Beiträge von Endell

    Sich darauf zurückzuziehen dass man solche Verwahrlosten Stadtteile in einer Millionenmetropole gefälligst hinzunehmen hat - finde ich schwierig - Dass man Dreck, und Vandalismus u.a mit Armut zu begründen sucht finde ich eine vorauseilende Unhaltbare Frechheit gegenüber weniger gut gestellten Menschen - das impliziert doch dass diese weder ein Recht darauf haben in würdiger und sauberer Umgebung zu existieren und überdies dass diese im Wesen sozial derartig degeneriert sind dass diese gar nicht anders können als ihr Umfeld zu verslummen. Da schimmert eine Idee von einer Klassencharakteristk durch die man bestenfalls noch im verwesenden Ständedünkel auf der Brit. Insel vorfindet - das ist so was von 19. Jhd. Welcher soz. Schicht gehören denn die weniger betuchten Bewohner Friedrichshain Kreuzbergs an wenn nicht dem Kleinbürgertum? Ich hab den Eindruck hier verwechselt man grundsätzlich provozierte Vernachlässigung durch Versäumnisse und falsch verstandene Toleranz des Bezirkes, die ausufernden Folgen des Broken Glas Phänomens, und die Nebenerscheinungen eines eskapistischen Partytourismus mit einer Grunddisposition seiner Bewohner.

    Ich sehe die Perspective für die Friedrichstraße als Fußgängerzone auch längst nicht so rosig - gäbe es nicht in regelmäßigen Abständen diese Touriorte zur deutschen Teilung, sähe die Strecke abseits dieser Anlassfrequenzen ziemlich alt aus. Die großen Konsumtempel wie La Fayette straucheln nicht umsonst auf der Ecke und es stellt sich für mich eher so dar als wenn die Geschäftsleute der Straße hoffnungsvoll auf diese Boulevardmaßnahme setzen um den dürren Kundenstrom wiederzubeleben, die haben sich in ihrer Kalkulation über die Entwicklung der Strasse hin zum Tauentzien des Ostens gehörig vertan. Architektonisch ist das ganze Arrangement für einen Flaneur der sich dort in nicht vorhandene schicke Cafehäuser setzen möchte, mäßig interessant und die durch die für die Straßenbreite rel. hohe Bebauung schafft eine unangenehme relative Beengtheit.

    Das sowieso dünne Konsumangebot kommt in den Nebenstraßen der Friedrichstraße nach meinem Eindruck dann fast gänzlich zum Erliegen. so dass diese Schoppingbummeliermeile nahezu autistisch in einem Kessel aus Büro und Luxusapartments rumexistiert - der einzige organische Punkt ist für mich der S-U Bahnhof dort herum funktioniert das Treiben auch wenn’s eher für n boulevard ne mäßig schöne bis hässliche Ecke is. - Dazu kommt noch der verpennte Prachtboulevard UDL in überbreite der dieses Friedrichstraßenkonzept quasi auseinander reist und die Anschlüsse an den Linden ab Lindencorso sind zudem äußerst mager und verschleppen die bummelmeile mit dürftigem Angebot zusätzlich. Bis man da wieder von Geschäftsstraße reden möchte muss man erst mal ne Menge Leerlauf passieren.

    Steildächer mit Gauben und eine deutliche Attika wären konsequent gewesen, zwischen den beiden Gebäuden mit Dach wirken die 3 Gebäude hier durch so eine unsinnige Reduktionsallüre, irgendwie merkwürdig unfertig in der Zeile- fast als wäre der Dach-Stuhl hier weggebrannt. Das erinnert mich mit der löblich differenzierten Fassadenausbildung fatalerweise hier eher an ne Berliner strassensituation kurz nach 45.

    Ähm - zunächst ma gab es die IBA nur in West-Berlin und wurde wohl auch als internationales Vorzeigeereignis gepampert- zeitgleich entstanden die Nostalgieplatten im Osten - ich pers. möchte dieses Qualitätsniveau in der Ausführung eher nicht wiederholt sehen - zwischen Anspruch und der Qualität in der Umsetzung liegt für mich doch ein erheblicher Unterschied. Der billige Charme is da doch sehr präsent, in der historischen Mitte wär das für mich in heutiger Zeit zu tief gestapelt. Denn auch ästhetische Nachhaltigkeit, Materialien und eine Wertige Ausführung sollten Bestandteil der Qualität sein.

    Nun erst mal hat Gothe dem Senat „Empfohlen“ sich diese Beispiele anzuschauen von Kopie kann doch gar keine Rede sein zumal diese Lösungen alle für sich schon sehr unterschiedlich ausfallen und jedes Bsp für sich einen eigenen Altstadtstil entwickelt. Der kleinste gemeinsame Nenner sind die rekonstruierten Leitbauten und die sind deutlich geworden wichtig für das wiederauferstehen ganzer Quartiere, besonders ehrgeizige Neuerfindungen gehen in der Regel in die Hose.


    An der Stelle sei auch mal das Palais Kreutz das sich hier auf dem Areal befand erwähnt, Ein Barocker Bau der um 1860 quasi ein Double erhielt und damit das Gewerbeinstitut von Schinkel zu beiden Seiten einfasste. Was wäre typischer für Berlin als diese Dopplung.

