Beiträge von UrbanFreak

    ^naja, ich denke wir verstehen uns...Was jack000 meint ist eine Tendenz zu Kriminalitätshotspots in den tristen Nachkriegsvierteln. Das es zu jeder Regel auch Ausnahmen gibt (Berlin: Kreuzbeg & Neukölln) ist klar, man muss dann aber auch die speziellen Gegebenheiten berücksichtigen. Grundsätzlich verhindern Altbauten keine Kriminalität, trotzdem gilt: Umso trister und abgekoppelter umso schneller entsteht eine "Ghettoisierung".


    Wenn man natürlich über Nacht eine Mauer vor der Haustür hat, hilft auch kein Altbauviertel. Trotzdem hatte das Konzept eines gemischten Viertels mit Vorderhaus / Hinterhaus / Gewerbe im EG eine vielfältige Sozialstruktur zu Folge und dies war mit Sicherheit förderlich bei der Verhinderung von Ghettobildung.

    Anbei eine kleine BIlderserie - aufgenommen vom Parkhaus der East Side Mall. Mir ist es leider mit meinem Handy und unzulänglichen Fotografiekenntnissen nicht gelungen die Atmosphäre einzufangen, aber ich finde sie absolut genial. Ich kann jedem empfehlen einmal auf das (ziemlich verlassene) Dach des Parkhauses zu gehen und vielleicht auch ein paar professionellere Fotos als meine zu machen.


    Ich hoffe man kann die Atmosphäre wenigesten ein klein wenig nachvollziehen - es ergeben sich viele kreative Perspektiven und Lichtspiele. Wie gesagt: Handykameras sind dafür nur bedingt geeignet.


















    Geht's hier eigentlich noch um Architektur oder um solch vehement verteidigten Kultureinrichtungen wie Tony Romas oder Five Guys?

    Ich persönlich finde ja, dass der vormals hochgelobte Stream Turm nach dem Downgrade allenfalls Mittelmaß ist, der vielleicht durch seine Höhe so manchem beeindruckt. Die Fassade ist für meine Geschmack einfach nur banal. So wie der Rest am MB Platz auch.

    Niemand verteidigt hier vehement irgendwas. Es geht a) um die Trennung von Architektur und Stadtentwicklung mit sozialpolitischen Themen und b) im "Deep Dive" um die Diskussion beider Themen.


    Zu Architektur & Stadtentwicklung gab es bereits zahllose Kommentare:

    Positiv:

    - gemischtes Viertel mit Büros, Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen, Hotels, Entertainment

    - Highlights sind u.a. Max&Moritz, Mercedes Benz Arena, der Springbrunnen am MB Platz selbst, das in Bau befindliche Stream sowie Edge, bestehende Hochhäuser wie der Mercedes Turm und LIving Levels sowie Revitalisierungen wie z.B. der alte Postbahnhof

    Kritik:

    - bezieht sich meist auf die etwas grau geratenen Schachteln direkt am MB Platz - dabei wird (aus meiner Sicht) meist das gesamte Viertel außer Acht gelassen und gleichzeitig der Kommerz des entstandenen Areals kritisiert


    Damit wären wir beim nächsten Diskussionsstrang, den sozialpolitischen Themen die mit diesem Stadtteil zu tun haben


    Befürworter:

    - sagen: Der neue Stadtteil ergänzt das bestehende Angebot das vor allem im alternativen Modus unterwegs ist

    - sagen: die am MB Platz entstandenen Restaurants unterscheiden sich kaum von den (vielen) Kettenrestaurants in Friedrichshain/Kreuzberg

    - sagen: echte Vielfalt ist begrüßenswert, die Sauberkeit des Platzes ist vorbildlich


    Kritiker:

    - sagen: die entstandene Gastronomie ist "Fast Food" und passt nicht in den Kiez (was passt in den Kiez und wer kann das eigentlich bestimmen?)

    - sagen: das entstandene Angebot fokussiert auf ein kulturloses Klientel ohne Anspruch (finde ich persönlich beleidigend und unbelegbar)


    Insgesamt stelle ich fest, dass die Kritik sehr emotional geführt wird, ich sehe mehr ideologische Argumente als inhaltliche. Demnach: Es wird die Zeit zeigen, wie der neue Stadtteil ankommt, aber ich bin der Meinung der gesamte Kiez wird in Zukunft etwas mehr "Berlin-Mitte" Charme versprühen als eben "punk". Dazu kommt aber wahrscheinlich das ich noch nie fan einer punk-hippie-artigen "Kultur" war (wenn man das so bezeichnen will) und ich mich auf die Zukunft des Bezirkes freue.

