Beiträge von nikolas

    Bewacher
    Sorry, du hast Recht. Südwall wird auf dieser Höhe zum Hiltropwall und selbst das ist noch eine zu ungenaue Beschreibung von mir gewesen. Auf jeden Fall möchte man das gesammte Gelände näher zum Westenhellweg rücken, indem der ganze Komplex die Silberstraße überspannen soll. Ob das in Form einer Brücke geschieht, bzw. die Straße ganz überbaut wird ist noch nicht ganz durch.
    Auch mit dem schludrigen Wiederaufbau hast du recht. Diese Ecke ist das "Letzte" im Kernstadtbereich. Und das liegt nicht allein an der Thierbrache selbst. Deswegen befürchte ich, dass sich für ambitionierte Büroprojekte o.ä. an diesem Standort kein Investor finden wird. Das ist und bleibt ein Hinterhof. Ein raumausfüllendes EKZ ist da wohl schon das höchste der Gefühle... ;)

    @ Konny
    Ich kenne das Grundstück. Es spricht zunehmend für den Standort Dortmund - City - Süd, dass man sich selbst solcher Restflächen annimmt und sie in Architektur "verwandelt". Zur Zeit wird die Fläche als wilder Parkplatz genutzt. Die Schaffung hochwertiger Gastronomie- und Büroflächen ist von daher nur zu begrüßen.

    Neubau Depotgebäude Ruhr Museum

    Die Kohlenwäsche auf Zollverein erhält einen Anbau.
    Das neue Ruhr Museum erhält damit ein Depotgebäude in dem alle Exponate gelagert werden, die nicht in aktuellen Ausstellungen gezeigt werden.
    Baubeginn???
    [URL='http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/essen/2008/2/5/news-2...']

    Stadtmauer

    @ Bewacher
    Was ist mit den restlichen 54% passiert?
    Viele Stadtplaner haben die Situation nach 1945 vor allem als Chance begriffen, den deutschen Innenstädten eine optimierte Struktur zu verpassen. Veränderte Straßenführungen, City-Ringe und weitere Maßnahmen, die unter dem Stichwort "Autogerechte Stadt" firmieren wurden da z.B. in Angriff genommen. Mit historischer Bausubstanz ist man seinerzeit nicht zimperlich umgegangen. Z.T. bis in die 1960er Jahre hinein betrieb man, gefördert durch die öffentliche Hand eine regelrechte Abrisspolitik an historischer Bausubstanz. In manchen Städten überstiegen die Zerstörungen des Wiederaufbaus sogar die Folgen des Bombenkrieges. Für das Ruhrgebiet ist dieser Prozess ganz gut dokumentiert.
    Prominentestes Beispiel dürfte sicherlich der Abriss des historischen Rathauses in Dortmund sein. Aber auch das Wirken von Massenberg in BO, sowie die Wiederaufbaupläne in DU werfen aus heutiger Sicht einige Fragen auf.

    Hab mir das Gelände heute mal genauer angeschaut. Da ist wirklich ne Menge Platz im Hinterhof vom Telekomgebäude. Fänd´s trotzdem Schade wenn es abgerissen wird. Die Fassade im Stil des Backsteinexpressionismus macht schon was her. Büros an dieser Stelle fände ich da angebrachter. Für das Justizgelände hingegen wäre ein Engagement von ECE durchaus zu begrüßen.

    Die Entäuschung über das neue EKZ ist in diesem Forum wohl einstimmig. Ich kann mich dem nur anschließen! Abweisende 08/15 Architektur ohne Fenster und mit einer billig wirkenden Außenfassade. Das Ergebnis erinnert schon fast an die Karstadt - Architekturmisere aus den 60er Jahren, wo landauf- landab versucht wurde die Innenstädte mit gesichtslosen Einkaufsklötzen zuzustellen. Ähnliches gilt es wohl auch bei den Bauvorhaben von ECE in Dortmund und Bochum zu befürchten. Der Trend scheint gerade dahin zu gehen, die Shoppingarchitektur der "Grünen Wiese" durch neue Mega -Malls direkt in die Innenstadt zu transferieren. Für das Besucheraufkommen einer Innenstadt mag das gut sein, für die Optik einer Stadt wohl kaum.
    In diesem Sinne: small is beautiful!:)