    Die Quartiersbauten waren in historischer Zeit eher bescheiden - so richtig üppige Prachtbauten wie in Potsdam od Dresden waren das eigentlich nie - beim Wiederaufbau dieses Quartiers hat Berlin es also weitgehend mit bescheidenen Vorbildern zu tun, die dem Viertel einen eigenen unprätentiösen Charakter gegeben haben. Architektonisch Interessant wars doch eher noch in der Klosterstrasse. Ich hätte daher auch nichts gegen ein paar auferstandene Verlustbauten die mit dem Ort nur bedingt zu tun haben aber sehr interessant sind wie Die Münze von Gilly. Das Antikriegsmuseum lässt sich ja auch schwerlich an alter Stelle wiedererrichten weil der Platz durch die Sozietät besetzt ist. So dürfte m.M eine Mischung aus DDR Fantasiebestückung wie am Märkischen Ufer od Nikolaiviertel und einer Neuschöpfung wie bei dem Block von Rossi doch auch Berliner Tradition abbilden und sähe noch nicht mal hässlich aus - austoben kann sich bei so einem Quartier vieles - es dürfte genug Platz für viele Spielarten innerhalb dieser Stadtraumneubildung geben - man sollte sich nur nicht wieder in die Fahrwasser der Ausschliesseritis und Denkverbote begeben und auch der breite der vorstellungswelten der Bürger zu diesem Stück Stadt Rechnung tragen wenn man denn will dass man sich mit diesem Ort identifizieren möchte. Was bisher eigentlich nicht wirklich zur Leistungsbegabung der Städtebaulichen Maßnahmen mit Wettbewerb und Senatsbeschluss gehörte.

    Na bei der Einschätzung der Grünen Wählerklientel Wäre ich mir nicht so sicher- die Grünen haben auch ordentlich bei der Linken gewildert, ansonsten stimme ich bei der Einschätzung des Millieus zu. Wohlversorgte, Besserverdienende Zugezogene, die keine 30min Zur Arbeit brauchen.


    Berlin hätte längst seinen Grünen Bürgermeister wenn nicht die blöden Randbezirke wären. Die Lebenswelten unterscheiden sich zu Zentralberlin deutlich - die einzige Pol. Partei die Mitte und Rand der Stadt bisher verklammert war die SPD.


    In den s-Bahnringbezirken hat die SPD enorm an die Grünen verloren. Die Verheißung auf einen Politikwechsel mit Kandidatin Giffey konnte das Ruder für die SPD noch einmal rumreißen. Daher sehe ich auch nicht wo im Wahlergebnis ausgerechnet RRG bestätigt wird.

    Ich hoffe daher sehr auf einen Bündniswechsel und fand es erfrischend dass selbst Ex -Bausenator Wolfgang Nagel dem scheidenden, unbeliebtesten Länderchef der BRD mal die Leviten gelesen hat. Ich fand die öffentliche Positionierung und damit das hineingrätschen in die Sondierungsgespräche von Seiten Müllers mehr als unangemessen und die pers. werdenden Nadelstiche gegen Frau Giffey nicht nur unprofessionell sondern ekelhaft. Das gerade die Befürworter der Fortführung von RRG diesen selbstgerechten Machismus der wegversorgten Schlaftablette ganz konstruktiv zum Wohle des angepeilten Zieles übersehen, finde ich erstaunlich aber nicht überraschend. Ich denke die SPD wird mit fortführung des jetzigen Bündnisses spätestens in 5 Jahren deutlich abgestraft - sollte es wirklich zu Neuwahlen nach der pannenwahl 2021 kommen - werden auch dank solcher Flügel-Machtspielchen innerhalb der SPD die Wahlergebnisse für die Partei deutlich schlechter ausfallen - es steht zu befürchten dass die polit. Ränder noch mal zulegen aber auch die CDU die SPD in den Randbezirken beerben wird. Was mir angesichts solcher Seitenintervention durch wahrnehmungsbeschränkten, lauthalsigen, linken Flügel auch nicht mehr leid tun würde.


    Die SPD hat nicht wegen Müller gewonnen sondern mit und nicht trotz Giffey von der Hausse für die SPD aufgrund der Wechselstimmung auf Bundesebene dürfte die Berliner SPD nur minimal profitiert haben.

    Der Blockrandbebauung ist für diese Art der Architektur einfach nicht geeignet.


    Der Legebaterienlook wird für diese Verwertungsoptimierte Bauleistung dadurch nur gestärkt - völlig unabhängig ob es sich um Büros oder Wohnungen handelt oder wie aufwändig die Fassadenverkleidungen daherkommen. Ein Park aus Bürotürmen( Hochhäusern) hätte wohl mehr Sinn gemacht.


    Es erschlagen einen in den Stadtraumneuerfindungen mit Blockrandbebauung immer die Dimensionen, die Einheitsproportion und das ermüdende Rasternetz.

    Die Einheitstraufhöhe lässt die unterschiedlichen Blöcke mehr noch zu einer Baueinheit verschmelzen und die eh schon einschüchternde Langeweile in der Fläche lässt die Baufigur zusätzlich anwachsen.


    Dazu die Kastenoptik - man steht letztlich vor einer riesigen Mauer mit Löchern - das ist nicht die kuschelige, abwechslungsreiche Blockrandbebauung einer lebendigen, liebenswerten Stadt, nichts was einen fasziniert oder einlädt sondern eine einzig durchnummerierte, flächenoptimierte Asservatenkammer ohne stadträumlich nachhaltigen gestalterischen Belang und ohne Empathie für menschliche Wahrnehmung.

