Freunde" mitgeben, die Du bei Bedarf großzügig weitergibst. Gerne dazusagen was Du vor hast, manche Fahrschulen verstehen das.

    Nein, das kann es nicht sein. Die Formen sind deutlich weniger regelmäßig als bei den Kellern zu erwarten ist. Schau mal auf dem Bild der westlichen Webcam, links neben den beiden Wechselcontainern die gerundete Stufe im Schmodder. Ebenso auf dem anderen Bild rechts - ist das noch Baugrubensicherung aus der Bauzeit der Keller? Zumindest einer der Keller sollte sich unter der jetzt gerade nicht genutzten "Hauptfahrbahn" befinden, da wird eine Kante, die ich für seine nordwestliche obere Ecke halte, mit einem Balken gegen Überfahren geschützt.

    Da musst Du nicht nach Dresden, das kannst Du in Köln auch bewundern - und die Gründe warum man das nicht macht auch gleich dazu.

    Hier wuden nämlich die bei einem solchen höhergelegten Bahngleis erforderlichen Wegeverbindungen durch den Bahndamm nur in dem im 19. Jahrhundert bereits bebauten Teil des Stadtgebiets mit gebaut.

    Als Resultat hat man heute viel zu wenige Querungsstellen und der Neubau einer Eisenbahnüberführung ist, neben dem Bau selbst, vor allem durch den teils jahrelang vorher zu beginnenden Planungsprozess unendlich aufwändig.


    Zudem mag auch die Bahn selbst das Konzept nicht, da es sie deutlich auf den einmal geplanten Bahndamm einschränkt.


    Und ein Brückenbau statt eines aufgeschütteten Bahndamms über 7 Kilometer macht das Ganze dann unbezahlbar - die Kreuzung mit der Reuterstraße ist nochmal ein anderes Thema.

    Nur mal zur Ansicht ein weitaus einfacher ausgeführtes Einhausungsprojekt, bei dem auch niemand mit den tatsächlichen Kosten gerechnet hat:

    Einhausung A1 bei Lövenich

    Auch hier wurde mit gewaltigem Nutzen gerechnet - am Ende nutzen die 200 Millionen Euro gerade mal 1500 Einwohnern.


    Wenn man in Frankfurt nicht die wirklich große Lösung mit Wohnbebauung auf der A661-Überbauung umsetzt, wird dabei nur eine Lösung mit Kosten aber ohne Nutzen für die Stadt herauskommen, da die Kluft zwischen Bornheim und Seckbach dort nicht überwunden werden kann und der mögliche höhere Nutzen der U4 ausbleibt.

    Das Verpixeln ist halt auch Stressvermeidung. Wenn du erst mal irgendeinen Anwalt an der Backe hast, weil jemand der Meinung ist, man könne auf deiner Webcam etwas auf seinem Grundstück sehen, was er nicht zeigen möchte, ist der Ärger größer, als der Aufwand im Vorhinein alles zu verpixeln, was nicht unbedingt zum Betrachtungsbereich gehört. Wenn das auf anderen Webcams zu sehen ist, dann vielleicht so klein, dass das vertretbar ist.

    Mir sind teilverpixelte, zugängliche Webcams lieber als unverpixelte, unzugängliche.

    Ich halte den Spruch von der schlechten Erreichbarkeit auch eher für eine "redaktionelle" Zutat der FAZ, den man bei jedem Artikel über Probleme des Einzelhandels einfügt, ob er nun grade passt oder nicht.


    Und ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass gerade körperlich eingeschränkte Personen die Stellplätze in den Parkhäusern nutzen solten - vielleicht nicht unbedingt das enge Parkhaus Hauptwache, aber am Goetheplatz oder im MyZeil gibt es deutlich mehr Raum zum Ein- und Aussteigen sowie genug zum Einparken für Über-Land-Schiffe.

    Du kannst, je nach Lage, Parkdruck und Ausstattung (z. B. Ladeanschluss) für einen TG-Platz 50-150€ im Monat, also 600-1800€ im Jahr verlangen - Da sind die Baukosten in 9-15 Jahren drin. Das ist besser als bei der zugehörigen Wohnung.


