Beiträge von DaseBLN

    Was wird eigentlich in Zukunft aus Leipzigs Gasometern??


    Im größten Gasometer in der Richard-Lehmann Straße ist ja jetzt dieses Rom Panorama drin - aber ich kann mir irgendwie kaum vorstellen, daß sich solche Ausstellungen ewig halten können.


    Die Rom-Ausstellung wird 2008 durch einen Blick in den Regenwald abgeloest. Der Empfangsbereich wurde inzwischen ausgebaut, dies und die Besucherzahlen sprechen dafuer, dass sich das Panorama langfristig etablieren wird.


    Im Gasometer nebenan fanden ja vor kurzem Roemische Spiele stadt, prinzipiell waere so etwas wahrscheinlich ganz gut fuer ein Musical Theater geeignet. Die Gasometer in Wien sind ganz nett, die Wohnungen aber unguenstig geschnitten. Hinzu kommt dort, dass Erdberg, wo die Gasometer stehen, ziemlich weit draussen ist und das ganze nur ueber ein riesen Einkaufscenter mit Multiplex-Kino, dass groesstenteils verwaist ist, finanziert werden konnte. Insgesamt also ein eher schlechtes Beispiel.


    Gruesse,
    *D

    Schade, dass man hier nicht den Weg geht, den man in der Riemannstrasse gewählt hat und zumindest die Fassade sichert. Das Gebäude selber ist eher einfach, der grosse Wert besteht hier wahrscheinlich wirklich in der Geschlossenheit des Straßenzuges.

    Denken Sie, daß unsere Lieblingssanierer, die in Leipzig Hervorragendes leisten (und noch hoffentlich viel leisten werden), die Richtigen für solch ein Projekt wären? Ich weiß, das ist alles Spekulation, jedoch: welcher Projektentwickler wäre denn überhaupt in der Lage, ein Projekt in derartiger Größe an so einer Lage "richtig" im Sinne der Stadtarchitektur zu entwickeln?? Oder: wo gibt es dafür Beispiele?? Das würde mich wirklich einmal interessieren ...


    Naja, ganz ehrlich, das wäre dann eher auf eine Grundstücksteilung hinausgelaufen, was m.E. für dieses Gebiet auch die bessere Lösung gewesen wäre.


    Andererseits muss man natürlich zugeben, dass kleinteiligere Grundstücke in dieser Ecke eine große Konkurrenz für die noch zu bebauenden Brachflächen am Burgplatz, Rund ums Bildermuseum, an der Hainstraße etc. gewesen wären.


    Was die Pläne betrifft - auch ohne (sicherlich wünschenswerte) hochwertige Steinfassade wäre hier mehr möglich gewesen. Alleine schon ein Staffelgeschoss mit vorgelagerten Glaslamellen, die ein Schrägdach 'simulieren', ähnlich wie hier in Berlin am Gendarmenmarkt, würde dem Gesamterscheinungsbild schon gut tun und wäre sowohl mit den 'Stadthäusern' auf dem Dach als auch den Baukosten zu vereinbaren gewesen. Insgesamt finde ich es auch immer noch schade, dass weder der an klassischen Passagen orientierte Entwurf genommen wurde, noch ein Entwurf ähnlich den Passagen anstelle des Kulturpalasts in Dresden eingereicht wurde. Positiv ist dennoch hervorzuheben, dass das Glas der Fassade relativ hochwertig werden und spiegeln wird.


    Was die dann gegenüberliegende Museumsrandbebauung betrifft ist aber wohl eher negativ, dass wir dort eine so lange Glasfassade haben, schliesslich wurden die modernen Fassaden der Randbebauung am Böttchergässchen ebenfalls mit der gegenüberliegenden Fassade begründet. :nono: ma kucken, ne


    Was mich grundsätzlich interessieren würde - ist aus den Bauplänen ersichtlich, ob die Läden nur Schaufenster oder auch Eingänge zu Brühl und Tröndlinring haben?


    Grüße,
    *D

    Also ich muss sagen, ich findes es äußerst bedenklich, dass immer noch keine Visualisierungen zu sehen sind, obwohl bald Baubeginn sein soll. Diese defensive Haltung, einhergehend mit einem "es gibt keine Zeit mehr für Änderungen" zu Baubeginn, wird uns sicherlich etwas bescheren, das noch einigen Protest hervorrufen wird.


    Grüße,
    *D

    Hallo,


    hier noch ein paar Bilder vom vorvergangenen Wochenende, ein wenig durcheinander zwar und ohne großartige Kommentare, trotzdem (denke ich) sehenswert.


    Los gehts am Rabet:






    Weiter in die Comeniusstraße




    Richtung Dresdner Straße/Grafisches Viertel:







    Die Handwerkskammer:





    Und schliesslich die Zentrale des Kreisverbands des Roten Kreuzes in der Brandvorwerkstraße:



    Grüße,
    *D

    Mit wenig Geld könnten bereits viele Gebäude saniert werden, aber das muss ja von Duisburg in Schuldenfreiestädte wie Dresden fließen.