    Hallo K-1 noch gibts ja das Aeroflot Gebäude.

    Ich muss gestehen ich wäre wohl ein schlechter Anwalt für das denkmalgeschützte Wiratexgebäude gewesen. Ich kann mit den 60ern besonders unter den Linden wenig anfangen, das sind meist Bauten mit im besten Fall, Punktuellen Details, an denen man sich sehnsüchtig nach Gestaltung dann euphorisch abarbeitet.


    Ich pers. denke man hat sich von dieser Sackgasse der Moderne zu Recht verabschiedet, umso befremdlicher finde ich dass eine Menge an Neubauten diese ereignisarme Architektur noch langweiliger denn jeh, mit ihren Gitterrastern auf ner 0815 Kubatur, für mich in gewisserweise anrufen.


    Beim Wiratex waren es dann die bunten Mosaiksteinchenflächen und das Wabenrelief an der Seite, die das Gebäude aus der völligen Belanglosigkeit der Gestaltung heraushoben.

    Mit den übrigen anliegenden Wiederaufbauleistungen seiner Zeit, bilden diese Kästen einen abgenabelten Zirkus aus Apparatschikarchitektur, der die Bürokratenvereinahmung und damit die Abkehr, von der bis zur Zerstörung existenten Urbanität und Relevanz für die breite Stadtgesellschaft, begründete.


    Leider hat man bei allen Ambitionen, der Straße wieder zu einem lebhaften Selbstverständnis zu verhelfen, versäumt in der Breite, relevante Angebote für das Publikum aufzustellen - und kommt aus der Bürokraten- Sackgasse die die 60er schon rein vom Unterhaltungswert der Architektur und ihrer Aufgaben dort initiiert haben, nicht raus. Selbst die Gelegenheit hier die Sanierung und Erweiterung der KOMISCHEN Oper zu nutzen um die Tristesse der ernsten, gediegenen Langeweile auf dem Ende aufzubrechen, hat man nicht genutzt. Wie fantastisch wäre in dem Millieu ein Stück vom überschwänglichen Zuckerguss der 1890er gewesen - da hätte der müde Flaneur wirklich Reibung und Party fürs Auge gehabt.


    Das Juwel Schadowhaus stand ständig im Schatten dieser Wiratex-Architektur und das wird sich leider auch mit dem zukünftigen grobkörnigen BüroKlotz an der Backe nicht ändern.


    Büroraster mit Steintapete ist jetzt für mich weder eine praktische noch ästhetische Nützlichkeit für einen Prachtboulevard.

    Da hätte man durchaus genauso den bestehenden Bau erhalten und unter Beibehaltung seiner charakteristischen Details als historischen Baustein, transformieren können.


    Schon Beim Otto Wels Haus hat man ähnliches getan, nur dass die sowieso spärlichen, gestalterischen Ereignisse, die den Bau als historisch gewordenen Beitrag der Wiederaufbauphase in den 60ern identifizieren ließen, mitentsorgt wurden. Nach bekunden soll das Gebäude nun an bestimmten Punkten Klassizistisch anmuten - ich frag mich nur wo.


    An der Wahrschauer Straße 5 kam man nach meiner Meinung zu einem durchaus ansehnlichen überzeugendem Ergebnis wie man mit dem fehlenden gestalterischen Angebot eines Plattenbaues umgehen kann und aufwertend transformiert ohne sein modernes Naturell zu verleugnen und damit lächerlich bis hässlich zu wirken.


    Etwas Ähnliches wäre für die Platten in der Wilhelmstrasse auch vorstellbar obwohl man bei historisierenden Plattenbauten

    noch mit mit dem lavieren zwischen der modernen Identität und dem kleinbürgerlichem Wunschbild der guten alten Zeit eine Unentschlossenheit vorfindet die einen hässlichen Hybriden zum Ergebnis hat.


    Hier könnte man drüber Nachdenken den eigenen Segmentcharakter des Plattenbaues zu betonen und die billig, rohe und graue Oberflächenerscheinung mit Wertigen Materialien quasi vollendend verblenden.


    Ähnliches hat man an anderer Stelle schon zu Zeiten ihrer Entstehung mit Keramik und Terrakottafliesen gemacht.


    Nur würde ich die Segmentfugen mit Profilen und nicht mit Teer schließen. Zudem könnte man mit variierenden Farb und Materialanmutungen einzelne Adressen ausbilden. Ich denke das könnte durchaus ein ansprechendes, aufwertendes Ergebnis bis hin zu künstlerischer Eigenart ausbilden die auch ästhetisch längerfristig mit der Umgebung und Bedeutung der Straße versöhnen.

    Ist halt auch eine Frage wie gestalterisch Stilsicher man das dann lösen würde, um nicht als usbekischer Bahnhof 2.0 ins Stadtbild eingetragen zu werden.


    Ich weiß auch das die IBA als Ereignis von vielen wertgeschätzt wird und ihren Beitrag zu einem lebhafteren weil vielfältigeren architektonischen Straßenbild anders als es wohl bis dato Praxis im Wohnungsbau war, kann ich durchaus anerkennen und stelle ich gar nicht in Abrede. Und ja es muss auch erlaubt sein, heilige Kühe wie die IBA Bauten losgelöst von ihrer baulichen und soz. Intention die in der Zeit des Entstehens gegeben war - neu zu betrachten und zu hinterfragen.