    ^Sorry aber da widerspreche ich vehement. Es gibt dort schließlich nicht nur Konzerte von "Andrea Berg" und "Sarah Connor" sondern ein extrem breites Spektrum. Ich begrüße Vielfalt - der einseitige Öko-Alternativ-Hippie Kram in Friedrichshain alleine macht mich nicht glücklich. Umgekehrt: Wenn alles so aussehen würde wie der MB Platz, wäre dies aus meiner Sicht ebenfalls, absolut nicht wünschenswert.


    Wobei meine Kritik sich hier nicht gegen das "cleane" Erscheinungsbild richten würde (ein bisschen mehr Sauberkeit würde Berlin-Ost sicher gut stehen), sondern eher die mangelnde Vielfalt in der Architektur. Und auch ich schätze durchaus den "Dönerladen um die Ecke", wenngleich ich diesen nicht unbedingt sozialromantisch in den Himmel hebe.

    ^Ach komm, die Brache selbst war erstmal überhaupt nichts. Da war nichts, noch nicht mal vor dem 2. Weltkrieg. Diesen Kulturpessimismus kann ich nicht nachvollziehen. Der Postdamer Platz ist meines Erachtens auch wegen der eher schwierigen Anbindung nicht so erfolgreich. Von manchen Vierteln aus ist er sicher erste Wahl, aber Berlin ist eben polyzentrisch und bis ich z.B. von Lichtenberg oder Mahlsdorf am PP bin, da geht man doch eher an den Alexanderplatz oder eben MB Platz. Berlin ist wirklich groß genug um ein paar neue Restauraunts und einen Konzerthalle + Kino zu verkraften. Das gibt es selbst in den Detroit Suburbs im Umkreis von jeweils 10 - 15 Minuten...

    Der Kritikpunkt ist doch aber weniger, dass dort Fast Food angeboten wird, sondern 1) ausschließlich 2) Fast Food 3) von Filialisten (sofern ich das richtig sehe). Ich vermute mal, dass sich hier niemand über das Gastro-Angebot im ED beschweren würde, wenn da auch Fast Food oder eine Kette dabei wäre.

    @Llewelyn

    Ich möchte nochmal betonen dass das zwar Ketten sein mögen, aber garantiert nicht 100% Fast Food. Tony Roma's z.B. ist zwar eine Kette aber ich freue mich jetzt schon auf ein leckeres Steak das ich bald dort verschlingen werde :D



    Ich ziehe daraus für mich, dass es wohl tatsächlich Menschen gibt, die sich von Architektur angezogen fühlen, der ich von 1000 möglichen Punkten exakt 0 geben würde. Hier sehe ich dann keine wirkliche Diskussionsgrundlage mehr, weil die subjektiven und ganz und gar legitimen Empfindungen derart auseinander gehen.

    @Georges Henri: Du musst aber schon genau lesen. Die Architektur DIREKT am MB Platz hat glaube ich kaum Befürworter. Die Mischnutzung am MB Platz durchaus. Und auch die direkte Umgebung ist architektonisch durchaus durchwachsen im positiven wie negativen Sinne. Ich finde sogar die MB Arena durchaus interessant. Daneben eben Max/Moritz, Stream, Edge, Living Levels, Mercedes Turm, Postbahnhof Revitalisierung, etc.


    Aus meiner Sicht schlechter als der Potsdamer Platz aber aktuell um Welten besser als die Europa City.

    Ich kann hier nur aus Erfahrung von anderen Bauprojekten wie z.B. Max und Moritz sagen, dass es in Berlin scheinbar nichts ungewöhnliches ist, wenn ein Projekt mal für 6 Monate brach liegt. Manchmal gehen beauftragte Firmen pleite, es gibt einen Zwist und die Baufirmen werden ausgetauscht etc etc. Insgesamt glaube ich nicht das ein solch prominentes Projekt gestoppt wird, aber die Bauzeit wird sicher bei 5 Jahren + liegen.