    Vielleicht, weil es sich da mehr lohnt? Oder willst du behaupten, Sanierungen werden hauptsächlich mit Staatsgeldern durchgeführt? :auslach2:

    Hallo,


    Dann will ich mal nicht so sein und zeige auch meine vom Südcenter:





    Dazu noch der Hortensia Park an der Dresdener Straße - Villa zur Straße hin plus sanierte ehemalige Druckerei als Gartengebäude:






    Die Parkvillen Gohlis wurden auch schon mal gezeigt, hier ein paar Bilder von Anfang Mai. Der alte Baumbestand holt da einiges Raus, ich finde das Gesamtergebnis eigentlich ganz passabel:





    Was stand eigentlich vorher auch dem Gelände - auf alten Staellitenbildern bilde ich mir ein, eine ältere Fabrik o.ä. zu sehen?


    Hier noch zwei Stadthäuser direkt um die Ecke in der Ehrensteinstraße. Zwar schon 2007 fertiggestellt, trotzdem zeigenswert, da sie sich m.E. relativ gut in die Zeile einpassen, obwohl es im Prinzip die Stadthaus-Standardarchitektur ist:




    Hier noch Stadthäuser im Bau in der Brandvorwerkstraße:



    Grüße,
    *D

    Stadt Leipzig baut den Stadthafen

    Die Stadt Leipzig hat sich nach jahrelanger vergeblicher Suche nach einem privaten Investor entschlossen, den Stadthafen kommunal in abgespeckter Form zu bauen, um dem Gelände einen Schub zu verpassen.


    Ausschnitte aus dem Artikel:


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    Editiert. Keine Pressezitate bitte, die entsprechenden Richtlinien sollten inzwischen bekannt sein.
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    Meines Erachtens eine gute Sache, wenn es auch sehr schade ist, dass ausgerechnet das Leipzig-Boot nicht in den Hafen einfahren kann. Eventuell lässt sich das ja nachträglich noch ändern.


    Grüße,
    *D

    Ich sehe das ähnlich wie einige der dortigen Kommentatoren. Stimmann ist DER Verantwortliche für die strikten Gestaltungsvorgaben, die hier zwangsläufig zu einer Überforderung führten.


    Wenn man von so simplen Gestaltungsvorgaben überfordert ist und sich nicht in der Lage sieht, etwas besseres zu entwerfen als das, was wir da sehen, sollte man sich als Architekt vielleicht fragen, ob man nicht den Beruf verfehlt hat. Die Gesellschaft ist nicht dazu, überforderten Architekten den Popo zu pudern.


    Grüße,
    *D

    Leute, das is doch gegessen. Der Uferabschnitt wurde gerade erst neu gestaltet und wird so schnell mit Sicherheit nicht neu bebaut. Was auch gut ist - denn eine Brachfläche ist das mit Sicherheit nicht mehr, sondern Uferpromenade, Spielplatz, Strandbar.


    Abgesehen davon wird die Strandbar Mitte, die jetzt ein bisschen spiessig ordentlich ist, dort im Gegensatz zu früher sicherlich einen etwas längeren Vertrag mit der Stadt haben.


    Insofern: erstmal Lücken füllen.

    denke doch mal darüber nach, ob nicht vielleicht gerade im kriegszerstörten Berlin die Gefahr herabfallenden Fassadenschmucks im Besonderen gegeben war. Dass Blindgänger und anderes Zeugs ein noch wesentlich größeres Gefahrenpotential besaßen, bleibt davon unberührt.


    Die Frage, die sich mir stellt, ist, wieso dies in Berlin eine besondere Gefahr darstellte, in Leipzig oder Dresden aber nicht? Waren diese Städte nicht kriegszerstört, waren die Menschen dort etwa lebensmüde?


    Deine ganzen Erklärversuche lassen außer acht, dass die Entstuckung in Berlin in einem Maße betrieben wurde, wie es in anderen Städten nie geschah - worin liegt dies deiner Meinung nach Begründet, wenn nich in entsprechenden Fördermaßnahmen?


    Der Gipsstuck aus dem Katalog wurde übrigens nur bei einfachen Arbeiterwohnhäusern verwendet, es wurde schon mehrmals dargelegt, dass es nicht um den Verlust dieser geht, sonderum teilweise großbürgerlichen Wohnraum, der ebenfalls entstuckt wurde.


    Grüße,
    *D

    Erstaunlich ja nur wie man überhaupt auf diese Idee kommt. In 30 Jahren wird sie wohl noch viel rückschrittlicher wirken als heute..


    Ach Gottchen. Aber mitm Bus auf der Potsdamer im Stau zu stehen ist geiler und fortschrittlicher oder wie? Du solltest vielleicht nicht so viel in Rüdersdorf im Wald liegen, wenn du heute noch eine Tram als rückständig bezeichnest.


    Grüße,
    *D

    Wiederaufbau Deutrichs Hof?

