Beiträge von cardiac

    Die Hochhäuser würden direkt neben den bestehenden zwei entstehen, außer von einer Seite wären sie gesäumt von Häusern mit Höhen oberhalb der Traufhöhe. Es ist absolut irre, diese nicht als Teil des Clusters dort zu sehen und irgendwas von "der Ku'damm ist baulich von der Berliner Traufhöhe geprägt" zu labern.


    Und wieso ist das nun verkehrstechnisch schlecht angebunden? Besser geht's doch kaum mehr? Etliche U-, S- und Regiobahnen halten dort. Ah, oder gehörst du zur Fraktion PKW? Wie kriegen das denn andere Städte der Welt hin? Tut doch noch nicht so, als würden drei weitere mickrige Hochhäuser das hausgemachte Verkehrsproblem deutscher Städte verstärken oder gar dafür verantwortlich sein.

    Niedrige Häuser mögen für sich genommen nicht zwingend „geil“ sein. Aber wenn sie eine gewisse einheitliche Höhe (ich halte die Häuser an dieser Stelle auch nicht für niedrig) aufweisen, bieten sie die Chance, sich harmonisch aufeinander abzustimmen. Das ist etwas, das in der City West bislang eigentlich ganz gut funktioniert hat.


    Ähm bitte? Also die City West zeichnet sich ja durch einiges aus, aber garantiert keine einheitliche Höhe der Bebauung. Es gibt tatsächlich eher wenige Stellen in Berlin, die so stark von einer eben nicht vorhandenen Traufhöhe geprägt werden wie diese Ecke um Breitscheidplatz/Bf Zoo.


    Du hast Recht, Hochhäuser sollte man nie generell "geil" finden, nur weil es Hochhäuser sind. Aber das denkt auch fast niemand. Zum Beispiel stimme ich zu, dass Berlin den Wildwuchs eindämmen/verhindern sollte, um nicht am Ende wie Sao Paolo oder so auszusehen. Aber der Bau von mehreren Hochhäusern an bestimmten Orten, in Berlin wohl City West, Potsdamer Platz, Alex und Mediaspree, die allesamt auch große Verkehrsknotenpunkte und Subzentren Berlins sind, ist absolut in Ordnung, hilft gegen den steigenden Büroflächenmangel und ggf. auch Wohnungsmangel, selbst wenn nur hochpreisige Wohnungen entstehen (senkt Gentrifizierungsdruck besser als jede erdenkliche Spielerei die sich Politiker so ausdenken um Milieuschutz zu betreiben), kurz gesagt, macht städtebaulich Sinn. Und wenn die Architektur stimmt, kann das ganze auch noch gut aussehen. :daumen:

    Ich find die aufgeführten Alternativen seltsam. Wären 150, 130 und 120m (oder eine etwas andere Staffelung) nicht die beste Lösung? Was hat Berlin bloß nur mit seiner Einheitshöhe? Ich finde das total seltsam, dieses "Traufhöhendenken" bei Hochhäusern.

    Wenn sie die Rechnung, die tunneklick gemacht hat, selbst vornehmen, dann kommen sie vielleicht zum Schluss das Grundstück lieber zu veräußern. Es ist doch irrsinnig heutzutage die zulässige BGF nicht auszunutzen. Mit der richtigen Vermarktung kann man auch in Deutschland dieses Grundstück komplett ausnutzen (von der BGF und der Höhe her), da bin ich überzeugt. Aber vielleicht kann das CA Immo nicht (wie man an der meiner Meinung nach amateurhaften ONE-Vermarktung sieht).

    Jetzt mal eine ganz dumme Frage: Was ist an einer höheren Ausnutzung grundsätzlich denn so verkehrt? Kann man als Stadt nicht froh sein, wenn mehr Ausnutzung pro Fläche rauskommt? Klar gibt es irgendwo Grenzen (infrastrukturell, städtebaulich etc., meinetwegen auch ästhetisch), aber 40% sind ja nun bei dem eher beschaulichen Projekt wie an der Stiftstraße nichts was den Rahmen sprengen würde, oder?


