Beiträge von ReinhardR

    Der Berliner Dom war in seiner neobarocken Architektur schon zu Zeiten seiner Fertigstellung unmodern, unpreußisch und un-evangelisch und wurde bereits von zeitgenössischen Kritikern zerrissen.

    Die Schlichtheit evangelischer Kirchen ist sprichwörtlich, Pomp ist tatsächlich unpreußisch und die Kritik damals war berechtigt.
    Schließlich wurden damals - 1905! - gerade en masse Hochhäuser in Chicago und New York gebaut, die den Dom geradezu lächerlich erscheinen ließen.
    Dennoch: der Dom ist eines der wenigen Berliner Monumente.
    In dieser an besonderen Bauwerken so armen Stadt hat er seine Bedeutung!

    Wenn erst einmal die rekonstruierten Skulpturen auf den Balustraden über den Potalen stehen, könnte man ja beim Staatsratsgebäude nach ziehen:
    Wie wäre es mit Darstellungen von Ulbricht, Pieck, Grotewohl und Honnecker auf dem Portal IV ?
    Das hätte was und wäre ein augenzwinkernd-ironisches Zitat! 8)

    Modhinweis: Ersten Beitragsteil und anschließende Diskussion in den Lounge-Bereich verschoben, da off topic.


    Zur Verkehrsplanung:
    Durch die Staßenführung am Molkenmarkt mit seiner abknickenden Vorfahrt und dem dort bereits vorgesehenen engeren Straßenquerschnitt sowie der kommenden neuen Trasse an der Getraudenbrücke ist eine Entschleunigung und Reduzierung des Verkehraufkommens vorprogrammiert.
    Allerdings werden vor und hinter der Mühlendammbrücke derzeit noch vierspurige Fahrbahnen in den Planungen ausgewiesen.
    Wenn, dann muß der gesamte Verkehrsstrang von der S-Bahn-Brücke nahe dem Alex bis hin zur Verengung an der Querung Charlottenstraße in einem Zuge geplant werden.

    Bei der wegen der Technikfeindlichkeit zu erwartenden weiteren Verarmung der Durchschnittsbürger wird der MIV ohnehin abnehmen - da braucht´s keine bürokratisch gesteuerte Verkehrswende. Schon jetzt gehören die deutschen Haushalte zu den ärmsten des EU-Raumes.


    Zur Verkehrsplanung:
    Durch die Staßenführung am Molkenmarkt mit seiner abknickenden Vorfahrt und dem dort bereits vorgesehenen engeren Straßenquerschnitt sowie der kommenden neuen Trasse an der Getraudenbrücke ist eine Entschleunigung und Reduzierung des Verkehraufkommens vorprogrammiert.
    Allerdings werden vor und hinter der Mühlendammbrücke derzeit noch vierspurige Fahrbahnen in den Planungen ausgewiesen.
    Wenn, dann muß der gesamte Verkehrsstrang von der S-Bahn-Brücke nahe dem Alex bis hin zur Verengung an der Querung Charlottenstraße in einem Zuge geplant werden.

    Straßenbahn abgegrenzt vom MIV abgrenzt durch Poller vom Fahrradweg abgegrenzt vom Fußweg.

    Um eine Behausung zu ermöglichen, sollte der Verkehrsraum möglichst schmal gehalten werden.
    So dicht ist der Straßenbahnverkehr nicht, als dass die Trasse vom MIV getrennt werden müßte.
    Wenn die Fußgänger unter Arkaden die Brücke queren könnten, dann wäre eine Abgrenzung zum Radweg schon durch die Pfeiler vorhanden.
    Wo sind denn praktikable Entwürfe für die Behausung geblieben?
    Habe ich da ´was übersehen?