    Teilweise haben sich die Stadträume und Funktion der Gebäude gegenüber der Vorwendesituation doch erheblich geändert.


    Genauso wenig, wie ich mich zu einem Plädoyer für die angenobelte ermüdende Einfaltslosigkeit des alles umgebenden derzeitigen Fertigteilerasters hinreißen lasse kann ich mich für Willkür, Kontextlosigkeit und Unangemessenheit im Ausdruck durch Material und Farbe begeistern.

    Dafür stehen die 80er und 90er neben durchaus respektablen, spannenden, gelungenen und einfühlsamen Bauleistungen eben auch.


    Ich empfehle an der Stelle gern mal einen Blick in Gerkans „Stadtarchitektur“ von 1987.

    das wurde in den Nachwendejahren eigentlich in der Breite unwesentlich besser.


    In Berlin Mitte hat man sich zugegeben etwas mehr Mühe in der Ausführung gemacht.

    Am Gendarmenmarkt hätte man die Entwürfe aber besser in der Schublade gelassen und auf nen anderen Architekten als Dudler warten sollen.

    Ungers als vielseitiger streitbarer Architekt beherrschte sowohl Raster als auch Expression -ich muss gestehen ich vermisse weder seine Anlage am Lützowplatz noch würde mir sein Raster in der Friedrichstraße merklich fehlen.


    Ich kann verstehen dass man sich mit den heutigen Produkten der überkorrekten Gestaltungsarmut langweilt aber ich käme trotzdem nicht auf die Idee jetzt ausgerechnet 90er geschw. 80er wiederzubeleben auch wenn altersbedingt ein paar nostalgische Gefühle aus verschiedenstem Anlass damit verbunden sind.


    Ich persönlich wurde mit dem wilden Charakter vieler solcher Bauten erst mit der Wende konfrontiert, und das eben nicht als soz. Wohnungsbau oder als feingeistiger Gedankengang zur Stadtreparatur, sondern eher als peinliche, geltungssüchtige Expression an Geschäftshäusern, Konsumtempeln, Filmpalästen, Bürobauten etc., gerne noch angespuckt mit Mauthausener Granit, Keramik oder Ziegelriemchen, damit es nicht ganz so ordinär, sondern teuah aussah, legte ja schon damals nicht jeder Wert auf den sommersprossigen veralgten WDVS - Look. Der seit dieser Zeit undifferenziert ganze Straßenzüge mit interessanter Bebauung in die Tonne drückte und irriger Weise die entsorgungsprobleme dieses Verbundgiftmülles in seine Ökobilanz nie ein einspeiste.


    Ich kann mich gut an die Zeit erinnern als man anfing diese Philosophie der postmodernen authistischen kontextignoranten Architektur die teilweise zu blödsinnigen und unpraktischen Formalien führte, zu hinterfragen.


    Ohne ausreichende Baulücke wurden Ansehnliche oder wertvolle Altbauten für irgendwelche Center und Modehäuser dahingerafft oder Trendy deformiert weil man auf das aberwitzige, kurzlebige Spektakel dieser Architektur setzte und die präkäre wirtschaftliche Situation viele exaltierte Projekte für Denkmalschutz und Stadtentwicklung tolerabel machte.


    Für den Ausbau des Zollernhofes - kamen 2/3 des Bestandes in den Orkus, dazu gehörte auch die Erweiterung von Bielenberg und Moser aus den 30ern in der Mittelstrasse 45, die Abrissbirne erledigte den angelehnten Antrag auf Abriss Mittelstrasse 44 „durch unsachgemäßem Vorgehen“ - quasi von selbst, auch wenn der Bau final erst 2000 abgetragen wurde - 2001 nahm man gleich noch die denkmalgeschützte Mittelstrasse 50 mit in den Container und ersetzte sie durch einen engherzigen Referenzbau.


    Es gibt also beispielhaft wenig Anlass diesen Denkmalschutz Berliner Eigenart für das Plattenbauensemble oder auch für zeitlich vergleichbare Objekte als beständig anzusehen.


    Auch wenn das vielleicht für einige einen Spalt Hoffnung für die Entwicklung dieses Areales bedeutet, finde ich grundsätzlich diesen unsteten Umgang mit Baudenkmalen beunruhigend, ärgerlich und denkbar schädlich für das Ansehen und den Einfluss dieser Instanz, die nur und das am besten vorausschauend und verbindlich dem Interesse der Allgemeinheit verpflichtet sein sollte. Weder haben private Motive, Zeitgeist noch Pol. und wirtschaftliche Interessen in einer generationenverbindlichen, wissenschaftlich fundierten, unabhängigen Bewertung und im Akt der Erhebung etwas zu suchen noch sollte der Eindruck erweckt werden dass die Energie zur Verteidigung und Durchsetzung von Denkmalschutz sehr selektiv ernst genommen wird.


    Man wird sehen wie sich Projekte wie dieses „the Wilhelm“ in der Wilhelmstrasse entwickelt, bisher bin ich von dem Entwurf nur mäßig überzeugt- die 3teilung finde ich gescheit auch wenn mich die ungebrochene Traufe doch sehr stört ebenso wie diese leidigen verknappten Geschossproportionen die solche Stilbauten immer zu ner Karrikatur ihrer Vorbilder machen- the embassy ist für mich jetzt schon eher eine Enttäuschung da hat man sich in manchen Details ordentlich verheddert.