    Westropolis
    Auch in Dortmund plant ECE auf dem ehemaligen Thier Gelände ein Einkaufszentrum mit 32000 qm Einkaufsfläche.
    Prinzipiell finde ich das Engagement von ECE im Ruhrgebiet sehr gut. Sowohl in Dortmund und Essen als auch in Bochum handelt es sich um zu revitalisierende Flächen in der City. Ob sich die Städte damit letztlich nicht doch gegenseitig die Kundschaft abgraben wird sich zeigen. Für Bochum erscheinen die Pläne tatsächlich ein wenig zu groß dimensioniert. Ob hierfür tatsächlich das "Merck & Finck" Gebäude sowie das Telekom Gebäude weichen müssen ist auch fraglich.
    Es steht zu befürchten, dass hier ähnliches wie in Essen geplant wird. Will heißen: Ein fensterloser Einkaufsklotz mit billiger Aussenfassade.
    Aber bevor ich hier anfange schwarz zu malen gilt es erst mal die konkreten Pläne abzuwarten...:)

    Ich verfolge das Rückbauprogramm in DU-Nord als Außenstehender. Deswegen will ich mich zu diesem Thema nur grundsätzlich äußern. Gegen die Bedenken mancher Mitglieder finde ich das Thema Rückbau in diesem Forum durchaus angebracht. Demographischer Wandel, Stadtflucht etc. sind auch im Westen Deutschlands nun einmal Realität. Und Architekten und Raumplaner haben darauf zu reagieren. Deswegen erscheint mir das Thema Rückbau, ebenso wie das Thema Bauen im Bestand als eine der zentralen Herausforderungen für den Städtebau im Ruhrgebiet. Warum nicht dieses Forum nutzten um sich mit diesen Themen kritisch auseinanderzusetzen? Zugegeben: Der Bau eines Hochhauses oder anderer Leuchttürme erscheint da erst mal spektakulärer. Aber Themen wie Quartiersmanagement, Aufwertung einzelner Stadtteile bzw. ganzer Innenstädte, etc.berühren unseren Alltag doch in weit größerem Maße. Klar das sich solche Maßnahmen hier nur schwer dokumentieren lassen, weil es zur Realisation solcher Projekte vieler kleiner Schritte bedarf und Leuchttürme mit Hochglanzbroschüren dabei meistens fehlen.
    Speziell das Thema DU - Nord bietet aber viele Anknüpfungspunkte die auf einen größeren Zusammenhang verweisen. So ist der geplante Grüngürtel ein Bestantteil des Projektes Emscher Landschaftspark (elp2010). Und in diesem Zusammenhang finde ich den Rückbau in periphären Stadtteilen, zugunsten einer Konzentration auf die Innenstädte eine ganz gute Sache. Bietet sich doch so die Möglichkeit die leidige Suburbanisierung im Ruhrgebiet stückweise zurückzunehmen und so die Innenstädte zu stärken. Ganze Städte lassen sich so gesund nachverdichten und gleichzeitig schafft man ein Mehr an Grün- und Freiräumen. Alles in Allem ein Zugewinn an urbaner Lebensqualität!

    Konrad-Adenauer-Platz

    Meines Wissens soll der Discounter in einen 3- stöckigen Neubau eines Bürogebäudes untergebracht werden. Lidl wollte natürlich seine 1- stöckige 08/15 Variante durchziehen, ist damit aber an den aktuellen Planungen zum City- Tor Süd gescheitert. siehe auch[URL='http://www.bochum.de/bochum/777vsp.pdf']. Schlimm genug, dass so ein Laden überhaupt eine Chance in dieser Lage bekommt! Schließlich soll keine 100 Meter entfernt ein Konzerthaus entstehen.

    Umbau Kortumhaus

    Dietmar.du
    Der Einzug von Saturn klingt zugegebenermaßen erst mal banal. Für die Bochumer Innenstadt ist es aber von großer Bedeutung. Nachdem man sich in den 60er Jahren dafür entschieden hat, mit dem Ruhrpark das erste Einkaufszentrum Deutschlands auf der grünen Wiese zu errichten, hatte die Innenstadt sehr darunter zu leiden.
    So stand das Kortumhaus, als das zentrale Kaufhaus in Bochum (mit einer sehr ansprechender Architektur +Innenarchitektur!) jahrelang leer.
    Jetzt hat aber Saturn bei seinem Revitalisierungsversuch leider sehr viel falsch gemacht. Man hat das Gebäude nämlich komplett entkernt und dabei wertvolle historische Einbauten (Treppenhaus etc.) bewußt zerstört, um von drinnen den "Saturn - Einheitslook" zu verwirklichen.
    Mein Fazit: 100 neue Arbeitsplätze TOP!, neuer Ankermieter TOP!, Revitalisierung der Innenstadt auch TOP!, aber mußte es ausgerechnet ein Elektrodiscounter sein?

