Beiträge von Xalinai

    Mehrere Bedenken:


    1. Wie viel von dem Tunnelstumpf existiert noch - ein Stück ging beim Bau der Tiefgarage Goetheplatz drauf.


    2. Ob es sich wohl rechnet, nicht ausschließlich niederflurige Güterfahrzeuge zu bauen? Immerhin sollten die so viel der Tramtechnik enthalten, dass es sich um selbst angetriebene Fahrzeuge handelt.


    Anderseits ist es natürlich so, dass hochflurige U-Bahn-Wagen die Vorgabe einer durchgängigen Befahrbarkeit viel leichter erreichen können als niederflurige Tramwagen. Und Plätze/Haltestellen für Microdepots bieten sich für mich im Bereich der U-Bahn sogar eher an: Konsti, Merianplatz, Bornheim Mitte, Bockenheimer Warte, Leipziger Straße, Grüneburgweg oder doch eher Eschenheimer Turm mit den großzügigen verschlossenen Nebenanlagen auf Bahnsteigebene und der toten B-Ebene - da müsste man halt an zwei Stellen von der B-Ebene Rampen bauen - in die Schillerstraße und den Oeder Weg.

    Dass eine Gütertram gut zur Beschickung von Microdepots geeignet ist, ist Kern des Konzepts. Mit Güter-Waggons, bei denen nicht erst in der Bahn rangiert werden muss, sondern in denen je zwei gestapelte Container direkt aus der Fahrzeugseite gezogen werden können (Schiebetore) und kleinen klappen, die den Bahnsteigspalt überbrücken, kann das Entladen deutlich schneller erfolgen aus im Pilotprojet, in dem die Container in normalen Personenwagen im Mehrzweckbeeich abgestellt wurden.


    Auf einer Strecke von 5km ist ein Fahrrad fast immer schneller als ein Auto, wenn man nicht an Start und Ziel vor der Haustür parken kann. 5 km mit dem Pedelec sind 12-15 Minuten, mit dem Auto in Großstädten etwa 10 Minuten. Und sowohl Lasten-Pedelec als auch Streetscooter fahren im Zielgebiet meist in Abschnitten von unter 500m.


    Lastenräder mit Wechselcontainer (wieder: Microdepot) sind gegenüber dem Streetscooter effizienter, weil sie eben nicht den Weg ins Auslieferungslager fahren müssen, sondern nur um ihr Microdepot herum. Selbst wenn sie pro Schicht vier mal das Depot anfahren müssen, um auf das gleiche Transportvolumen zu kommen (und einmal den Akku zu tauschen), sind sie insgesamt vielleicht 30 Kilometer gefahren und haben 2kWh verbraucht - das fährt der Streetscoter vom Depot bis zu Zustellbezirk und verbraucht bis Schichtende 20kWh.


    Natürlich gibt es immer mal wieder Waren, die nicht in den Container des Microdepots passen - aber die Masse der Sendungen hat ein Format, dass ein guter Paketbote mehrere davon auf einem Arm trägt. Eine Reduzierung der weißen, gelben und braunen Transporter um einen Faktor von mindestens 10 in Gebieten, in denen Microdepots genutzt werden können, erscheint mir plausibel.

    Mach Dir keine Sorgen, das sind Gitterbalkons ohne Sichtschutz und auch noch zur Straße hin.


    Da wird also jeder Bewohner was "Eigenes" machen, um seinen Balkon auch nutzen zu können, ohne im Schaufenster zu sitzen.


    Wer sowas entwirft, gehört an den Zehen aufgehängt sollte da seinen Sommerurlaub verbringen müssen.

    Die Konstruktion hat gegenüber dem letzten Modell der REWE, dessen größte Ausführung man in Praunheim sehen kann, den Vorteil kürzerer Stützweiten, was im Holzbau beachtliche Kosteneinsparungen bringt (dafür hat man Stützen im Laden) und erlaubt die Nutzung mindestens einer weiteren Ebene, weil eben innerhalb der Ladenfläche Stützen zur Lastabtragung vorhanden sind.


    Bei mehr als eine Ebene über dem Laden ist aber hier die Tageslichtnutzung wieder eingeschränkt. Das "Praunheimer Modell" ist dagegen, je nach Standort und Ausrichtung, gelegentlich schon zu intensiv "belichtet", was aufwändige Beschattungsanlagen erforderlich macht. Das Pultdach war halt für eine Ausrichtung der hohen Seite nach Norden gedacht, um die Photovoltaik zu optimieren.

    Die Ecke hatte über Jahrzehnte Gastro, wenn auch nicht viel und vor allem ziemlich präzise auf Mittagessen, After Work Umtrunk und frühes(!) Abendessen ausgelegt, weil man meist um 20:30 heimgeschickt wurde.

