Beiträge von Beggi

    Es wurde in diesem Thread schon einmal angesprochen, dass sich der Boden unter dem Hochhaus viel mehr setzen könnte als unter der Tiefgarage. Wenn der Opernturm gleich fest mit der Tiefgarage verbunden würde, käme es in diesem Bereich zu Rissen. Zwischen Hochhaus und Garage befindet sich also so etwas wie eine überdimensionale Dehnungsfuge.

    Dass man das Gelb der Schalungstafeln durch den Beton erkennen kann, halte ich für ausgeschlossen.
    Die frisch betonierten Decken werden mit Kunststoffplanen abgedeckt und es kommt zu Spiegelungen. Vielleicht hat das durch die Webcam so gewirkt, als würde es gelb hindurchschimmern.

    @ CYFI
    Zu der von dir gezeigten Betonprobe habe ich eine Frage:
    Wenn die Mischung deutlich zu dünn ausgefallen ist wie auf dem Foto, wird dann der Betontransporter wieder unverrichteter Dinge nach Hause geschickt? "Verdicken" (im Gegensatz zum Verdünnen) dürfte ja wohl kaum möglich sein. Oder wird dann als nächstes eine Ladung mit besonders dicker Mischung verarbeitet, um einen Ausgleich herzustellen?

    In obigem Artikel steht, dass Opel seine "historische Keimzelle" in Rüsselsheim an einen amerikanischen Investor verkauft hat und nach der Renovierung selbst 20.000 m² anmieten möchte.
    Das ist meiner Meinung nach ein ziemlich ungewöhnlicher Schritt von Opel. Die Fassaden stehen teilweise unter Denkmalschutz und sind aus dem Jahre 1911. Jede Firma ist normalerweise stolz auf eine solch historische Produktionsstätte.
    Sieht es um die Finanzenen dieser GmbH wirklich so schlecht aus?

    Was wird hier rekonstruiert?

    Hä?
    Ich glaube, hier möchte mir jemand das Wort im Munde herumdrehen.
    Gerade habe ich mal nachgezählt, es war eine Häuserzeile mit fünf Geschossen, die vor dem Krieg auf dem Areal des Opernturms stand. Weder die Grundrisse noch die Gebäudeformen werden hier rekonstruiert, und falls rako aus meinen paar Sätzchen herausgelesen haben möchte, dass es sich bei mir um einen Anhänger von DDR-Nachkriegsarchitektur handelt, dann soll er den Beitrag einfach noch einmal lesen.


    Die Meinung sei mir gestattet: Das eine oder andere Element der Alten Oper geschickt in die Fassade der Blockrandbebauung integriert, hätte einen Bezug zu dem historischen Gebäude hergestellt und hätte eine schöne Gesamtwirkung ergeben. Hier gleich auf sozialistische Zuckerbäcker-Architektur zu schließen ist absurd.

    Hommage an die Alte Oper?

    Der Name "Opernturm" suggeriert mehr als nur die Nähe zu einem erstklassigen historischen Gebäude. Er läßt die Hoffnung auf etwas Artverwandtes entstehen. Die Wahl des Fassadenmaterials und der hohe Anteil des Natursteins an der Gesamtfassade sind sehr begrüßenswert, aber insgesamt wirkt der Turm zu eben, zu wenig verspielt und nicht als Hommage an die Alte Oper geeignet. Hier entsteht etwas sehr wertvolles, aber die Erwartungen von vielen Opernturmfans sind noch höher angesiedelt. Vielleicht wäre es der architektonische Hammer gewesen, einfach einige Elemente der Alten Oper nachzuahmen.

    Foto Rathaustürme

    Hier ist ein schöner Bildausschnitt, auf dem beide Türme im ursprünglichen Zustand um 1910 zu erkennen sind.



    Quelle: Fotopostkarte (Urheberrechte an der Fotografie abgelaufen)

    Also ich glaube, dass die Löcher notwendig sind, damit noch ab und zu ein Arbeiter hinabsteigen kann um Arbeiten zu erledigen. Ich kann mir z. B. vorstellen, dass ganz am Schluss noch eine Tauchpumpe hochgeholt werden muss.


