Beiträge von UrbanFreak

    ^ich glaube du hast ein schlüsselwort genannt: Erlebnis.


    Ich denke die Zukunft der EG Zonen werden Entertainment und Werbeideen sein oder vielleicht sogar beides kombiniert in einem. Zu erleben z.B. bei Ritter Sport in Berlin Mitte. Auch müssen meiner Meinung nach Produkthersteller selbst ran. Wer heute wirklich erfolgreich ein Produkt vermarkten möchte, der muss alle Sinne mit einbinden: Riechen, Schmecken, Hören, Tasten.


    Ein tolle Lücke für viele EG Zonen könnten z.B. Parfümerien sein (Tolles Beispiel: Le Labon in Berlin MItte). Aber auch VR Erlebnisse, kleine Kinos (ich denke immer über ein "Netflix Kino Franchise Modell" nach oder Start Up Präsentationsflächen in Verbindung mit einem angebundenen Café oder Restaurant. So könnte man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Ich glaube wir müssen hier mal zwei Dinge auseinanderziehen:


    Einmal das gesamte Stadtviertel "Media Spree", dass sich vom Ostbahnhof bis zur Oberbaumbrücke und darüber hinaus hinzieht. Und einmal den Mercedes Benz Platz und die Gebäude die explizit an dem selbigen stehen.


    Ich bin mit dem Gesamtbild der Media Spree sehr zufrieden, da es sehr abwechslungsreiche und spannende Architektur gibt: Max und Moritz, Living Levels, Mercedes Turm, Mercedes Benz Arena, Stream Turm, Edge Turm, Postbahnhof (tolle Integration der historischen Architektur!). Dazwischen natürlich auch einige mittelmäßige Bauten, Hotels, Büros, teilweise mit hochwertigen Materialien, teilweise eher funktional.


    Bei der Architektur unmittelbar am MB Platz, sind sich - glaube ich - die meisten einig: sehr funktional eher enttäuschend. Der Platz selbst mit seinen Aufenthaltsmöglichkeiten, Wasserspiel, Beleuchtung wertet das ganze aber wieder etwas auf. Auch die Nähe zur East Side Gallery macht das ganze spannend.


    DIe große Chance (ich hatte es hier schon mal erwähnt): In 10-15 Jahren, wenn sich das ganze Gebiet weiterentwickelt zu einer Art "Upper East Side Berlin", könnte ich mir vorstellen, dass einige der Funktionsbauten weichen und deutliche imposanteres dort entsteht.

    ^Kannst du den Vorwurf der "Banalität" begründen? Ich meine, ich bin sicher kein Verfechter der klassischen Moderne aber es gibt sicherlich hässlichere Gegenden in Berlin. In Anbetracht dessen, dass man aus einer Brache ein belebtes, urbanes Viertel gemacht hat, verstehe ich daher deine Kritik nicht wirklich. Natürlich hätte ich mir lieber einen Stadtteil von Patzschke oder Höfer gewünscht, aber das ist wahrscheinlich noch zu früh für so eine Utopie.

    Schade das man die Gelegenheit nicht genutzt hat mit einem klassisch anmutenden Bau dieses schöne Ensemble an Gebäuden wieder vollständig herzustellen. Immerhin hat das Gebäude ja schon mal die gleiche Endhöhe. Trotzdem besser als der Bestandsbau.

    Dem Antrag zufolge soll die gesamte Karl-Marx-Allee beginnend ab Proskauer Straße in Friedrichshain bis zum Alex Weltkulturerbe werden.

    Wie irre - gerade der letzte Teil bis zum Alex verdient in keiner Weise die Bezeichnung "Weltkulturerbe", da es sich um völlig banale Wohnriegel handelt. Sie verhindern noch dazu die Verbindung der urban-mondänen Karl-Marx Allee mit dem Alex. Ich hätte nichts gegen einen Schutz der Zuckerbäcker Gebäude, aber die Platte dazwischen doch nicht.

    ^weiss ich nicht, im RBB Artikel wird argumentiert mit diesen Windrädern könnte die Hälfte des Energiebedarfs der Hälfte aller Wohnungen im Turm gedeckt werden. Ich weiß jetzt nicht wie hoch die Anschaffungs- und Wartungskosten sind, aber auf dem ersten Blick erscheint mir das schon durchaus legitim. Man muss solchen Ideen auch einfach mal eine Chance geben. Ehrlich gesagt überlege selbst ich mir ob ich mir ein kleines Balkon"kraftwerk" zulege. Man kann mit Photovoltaik und Windrädern mehr Energie erzeugen als viele denken.

