Beiträge von TheBerliner

    Bemerkenswert ist aber, dass alle Punkte die du aufzählst auch auf die bestehende Bebauung zutreffen: Homogenität? Absolute Fehlanzeige.
    Und gerade mit der Fassadengestaltung und dem Spitzdach wird in moderner Sprache auf die Umgebung Bezug genommen. Ich finde den Entwurf durchaus gelungen.

    Zitat von nitsche86

    Kaum bietet ein Kaufhaus mehr als glatte Stahl und Glasfassaden, wird es schlecht geredet.


    Das ist nicht wahr! Es wird schlecht geredet weil es billig und kitschig aussieht. Außerdem bietet es nicht mehr sondern etwas anderes als eine eine glatte Stahl- und Glasfassade. Und das Eastgate macht wenigstens von außen mehr her als 'Das Schloss'.


    Wie es innen aussieht ist ohnehin belanglos. Mal ehrlich: in ein EKZ gehe ich um etwas zu kaufen, nicht um mir künstlichen Mamor oder blankpolierte Metalloberflächen anzuschauen.


    Aber: jedem seine Meinung. Hauptsache es gefällt denen, die es täglich sehen müssen.

    Ich frage mich ob in Betracht gezogen wurde, den Neubau stilistisch am Rathaus zu orientieren, sprich: gotisierend und in Backstein anstatt Naturstein ausgeführt.
    Das Interieur könnte ich mir auch etwas dezenter vorstellen: der aufgemalte Mamor und das Blattgold sind echt kitschig. Aber was stellen wir Ansprüche an Ästhetik, schliesslich geht es hier um Konsum.

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    In Zukunft bitte beachten!

    Wissen wir überhaupt näheres über den Neubau? Hat sich mal einer die Rechtfertigung Chipperfields angehört? Wie sehen die Innenräume aus? Bietet es nicht eventuell bessere Ausstellungräume als es der Altbau je könnte?
    Wir sehen doch bloß diese verschwommenen Renderings die kaum etwas erkennen lassen.


    Abgesehen davon: was ruiniert denn der vermeintlich schlechte Entwurf? Das Neue Museum stellt nicht gerade dar, was ich als Glanzstück klassizistischer Architektur bezeichnen würde. Darüber hinaus wird "der Baukörper [des Neuen Museums] schmucklos ergänzt" (P. Meuser, Vom Plan zum Bauwerk, Berlin 2002)


    Ich kann mir, zugegebener Maßen, auch ein etwas expressiveres Gebäude auf kleinerem Grundriss als repräsentativen Eingang zur Museumsinsel vorstellen. Aber bevor ich ein Imitat vorhandener Bauten abliefere, versuche ich doch mit eigener Note das Bestehende zu ergänzen.


    Weniger gelungen finde ich den Ungers-Anbau des Pergamon-Museums.

    Schade, das wäre ein gelungener Kompromiss zwischen Brachen-Befürwortern und Kulturstätten-Fans gewesen. Die noch separat dargestellte Grünfläche auf dem Dach könnte man problemlos über Stege erschließen. Ein nutzbarer öffentlicher Raum mit Café, vielleicht sogar Bootsanleger direkt an der Spree hätte ebenfalls geschaffen werden können. Nochmals: schade.


    Andererseits ist die Angst verständlich. Würde man eine Zwischennutzung zulassen, wäre der Alleinanspruch des Schlosses auf diesen Platz Berlins in Frage gestellt. Ich kann mir gut vorstellen, das derartige Vorschläge gar nicht erst geprüft werden, sondern per se als nicht realisierbar eingestuft werden.


    Ein Mäzen sollte sich den Jux machen und die Finanzierung dieses Projektes anbieten um den Behörden den Fluchtweg abzuschneiden.
    Je mehr Alternativlösungen zu Tage treten, desto absurder wirkt der Wunsch nach dem Schloss.

    Zitat von b-a-t-o

    Mit der neuen LED-Wand am Verlagshaus der Axel Springer AG, ist Berlin jetzt noch kosmopolitischer geworden.


    Der Spruch ist ja wohl ein Knaller! Was so eine Leuchtreklame alles kann ...

    Ich habe mal einen Artikel über das neue Technologiezentrum im Hafen von Jean Nouvel gelesen, wie sieht es damit aus? Ist danach noch was gekommen oder steht es immernoch alleine vorn am Kai?
    Hast du vielleicht Fotos davon?


    btw: netter Avatar, sascha.

    Berliner in Breslau

    Letzten Freitag habe ich einen Tag in Breslau verbracht, leider viel zu kurz. Auch das Wetter war mies, bedeckter Himmel, teils windig und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, kurzum: Antifotografierwetter. Ein paar Schnappschüsse habe ich dennoch gemacht, mit Zähnezusammenbeißen.
    Übrigens mein erstes mal in Polen, wären nicht die vielen Werbeschilder und westeuropäischen Ladenketten gewesen (Tesco, Rossmann, Auchan, castorama usw. usf.), hätte man das Gefühl gehabt, 30 Jahre in der Zeit zurück gereist zu sein, die Wetterlage hat einen grauen Schleier über die Stadt gelegt.