    Wie viel von der Mittagskundschaft wiederkommt muss sich erweisen und auch neue Wohnungen haben häufig den Effekt, dass erst mal zehn Jahre daheim gegessen wird...

    Die Gebäude sind alle von der Schmalseite her abgebildet, so dass man bei einem Seitenverhältnis von 19:7 kaum merkt, was für eine Wand da, aus Ost- oder Westrichtung gesehen, entsteht.


    Nummer 1 wirkt auf mich wie "One on Steroids", Nummer 3 ist todlangweilig, die 4 hat wegen der Dachterrassen und der ziemlich weiten Überhänge einen Reiz, aber natürlich kann man das das "Bauklötzchenstapeln" nennen, allerdings gilt das auch für die 1, nur dort mit weniger Entschiedenheit.


    Und die 2, die wirkt unentschlossen. Ein wenig runde Ecken (ist da eigentlich im Erdgeschoss noch rund oder ist man da noch konventioneller?), ein wenig Vor- und Rücksprünge, ein Stück begrüntes Dach - von allem etwas aber Nichts so, dass es Charakter gäbe.


    Das ist wie der alte Spruch, dass die Farbentscheidung einer Kommission immer Beige sein würde, weil es zwar keinem richtig gefällt, aber auch keiner ein Argument findet, warum nicht. Ach ja, Beige ist die Nummer 2 auch noch.

    Ionisierung ist auch eine Filterung, halt eine elektrostatische, die, wie die klassische Filterung, das was man nicht in der Luft haben will, an einem Ort bindet.

    Wenn dort keine regelmäßige ausreichende Reinigung stattfindet, ist es nur eine Frag der Zeit, bis die Schicht ausreichend ist, das Verfahren wirkungslos zu machen.


    Früher hatten die Meisten sowas im Wohnzimmer stehen, denn die alten Röhrenfernseher hatten tatsächlich die gleiche Wirkung (waren halt nicht für den Zweck gekauft und deswegen war das böseböseböse und Elektrosmog), was man daran sah, dass ein Großteil des feinsten Staubs sich auf der Front der Röhre und dem Möbel darunter ansammelte. Irgendwann war dann eine leitende Beschichtung auf den Röhren, die das milderte.

    Grundsätzlich sind freistehende EFH oder DHHs nur sehr begrenzt ökologisch. Man braucht pro Wohneinheit vergleichsweise viel Baumaterial und Platz und bekommt auch noch viel Gebäudeaußenwand, die gedämmt werden muss.


    Die optimale Dichte ist IMHO irgendwo da erreicht, wo man noch alle Stockwerke ohne Aufzug bequem erreichen kann, aber durch den Bau von Wohnungen statt Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern die Gebäudeaußenflächen bereits optimiert sind. Also Wohnblocks mit E+3, E+4 Etagen.

    Da kann man dann auch noch solare Warmwasserbereitung im notwendigen Umfang betreiben und hat ggf. auch noch ein paar Quadratmeter PV für den Gemeinschaftsverbrauch übrig (Mieter- oder Eigentümerstrom ist in Deutschland so kompliziert, dass man es besser lässt).

    Wenn man dann statt 8 x 400m² Grundstück mit 8 x 80m² bebauter Fläche mit 1 x 240m² bebauter Fläche auskommt, kann man entweder 3000m² Grün lassen oder zumindest auf einem Teil der gesparten Fläche Bewohnergärten einrichten.

    Das ist für die Bauämter einfacher, weil dann nur ein Bauantrag des Bauträgers statt 100 Bauanträge einzelner Bauherren eingeht.


    Ansonsten wird gebaut, was verkauft werden kann - und wenn die Leute für weißen Würfelhusten in Styropor 7k€/m² hinlegen, warum sollte der Bauträger dann durch individuelle Gestaltung seine Kosten hochtreiben? Der Unterschied liegt ja nicht in dem was die Kunden bezahlen - da gibt es noch ansatzweise Wettbewerb bzw. einfach Grenzen des Machbaren - sondern in dem was die Herstellung der Häuser kostet, also im Gewinn des Bauträgers und den schmälert der doch nicht freiwillig.


    Öko ist es, weil es vermutlich Passivhäuser oder Passiv-Plus-Häuser sind, wenig innere Autostraßen in der Siedlung, etc.

    ^^


    Eben. Das ist in Form und Farbe ein Zitat der 1950er - und da auch noch ein ziemlich Gutes. Mintgrün und messingfarbene Rahmen um die Schaufenster, dazu noch ein wenig Naturstein; schön geworden ist's.


    Und die Balkongröße? Du unterschätzt die Tiefe der Balkons im von außen linken Bereich. Da es sich bei den Wohnungen durchweg um 1-ZKB handelt, werden pro Wohnung selten mehr als zwei Personen den Balkon nutzen und für einen kleinen Tisch und zwei Stühle langt der Platz. Ist außerdem ab 12 Uhr Schattenseite.