    Zu Josefs neuem HHRP: Ich vermute, dass wir eher ein weiteres Korsett bekommen mit dem tendenziell Dinge verhindert anstatt ermöglicht werden sollen. Damit kann man dann noch mehr Druck auf Investoren ausüben. Fraglich nur, wie lange das alles noch funktioniert. Das "internationale Kapital" (um in üblicher FR-Sprache zu bleiben) wird nicht ewig wie aktuell sein rumliegendes Geld in Deutschland verbauen und retten wollen.

    Einer der vier unteren Ladenflächen wäre ja auch an Kaufhof gegangen, damit besteht also ein Zugang zu den beiden Zwischengeschossen. Mir fallen da spontan einige potenzielle nicht in Frankfurt vorhandene Modeketten an, die diese Flächen an einer so prominenten Stelle sicherlich beziehen könnten.

    Der Bericht lässt mich wirklich traurig zurück. Es wird wieder deutlich, wie abgehoben und vom Otto-Normal-Stadtbewohner meilenweit entfernt die Architekturgemeinschaft (sowohl aus der Praxis als auch akademisch) ist. Als einziger Fürsprecher musste dann ein Journalist herhalten, awesome. Da muss man sich nicht wundern, dass unsere Städte mit Schuhkartons vollgestellt werden. Was an der puren Verweigerung zur Gestaltung "modern" sein soll, erschließt sich mir nicht. Das ist nämlich nicht modern, sondern ganz arg 20. Jahrhundert.


    Ich weiss auch nicht woran es liegt, aber irgendwie gefallen mir Parkanlagen im Ausland immer mehr als bei uns. Vielleicht ist es die Auswahl der Bäume...


    Bei uns sind das ja auch keine Parkanlagen, sondern "Grünflächen". Das sagt doch schon alles, oder? ;)

    Derjenige der die Farbe für die Flughafen Lokalbahnhofstation ausgesucht hat muss farbenblind sein. Ich glaube ich habe noch nie etwas derart unharmonisches gesehen. Jedem mit auch nur einem Hauch von Gefühl für Ästhetik müssten sich die Fußnägel hochkräuseln. Wieso macht man sowas? Ernsthaft. Nicht nur dass es Geldverschwendung ist, es macht's sogar alles nur noch schlimmer. Selbst ohne diese unpassende Farbwahl sollte doch jedem klar sein, dass angemalter Waschbeton einfach nur scheußlich aussieht.

    Es ist immer leicht zu sagen "wir müssen den Gürtel enger schnallen", aber welchen Lolli möchtest Du konkret wegnehmen?


    Da gibt's einiges. Gutes Beispiel ist die deutsche Familienpolitik, die nur aus Geld nach dem Gießkannenprinzip verschenken besteht, und erwiesenermaßen (Studie kann selbst ergoogelt werden) ineffizient, wenn nicht sogar gänzlich ineffektiv ist. Anderes Beispiel sind öffentliche Ausschreibungen, die aufgrund von Kurzsichtigkeit oftmals hohe Langzeitkosten hervorrufen.
    Es gibt etliche Bereiche in denen Geld ineffizient ausgegeben wird, da betreffende Leistung/Budgets meist aus populistischen Motiven (Befriedigung von Partikulärinteressen, Lobbybeeinflussung, Wahlkampfgeschenke etc. pp) eingeführt wurden, und selbst wenn sie sich als sinnlos herausgestellt haben, nur schwer wieder abzuschaffen sind.

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    Das ist so ein Henne&Ei-Problem. Ich vermute eher, dass die aktuelle B-Ebene so leer ist, weil sie eben null Aufenthaltsqualität hat und die meisten Menschen sogar Umwege in Kauf nehmen, nur um sie irgendwie erst gar nicht betreten zu müssen. Warum ein Einkaufsbahnhof ausgerechnet in einem der höchstfrequentierten Bahnhöfe Deutschlands nicht funktionieren soll, weiß ich nicht. Ich habe den Frankfurter HBF im Gegenteil in Deutschland immer als Einzelfall betrachtet. Ist glaube ich auch der einzige in den größeren Städten, der keinen 24/7 Supermarkt hat.