    Ich finde beide Optionen haben was- obwohl ich mir diesen Turm an der Stelle noch immer nicht so recht vorstellen kann- der wirkt schon wie ein UFO in der Gegend -Bei dem Anblick müsste ich schon etwas an den Steglitzer Kreisel denken.


    Momentan kippts auf der Ecke ja besonders - gerade was die Vermüllung vorm Bahnhof oder etwas weiter bis zum Edeka angeht- ich hoffe das bekommt man bald endlich mal wieder in den Griff so ne Müllpromenade von Kotti bis Frankfurter steht dem Bezirk alles andere als gut zu Gesicht.

    Danke für diese Korrektur ändert aber nichts an meiner Hoffnung dass man das so heute nicht mehr bauen würde. Zumal sich die Funktion der Straße ja nun mal merklich seit dem Fall der Mauer geändert hat😉

    Steht das Ding jetzt auch unter Denkmalschutz? -preisgekrönt IBA 87 heißt ja nicht unbedingt dass es gelungen ist, da wurd auch viel rumexperimentiert und bei vielem zählt m.M.n die Idee mehr als die Umsetzung.

    Diese Form Postmodernen Ausdruckes hielt sich so ziemlich die ganzen 90er - irgendwie immer ein bischen billig mit sinnfreien Architektonischen Schnörkeln, Plastikfenstern und meist in hässlicher Verpackung aus Fliesen oder Styropor. Frankfurter und Landsberger bieten da bis heute noch zahlreiche Beispiele muss man nicht unbedingt mögen und ist in der Form nicht unbedingt wert wiederholt zu werden.

    Die grauen Astlochkieferfassaden find ich unansehnlich hoffe der Trend ist bald wieder vorüber. Ich persönlich hätte erst recht kein Verlangen dort zu wohnen auch wenn man fröhliche Kinder inmitten dieser grauen ökokartons platziert. Man stelle sich mal trübes Wetter und entlaubte Bäume im Herbst und Winter vor - da könnte einem diese düstere Tim Burten Kulisse wirklich aufs Gemüt schlagen.

    Es gibt in Mitte auch das Quartier Schützenstraße von Aldo Rossi aus den 90ern. Gefällt vielleicht nicht jedem, aber fällt sicherlich etwas aus dem Rahmen. Auch in der Friedrichstraße ist nicht alles schlecht. z.B. Galerie Lafayette von Jean Nouvel oder das Quartier 206 von Cobb.

    Danke KaBa die Beispiele sind wirklich ansehnlich und sind ausnahmslos Bauten der 90er in denen man etwas abwechslungsreicher an die baulichen Aufgaben zur Stadtreparatur heranging - es sind trotzdem auch für diese Zeit für mich eher seltene Positivbeispiele im Bereich Mitte.

    Bis auf den genannten Rossiblock, bilden diese genannten Bauten aber auch keine nennenswertem Wohnbauten geschweige denn Wohn- Qartiere aus.


    Überwiegend entstand in dieser Ära leider auch jede Menge Plunder. Die Zimmerstrasse 8 würde heute hoffentlich niemand mehr so bauen. Das Pendel schlug dann in die Gegenrichtung aus und uniformierte die Stadt mit steinernem Parametergehorsam.

    Die kritische Rekonstruktion wurde noch zäher und langweiliger als sie es sowieso schon war und wie im Fall des erst 1998 abgebrochenen Achardschen Stiftungsgebäudes ist das Ergebnis besonders ärgerlich, der Denkmalschutz hatte sich hier nur für die Erhaltung des Treppenhauses stark gemacht - das ist aber für den Großteil der Allgemeinheit gar nicht wahrnehmbar.


    Die die bisherig geleistete neue Bebauung in der Vossstrasse bildet eigentlich die ganze Impotenz unserer Tage ab-einen eleganten ansprechenden Straßenzug neu entstehen zu lassen. Die Straße fällt zudem als Zug durch die stark uneinheitliche Stadtraumdefinition in alle Richtungen für mich völlig auseinander und grenzt obendrein an weitere Räume die immer noch einen hohen Wiederverdichtungsbedarf haben.


    Die ganze Tristesse wird bestimmt von lose rumstehenden mäßigen Bauten auf der einen Seite und nur ängstlich gering differierenden Fassaden im Einheitsraster en Block auf der anderen Seite.

    Die hier abgebildete fantasielose Strenge hat mit preiswertem Massenwohnungsbau wohl mehr gemein als man bei der hier angezielten Käufer und Mietklientel vermuten würde.

    Millionäre werden heute hinter überwiegend ausdrucksarmen langweiligen Fassaden eigentlich ganz gut getarnt und ich gehe mal nicht davon aus dass absehbar irgendwelche Russ Oligarchen sich ein Würdevolles repräs. Palais errichten werden.

    Für mich bildet so was als Äquivalent zu den Plattenbauten keine wirklich überzeugende und aufwertende Option ab.


    Solang man nichts wirklich Besseres in der Lage ist an ihrer Stelle zu setzen braucht man über deren anhaltenden Bestand nicht wirklich zu diskutieren.


    Über den kurz vor der Wahl Ausgerufenen, aus der Hüfte geschossenen Denkmalschutz - aber schon.

    Man kann die Ernsthaftigkeit und Unabhängigkeit mit der der Denkmalschutz in dieser Stadt agiert - seine Aufgabe als widersprechendes Korrektiv im Baugeschehen und in der Entwicklung der Stadt da schon in Zweifel ziehen.


