Beiträge von DaseBLN

    Leipzig: Stadtteil- und Einkaufszentren

    Hallo,


    Supermärkte zählen ja meist zu den hässlichsten Neubauten in jeder Stadt, da gerade von Discountern ja meist Standardmodelle ohne Rücksicht Auf Stadtstrukturen u.Ä. in die Gegend gestellt werden. In letzter Zeit wurden in Leipzig aber auch einige Neubauten fertiggestellt, die natürlich noch immer einige Nachteile von Supermärkten mit sich bringen, allerdings trotzdem weitaus aufwendiger als Standardmodelle gestaltet wurden. Deswegen dachte ich mir, dass für diese interessante Entwicklung ein eigenes Thema gerechtfertigt ist. Dave hat ja bereits einige Bilder von Konsum-Neubauten gezeigt, die allerdings nicht mehr angezeigt werden, vielleicht kann er diese nochmal kurz einstellen.


    Zum Start hätte ich folgende 2 Discounter zu bieten, die m.W. zumindest hier im DAF noch nicht gezeigt wurden:


    Lidl-Markt in der Zschocherschen Straße




    Plus-Markt am Wiedebachplatz/Bornaische Straße




    Bei beiden finde ich die Bemühungen durchaus Anerkennenswert, allerdings bleibt ein Supermarkt mit Parkplatzbedarf eben das was er ist. Allerdings finde ich, dass sich die Städtebauliche Situation in Plagwitz durchaus verbessert hat, während die Ecke in Connewitz vorher gemütlicher war. In jedem Falle aber besser, als so ein Standarddiscountergebäude.


    Grüße,
    *D

    Hallo,


    hier noch ein Artikel aus der Lizzy:


    Lizzy Online: Im Norden wird's ernst: Verwaltung will vorhabenbezogener Bebauungsplan fürs "Stadtteilzentrum Gohlis" durchziehen


    Da greift man sich echt an den Kopf. Da wird ein Heidengeld investiert, um die neue B6 zu bauen und die Georg-Schuhmann-Straße langfristig zu revitalisieren, da hat man schon mehrere schlechte Erfahrungen mit Stadtteilzentren gemacht und trotzdem will man im Jahr 2008 diese 90er-Jahre-Planung durchziehen. Unglaublich.


    Grüße,
    *D

    ^


    Naja, man kann auch überinterpretieren. :nono: Wenn ich das richtig sehe, hiess die Halle immer Achilleion, und wurde lediglich zu bestimmten Ausstellungen (wie der abgebildeten iPA Internationale Pelz- und Jagd-Ausstellung Leipzig 1930) in Deutschland-Halle umbenannt. Wenn überhaupt - vielleicht war das einfach nur die Halle der deutschen Aussteller.


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    Bitte achte auf unsere Richtinien bezüglich des Zitierens. Danke.

    Also ich finde die Mensa hat durchaus was, zumindest von der MB aus gesehen. Die Universitätsstraße - naja. Aber ganz ehrlich, die Grimmaische Straße ist ungeil. Da wäre ich sehr froh über einen Neubau im Stile der vielgescholtenen Füllbauten am Dresdner Neumarkt gewesen. Naja, seien wir froh, dass zumindest die Fassade zum Augustusplatz vorraussichtlich besser wird.

    Sanierung von Altneubauten

    Es passt so schön ins Thema dieses Threads - sanierte Altneubauten. Sicherlich ist es schwierig, sämtliche Wohnbauten von 1930 bis 1960 über einen Kamm zu scheren, grundsätzlich haben diese jedoch mit Ihrer Blockstruktur un dem Einheitslook selten zur Verbesserung des Stadtbildes beigetragen. Wobei man vor dem zweiten Weltkrieg wenigstens nicht quer zur Straße gebaut hat, was später leider oft der Fall war.


    Während man sich in den 90ern weitgehend auf die Wärmedämmung und das Anbringen von Balkonen beschränkte und das Ganze anschliessend pastellfarben mit Streifen bemalte, sind mir in letzter Zeit Altneubausanierungen aufgefallen, die versuchen, die Individualität der Gebäude mit oft kleinen Mitteln zu Verbessern.


    Die folgenden Beispiele sind allesamt aus der Südvorstadt/Connewitz, in und um die Arthur-Hoffmann-Straße und wurden im Laufe der vergangenen Jahre saniert.