    Ehrlich gesagt klingt mir das alles sehr nach Verhinderungspolitik. Das würde ja auch zu unserem flotten Planungsdezernenten passen.


    Ich finde die Idee mit den Negativzonen gar nicht so schlecht. Es gibt m.E. etliche Gebiete in Frankfurt, die auf mittelfristige Sicht gut begründbar hochhausfrei bleiben sollten. In den restlichen Gebieten darf man dann im Umkehrschluss grundsätzlich überall bauen wie man will, solange das Konzept stimmt. Hochhausprojekte sind nun nicht so häufig, dass eine "Einzelprüfung" unmöglich wäre. Bestes Beispiel ist doch FOUR. Das stand in keinem abstrakten Plan, ist aber ein tolles Konzept (an sich und im städteplanerischen Kontext), also wird's erlaubt und gebaut.


    Kategorisch feste Standorte zu definieren (wer hat da überhaupt das "Recht" dazu?) und gleichzeitig jeden anderen Quadratmeter in Frankfurt zur No-Hochhaus-Area zu machen, halte ich hingegen für den absolut falschen Ansatz, sowohl aus ökonomischer, städtebaulicher als auch demokratischer Sicht.

    ^ Das ist ja auch den Bauherren bewusst und daher wurde der Turm gekürzt, weil sie nicht für den Deal "mehr Höhe für Sozialwohnungen" bereit waren.


    Jetzt kriegen wir eine dunkle und kürzere Version des neuen Henninger Turms ohne Fass. Oder bin ich der einzige, der mittlerweile erstaunliche Ähnlichkeiten sieht?

    Selbst wenn irgendwas innerhalb des Grüngürtels liegt, rechtfertigt das immer noch nichts. Wenn man sich Karten bzw. Satellitenbilder von Frankfurt anschaut kann man in Anbetracht der Wohnungsnot einfach nur noch den Kopf schütteln, denn die müsste nicht sein. Frankfurt ist zersiedelt wie ein löchriger Käse und gönnt sich üppige Wälder, Wiesen und Felder im Stadtgebiet. Es gibt also keinen Mangel an potenziellem Bauland. Aber wenn die eine Partei NIMBY-Rentner, die andere Obstbauern und die dritte seltene Echsen schützen will, muss man sich nicht wundern, dass am Ende ein scheinbar politisch so gewollter Mangel besteht.

    Interessant wäre es zu erfahren, ob es sich bei den interessierten Investoren um die selben wie beim Nachbargrundstück handelt und ggf. eine Entwicklung aus "einem Guss" angestrebt wird. Bin sehr gespannt auf konkretere Informationen zu diesen Projekten, vermutlich im nächsten Jahr.

    Es ist doch auch völlig egal was die einzelnen Bewerber geboten haben. Wenn Frankreich meint kostenlose Miete, 1 Mrd. Euro und tägliche kostenlose Croissant-Lieferungen obendrauf anzubieten, um die Behörde zu bekommen, und aufgrund dessen sich die Mitglieder für diesen Bewerber entscheiden, ist das völlig legitim. Hätten die anderen ja auch machen können. Haben sie aber nicht, also war es ihnen scheinbar nicht wichtig.


    Ich verstehe diesen Groll hier überhaupt nicht. Der einzige Grund könnte hier gekränkter Lokalstolz sein.

    Ähm? Es wurde in einem für EU-Verhältnisse recht transparenten Verfahren zwischen etlichen Bewerbern abgestimmt und dabei kamen eben die beiden Gewinner heraus. Weiß nicht was es da zu kritisieren gibt. Ich kritisier doch auch kein Ergebnis einer Bundestagswahl, nur weil es mir nicht passt.



    P.S.: Schmittchen: Ironie funktioniert scheinbar wirklich nicht im Internet.