    Ich halte nach wie vor diese eilige Geste hier für ein rein taktisches ideologisiertes Statement.

    Und Denkmalschutz Bedeutet in Berlin wie man an anderen Beispielen sehen kann auch nicht optische Unveränderlichkeit, Rückführung in den Originalzustand oder dauerhafter Bestand. Diesen unverhandelbaren Ernst nimmt man zwar beim HdBV oder der Komischen Oper wahr, aber nicht bei den zahlreichen Bestandsbauten und Anlagen aus der Vorkriegszeit.

    Weil man der irrigen Annahme war dass die Republik dieses Denkmal erst recht auf dem Traditionellen Denkmalsockel des Verwaisten Kaiserlichen Nationaldenkmales braucht- jedenfalls verkaufte Man diese spleenige Passion einzelner Politiker als solches. Kanzler Schröder sah vom staatsratsgebäude lieber ein wiederaufgebautes Schloss als den PdR nur was macht man dann mit der

    leer gefegten historischen Denkmal-Terasse die zum hübschen Ausblick nun mal dazugehört.

    Bevor man sich mit dem Royalen Gepränge vollends als Demokrat und SPDler die Blöße gibt - beugt man eilig mit nem Volksdenkmal auf dem leeren Denkmal- Sockel vor. Sonst hätte die Politik noch den Anstoß zur Diskussion um den wiedereinritt von Opa Wilhelm mitzuverantworten.


    Und wann wenn nicht in einer Phase des Baubooms von Gedenk und Sühnestätten konnte man ein zur Abwechslung mal Vermeintlich ausschließlich positiv besetztes Wohlfühl-Denkmal für die Nation einklinken. Ich hoffe der künftige Senat stänkert vielleicht auch noch gegen die Wippe und schirmt das ganze Karussell letztlich doch mit ner steinernen Kolonnade ab. Vorm Fernsehturm hätte diese Denkmalanlage erst recht nach der finalen Gestalt-und Aufgabenfindung für den Rathausplatz auf jedenfall mehr Sinn gemacht- da hätte sich unser eifriger Denkmalschutz dann sein Achselzucken in Bezug auf die Terasse sparen können.

    Wie es aussieht tut sich endlich am denkmalgeschützten „Hubertusbad“ auch bekannt als „Lichtenberger Stadtbad“ in der Atzepodienstrasse endlich was. Ich konnte durch Zufall eine Dame die den abgesperrten Bau verlies, einmal ansprechen. Die mir erklärte dass man das Gebäude für Veranstaltungen und Büros herrichte. Seit Jahren engagiert sich der Förder-Verein Stadtbad Lichtenberg e.V für dessen Erhaltung. Die BIM als Eigentümer nimmt sich der Sanierung die in 2 Schritten erfolgen soll nun an. Nahezu 30 Jahre ist es nun her dass der Bau der bereits in den 80ern unter Denkmalschutz gestellt wurde - geschlossen wurde - seitdem fristete das Interessante Expressionistisch gestaltete Gebäude von 1928 mit den 4 markanten Turmspringerskulpturen über dem Haupteingang ein trauriges Dasein. Die Mittel zur Herrichtung fallen wohl auch nicht sonderlich üppig aus - Unklarheiten bestehen auch über die ursprüngliche Aussenverputzung und Farbigkeit - der derzeitige düstere Kratzputz gilt als nicht Original.

    UrbanFreak -Die Architektur der Linden sind sowieso ein Thema für sich, ein vitaler Pracht-Boulevard ist das für mich aufm letzten 3tel sowieso schon mal gar nicht - gäbe es in der Zielgeraden nicht das Brandenburger Tor am Pariser Platz, um sein Tourifoto zu schießen / hätte man wohl als Besucher null Motivation sich auf dem Ende aufzuhalten.


    Man könnte fast meinen hier haben Wilhelmstrasse und Linden ihre historische Funktion eingetauscht- reale Lebenswelten sind auf den Linden hier nahezu komplett ausgemerzt alles irgendwie Büro, Touristop oder Hauptstadtvertretung aus Politik und Wirtschaft.

    Sowohl Gäste, als auch Berliner sind da überwiegend nur, sieht man mal von kurzatmigen Spektakeln am Pariser Platz ab, weil es gerade nicht anders geht.

    Besonders im westl. Abschnitt ab Höhe Glinkastrasse bekommt man zusätzlich zu den sowieso merkwürdig dürftigen Angeboten für einen Boulevard auch noch überwiegend genusslose, langweilige oder hässliche Bauten serviert denen man nur gehörig Efeu an die Tapete wünschen kann.


    Die Wilhelmstrassenplatten bieten hingegen mit ihrem üppigem, erschwinglichem Wohnraumbestand wenigstens etwas von praktischem Interesse für die Stadt und das in meinen Augen, in einer historisch überwiegend recht introvertierten und förmlichen Gegend.

    Spätestens seit Bismarcks Interventionen hier, hatte die Wilhelmstrasse eine eine fast ausschließlich Staatlich repräsentative und politische Funktion und war damit m.M nie wirklich Teil des vitalen, sozialen Organismus der Stadt.


