Beiträge von Lear 1

    Wenn ich mir anschaue, wie die Neue Nationalgalerie endlich in der Zeitgenössischen Kunst angekommen ist (Jeff Koons), könnte ich mir hier einen Ort für eine aktuelle Architekturschau vorstellen. Eine solche Retrospektive, der sagen wir 10 herausragendsten Europäer, in einem der wichtigsten dt. Austellungsräume würde die momentane Architekturszene adeln und den Fokus auf Qualität und Anspruch erhöhen.

    Es gibt zahllose Architekten die man Berlin wünschen kann. Herzog/de Meuron oder Zaha Hadid wären ganz oben auf einer solchen Liste. Allerdings können solche Ausnahmearchitekten nur in Einzelfällen und aus meiner Sicht nur von privaten oder singulären Interessen beauftragt werden.


    Ich glaube nicht an die "eine" Vision für die Stadt Berlin. Weder städteplanerisch noch architektonisch. Dazu ist Berlin in vielerlei Hinsicht zu heterogen geprägt.


    Ich glaube allerdings an ein über die Jahre gebildetes, übergreifendes Verständnis für hochwertige Architektur. Dazu würden eine Bienale, IBA-Austellungen oder sonstige Gesamtschauen beitragen.


    Neue, theoretische Biennale Beiträge, die dann verwirklicht werden sind natürlich wünschenswert, doch wer sind die konkreten Bauträger? Für welchen Zweck sollten die Bienale Entwürfe erbaut werden? Ist das Land Berlin Auftraggeber oder sollten Private einsteigen? Da sehe ich Probleme.
    Nixdestoweniger wäre eine sich fortsetzende Architekturschau im globalen Kontext eine Bereicherung.

    kaktus:


    Eine der wenigen "Künste", die für mein Empfinden in Berlin kaum in Ausstellungen
    größerer Dimension präsent ist, bleibt die Architektur.


    Was mir fehlt ist eine jährliche, vielleicht alle zwei Jahre stattfindende Gesamtschau der weltweit erbrachten Neubauleistungen. Der momentane Architekturdiskurs macht sich aus meiner Sicht zu sehr an Pro & Kontra-Debatten der jeweilig zu bauenden Architektur fest. Ein wiederkehrendes globales Bild über den Stand der Dinge wäre für die öffentliche Meinungsbildung und die ästhetische Bildung sehr zu wünschen.

    Die Graft Architekten wollen den fusionierten Zoo:
    Ein wilder Plan


    Da bin ich froh nicht ganz allein mit der Idee zu sein...


    Die drei Architekten, die sich bisher im Tagesspiegel geäußert haben wollen alle ein touristisches geprägtes Konzept. Das halte ich nachwievor für sinnvoll & ökonomisch. Letzendlich werden vermutlich mehrere Ideen zum Zuge kommen.

    Nix verstaubt. Luft und Raumfahrt steht an der Spitze der Technolgiegeschichte. Das ist bis heute so. Den Mythos Tempelhof in einen solchen Park/Museum zu integrieren macht Sinn. Man darf nicht vergessen das ein solches Projekt überregionale und internationale Austrahlung haben kann wenn es gut gemacht wird. Eben nicht wie einfaches Museum, sondern mit Erlebnischarakter für Kinder & Jugendliche.


    Hier ein Einblick in das National Air und Space Museum Washington/

    ..... Marg schwebt eine Kooperation der Hubschrauber- und Flugzeugsammlung in Gatow, des Deutschen Technikmuseums, des Alliiertenmuseums und der Lufthansa vor."


    Yep ganz meine Meinung, das scheint die logischste und attraktivste Verbindung zu sein. Ich hoffe allerdings, dass man einige populäre auch Entertainment-Elemente mit eingebaut werden. 3D-Simulationsfahrten & ein paar beschleunigte Kirmesfahrgeschäfte damit die Bandbreite an Angeboten steigt. Ein Landeplatz für Hubschrauber & und Zeppelin Rundflüge wäre auch ideal. Mit diesem Raumfahrtpark wäre dann wahrscheinlich ein Drittel des Gebäudes und der Fläche bespielt.

    Entwicklungsdruck sehe ich bei der Fläche sicher auch nicht. Die berühmten Berliner Zwischennutzungen werden sich von verschiedensten privaten Initiativen entwickeln.


    Ich kann mir ziemlich viel bei diesem Riesengebiet vorstellen. Im Zusammenhang mit dem Freizeitgebiet hatte ich kurz überlegt die beiden Zoos zu fusionieren. Der eine, zu klein, der andere zu flächig & beide zu unterfinanziert und nicht gerade ansprechend modernisiert. Das zu allein von der öffentlichen Seite zu Bezahlen wäre allerdings relativ teuer. Der Handlungszwang ist auch nicht hoch.


