Beiträge von Ben

    Die Ausschmückungen entlang der Brüstung (von dem Ross braucht man wohl gar nicht reden) kommen vermutlich nicht wieder? Von den drei Brücken isse schon die "traurigste". Ggü. den autobahngleichen Mühlendamm- und neuen Gertraudenbrücke haben sie jedoch nen besonderen Charme, wie auch die südl. Uferbebauung, die man auf dem letzten Bild sieht. Wenn man die Brücken überquert, ist man in ner anderen Welt.

    ^ Gerade von dir kommt doch jedes mal derselbe verbale Brechreiz, wenn man z.B. die Patzschkebauten in der Klosterstraße auf einem Fotos am Rande sieht.


    Wo nichts verloren ist, kann man diesem auch nicht nachtrauern. Logisch, oder? Wenn man Paris Le Corbusier überlassen hätte, ginge es den Parisern sicher auch nicht anders, als manchen hier in diesem Fall. Jaja, jetzt kommst du wieder mit Äpfel und Birnen, weil ein mal bereits beschädigt und ein mal einfach so plattgemacht. Spielt letztendlich aber keine Rolle, weil es eben in beiden fällen weg ist und durch unurbane, aus der Theorie entstandenen Strukturen ersetzt.


    Man kann auch einfach mal vor einem Gebäude/einem Ensemble stehen und sich denken "Find ich gut/schlecht" ohne sich gleich wissenschaftliche Analysen durch den Kopf gehen lassen zu müssen.

    Das hat alles kein Hand noch Fuß.

    Ich hatte ja nie behauptet, dass so wie es jetzt ist, gut sei. Ich sagte, dass auch ein kompletter Neubau vermutlich nicht viel besser geworden wäre, was den vermischten Inhalt angeht und somit nicht die Reko schuld ist, sondern diese nur noch mal als extra Aufhänger dient. Und zur Menge ans Exponaten: die Museen in Dahlem bieten einfach mehr Fläche, als alles, was auf dem beschränkten Schlossgrundstück hätte entstehen können. Ein HF ohne Rekos hätte vermutlich noch weniger Fläche gegboten, als das jetzige HF, weil man sich nicht an Grundrissen und Etagen hätte orientieren brauchen und das Verhältnis von m² zu m³ in heutigen Museen meist nicht stimmt.


    Und - wie immer - dass es nichts bringt, sich nun wieder und wieder drüber aufzuregen bzw. man sich vielleicht nun erst mal selber ein Bild machen könnte, statt sich an solchen Zeitungsartikeln aufzuhängen.

    Man kann sich ja auch mal fragen: Hätte ein Neubau ohne Fassadenrekos das Sammelsurium an Nutzungen verhindert? Möglicherweise. Die räumlichen Vorgaben durch die hist. Etagenaufteilung und den hist. Grundriss bieten den nötigen Platz. Viele neue Museen bieten zwar viel Raum, aber wenig Fläche und somit auch wenig Inhalt. Vorteil? Nachteil? Man hätte also auf jeden Fall Kompromisse machen müssen, sei es nun hinsichtlich des Inhalts oder der Größe.


    Dasselbe gilt für die minimalistische Innengestaltung: Sie entspricht eben dem heutigen Zeitgeschmack für Museumsneubauten und man kann es somit auch nicht der Reko in die Schuhe schieben.


    Ich war in Frau Hadids MAXXI in Rom und dachte mir danach - wie PhilippPros Beispiel - "Das wars?". Es war ein dunkles Labyrinth, wie in einem Adventurespiel mit gefühlt kilometerhohen Decken, verwinkelt und teilweise düster. Den Inhalt hätte man hingegen aber auch in einer Etage des HF unterbringen können.


    Ich bin da wie immer oberflächlich. Die Fassadenrekos sind klasse und wem der Inhalt nicht zusagt, soll eben draußen bleiben. Vermutlich werden die meisten Besucher, ob nun Berliner oder Touri, eh nur 1x reingehen und dennoch beeindruckt sein.