    Das Strassenleben und die Erdgeschossangebote halte ich bei den Wilhelmstrassenplatten für ausbaufähig. Eine duftige Fassadenbegrünung hier, würde von mir ebenso hoffnungsvoll erwartet - damit diese graue, exportfähig reproduzierbare serielle WB70- Variante für diese Gegend wenigstens irgendwie frisiert daherkommt wenn man nun schon nichts mehr dran machen darf. Bei den Beispielen für mögliche verändungen der Fassaden sollte man sich wohl nicht auf die schlechtesten Beispiele zurückziehen - da gibt es wirklich löbliche und gelungene Beisspiele abseits von fantasielosem WVDS-Kleister -der sieht an jedem Bau sch... aus und nicht nur am plattenbau.

    Man hätte durchaus auch Überlegungen nachgehen können, hier diverse individuellere Fassadengestaltungen auszuprobieren - aber der Drops ist dank Denkmalschutz nun eh gelutscht.


    Sind die Blickdichten Fenster in den Treppenhäusern noch vorhanden oder muss man die jetzt fallweise wieder herstellen? Ist es eine Option die Platten mit der ursprünglich angedachten Terassenausformung zu versehen um die Wirkung der Gebäude zum vielleicht Positiveren hin zu beeinflussen?


    Nostalgikern und Interessierten der soz. lebenswelt im Plattenbauten empfehle ich einen Ausflug nach Hellersdorf, hellersdorfer Strasse 179 da kann man eine historisch getreu eingerichtete WB70 3Raumwohnung besichtigen.

    Ideologie und Politik lässt sich bei solchen Bauten gerade in einer Phase der Verknappung von bezahlbarem Wohnraum in Mitte gar nicht vermeiden.


    Ich mag die Platten auch nicht, sie verkörpern für mich so ziemlich alles was in der Ausstattung der Städte mit solchen Mitteln schief läuft.

    Retardierend angehäufte Module in düsterer fast brachialer Großbauweise mit schlecht sitzenden Proportionen, einem verlogenen und besonders in der Menge und Masse - wenig überzeugenden und sich aufhebenden applizierten Individualismus der auf ärmliche Weise pseudohistoristisch daherkommt.

    Durchgenormte, aufwandsreduzierte gebaute Massenverwahrung hinter Fertigteilen. Das findet für mich zu Recht nicht jeder schön und angemessen an dieser Stelle.


    Ein zwar historischer und einst edler Rahmen bekommt hier eine schlecht gedruckte, verpixelte Kopie von einem alten Meister auferlegt und nun wandert das Teil auch noch ins denkmalpflegerische Museum.

    Kann man machen muss man aber nicht.


    Führt man sich aber die bisherigen privat finanzierten Neubauleistungen in Mitte die ganze Quartiere entstehen ließen hingegen vor, stellen diese aber Großteils bisher auch keinen wirklichen Gewinn für die Stadt dar.


    Das sind eben derzeit oft leblose sterile Strukturen von oft biederem, verklemmten Ausdruck mit übersteuerten Ertragsfantasien die als Aushängeschild für eine Neubebauung in der Wilhelmstrasse nun wirklich nicht taugen.


    Die einzige bisher erbrachte begrüßenswerte Leistung dieser Neubauten für die Stadt, liegt In der stummen Funktion, Stadtraum entlang von Verkehrswegen architektonisch zu definieren.

    Im besten Fall sind’s derzeit noch Büros oder Hotels, damit wenigstens etwas Leben zu gewissen Zeiten auf dem Trottoir stattfindet, großteils sind’s aber eben unbelebte Yuppikapseln die auf ein unmittelbares urbanes Umfeld hin gar nicht orientiert sind.


    Hier hätte man viel früher auch von politischer Seite zugunsten einer stärkeren soz. Mischung gegensteuern müssen nun hat man den Salat - Das ist umso ärgerlicher als dass bereits Hobrecht im 19. Jhd. für Berlin in der Diffusion der soz Millieus und funktionalen Vielfalt ein Ideal für den erfolgreichen lebendigen städtischen Raum ausmachte.


    Interessanterweise sind gerade diese Platten zwar reflektierter als die gängige Wohnbatterie mit Öffentlicher Erdgeschossnutzung versehen worden und man versteht die Vorteile der Stadt des 19.jhd. In ästhetischer und praktischer Wirkung.

    Die Gestaltung erfolgt aber pragmatisch, kostenbewusst, mit für mich recht unangenehm dürftigen Mitteln im uniformierten LPG-Barock und die Erdgeschossnutzung und Gestaltung mit altberliner Attitude funktionieren in in damaliger Grenznähe wohl mehr als scheinurbane Geste.


    Hier verfolgte man schon in der Planung mit den gesetzten staatlichen Absichten zur auserwählten Belegung einen bewusst seggregativen Ansatz, da gibt es durchaus für mich Parallelen zu den Entwicklungen heutiger innerstädtischer Quartiere. Nur dass sich bei den Platten aufgrund der historischen Entwicklung dieser Ansatz in Gänze nie zum tragen kam und wohl selbst entgegen der historischen Tradition dieses Ortes eine möglicherweise wirklich ausgewogene sozial durchmischte Bevölkerungsstruktur hervorgebracht hat, die ich besonders an dieser Stelle für sehr begrüßenswert halte.