    Wieso ist die Revitalisierung dieses DDR Kastens nicht peinlich? Verstehe mich nicht falsch - die Revitalisierung als solche des bestehenden Tragwerks mag ja durchaus in Ordnung sein, ähnlich wie man das mit dem Karstadt Haus am Hermmanplatz macht. Aber: Das man den genauen DDR Vorzustand wieder herstellt: Das finde ich tatsächlich peinlich für das Zentrum Berlins.


    Am liebsten wäre mir ein Abriss gewesen, aber eine Revitalisierung mit Umstrukturierung der Fassade wäre das mindeste gewesen.

    Ich freue mich sehr auf diesen Bau von Minerva! Ich bin zwar kein Fan von Sichtbeton aber die großen Fenster und die schönen Rundungen der einzelnen Elemente lässt auf gutes hoffen! Vor allem ist es ein weiterer Bau der durchaus in seiner Architektur heraussticht. Und dadurch wird die Media Spree insgesamt ein ansprechendes Areal sein, dass durch Vielfalt in Höhe und Architektur besticht. Dies ist im Gegensatz zur Europa City wo das Resultat aus Rasterfassaden und gleichförmigen Quadern leider einen weiteren Unort geschaffen hat (Große Ausnahme: Der Cube am Washington Platz)

    Die Berliner Morgenpost berichtet heute über einen offiziellen Baustart beim Haus der Statistik: https://www.morgenpost.de/bezi…stik-in-Berlin-Mitte.html


    Das ist deswegen ein bisschen seltsam, weil es die gleiche Meldung bereits im Mai gab als offizielle PM: https://hausderstatistik.org/w…rt_Haus-der-Statistik.pdf


    Der Entwurf ist trivial und enttäuschend, trotzdem freue ich mich darüber, dass diese peinliche Baracke wenigstens saniert wird.


    Zur Erinnerung: (c) Teleinternet und Treibhaus

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    Ich bin in der Lage komplexe städtebauliche Fragen auf deren Resultate zu reduzieren, ohne mich in philosophische Fragen oder anti-kapitalistisches Gejammer zu verlieren. Gleichzeitig liebe ich Argumente die da in meinem Fall wären: Keine Veränderung = keine Verbesserung der Lebensumstände sondern sogar das Gegenteil.


    Was ist dein Argument? Was ist deine Position? Kannst du sie auf 2-3 Stichpunkte reduzieren?


    PS: Die „Jammer–Ossi“ Szene ist nicht schlechter oder besser als die bayrische/schwäbische „Wutbürger Szene“. Sie haben alle die gleiche Perspektive: KEINE Veränderung, Status quo soll erhalten bleiben.


    PS2: Das von euch so verabscheute München hat es übrigens geschafft durch den Bund mit dem pösen Kapital, viele bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Der Durchschnittsmünchner nimmt diese jedenfalls gerne an und bezahlt im Zentrum 800 Euro für eine 3 Zimmer Genossenschaftswohnung.


    Nur wer sich mit dem ungeliebten „Kapital“ verbündet, kann am Ende einen Zustand schaffen der für alle von Vorteil ist. Populismus hat noch niemandem geholfen, weder von rechts noch von links.

    ^Es wird einem ja fast schlecht wenn man sich deinen Schrieb so durchlest. Mann oh Mann, das klingt für mich fast wie so ein typisches, sorry, „Jammerossi“–gequitsche. „Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt!“


    Also erstmal: Das „Kapital“ in diesem Sinne gibt, es nicht, denn es handelt sich um unser aller Geld, deine und meine Rentenvorsorge, deine und meine Konsumentscheidungen etc.


    Zum Thema Jugendkultur: Was genau ist das, und wer definiert das? Sind das wirklich die Technoschuppen mit erhöhtem Drogenbedarf oder ist es vielleicht so etwas wie TikTok? Ich glaube das was in Berlin so lautstark bejammert wird, ist gar keine scheidende Jugendkultur, sondern eine krächzende Alternative Szene, die ihre in die Jahre gekommenen Anhänger zu Widerstand aufruft. Und dabei unterscheiden sie sich wenig vom Stuttgarter Wutbürger. Am besten alles so lassen wie es ist. Das ist doch letztendlich der Tenor deiner Aussagen. Keine Entwicklung, keine Veränderung.


    Das RAW Gelände ist doch letztendlich genau so dumm und peinlich wie das unbebaute Tempelhofer Feld. Und gleichzeitig beklagt man die immer weiter steigenden Wohnungspreise. Riesige Brachen, mitten in der Stadt und seine Bewohner fordern: Stillstand. Hörst du dich eigentlich selbst?