    Wir reden hier ja nicht von einer Baugrube, die ausschließlich für eine TG ausgehoben wird, sondern von einer Vertiefung einer Baugrube um 3,5m.

    Da hast Du keine initialen Baukosten von 35000€/Platz oder gar 72000€/Platz wie man für die TG Ebertplatz kalkuliert hat. Außerdem bist Du durch die kritische Schicht, in der sich hier in Köln immer wieder interessante Dinge finden auch schon durch. Die zusätzlichen Kosten liegen hier eher bei 10-15k€ pro Platz in der U2-Parkebene, da man die U1-Paekebene ohnehin baut - bei 600€ Miete (z.B. Wohnungsmieter) also 25 Jahre, bei 1440€ (z.B. Externe) 10,5 Jahre ROI.


    Und selbst wenn man einen Parkplatz aufteilt: 15 Fahrradstellplätze auf Doppelparkern zu je 10€ im Monat, 4 Lasten- oder Motorradstellplätze zu 25€ im Monat oder 8 Anhängerboxen zu 15€ statt je einem PKW-Platz lassen sich auch vermieten. Problematisch sind die Anhängerboxen, da die typischen Kinderanhänger ggf. eine Brandlast darstellen.

    ^Der Spruch mit der schlechteren Erreichbarkeit mit dem MIV ist bei einem Laden, der vom Parkhaus Hauptwache nur 120m, vom MyZeil 270m und dem Parkhaus Goetheplatz 350m entfernt ist und dessen Produkte typischerweise dafür gedacht sind, dass man sie längere Zeit bequem tragen kann, einfach nur heiße Luft, zumal die direkte Vorfahrt vor die Ladentür dort seit über 40 Jahren nicht mehr gegeben ist.


    Der Mangel an Laufkundschaft durch fehlende Veranstaltungen und verringerten Tourismus ist ein eher glaubwürdiges Problem, ebenso wie plötzlich aufgestellte Bauzäune.

    Schön mal wieder der Stellplatznachweis: in jeder Kategorie (Wohnungem, Studenten, Kita-Plätze) die minimale Stellplatzanzahl gewählt und dann "großzügig" 16 Plätze aufgeschlagen. 136 Stellplätze. Am anderen Ende jeder Kategorie gewählt, wäre man bei 198 Stellplätzen ohne Aufschlag rausgekommen. Und da das eine Gegend ist, in der "überhaupt kein Parkdruck" besteht, hätte eine zweite Parkebene - also insgesamt 272 Stellplätze, vielleicht ein paar weniger wegen der Rampe, sicherlich niemals vermieten können.


    Vielleicht so, dass man eine Ebene wie jetzt vorgesehen, nur für Menschen mit direkter Bezehung zur Anlage und die andere Ebene halböffentlich auch für "auswärtige" Mieter und alles was die Mindestzahl überschreitet, angeboten hätte.


    Mir fehlen in der Darstellung bislang auch noch Stellplätze für 2,5 Fahrräder pro Wohnung, und eines je Student - also mindestens 351 Fahrradstellplätze, davon 20% Lastenräder und zusätzlich Platz für mindestens 30 Fahrradanhänger.

    Sieht für mich eher nach Shared Space aus, bei dem Autos zwar noch durchrollen dürfen, aber nicht viel mehr. Zumindest sind Autos in allen Darstellungen der Straßenbereiche enthalten.

    Wie viel davon die Stadt umsetzt - denn darauf hat ja das Architekturbüro kaum Einfluss - ist ein anderes Blatt Zeichenpapier.

    Weil das ein Baudenkmal ist? Erhalt und Wiederherstellung der historischen Brückenrampe...

    Vielleicht findet man ja irgendwann einen Weg das Dach der Philharmonie schalldicht zu machen, so dass die Fläche da oben dauerhaft für Fuß- und Radverkehr genutzt werden kann, was bei einer neuen Brücke an dieser Stelle wohl ratsam wäre - genauso wie eine vernünftige Rampe runter zum Ufer (Kurvenradien für Lastenräder und Anhänger auslegen!).