    Gestern war Grundsteinlegung, heute dazu ein Artikel in der LVZ. Interessante Aussage des TLG-Projektleiters:

    „Falls eines Tages Deutrichs Hof wieder aufersteht, möchte die Stadt die Strohsackpassage bis zu diesem Areal verlängern. Deshalb haben wir eines der vier Geschäfte in unserem Neubau so geplant, dass es ohne großen Aufwand in einen Passagendurchgang verwandelt werden kann.“


    Nix konkretes also, trotzdem gut zu wissen :)

    Hallo,


    die Auflage der Stadt besteht darin, für das Gebäude (der ganze Winkel ist tatsächlich nur eines) 4 unterschiedliche, von unterschiedlichen Architekturbüros gestaltete Fassaden zu schaffen. Weitere Infos hier.


    Grüße,
    *D

    Lieber .L.E.,
    ich muss dir leider widersprechen: Ich bin Leipziger mit Herz und Seele, was mich gerade über dieses Thema auch sehr emotional denken lässt. Ich sehe aber keine Notwendigkeit, künstlich historische Kontinuität vorzuspielen, wenn keine tausend Meter weiter östlich echte Baugeschichte vor sich hingammelt. Bevor ich dem Wiederaufbau einer Paulinerkirche zustimmen würde, wäre es mir eine Hauptanliegen die vor sich hingammelnde Buchhändlerböre zu sanieren, denn immerhin ist da noch genügend orginales Potenzial vorhanden. Ebenso verhält es sich mit dem Ringmessehaus oder dem Astoria und so weiter...


    Ohne jetzt für eine Rekonstruktion zu sein - mir wäre wie oben beschrieben der von Eggerat zunächst vorgesehene Innenraum und eine bessere Gestaltung der Seminargebäude zur Grimmaischen Straße hin schon genug gewesen - magst du damit subjektiv Recht haben, allerdings erinnert mich die Argumentation daran, dass so manches LVZ-Forenmitglied die Gelder für den Citytunnel gern in Kindertagesstätten gesteckt hätte. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, die Gelder kommen aus anderen Quellen, sind teilweise zweckgebunden etc.


    In welcher Hinsicht wäre denn beispielsweise ein rekonstruierter Uni-Komplex eine konkurrenz für das in Finanzinvestorenhänden vor sich hin dümpelnde Hotel Astoria gewesen? Inwieweit hätte er die schiere Größe und die darin begründete schwere Vermittelbarkeit des Ringmessehauses verringert?


    Im übrigen glaube ich, dass sich gerade in den letzten Jahren in Leipzig herausgestellt hat, dass die Sanierung von historischen Gebäudekomplexen sich durchaus auch finanziell lohnen kann. Ich glaube nicht, dass wir heutzutage noch mit einem Verlust von Buchhändlerbörse, Ringmessehaus, Hafenspeichern Lindenau etc. rechnen müssen. Das sah in den 90ern noch ganz anders aus.


    Grüße,
    *D


    PS: Cowboy, zählst du noch die Leipziger Mitglieder? ;)

    selbstverständlich wäre es konsequent, im hauptraum jeglichen kirchenähnlichen charakter vermeiden..


    Wieso? Worin besteht dann die Referenz an die Situation, wie sie sich jahrhundertelang dargestellt hat? Wo liegt das Problem daran, zumindest optisch daran zu erinnern? Und willst du ernsthaft behaupten, die von der Universität jetzt scheinbar durchgesetzte Innenraumgestaltung ist ästhetischer oder praktischer als die ursprünglich von Eggerat vorgesehene? Im Gegenteil, sie ist teurer, klimatisch ungünstiger, statisch schwieriger zu realisieren und dass sie besser aussieht, bezweifle Ich auch.


    Im übrigen wäre ein kirchenähnlicher Innenraum mit durchgezogenen Glassäulen wirklich eine architektonisch einmalige Angelegenheit gewesen - das was jetzt kommt, geht Richtung Zweckraum. Für mich definiert sich so eine vergebene Chance.


    das ist wie im richtigen leben: wenn man die hand reicht, will man nicht, dass einem der arm abgehackt wird.


    Die Universität hat nie eine Hand gereicht. Immerhin hat sie daraus auch nie einen Hehl gemacht, ich frage mich aber schon, woher du deine Analogie nimmst. Und eins steht ja wohl fest: wenn sich die Universität durchgesetzt hätte, hätten wir da in einem jahr einen besch**enen Zweckbau stehen.


    Im Übrigen finde ich die Diskussion um die Konfessionslosigkeit bzw. Andersgläubigkeit der Studenten total affig - das würde im Umkehrschluss heissen, dass wir in einer heute noch stehenden Kirche eine moslemische, eine buddhistische und vielleicht noch eine Hare-Krishna Gebetsecke einrichten müssten.


    Im Übrigen sind m.E. Menschen, die sich als Konfessionslos (und das sind immer noch die meisten Studenten) bezeichnen, und sich weigern, Kirchen zu betreten, weil sie ja eben nicht gläubig sind, genauso verbohrt, wie missionierende Christen.


    Grüße,
    *D