    @ Wohnklotz


    Quelle: Mein Bild


    Da kann ich dich beruhigen. Im inneren des Parkes soll nur der kleine Wasserturm, sowie die Kompressorenhalle instand gesetzt werden. Zudem soll das leerstehende Gebäude gegenüber der Wasserwelt zu gastronomischen Zwecken ertüchtigt werden. Es sind also keine Neubauten im inneren des Westparkgeländes beabsichtigt.
    Für die Bebauung auf der Alleestraße und Gahlensche möchte man gewisse "Qualitätsstandarts" berücksichtigen. Das Jahrhunderthaus wurde hierfür als vorbildlich angesehen. Insofern wirst du mit deiner Befürchtung schon recht haben.
    Zudem war angedacht, das Gelände durch neue Wegführungen näher an die Stadt heranzuführen.
    Für sämtliche Vorhaben konnten jedoch keine verbindlichen Zusagen gemacht werden. Was nach 12 Jahren Planung, Überplanung, Neuplanung... schon ein sehr mageres Ergebnis darstellt.

    zur Info


    Jahrhundertpark Bochum Quelle: Pressedownloads - Metropole Ruhr Foto: Go Between


    Der aktuelle Stand der Dinge:
    - Es wird definitiv keine Wohnbebauung auf dem Gelände geben.
    - Die 20 000qm an der Alleestraße, sowie die 27 000qm an der Gahlenschenstraße werden komplett als Gewerbegebiet ausgewiesen. Ein neuer Bebauungsplan wird dazu erstellt.
    - Das Parkhaus soll kommen. Vom Hotel war keine Rede mehr.
    Zusammenfassend: Es wurden gestern keine verbindlichen Zusagen getroffen!
    Also: Nichts genaues weiß man. Das ist alles in allem schon entäuschend!

    Am 12. Dezember wird das Baugrundstück entgültig an die Wiesbadener KPE-Gruppe übergeben. Geplant ist der Bau eines 18- geschossigen Hochhauses, das von 2 sechs- bzw- viergeschossigen Baukörpern ergänzt wird. Die vermietbare Fläche liegt bei ca. 22000 qm. Die Baugenehmigung ist bereits erteilt. Als Fertigstellungstermin wird der 30. November 2009 anvisiert.
    Quelle: http://www.derwesten.de/nachri…007/11/20/news-5974955/de[/URL]

    Gérard
    Danke für den wertvollen Link.
    Die doc´s.:Protokoll Bürgerversammlung und Anregungen geben leider ziemlich genau den von mir unter #111 geschilderten Eindruck besagter Versammlung wieder. Aber noch Mal! Es stimmt keinesfalls das sämtliche Anwohner gegen das Projekt Exzenterhaus sind. Die Gegner und selbsternannten Anwohnervertreter artikulieren sich bloß lauter.

    Die Idee einer Aussichtsplattform, bzw. Aussichtsgastronomie wird bei solchen HH- Projekten immer wieder ins Spiel gebracht, leider aber nie verwirklicht. Ich erinnere mich, dass ähnliches schon beim RWE Tower in Dortmund angedacht war. Ich bin mir nicht ganz sicher, wer hinter solchen Aussagen steht. Sind das bloß Zeitungs- Enten oder bemühen sich da Investoren, Architekten und Stadtplaner ihr Projekt dadurch für die Allgemeinheit interessanter zu gestalten und damit um eine breite Akzeptanz zu werben.
    Ich fänd´s auf jeden Fall super, wenn das klappt. Abgesehen von ein paar Müllhalden und dem Fördertum über dem Bergbaumuseum wäre das dann einer der wenigen "Panoramapunkte" in BO.

    Bochum: Westend - quo vadis? [Sammelthread]


    Quelle: Pressedownloads - Metropole Ruhr


    Am Mittwoch 21.11.2007 um 19.00h findet im Museum Bochum eine Neuausgabe der Stadtgespräche statt. Unter dem Motto: "Innenstadt- West- Westpark- Westend. perspektivischer Inkrementalismus" referieren Dr. Rolf Heyer (Geschäftsführer LEG, Dortmund) und Prof. Thomas Sieverts über den aktuellen Stand der Dinge.
    Vielleicht erhält man dort endlich konkrete Aussagen über die seit langem angekündigte Wohnbebauung auf dem Westparkgelände.
    Weiss da jemand jetzt schon genaueres über den aktuellen Projektstand?
    MfG
    nikolas