    ^^Ok, das ist natürlich eine andere Liga. Wenn der Potsdamer Platz als modernes Stadtviertel mit in die Auswahl gehoben wird, dann müsste ich natürlich den MB Platz dahinter anstellen. Der Postdamer Platz ist aufgrund seiner Lage, der Historie, der internationalen Aufmerksamkeit und der entsprechend hochwertigen Architektur ganz klar vor dem MB Platz.

    Wir haben hier echt ein Meinungspluralismus-problem (langes Wort). Ich habe meine Meinung mit Argumenten unterstrichen. Trotzdem bleibt es natürlich eine Meinung - ich habe hier doch nicht die Allein-seligmachende Wahrheit für mich gepachtet! Das habe ich nie behauptet.


    Dennoch betreibe ich nicht nur ideologisches Bashing sondern begründe meine Meinung wenigstens. "Nee, echt nicht" ist halt relativ dürftig für eine Argumentation. Wenn man hier also diskutieren will, muss man sich auch der klassischen Elemente einer Diskussion bedienen und die sind eben immer noch "Argumente" und nicht einfach nur "find ich doof". Dann mir gegenüber noch zu unterstellen, das er andere Meinungen nicht erträgt, finde ich gerade im Kontext von den Äußerungen von "JimmyMcGill" doch echt etwas unangebracht.

    ^^Oh gott bitte Architektenkind, wenn wir hier jetzt mit der Sozialromantik des „kleinen Inhabergeführten Restaurants„ anfangen dann geht das doch schon wieder in eine politische Richtung... muss denn immer alles politisch bewertet werden? Das ist so nervtötend.


    Das Viertel ist gelungen, weil es immerhin eine gewisse urbane Dichte, Abwechslung und eine Mischnutzung aufweist. Reicht das nicht als sachliche Argumentation? Über die Gestaltung kann man streiten, aber man kann dem Viertel doch keinen Vorwurf in seiner Vielfältigkeit machen. Und by the way: Auch in den vielgerühmten Kiezen drumherum, blüht eine Kette nach der anderen, nicht jeder Hühnchenladen in Kreuzberg ist von einem liebevollen Süditaliener mit besonders viel Verständnis für seinen Angestellten Koch geführt.

    ^Das ist wirklich so viel geballter Unsinn, da muss ich leider auch nochmal antworten. @Mods: Ja gerne verschieben.

    Das ist Systemgastronomie wo in den meisten Fällen vorproduzierte Ware zusammengeschüttet und warmgefeuert wird. Das ist absolut Fast-Food. Der Begriff ist ja nicht auf McDonalds und Burgerking beschränkt.

    Gut, dann sind aber 90% der Restaurants in Friedrichshain-Kreuzberg Fast Food - denn dort wird überall meist vorproduzierte Ware zusammengeschüttet und warmgefeuert. Oder glaubst du das irgendein Hipster Burger Laden das anders handhabt?

    Ein Wasserspiel namens Mercedes Benz Brunnen, das digitale Werbetafeln als dominantes Gestaltungsmerkmal integriert, kann ich mir nicht schönreden, sorry.

    Du hast also scheinbar ein Problem mit Werbung und mit Unternehmen generell. Nun, dann empfehle ich ein beliebiges Plattenbauvierteil in Marzahn-Hellersdorf. Das ist dann staatliche Architektur wenn man so will, garantiert ohne Kommerz und ohne Farbe.

    Weil der sich grade dem Anschein nach als Visu-Schwindel herausstellt.

    Ich würde jetzt erstmal die Luft anhalten und abwarten. Durch den Stream Turm, das Edge + Max und Moritz, Spreeturm, BASF Turm, Mercedes Turm und Living Levels ist hier gerade so etwas wie eine Friedrichshainer Skyline entstanden, die in Kombination der Oberbaumbrücke einen tollen Charme entwickelt, trotz schriller Werbung und Monitore (die im Übrigen auch an der Warschauer stehen).


    Ich behaupte diese Perspektive wird das Bild vieler Berlin Besucher prägen - in die Europacity wird sich dagegen kaum einer verirren. Wieso auch?