    Auf dem super schönen Foto vom Alten Museum aus sieht man jedenfalls, wie deplatziert das Dachcafé ist. Es verdeckt einen Teil des Tambours und stört somit die Symmetrie und die Silhouette der Kuppel. Ich schaue es mir dann am 24. nach einem kurzen Abreitstag endlich auch an! Kanns kaum erwarten.

    Finde, nach 20 Jahren kann man auch mal von dem Konzept "Band des Bundes" verabschieden. 100% umgesetzt wirde es durch den Wegfall des Bürgerforums eh nie sein. Ost und West wurden mit dem Sprung über die Spree verbunden. Mission ist damit erfüllt.


    Nun kann man wie in dem Entwurf von Kleihues wieder etwas urbaner werden, was aufgrund des Bauherrn vermutlich eh nur auf eben die einzelnen Bäuserblöcke beschränken wird. Fände es auch nicht schlimm, wenn man einfach wieder eine durchgängige Straßenflucht (ist das das richtige Wort?) hier erschaffen würde. Also durchgehend, wie einst, aber natürlich mit ein paar unterschiedlichen Fassaden. Macht mehr her, denke ich. Hat was monumentaleres, wenn man dort am Ufer langläuft und die Wand kein Ende nimmt, als mit 2 Seitenstraßen.

    Es geht nicht um modern oder nicht, sondern um den Standort. Auch ein barock gestaltetes Restaurant wäre störend an dieser Stelle. Die Reichstagskuppel ist auch ne Birne und kein Apfel. Die ist schließlich der makranteste und zentrale Teil dieses Gebäudes und steht nicht irgendwo aufm Dach rum. Der eine Aufbau des Reichstag wird vom Giebel verdeckt, der andere ist nicht auf der Schauseite des Baus.

    Ich finds auch sehr gut. Schade, dass es nicht am Alex steht, wo dann noch ein kreativeres Hochhaus draufkommt, das dieses Form weiterführt, dann hätte man auch mal ein interessanteres Hochhaus zu bieten. Eben nicht qudratisch-praktisch.


    Der Platz/das Umfeld ist in der Tat nicht sehr attraktiv, aber da passiert ja auch sehr viel, sodass es sich sicher auch irgendwann bessern wird.

    Die Frage ist ja auch nicht, ob es ein Restaurant aufm Dach geben sollte, sondern wo genau. Da das Schloss ja symmetrisch ist, hätte man es genauso auf die Seite des Schlossplatztes setzen können. Hieße ja nicht, dass man die andere Seite nicht trotzdem hätte betreten können, um den Blick auf die Linden zu genießen. Vermute mal, wenn man jetzt dort sitzt, versperrt einem eh die Brüstung die Sicht. Aber nun ists eben da...Bringt nichts, zu diskutieren.

    Ich hatte es vor ein paar Seiten schon mal gesagt: Der Brunnen ist nicht zerstört (wie das Schloss) und steht auch nicht am anderen Ende der Welt, sondern lediglich 450m Luftlinie entfernt. Bevor man eine Kopie anfertig, sollte man eben lieber abwarten, bis sich die Lage (sei es politisch oder städteplanerisch) ändert. Eine Kopie würde dem existierenden Original doch seine Legitimität nehmen.

    Ja, Camondo, da haste recht. Es passt nicht so wirklich in die Gegend. Aber das gilt auch für die einzelnen Plattenbauten oder Mikrowellenfenster, insofern...Gerne kann man den Nachbarn auch noch entsprechend umgestalten. Ich musste auch gleich an Chipperfield denken. Sieht sich auch aus, wie beim Musuemsquartier.

