Hier eine Meldung, die mich sehr entzückt.
Die Kämpgen-Filiale am Eigelstein muss aufgrund mangelnder Rentabilität schließen.
Ein Spross der Neven DuMonat-Familie hat nun gemeinsam mit Kaspar Kraemer Architekten vor, das Grundstück neu zu entwickeln.
Der bestehende Altbau, der hinter der Aluminium-Fassade versteckt ist, soll befreit. Rechts daneben entsteht ein Wohngebäude neu ![]()
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Beiträge von Dooo?
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Der Entwurf stammt anscheinend von Christoph Mäckler, was in meinen Augen ein sehr gutes Zeichen ist. Er weiß, wie man Gebäude entwirft, die sich sehr gut in ihre Umgebung einpassen.
Das Bild selber lässt viel Raum für Phantasie, was die letztendliche Umsetzung angeht, aber das Flügeldach finde ich schon sehr interessant. -
Quadratisch, praktisch, einfallslos...

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Nach kurzer Gewöhnungszeit habe ich tatsächlich Gefallen an dem Gebäude gefunden. Der Dachaufbau mit den banalen Metallpaneelen hatte mich am Anfang doch eher zweifeln lassen. In seiner Gesamtwirkung macht das Ganze auf mich aber einen guten Eindruck und schönen Kontrast zum historischen Sockel.
Auf jeden Fall wirkt das Gebäude aus der Entfernung besser als aus der Nähe, aber ich bin dennoch ganz zufrieden damit. Auf der Rückseite hat man auch das dortige historische Portal wiedereingefügt, was sich ganz gut macht, auch wenn es von einer banalen Putzoberfläche umgeben ist. -
Eine Email an die Stadtverwaltung könnte nicht schaden... vor allem wenn es mehrere Leute machen...
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Hier sind noch einmal in einem Rundschau-Artikel die namhaftesten Entwürfe zu sehen. Ich bin beeindruckt, wie die einzelnen Entwürfe einander gleichen.

Da sticht der Gewinner doch am originellsten und positivsten hervor, weil er nicht ausschließlich auf Vollverglasung, sondern auf etwas Struktur innerhalb der Fassade setzt.
Dass ein einzelner Baukörper entsteht, ist an der Stelle zu vertreten, auch wenn ich es ungern sehe, dass immer mehr kleinteilige Bebauung durch Monolithen ersetzt wird. -
Gefällt mir ganz gut.
Auch wenn Visualisierungen bekanntlicherweise geduldig sind, lässt diese auf eine helle Fassadengestaltung und auf eine definitive Verbesserung gegenüber dem Jetzt-Zustand hoffen. -
tieko
Genau das mit den einzelnen Architektenwettbewerb ist einer der wichtigsten Punkte. Hoffentlich kommt da etwas entsprechendes.
Das Portfolio der Firma sieht auf den ersten Blick sehr Altbau-lastig aus. Hoffen wir, dass die Firma in Köln mit ähnlichem Fingerspitzengefühl vorgeht wie bei ihren anderen Projekten
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Hehe genau das Ding meine ich

Aber sag mir bitte, wie es noch schlimmer kommen kann? Ok, so eine Kreatur wie das Gebäude gegenüber, das über die Einmündung zur Florastraße steht, ist definitiv noch scheußlicher.

Naja, das Thema ist hier ja schon genug diskutiert worden. Lieber wieder zurück zum eigentlichen Thema:)
Ich finde das Gebäude in Nippes auch nicht so schlecht. Außerdem muss man bedenken, man sieht es im Vergleich zu dem benacharbarten Altbau sehr gut, dass die Fassadenfläche, aufgrund der größeren Fensterfläche, erheblich kleiner ist. Dort noch Fassendenschmuck anzubringen wäre wohl eher zu viel des Guten.
Rainer, gibt es eigentlich in deinen Augen Neubauten der letzten Jahre, die nicht gelungen sind?
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich eher für einige dieser Betonklötze als für diese glattverputzten Schema-F-Häuser entscheiden würde.
Die Klötze sind natürlich auch nicht meine Traumvorstellung, aber wenigstens haben sie einen eigenen (man kann sagen hässlichen) Charakter. Viele der aktuellen Neubauten (Waidmarkt, Kalk, Sülz, 1 Neubau auf der Neusser Straße beim goldenen Kappes
) sind nicht mal interessiert, irgendeine Art von Architektur darzustellen, sondern sollen "nur" die Wohnbedürfnisse der Menschen innen befriedigen. Am Stadtbild-prägenden Prozess wollen die Gebäude gar nicht teilnehmen. -
Oh Gott, dass die sich für so etwas nicht schämen.
Da läuft doch irgendwas im System falsch, wenn sich diese Blöcke immer mehr verbreiten können. -
Die Synagoge München sieht wirklich stark aus. Auch die anderen Projekte des Büros gefallen mir gut. Hoffen wir, dass die gleiche Qualität auch in Köln entsteht.