    Für mich geht die Aufenthaltsqualität hier jedenfalls gegen null: Google Streetview vom Mercedes Benz Platz

    Ich finde es schon erstaunlich, welchen "Beleg" du für deine angebliche 0% Aufenthaltsqualität-these anführst. Ich weiß ja nicht was du auf der Street View Aufnahme siehst, aber ich sehe einen sonnigen Platz mit Springbrunnen, zahlreichen Restauraunts, Stühlen zum draußen sitzen, Blumen & Pflanzen, eine dichte Beabauung mit Kinos, Konzerthallen, Bowling etc etc.


    Ja klar, wenn die Gebäude im Stile der Gründerzeit entstanden wären, hätte mich das mit Sicherheit mehr angesprochen als diese relativ langweiligen Schachteln direkt am Mercedes Benz Platz. Aber deine Behauptung die Europacity wäre jetzt das bessere Neubauviertel ist doch total absurd.

    Weil's woanders noch schlechter aussieht, ist's so schon ok? Nee Du... das ist mir zu wenig.

    Was ist das denn für ein Argument? Das ist als würdest du sagen: Ne, das ist mir zu lahm, in Tokyo steht an einem Sbahn Gleis ein viel tolleres Gebäude, deswegen kann mich das alles nicht überzeugen. Ich meine was ist denn deine Referenz? Gegenüber auf der anderen Seite der Sbahn Gleise steht ein blauer Metro. Besser? Das Viertel lag Jahre brach - nun ist hier etwas lebendiges entstanden mit einer gewissen urbanen Dichte.


    Wenn ich davon fabuliere, dass der "dekorierte Schuppen" aus meiner Sicht die günstigste Methode wäre, "schöne" bzw. ansprechende Architektur zu schaffen, werde ich hier schnell abgewatscht. Wenn es nun aber eben modern ist und das wenigstens noch einigermaßen mit kreativem Anspruch und nicht nur graue Schachteln reicht es auch wieder nicht. Wie sähe er denn aus, dein gelungener Stadtplatz? Und führe jetzt bitte nicht Beispiele aus Chicago an sondern aus Berlin.


    Ich bleibe dabei: Das gelungenste moderne Stadtviertel Berlins, allein schon wegen der Nutzungsmischung.

    ^Na ja also das ist schon eine sehr dunkelschwarze Perspektive auf das Viertel.


    Fast-Food-Filialen: Das sind keine Fast-Food Filialen (bis auf wenige Ausnahmen wie das extrem beliebte "Five Guys" - nein ich bin kein Fan und ich finde es überteuert). Die meisten Restaurants sind "Ketten", das ist aber bitte nicht zu verwechseln mit "Fast-Food".


    Und nein, nicht jede "alternative" Veggie-Burger Klitsche ist deswegen besser. Es gibt ohne Frage SUPER Essen in Friedrichshain und Kreuzberg, aber es ist eben genau das gleiche wie mit Ketten: Es gibt alles, von sehr gut, bis sehr schlecht. Wobei ich sogar sagen würde, das Ketten einen gewissen Standards garantieren, sonst wären sie nicht erfolgreich. Und davon abgesehen: Auch aus Kreuzberg haben sich einige Ketten entwickelt, z.B. das überaus grandios "Umami" das es mittlerweile an 3 Standorten gibt. "Ketten" zu kritisieren finde ich daher irgendwie beknackt, denn es sind doch letztendlich einfach nur Gastronomen die erfolgreich sind und daher weitere Filialen aufmachen. Schade finde ich allerdings, dass es nicht besonders viele lokale Ketten gibt - hier sind die Amerikaner einfach erfolgreicher - vielleicht weil sie das Kettenkonzept nicht mit Fast-Food verwechseln ? ;-)


    Mercedes-Benz "Brunnen" (Werbetafeln gespickte Pfütze): Also mal wirklich - Kinder lieben das Wasserspiel, im Sommer sorgt es für Abkühlung - wo ist dein Problem? Und das es dort überall Monitor gibt und bewegte Bilder, könnte man auch als interessante Abwechslung sehen. Schließlich ist Berlin nicht Shanghai wo es an jeder Ecke blitzt und blinkt und daher für hier heimische Personen doch eher eine interessante Abwechslung darstellt. Außerdem ist das doch ganz klar zeitgenössisch und überall auf der Welt blitzt und blinkt es eben. Dieser schrille Anblick passt aus meiner Sicht durchaus zum Nachtleben an der Warschauer Straße.