    1. Auflockerung durch Änderung der Fenstergliederung:




    2. Hübsche Farbgebung:



    3. Bunt (Fischer-Art?) - wird sicherlich einigen Wiederspruch hervorrufen, gefällt mir trotzdem :)




    4. Okay, hier ist es eher nicht die Sanierung - die Lösung der Ecksituation zur Erbauungszeit ist interessant:



    Ich finde die Sanierungen alle auf ihre Art gelungen, sie gefallen deutlich besser als die in Leipzig weit verbreitete oben beschriebene Standartsanierung.


    Grüße,
    *D

    Ergänzung zu Stadthäusern Elsterstraße

    Hallo,


    heute war schönes Wetter, also nochmal ein paar ergänzende Aufnahmen zum Kontext des Projekts "Stadthäuser Elsterstraße".


    Zuerst eine aktuelle Variante des Panoramas vom obigen Beitrag, der etwas weitere Ausschnitt lässt links den Pontiakowskiplan und den künftigen Flusslauf des Elstermühlgrabens erkennen:



    Ergänzend dazu ein Blick in die Gegenrichtung, das Panorama setzt links am obigen Bild an - links die Carl-Maria-von-Weber-Straße, rechts der Pontiakowsky-Plan. In der Mitte recht gute Neubauten aus den 90ern, rechts eine herrschaftliche Stadtvilla. Zu dieser gab es falls ich mich recht erinnere mal einen ausführlichen Bericht in den Leipziger Blättern.



    Standort beider Panoramen ist die künftige Elsterbrücke.


    Und nochmal die Elsterstraße richtung Norden in normalem Format vom Standpunkt der Stadthäuser aus betrachtet - der Baum rechts erlebt wohl gerade seinen letzten Frühling:


    Weitere Stadthausprojekte

    Stadthäuser Elsterstraße


    In der Elsterstraße entstehen gegenwärtig zwischen Einmündung Gottschedstraße und Haus Leipzig Stadthäuser. Ich persönlich hätte hier eher hochwertigen Geschossbau erwartet, aber warum nicht, zumal die Häuser versprechen, zumindest in der Ausführung recht hochwertig zu werden. Für die städtebaulich exponierte Einmündung der Gottschedstraße (Pontiakoswki-Denkmal, künftige Elsterbrücke, Elstermühlgraben, Villen) finde ich den Entwurf der Eckbebauung aber recht schwach, auch wenn grundsätzlich positiv anzumerken ist, dass man zumindest versucht hat, einen Übergang zur in der Gottschedstraße anschliessenden mehrstöckigen Gründerzeitbebauung zu schaffen. Infos inklusive Exposé und Entwurfszeichnungen gibt es hier http://www.townhouses-leipzig.de/ - siehe da, der Begriff Townhouses hält auch in Leipzig Einzug :D


    Das zu bebauende Gelände an der Elsterstraße:



    Ein Panoramaversuch zur städtebaulichen Situation:



    Hier die selbe Perspektive mit Bebauung:


    http://www.townhouses-leipzig.de/elster-persp.jpg


    und die künftige Ansicht von der Elsterstraße aus:


    http://www.townhouses-leipzig.de/elsterstrasse-ansicht.jpg


    Stand der Arbeiten am 8. März (gegenwärtig hat sich nicht viel verändert):



    Blick zur Einmündung Gottschedstraße



    künftiger Hinterhof:



    Um die Ecke in der Carl-Maria-von-Weber-Straße gibt es bereits drei Stadthäuser, die ich persönlich ganz nett finde, m.W. soll die Baulücke daneben ähnlich bebaut werden:





    Stadthäuser Industrie-/Zschochersche-/Naumburger Straße


    Bereits vor 3 (?) Jahren fertiggestellt wurden die Stadthäuser "Am Karl-Heine-Kanal" in der Industriestraße:



    von hinten:



    der lange Garten liegt im Trend ;)


    Weitere Infos hier: http://www.stadthaus-leipzig.de/de/150.php


    Direkt dahinter, am Verbindungsradweg zwischen Zschocherscher und Gießerstraße entstehen gerade die Stadthäuser Zschochersche Straße. Hier der Lageplan. Was die Fassaden betrifft, nicht so hochwertig, allerdings für die örtliche Bausituation ganz okay:



    Durchblick zu den Stadthäusern Industriestraße:



    Weitere Infos hier.


    Die selbe Firma plant direkt gegenüber in der Naumburger Straße sechs weitere Stadthäuser:



    (unten links; oben rechts die Stadthäuser Zschochersche Straße)



    Hier der gegenwärtige Zustand:



    Weitere Infos hier.