    Einen Berg a la Friedrichshain fänd ich nicht schlecht.....


    BTW, die FreizeitThemenpark-Idee kam mir das erste mal mit 10 Jahren, haha.
    Damals las ich im GuinessBuch der Weltrekorde über Disneyland, hab die Fläche notiert, mir den Berliner Stadtplan rausgeholt & ausgerechnet, dass man nur den Grunewald abholzen müsste um vergleichbares zu bauen....

    Hans Kolhoff will Vergnügnungspark :Ein Tivoli in gigantischen Ausmaßen
    Ganz meine Meinung. Die Idee schwebt mir seit mehr als einem Jahr vor Augen.
    Das Konzept würde folgendermaßen aussehen:


    1. Themenpark/ Museum der Luft & Raumfahrt incl Achterbahn & ähnliches.


    2. Themenpark Film & Fernsehen, ein Teil des Gebäudes wird Kreativzentrum und Studio - Besucher können eine Tour machen und das Geschehen am Set verfolgen.


    3. Expothemenpark der dt. Industrie - die besten und spektakulärsten Produkte "Made in Germany" zum anfassen & ausprobieren - alle halbe Jahre neue Attraktionen. Finanziert von den Konzernen.


    4. Park der Einheit - ein Europathemengarten mit kulturellen Errungenschaften des Kontinents und seiner Geschichte.


    Dieser Park wäre weltweit einmalig und würde Synergieeffekte mit dem heute schon bestehenden Tourismusstandort Berlin erzeugen.


    Was haltet ihr davon?

    ... und ich stelle mir jetzt vor, dass nur im rechten Turm tatsächlich Büros sind. Der linke ist in Wirklichkeit Uncle $crooge's Money Bin. Jetzt kommt's raus... :D


    Schöne Vorstellung, also ein Tower für Ackermann & ein Tower als Geldspeicher (a la Onkel Dagobert).


    Wär das nich mal ne Idee für den Tourismusstandort FFM? Einen echten Geldspeicher zu haben, wo die Leute Eintritt zahlen um im Geld zu baden???

    Das sieht nach ner Verschmelzung aus dem WhiteCube und dem Rummelplatz auf dem Schlossplatz.


    Korrekt. :rock:


    Das Bespielen der Oberflächen sollte selbstverständlich von ernsthaften Designern & Regisseuren übernommen werden und könnte sich von Monat zu Monat verändern. Eine temporäre, kommerzielle Nutzung (Refinanzierung) wäre in Ausnahmen auch möglich.

    Ok, was ich mir für Berlin wünschen würde:
    Mehr Bauten von Domenig:


    !OuhMann Kent! Dieser Domenig scheint eher halbgare brutalistische Neigungen zu haben. Der ist total "last century" ....


    Meine Vorstellung von der Kunsthalle sieht so aus:


    Aquatic Center Peking


    ... nur noch ein wenig expressiver in der Fassadengestaltung und in 100 verschiedenen Farben die permanent in Bewegung sind - flüssige Architektur gewissermaßen.


    Wo liegen denn die kulturellen Gemeinsamkeiten zwischen Portugal und Finnland, wo die zwischen Irland und Griechenland.
    D.


    Im €uro! In gemeinsamer Europa Flagge, Hymne, gleichem Nummernschild, Pass, gleichem Raum (Schengen Abkommen) und lateinischer Schrift. Politisch sowieso: gleiches Parlament, EZB, EU Kommission, Rechnungshof, Europäisches Gericht.


    Es geht um den Grad der Verflechtung und die Anzahl der Schnittmengen. Die sind unter den 27 EU Staaten deutlich höher in politscher, wirtschaftlicher, sozialer, und durch die letzten 50 Jahre, historisch/kultureller Hinsicht. Verteidungspolitisch ist Russland ebenfalls kein Partner.

    In den letzten 10-20 Jahren ist man ja vielen Notwendigkeiten sehr ordentlich nachgekommen, die Stadt hat also ihre Pflicht in diesen Bereichen erfüllt (neuer Flughafen, Neue Messe, einige U-Bahn-Erweiterungen, ein paar neue Entwicklungsgebiete). Pflicht erfüllt, aber nicht mehr, alles funktioniert außerordentlich gut, ist aber nicht wirklich aufsehenserregend oder gar visionär.


    Ich bin entsetzt.


    Der wohl am meisten beachtete Neubau der dt. Nachwende-Bundesrepublik steht in München. Eines der Vorzeigebauten moderner europäischer Architektur der letzten 30 Jahre steht in München. Der wohl aufsehenerregendste Zweckbau der Welt in seiner Kategorie steht in München. DIE ALLIANZ-ARENA !!!


    Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht...

    Nach fertigstellung werden hier die höchsten Gebäude Europas stehen. D


    Für mich ist Moskau = Russland & nicht Europa.