    Zum Thema Architektur: Neben Max & Moritz und Edge, würde ich aber auch noch die Revitalisierung des alten Postbahnhofs dazu zählen, sowie die Mercedes Benz Arena die durchaus spannend und anspruchsvoll gestaltet ist. Das Living Levels ist zwar nicht meins, bringt aber Abwechslung in den Stadtteil und einzelne Gebäude wie der Mercedes Turm oder die Zalando Büros sind auch nicht komplett verkehrt.


    Du erwähnst außerdem mit keinem Wort den "Stream Turm", der mit Sicherheit ein Highlight des neuen Viertels wird, im wahrsten Sinne des Wortes.


    Dein Bashing ist also aus meiner Sicht oberflächlich und voller Vorurteile, dabei vergisst du sowohl die architektonisch positiven Teile als auch die gemischte Struktur. Ich bin wirklich kein Fan von moderner Architektur aber das hier ist eigentlich das einzige moderne Stadtviertel in Berlin das ich als gelungen bezeichnen würde. Im Gegensatz zu der verhunzten und leblosen Europa City z.B. haben wir hier ein sehr gemischtes Viertel, sowohl architektonisch als auch inhaltlich (Gewerbe, Wohnen, Büros, Geschäftes des täglichen Bedarfs)


    By the way: Sogar die fragwürdig gestaltete East Side Mall ist für ein Gebäude direkt an den Gleisen nun auch nicht das schlimmste Experiment Berlins. Du musst schon den Standort mit in deine Betrachtung einbeziehen - in der Regel stehen architektonische Glanzlichter nämlich auch nicht direkt an S-Bahn Gleisen.

    ^Ich bin doch eben genau auf dein Argument eingegangen. Du sagst doch unter dem Strich: Möglichst einfach und anspruchslos zu bauen bringt die Schönheit des Barocks eben besonders gut zum Ausdruck.


    Ich bin der Meinung: Das ist ein Totschlagsargument und könnte als allgemeingültige Entschuldigung für jede langweilige Box gegenüber eines Altbaus gelten. Wenn ich aber schon die Moderne in einem Kontrast zum Altbau setzen wollte (was hier allgemein eher in Frage zu stellen ist), dann hätte ich persönlich eine andere Sprache gewählt.


    Aus meiner Sicht hätte sich eine verspiegelte Glatte Fläche geradezu angeboten um nicht in Konkurrenz mit der Schlossfassade zu geraten. So hätte man modern bauen können, aber man hätte gleichzeitig einen "Knicks" vor dem Schlüter Bau machen können, indem sich dessen Fassade in der modernen Fassade spiegelt. Das wäre aus meiner Sicht auch ein gelungener Kunstgriff mit der richtigen Aussage gewesen.


    Nun hast du eben so eine Art Sparkassenbau einer deutschen Mittelstadt im Innenhof...

    ^Moment mal, die Blöcke sind zwar nicht unbedingt die Krönung der Architekturgeschichte aber das neue Viertel bietet unzählige neue Restauraunts, Geschäfte, Hotels, Büros, Wohnen und sogar eine öffentliche Platzgestaltung mit Wasserspiel + Konzerthalle, IMAX, Bowling, etc etc und das genau zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

    ^Ich habe das Wort Profan in seinem eigentlichen Sinne verwendet "gewöhnlich, alltäglich", daher wahrscheinlich missverständlich da es in der "Architektursprache" eigentlich nur für Bauten verwendet wird, die nicht religiös geprägt sind. (Wahrscheinlich spiegelt dass das Weltbild einer vergangenen Zeit wieder, wo alles nicht religiöse "profan" war :D aber egal: anderes thema)

    "Das zeigt wie heutzutage argumentiert wird" - ? Ich verstehe nach wie vor nicht was an deinem Argument besser sein soll ("ich finde gerade das dieser Teil sehr gelungen ist, weil er eben in der Architektursprache zurückhaltend ist, somit der Reko die eigentliche Bedeutung gibt.")


    Der Teil der Fassade ist besonders schwach, es wirkt wie ein Profan-Bau. Und eine Erklärung des Architekten ist mir nicht bekannt. Ich bin zwar kein Freund der Moderne aber ein solche armseliges Bild gibt diese auch nicht überall ab. Man hätte also auch mit einem modernen Teil etwas mehr rausholen können z.B. mit einer Glasfassade in der sich der barocke Teil dann spiegeln hätte können.