    Noch als Ergänzung, wenn auch keine Stadthausprojekte:


    In der Industriestraße, gegenüber des Karl-Heine-Kanals und zwischen Konsumzentrale und Stadthäusern sind jetzt die Lofts Industriestraße 81-83 mit riesigen Balkonen fertiggestellt worden:




    Und auch dieses Gebäude an der Ecke Zschochersche- /Industriestraße, direkt gegenüber den Wagner'schen Häusern ist saniert - dürfte letztes Jahr gewesen sein, war mir bisher aber noch nicht aufgefallen:



    links die Einfahrt ist übrigens die auf den Karten eingezeichnete Zufahrt zu den Stadthäusern Zschochersche Straße.


    Grüße,
    *D

    Mittlerer Ring: ein anachronistisches Überbleibsel der 90er

    Hallo,


    nach längerem Mitlesen habe ich es endlich auch mal geschafft, mich bei DAF anzumelden. Danke zunächst für die ausführlichen Informationen und die Fotos. Meine Meinung zum mittleren Ring:


    Das komplette Tangentenkonzept (Tangentenviereck, Mittlerer Ring) ist ein anachronistisches Überbleibsel aus den Boomzeiten der 90er, inspiriert von Konzepten der 60er und 70er Jahre. Problem ist hier eher das Konzept an sich, während Teilstrecken sicherlich ihren Sinn haben. Ich finde beispielsweise, dass die B6n zur Entlastung von Georg-Schuhmann-Straße und Eisenbahnstraße durchaus ihre Berechtigung hat - kann andererseits aber nicht erkennen, wo der Verkehrsbedarf für die Ost- und Südtangenten herkommen soll. Welche Magistralen werden hierdurch entlastet? Sicherlich ist es ein glücklicher Umstand, dass man ohne große Verluste eine 4-spurige Schneise durch die Stadt ziehen kann - aber sollte deswegen gleich eine solche Strecke nur um ihrer Selbstwillen in die Realität umgesetzt werden? Der Verkehrsbedarf verlagert sich seit Jahren, gerade der Bedarf für Tangentialverbindungen ist seit Fertigstellung des Autobahnrings nochmal erheblich gesunken. Die Vorhersagen zur weiteren Mobilitätsentwicklung werden inzwischen durch Umweltzonen, Ölpreis etc. auch ad absurdum geführt. Zum Glück merkt das inzwischen auch die Stadt Leipzig und hat erhebliche Teile von mittlerem Ring und Tangentenviereck auf Eis gelegt:


    Lizzy online: Martin zur Nedden setzt Prioritäten: Mittlerer Ring kommt zu drei Vierteln vorerst auf Eis


    Ich zitiere:


    Für Jung ist die Sache klar: "Das wenige Geld, das wir haben, müssen wir einfach gezielter einsetzen. Das Thema Mittlerer Ring im Süden brauchen wir die nächsten zehn Jahre nicht anzupacken."


    [...] verspricht zur Nedden, der seine Prioritätenliste demnächst im Fachausschuss vorlegen will. Leipzig bekommt damit endlich einen Fahrplan, der Verkehrsinvestitionen der nächsten Zeit in ein klares Muster bringt.


    Lizzy online: Alle Quartale wieder (2): Warum Hauptverkehrsstraßen in Leipzig ihre Einwohner verlieren - und warum nicht


    1. Punkt also: ich sehe keinen wirklichen Bedarf für das Gesamtprojekt. Teile davon sind aber sicherlich sinnvoll.


    2. Punkt: Ein Großteil des Leipziger Verkehrsbudgets wird immer noch in den Straßenverkehr gesteckt. Das ist sicherlich grundsätzlich sinnvoll, allerdings sollte man anstreben, den Anteil des motorgetriebenen Individualverkehrs am Modalsplit zu verringern. Die einfachste Maßnahme dafür ist, auf unsinnige, ideologiegetriebene Straßenbaumaßnahmen zu verzichten und das Geld entweder in den ÖPNV oder in die Aufwertung von Magistralen zu stecken.


    3. Punkt: Stadtautobahnen trennen immer - egal, ob sie auf ehemaligem Bahngelände angelegt werden oder nicht. Weiterhin wird man auch immer existierende Straßen umbauen müssen - man sieht am Gerichtsweg und in der Essener Straße, wie attraktiv die so neu entstehenden Stadträume sind (auch an den Einwohnerzahlen).


    Grüße,
    *D