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Ich finde es auch super, dass der Platz bebaut wird. Die Argumente der Gegner der AZ waren in meinen Augen schwer nachzuvollziehen: ich habe dort nie jemanden gesehen, geschweige denn jemanden, der diese Freifläche zum Verweilen genutzt hätte.
Was mich aber etwas irritiert, ist das Fassadenbeispiel, das längere Zeit neben den Ausgrabungen stand. Die Materialien an sich, aber auch die Kombination derer haben auf mich keinen überzeugenden Eindruck gemacht. Das sah super artifiziell aus und hat mich mit dem beige-braun Stich mehr an "Die Dinos" auf Super-RTL erinnert als an eine ernstzunehmende Museumsfassade... Was meint ihr dazu?
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Typische Motelone-Architektur. Durchgehend monotone Fassade mit versetzten Fenstern. Was die Materialität der Fassade angeht, kann man aus der Visualisierung keine klaren Schlüsse ziehen.
Was mir gefällt, sind die Fensterbrüstungen, die den Stil vom Nachbargebäude links aufzugreifen scheinen.
Bin von anderen Arbeiten von Gatermann + Schossig größtenteils sehr angetan und hoffe, dass das Gebäude die Erwartungen auf Basis der Visualisierung übertrifft. -
Bei manchen Denkmälern wird vorgesehen, bei nächstmöglicher Sanierung die Fliesen zu entfernen und den Altbau zu befreien.
Woher hast du die Info? Würde mich auf jeden Fall freuen

Bei manchen Denkmälern wird vorgesehen, bei nächstmöglicher Sanierung die Fliesen zu entfernen und den Altbau zu befreien.
Ja, das fände ich auch toll. Wir könnten das ja als Vorschlag im Rahmen der kommenden Oberbürgermeisterwahl einbringen.

Aber das kann man sich von Seiten der Stadt in Zeiten klammer Kassen wohl kaum erlauben. Wobei es Hamburg und Frankfurt auch gemacht haben. -
Und was ist hiermit: https://de.wikipedia.org/wiki/Entstuckung
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Na gut, ich kann mich darauf berufen, was mir der Mitarbeiter des Denkmalschutzes gesagt hat. Ich kann dir gerne seinen Namen per PN mitteilen, falls du Interesse hast, dich mit ihm in Verbindung zu setzen.
Den Leuten vom Amt kann man wohl keinen sehnsüchtigen Hang zum Historismus unterstellen.Und was die angeblich so geringe Zahl an entstuckten Häusern angeht: wenn ich durch die Stadt laufe, sehe ich schon einige offensichtliche Altbauten (je nach Gegend unterschiedliche Anzahl), denen der Stuck fehlt.
Auf keinen Fall mehr als 10% des Häuserbestandes, aber dennoch.Da ich annehme, dass der Stuck nicht von alleine runtergerieselt ist im/ nach dem Krieg, geh ich davon aus, dass da bewusst Hand angelegt wurde.
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Hat man es geschafft, die Entstuckung staatlich zu unterstützen (dem Mitarbeiter des Denkmalschutzes zufolge)
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Das Gebäude ist zumindest von Außen ein Kleinod und wird hoffentlich durch die Revitalisierung an Attraktivität noch dazugewinnen.
Mich irritiert aber, dass das besagte Architekturbüro sich bisher nur das Store-Konzepte für Intersport oder Esprit hervorgetan hat ... naja, die Entwicklungsgesellschaft Moderne Stadt hat bisher in meinen Augen gute Arbeit geleistet und wird sich hoffentlich auch bei der Entscheidung nicht geirrt haben. -
Ich habe letztens Kontakt via Email mit einem Mitarbeiter des Denkmalschutzes gehabt und ihn über Fördermöglichkeiten für Altbaurekonstruktionen befragt.
Dabei erwähnte er auch, dass die Entstuckung von Fassaden nach dem Krieg von der Stadt gefördert wurde. Wie diese Förderung genau aussah, wollte er dann aber nicht wissen.
Finde ich interessant. Hatte bisher nur einen Beitrag zum Thema über Berlin gesehen, an dessen Ende es hieß, dass die staatliche Förderung von Entstuckung nur ein Gerücht sei. In Köln hat man es auf jeden Fall geschafft.