    Das mit dem ausbleibendem Abwählen von RRG stellt sich für mich nicht so Eindeutig dar- schaut man sich an wo die Grünen überwiegend ihre Mandate errangen - stellt man fest dass dies überwiegend in den Privilegierten und jungen Stadtteilen der Stadt von Erfolg war. Das sind die Szenebezirke, der S-Bahnring und die Lehrerrückzugsgebiete wie Pankow und Steglitz Zehlendorf - Die Linke hat deutlich an Zuspruch eingebüßt und die SPD rettete wohl die Aussicht auf eine pragmatische Bürgermeisterin Giffey - zudem sind die Parteien die sich als potenzielle Alternativen zur jetzigen Regierungskoalition anboten tragisch aufgestellt und nahezu unsichtbar als ernst zu nehmende Option. Die prozentuale Wahlbeteiligung lag bei ca 67% ist das hoch? Viele wählten die Tierschutzpartei -mit dem Wissen dass diese keine ernst zu nehmende Regierungsbeteiligung ereichen wird, was sagt das aus. Und wieviele mögliche Stimmenabgaben wurden durch die konfuse Wahlorganisation verhindert?

    Ich finds halt bedauerlich dass man manchmal recht aggressiv hier im Forum miteinander Umgeht und schnell mal persönlich und unterstellend wird, wenn einem die Perspektive des Gegenübers nicht passt.


    Ich vermute mal dass man bei leibhaftigen Kontakt gegensätzliche Meinungen viel freundlicher ausgetauscht würden als es hier im Forum manches mal von statten geht/ letztlich sind wir alle interessierte Beobachter der Entwicklung unseres Städtischen Raumes - für den man sich das best Mögliche wünscht- auch wenn die Prioritäten und Lösungswege für jeden anders aussehen - ich denke da kann man im Umgang hier auch etwas abrüsten.


    Auch wenn manche Positionen hier triggern - und Widerspruch hervorrufen, finde ich dass die Reaktionen sich am Diskussionsgegenstand abarbeiten sollten - Etwaige Missverständnisse wie sie nun mal in Forumsäusserungen in der Verknappung oder Eile leicht entstehen, lösen sich in der Diskussion eher auf wenn man denn überhaupt ein Interesse daran hat.


    Eine Reaktion in persönl. werdenden despektierlichen Affekten gegenüber Urhebern ungeschickter oder missliebiger Äußerungen hat für mich hingegen keinen konstruktiven Wert und würgt den tiefergehenden Austausch von vornherein ab.


    Das ist nun mal ein Forum das Hochgegensätzliche Meinungen zu unserer umgebenden Alltagswelt und streitbare Positionen abruft, viele davon sind genährt aus ästhetischen Präferenzen, persönlicher Berührung und den eigenen weltanschaulichen Massstäben.

    Ich finde Kontroversen können gerade hier durchaus fruchtbar sein und laden ein den eigenen Standpunkt zu überdenken oder eben zu bestätigen.


    Ich finde übrigens auch dass die zusätzlichen Aluminiumstreben am gerade an der Längsseite zur kleinen Alexanderstrasse sich zumindest auf dem Bild eher nachteilig auf den Glasbau auswirken - ich hätte erwartet dass man diese Zierelemente dazu aufwendet eine zusätzliche Fassadengliederung anzudeuten um den recht kompakten gläsernen Bau aufzulockern, stattdessen wirft man ihm nur eine netzartige aluhusse über und die streben werden zu einer alles beschwerenden dominierenden Textur hinter der der gläserne Charakter des Baues zu verschwinden droht.

    Ich werd’s mir mal bei Gelegenheit selbst ansehen.

    Hallo FlottiKompotti vielen Dank für die aufschlussreiche Darstellung der Einwohnerstruktur und des Lebensgefühles dort.


    Ich kann nur für mich sprechen aber nach meiner Einschätzung steht in erster Linie der Denkmalschutzgedanke hier zur Diskussion - in wie weit er nachvollziehbar gerechtfertigt ist, ob er souverän und neutral agiert oder welche Absichten evtl. damit verknüpft sind und welche Auswirkungen er so wie er sich aktuell geriert, perspektivisch auf die Stadt hat.


    Den meisten scheint wirklich klar zu sein dass eine Erhaltung der Bauten auf absehbare Zeit nicht in Zweifel gezogen werden kann und eine förderliche Gute soziale Mischung erhaltenswert ist.- ob es notwendig ist das auf immer und ewig in architektonischer Starre bei solchen Gebäuden mit dem Denkmalschutzbrief festzuschreiben kann man diskutieren.


    Ich kann nicht einschätzen in wie weit Ihnen das Denkmalschutzprädikat hier jetzt effektiv weiterhilft- darf es dann eine energetische Sanierung geben, - wie wird diese gelöst ohne die denkmalwerte Erscheinung zu beeinträchtigen- darf es bauliche Massnahmen zur zeitgemässen Ertüchtigung geben ( auch inwändig) wie aufwändig sind denkmalgerechte Sanierungen bei solchen Bauten, in wie weit sind Veränderungen bei Fenstern, empfangsanlagen, Bepflanzung, Farben, Markisen etc umsetzbar oder denkmalgereecht statthaft, jede Maßnahme muss in ihrem Einfluss auf das Baudenkmal doch überprüft werden- wie hält man das bei einem Mehrfamilienbau aus den End80ern anfang 90ern sinnvoll durch ohne dass der Denkmalschutz nur für die Liste der Denkmaldatenbank existiert.


    Man darf den Sinn dieser Denkmalentscheidung wohl näher betrachten und Begeisterungsmangel über diese Entscheidung oder kritische Stimmen hierzu sind nicht automatisch an eine Abwertung der dort Lebenden oder ein in Frage stellen des sich hier derzeit etablierten Millieus gebunden.