    Das mit den Gewerbeeinheiten an Häuserecken beschäftigt mich schon seit Jahren.
    In Berlin sind sie wegen der zweifachen Straßenseite-Anliegerkosten besonders benachteiligt.
    Es müßte also eine Befreiung von den Anliegerkosten geben und auch sonst irgendwelche Erleichterungen, damit sich hier etwas tut.
    Die früheren Eckkneipen waren jedenfalls eine Bereicherung - da ging es oft rund! 8)

    Annette Ahme von der "Berliner Historische Mitte e.V." schreibt folgendes:


    Es ist diese Frage (zur Mühlendammbrücke) wichtig.
    Immerhin handelt es sich bei dem Ort um den Entstehungsort der späteren Hauptstadt von Deutschland.
    Das ist eine über die Fragen von Stadtbild weit hinausgehende Sache und bedarf einer Signifizierung durch ein signifikantes

    Gebäude und mehr.


    Es ist auch eine sehr stark in die Zeit passende Sache, daß die untergegangene Brücke mit Häusern bestanden war, also behaust war.
    Zeiten werden immer wirbelnder, eine BRÜCKE als BEHAUSUNG ist da sicherlich eine ganz neue und adäquate Form der Antwort ...


    Den Berliner Architekten und Landschaftsraumgestaltern sollte es eine Ehre sein, Entwürfe

    vorzulegen, die diese Bedeutung widerspiegeln.

    .....

    Und dann soll der Senat gemäß der neuen Mode eine sehr große Zufalls-Abstimmungsgemeinschaft

    generieren und ABSTIMMEN lassen! Fast alle modernen Gemeinden gehen heute schon so vor ...

    Interessant auch:

    http://www.deal-magazin.com/news/96556/Muehlendammbruecke-Berlin-AIV-fordert-Runden-Tisch



    Mit herzlichem Gruß, von Annette Ahme

    Vorsitzende Berliner Historische Mitte e. V.

    c/o Friedrichstädtische Galerie - Stresemannstr. 27 - 10963 Berlin

    (030) 2521689 / (0177) 2521689 - skype: annette.ahme

    Diese zur Schau gestellte Hemdsärmlichkeit hat sich mittlerweile überlebt.

    Das "Vereinsheim" hat neben dem Verkauf der Schloss-Devotionalien auch eine Torfunktion, und zwar so lange, bis die anderen Eingänge
    diese Aufgabe erfüllen können.
    Das Abräumen wird wohl dann der Fall sein, wenn die "hemdsärmeligen" Baukonainer fortgeschafft und der Bauzaun entfernt ist. ;):P:saint:

    ^...Frau Lüscher darauf hinweisen, was ein Freilichtmuseum ausmacht? - Ist das nicht, eh, ein bißchen vermessen?

    Oh nein! Schließlich hat sie mehrfach mit ihren Äußerungen zur Umfeldgestaltung des Schlosses bewiesen, dass sie kein Gespür für die historische Beziehung von Schloss-Fassade zu Stadtraum hat.
    Nein, es ist nicht vermessen, da nach zu helfen.
    Im Gegenteil: vielen Dank dafür, Bauaesthet!

    @ Wolke Eins:
    "...in deren Wohnungen man sich zu humanen Preisen einmieten kann."
    Was sind "humane Preise"?
    Der Steuerzahler, der ja in der Regel Leistung bringen muß, damit überhaupt Steuern anfallen, versetzt den Staat in die Lage Wohnungen zu bauen oder via Staatsmittel zu fördern.
    Diese Wohnungen werden dann unterhalb von Marktkonditionen an einkommensschwache Leute vermietet.
    Wer zuviel für einen Wohnberechtigungsschein verdient, zahlt nicht nur mehr Steuern, er muß auch noch die Marktmiete zahlen.
    So lange das Wohnungsangebot groß genug ist, mag das erträglich sein.
    Bei Wohnungsknappheit wird es ungerecht: die Schere zwischen Mieten im frei finanziertem Wohnraum und geförterten Wohnungen wird immer größer.
    Die Einstandspreise für den Immobilienanleger steigen und die Mieten müssen dementsprechend wachsen.
    Das heißt also, dass "humane Preise" nichts anderes sind als Geldgeschenke an die Mieter.
    Das ist politisch zwar so gewollt, ist aber gegenüber den Steuern zahlenden Mietern am freien Wohnungsmarkt ungerecht.