    Für mich ergibt sich eher eine gegenteilige Frage: Warum sind es so wenig Löcher?
    Wie soll das riesige Volumen an Beton durch die dicht gepackte obere Bewehrung hindurchfließen und wie kann da ein Rüttler noch wirkungsvoll arbeiten?

    @ Ahligator


    Die Blockrandbebauung soll meines Wissens erst nach Fertigstellung des Hochhauses errichtet werden. Der gelbe Kran dient vermutlich zum Entladen von LKWs und für die Organisation der Lagerfläche in diesem Bereich. Ich kann mir sogar vorstellen, dass er vor Beginn der Arbeiten an der Randbebauung wieder abgebaut wird, denn an dieser Stelle steht er eigentlich im Weg.

    @ FrankfurterBub


    ... aber die Bodenplatte ist doch schon fertig. Es wurde doch bereits mit dem Bau von Aufzugsschächten begonnen. Oder wird die Bodenplatte auf einer Seite dicker?


    Auf Bild 2 erkennt man, dass anscheinend noch ein vierter Kran errichtet werden soll. Für die Grundfläche ist das enorm viel, wie ich finde.


    Danke für die aufschlussreichen Bilder. :)

    Das ist noch nicht die Bodenplatte.
    Nach dem Erdaushub wird meistens erst eine Schicht Schotter oder Kies aufgetragen und darüber eine dünne Betonschicht. Das nennt man "Sauberkeitsschicht".
    Auf dieser lassen sich dann exakter die Stahlbewehrungen auslegen und der Stahl wird zudem vor Grundwasser und somit vor Rost geschützt.

    Das ist der typische schwarze Frankfurter Lehmsand. Er ist nicht mit Benzin und erst recht nicht mit cyclischen Kohlenwasserstoffen kontaminiert. Man findet den Untergrund genauso auf der Baustelle FrankfurtHochVier. Falls hier mal das Wort "Gestank" in diesem Zusammenhang gebraucht wurde, so ist das übertrieben. Ich stehe sehr oft neben der Baustelle und kann mich nicht an einen üblen Geruch erinnern. Wenn man direkt neben den Entwässerungsbehältern steht, dann riecht man etwas, aber Gestank ist etwas anderes. :nono:

    @ vondraussen


    Also, da kann man unterschiedlicher Auffassung sein. Auf dem von dir verlinkten Bild kann ich nur ein zufällig zusammengefügtes Architektur-Allerlei erkennen. Hoffentlich blüht uns im Europaviertel so etwas nicht.


    Bei einem solch großen Projekt darf keinesfalls vielen Architekten freier Lauf gelassen werden. Es muss nach einem übergeordenten Gesamtkonzept gebaut werden, sonst wird eine große Chance vertan!

    Heute konnte ich beobachten, wie die roten Fassandensteine des Überbleibsels auf obigen Fotos (s. #424) per Hand abmontiert wurden.
    Alle anderen Abschnitte der Sandsteinfassade wurden mit einem großen Abrissbagger dem Boden gleich gemacht.
    Als spontane Erklärung fällt mir nur ein, dass einige Prototypen (für eine eventuelle spätere Neuproduktion der Fassade) aufgehoben werden sollen.


    Oder hat jemand eine andere (bessere) Erklärung?

    Die drei rekonstruierten Ecktürme und die Rotunde sind schon jetzt eine Augenweide und werden es duch die "Vasen" noch mehr.
    Um so unverständlicher ist es für mich, dass der linke Eckturm so schmucklos bleiben soll. Der Vergleich mit einem Auto mit drei Rädern drängt sich auf. Egal, ob der linke Eckturm vor den Kriegszerstörungen einen Kuppelaufbau hatte oder nicht, der optische Gesamteindruck leidet unter dem "unvollendeten" Turm erheblich.
    Ich hoffe sehr, dass in naher Zukunft dieser Zustand noch verändert wird!

    Wie meinst du das, Schmittchen? Willst du damit sagen, dass das Hochhaus 90m m tief im Boden steckt? Selbst wenn man die Pfahlgründung mit dazu rechnet, kommt mir das ein bisschen viel vor. Bei Erreichung des Straßenniveaus hätten wir dann schon einen 100 m -Koloss vor uns, von dem man fast nichts sieht.