    Europa bedeutet heute eher unsere Europäische Union (EU), gewissermaßen die 2. Heimat nach Deutschland. Dagegen verblasst der Geographie-Begriff Europa
    immer mehr.


    Ergo, die Türme in der Moskauer Innenstadt sind also die höchsten in Russland und nur dort! Das gleiche gilt für Istanbul und die Türkei.



    BTW, schönes Bild, mächtig-gewaltig Egon !

    Die technische Platform der Flexity Berlin ist weltweit bereits mehr als Tausend mal verkauft. Die Erfahrungen in anderen Städten mit dem System können also herangezogen werden.


    NewUrban hat vielleicht nicht ganz unrecht mit dem ruckartigen Anfahren.
    Ich stand während der Fahrt neben dem BVG-Abteilungsleiter der Straßenbahn (Grundsatz, Projekte und Qualitätsmanagement). Er führte durch die 30-minütige Fahrt mit einigen Erklärungen zur Flexity, über Mikrofon.


    Neben einer Reihe von Fragen habe ich nach meiner Gratulation auch die auffälligsten Minuspunkte aufgezählt. Darunter war die offensichtlich scharf eingestellte Bremse und das schnell anspringende Gaspedal. Trotz des gleitenden Fahreindrucks wurden auch einige ruckelige Bewegungen deutlich. Die noch fehlende Praxis des Zugführers wurde als Erklärung vermutet (Abteilungsleiter). Damit bin ich prinzipiell einverstanden. Dennoch überwiegt auch meine Skepsis ob denn in Zukunft die Mehrzahl aller Zugführer ein ausgereiftes Zehenspitzengefühl an den Tag legen um eine durchgehend geschmeidige Fahrt hinzulegen.


    Nach dem ich ihn nach einem Gästbuch gefragt habe hat er mir seine Karte in die Hand gedrückt, falls mir noch weiteres einfiele. Dem ist so!
    Ich werde ihm wahrscheinlich schreiben, das in den Multifunktionsabteilen noch Möglichkeiten zur Befestigung für Fahrräder fehlen....

    Brandheiße Exclusiv Neuigkeiten von der Flexity Tram Testfahrt:


    Eins vorweg, ich bin kein traditioneller Tram-Fan. Eher das Gegenteil ist der Fall.Straßenbahnen sind in meinen Augen nachwievor ein kleinstädtisch geprägtes Verkehrsmittel. Allerdings ist durch meine Recherche der letzten Wochen zu diesem Thema klargeworden; Trams in aller Welt erleben eine Renaissance, auch in Metropolen. Die Gründe sind vielfältig und gehören woanders diskutiert.


    Nun zum eigentlichen Anlass. Die bereits veröffentlichten Bilder der "Flexity Berlin" und die beschriebenen Neuerungen der Tram ließen einen Riesenschritt an Innovation erwarten. Die Erwartungen sind weit übertroffen worden ! Ich erspare mir die Wiederholung der verbesserten Spezifikationen, weil in den Berliner Medien alles detailiert erläutert wurde.


    Der Gegensatz zu den alten Tatramodellen könnte krasser kaum ausfallen. Es ist, als würde man von einem Trabi in eine neue E-Klasse umsteigen. Die Bahn ist leise, fährt flüssig, hat deutlich mehr Platz und man bekommt ein Innenraumgefühl der beinahe einer U-Bahn gleicht. Das Design des Tramgesichts überzeugt durch seine stabile, fast maskuline Austrahlung. Es wirkt ausgereift und (jetzt kommts) metropolitan. Die Zeiten des popeligen Tram-Images gehen dem Ende entgegen.


    P.S. Die Auslieferung aller 206 Bahnen wird bis 2015 und darüber hinaus andauern. 20 Bahnen pro Jahr werden frühestens ab 2010 ausgeliefert.

    Der Patient Hertha wird nicht gesund, weil man ihn in ein anderes Krankenhaus verfrachtet. Ein Luftschloss ist der Neubauwunsch von Hoeneß, mehr nicht. Zweifellos wären hochdotierte Namensrechte durch ein kompaktes Stadion in moderner Ausführung attraktiv, doch zuallererst sollte der Verein sportliche Klasse anpeilen. Hoeneß ist seit mehreren Jahren für einen immer fader werdenden Kader mit äußerst mittelmäßiger Leistung verantwortlich. Zudem ziehen mit den Eisbären, Füchsen und Alba Berlininterne Sportgrößen auf, die einiges von der einstigen Hegemonie Herthas abfressen. Das dürfte dem Manager nicht entgangen sein. Nixdestotrotz ist es Hoeneß allein, der für eine schwache Personalpolitik verantwortlich ist. Ein neues Stadion bringt den Verein nicht weiter, ein neues Management schon.