    Ich werde es mir erst am Montag aufm Rückweg von der Arbeit anschauen und vermutlich Unter den Linden umsteigen, sodass ich auch die U6 sehe. Ich bin sehr gespannt und erfreut, dass nun endlich ne ewige Baustelle (fast) verschwunden ist. Allerdings, so von den Bildern/Videos her, finde ich die Bahnhöfe zwar sehr repräsentativ und hochwertig, jedoch etwas monoton und schwer zu unterscheiden. Alles schwarz-grau-weiß (ja ok, ein mal ne blaue Decke). Dies zieht sich ja bis zum Hauptbahnhof durch. Die anderen Bahnhöfe der U5 sind zwar nicht sehr kreativ, aber zumindest farblich unterscheidbar. Ein informatives Bildprogramm mit Bezug nach "oben" an den Wänden hätte man auch für alle Bahnhöfe entwickeln können. Jenes Unter den Linden ist auch nur grau. Ist da für die Museumsinsel etwas vorgesehen?


    Dass am Hbf nun erst mal Schluss ist und vermutlich bleiben wird, ist natürlich schade. Mir persönlich brächte ein Umsteigen in der Turmstraße nicht viel, aber mehr, als am Hbf. Aber jut, wie oft ich z.B. die U8 genutzt habe, kann man auch an einer Hand abzählen vermutlich. Kommt eben drauf an, wo man herkommt und wo man hinwill. Sehr philosophisch, ich weiß 😁.

    Ich finde, die nicht minder monotone Rasenflächen sind eine Blockade zw. Platzmitte und Platzrand und somit das eigentliche Übel. Man will da schnell durch, statt sich auf dem Platz aufzuhalten. Wozu auch? Die Einfassungen machens nicht attraktiv, den Rand des Platzes erreichen zu wollen, z.B. wenn man aus dem Bus steigt und wenn man entlang der Hauptstraße läuft, wird es um die Bushaltestellen eng. Die Leute laufen dann hinter der Haltestelle lang, sodass der Rasen zertrampelt wird und ebenso, fallls man doch mal an den Rand will. Geht ja schneller, als um 3 Ecken oder bis zur Mitte und dann abbiegen. Zum Gammeln, wie im Lustgarten lädt die Ecke ja auch nicht grad ein. Mal davon abgesehen, dass er nicht dafür gedacht ist.


    Attraktives Pflaster (z.B. à la Calçada Portuguesa ❤, statt dem üblichen Bernburger um Betonplatten), Sitzgelegenheiten um die Bäume (wie am Breitscheidtplatz, statt der uninspierten Betonquader am Rand), vereinzelt Grünflächen (vielleicht mit Rhododenren, sodass auch etwas Farbe auf den Platz kommt), etwas mit Wasser. So gäbe es Raum und Fläche für Gastro oder auch Veranstaltungen auf dem Platz. Ließe sich jedenfalls leichter umsetzen, als neue Fassaden.

    Ja, jetzt sind sie nicht sehr auffällig, aber wenn sich dann dort die Räder stapeln, kanns die Ansicht schon etwas trüben. Die universitäre Bildungseinrichtung ist schließlich auf der anderen Straßenseite. Wieso also nicht vorm Staatsratsgebäude? Naja, nun sind sie eben da...


    Die Aufenthaltsquali des Schlossplatzes wird sich eh in Grenzen halten und man wird sich lieber auf der Lustgartenseite niederlassen.

    Kann mir mal jemand sagen, was unmittelbar um den Spreeturm herum passiert? Da ich nun in diesem Quartier arbeite, sehe ich da ständig was passieren, Zwischen Turm und ehem. Postbahntrasse wird im Boden rumgebohrt und betoniert, hinter dem Turm wurde leider die Drehscheibe für die Loks zugeschüttet...Aber es gibt keine Schilder und auf den Websites wird da auch nichts erwähnt. Danke!

    War gestern auch nach eben Ewigkeiten wieder im schönsten KIrchenbau der Stadt . Weiß jetzt nicht, wie sichtbar die Schäden waren, aber mir ist nichts aufgefallen. Zum Glück kam der Denkmalschutz nicht darauf, diese zu konservieren.


    Was mich allerdings etwas kritikwürdig finde ist, dass man in diesen vielen Jahren der Schließung es nicht geschafft hat, neue Infotafeln zu Schinkels Leben entlang der Empore zu gestalten. Die sind ja schon etwas überholt.