    Die Balkons im fünften ud sechsten Stock sind ebenfalls 3m breit und mindestens 1,5m tief - da kann man dann sogar eine Liege aufstellen und hat aufgrund der Höhe über der Straße auch die notwendige Privatsphäre.


    Und den Grillabend mit Feunden auf dem Balkon kann der Mieter doch im Allgemeinen ohnehin vergessen - oder hat hier jemand einen Mietvertrag, der das Grillen auf dem Balkon gestattet?

    Du siehst hier den Rohbau. Und auch wenn Fraport im Gegensatz zu den Erbauern von BER hoch effizientes Projektmanagement betreibt, kannst Du davon ausgehen, dass der Innenausbau locker nochmal so lang dauert, wie der Rohbau.


    Und Fraport will/wird mit dem Ausbau bereit sein, den Löwenanteil des Internationalen Verkehrs, der postpandemisch und unter Berücksichtigung strengerer Klimaschutzvorgaben übrig bleibt, an sich zu ziehen, auch wenn man, wie andere Branchen in größeren Krisen auch, nicht wirklich wahr haben will, dass man ein zumindest teilweise bereits totes Pferd reitet. Denn eigentlich können wir uns einen Flugverkehr wie vor 2020 auf diesem Planeten nicht mehr leisten.


    Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich denke, die Zeit der großzügigen B-Ebenen ist um. Einerseits gehören diese B-Ebenen als ein Weg, Fußgänger von der Straßenoberfläche zu entfernen, in die Denke der autogerechten Stadt, andererseits haben sich die bisherigen B-Ebenen zu Unorten entwickelt, die viele Menschen meiden, wo immer es geht - und obendrein kostet die Errichtung einer B-Ebene natürlich mehr Geld, als ein direkter Bahnsteigzugang von der Oberfläche.


    Ein weiterer Punkt: B-Ebenen waren notwendig, weil man U-Bahn-Stationen mit Außenbahnsteigen gebaut hat, was den direkten Bahnsteigzugang von der Oberfläche natürlich kompliziert und teuer gemacht hätte. Mit Mittelbahnsteigen braucht man eigentlich nur zwei Zugänge.

    ^Letztes Bild: Im Bereich der Junghofstraße entstehen also volle drei unterirdische Geschosse auf dem Deckel, bis endlich die Geländeoberkante - bzw. Unterkante der gesicherten alten Fassade - erreicht wird.

    Das macht mal wieder bewusst, wie groß das gesamte Loch eigentlich ist.

    Vielleicht hilft dir die Altstadt dabei: Alles Holzhäuser, aber man hatte Dächer und Fassaden großflächig mit Schiefer verkleidet, um die Brandgefahr zu vermindern. Erst heute, wo es keine Schornsteine mit gelegentlichem Funkenflug mehr gibt, kann man die wiederhergestellten Gebäude ohne "Brandschutzrüstung" zeigen.

    Der Ansatz hier ist aber vermutlich, dass man Konstruktionsteile aus Holz bewusst nicht der Witterung aussetzt, um sie zu schützen. Wenn man sich ansieht, wie schnell auch aktuelle Holzkonstruktionen die der Witterung ausgesetzt sind altern - z.B. der große REWE in Praunheim - dann scheint mir das eine gute Idee zu sein.

    ^


    Die Kombination einer Groß-Wohnanlage ohne vollständige Siedlungsinfrastruktur - Schulen, Kitas, Einzelhandel jenseits Tankstelle und Grundversorgung - mit einer minimalen Nahverkehrsanbindung an urbane Zentren ist für mich die Basis der Ghettobildung. Wann die einsetzt, kann variieren, aber die Alterung der Anlage, der Verkauf von Wohnungen an "Anleger" statt Bewohner, aber eben auch an Bewohner, für die eine ältere Eigentumswohnung bei aktuellen Zinsen günstiger ist, als eine Mietwohnung, sind weitere Faktoren, die irgendwann Wirkung zeigen. Negative Gentrifizierung.


    Dass "gehobene" Wohnviertel innerhalb von Großstädten üblicherweise auch durch Löcher im Nahverkehrsnetz markiert sind (In Frankfurt z.B. der Bereich Frauenlobstraße, Cretzschmarstraße/Zeppelinalle bis zur B8) ist ein anderes Thema.




    Ich habe ich einer Wohnanlage, die beim Bau auch als schick galt und als ich 1990 kaufte, sehr gepflegt war, mit >70% Eigentümern unter den Bewohnern - und viel urbaner als Asemwald liegt - eine Wohnung.

    Den Rest siehst Du oben - ich habe halt gut 10 Jahre Vorsprung.