Beiträge von Friedward

    ^ Der Ist-Zustand der Straße? Da schätze ich mal, dass du kaum Befürworten für diesen finden wirst. Den von ElleDeBe vorgetragenen Problemen werden die Meisten zustimmen. Die bisher nahezu fehlende Erdgeschossnutzung macht die gesamte Straße zu einem bisher recht trostlosen Bindeglied zwischen zwei überdimensionierten Kreuzungen. Der Entwicklungsdruck ist hier aufgrund mangelnden Durchgangsfußverkehrs eher gering.


    Bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung des Molkenmarkts allein, den Druck hier ehöht - Auch auf Seite der Jannowitzbrücke ist ja einiges in Bewegung.


    Der Zustand des Uferstreifens zwischen Best Sabel und dem S-Bahn-Viadukt lässt aber auch mir das Herz bluten - man muss diesen ja nicht zwingend bebauen, jedoch sollte er zumindest gestalterisch aufgewertet werden. Der Wiederaufbau der Waisenbrücke würde hier ganz andere Ausgangsbedingungen schaffen...

    Die Chance für Berlin ;)

    Würde nicht drauf wetten wollen, drücke aber beiden Projekten die Daumen ^.^


    Das mit der kippenden Fließrichtung ist auf den ersten Blick ein gutes Argument, wobei das Wasser durch den ... [Fachbegriff bitte einfügen] kleinen Wasserfall in der Friedrichsgracht ja eher ganz zum stehen kommen sollte. Von der Wasserqualität her sogar noch bedenklicher oder habe ich hier etwas übersehen?

    ^ Genau diesen Bruch begrüße ich ja. Diesen Gegensatz möchte ich in dieser Ecke nicht missen - das meine ich ja im Bezug auf "Geschmäcker sind verschieden".


    Für mich wäre ein weiterer Bau mit klassischer oder klassisch anmutender Fassade und Schrägdach keine Bereicherung in dieser Gegend.

    Das ist ein Beleg dafür, dass diese Architektur nicht erfolgreich ist.

    Ist das nicht ein bisschen verallgemeinert? Gerade mit dem geöffneten Erdgeschoss kann ich dem Entwurf viel abgewinnen. Gerade weil ich fürchte, dass die Gegend von Altbauten und Rekos oder Inspirationen aus der gleichen Schublade dominiert werden wird, halte ich das Gebäude für eine willkommende Abwechslung.


    Edit: Da hätte ich vielleicht Georges Henris Beitrag zuerst lesen sollen.


    Statt eines Beleges für Erfolglosigkeit ists wohl eher ein Beleg dafür, dass Geschmäcker verschieden sind.

    Als jemand, der selbst mehrere Jahre in Hong Kong verbracht hat, kann ich zudem bestätigen , dass dort eben die Masse und Dichte den Eindruck ausmacht. Klar, hat man mit dem Bank of China Tower und anderen ein paar wirkliche Klassiker for Ort; Für sich gesehen sind viele der Hochhäuser gesichtslose Stangenware oder eben die zitierten "0815" - Kisten.

    Der Stückgut-Lieferverkehr, wie die Zustellung von Paketen macht ohnehin einen verschwindend geringen Teil des motorisierten Verkehrs auf Berlins Straßen aus.


    Die Empfänger/Kunden stattdessen selbst auf den Weg zu schicken , ob nun zum Postamt, Späti oder zum Einzelhändler selbst, wird der Sache wohl nicht Herr werden. Wie ein Vorredner bereits schrieb: Viele "lieben ihre Karre". Wir ersetzen hier einen Lieferwagen, der 150 Haushalte beliefert wohlmöglich mit 150 Einkaufenden oder Abholenden, von denen mit Sicherheit mehr als einer in den eigenen PKW steigen wird...

    Ich kann die Einschätzung es wirke "bemüht" nachvollziehen, attestiere dem ganzen aber Potenzial. Wir sehen das Objekt aktuell noch immer in einer absoluten Rohfassung. Eine gewisse "Lebenspatina", stärkere Begrünung der Höfe, Balkone etc wird dem ganzen einen guten Teil der aktuell empfundenen Sterilität nehmen.


    So zumindest meine Hoffnung.

    Menschen wollen so leben, wie sie seit Jahrhunderten gelebt haben, insofern es aus wirtschaftlichen Gründen möglich war: In wohl proportionierten Gebäuden, klassischen Gebäuden. Heute ist eine einzigartige Zeit, denn durch Industrialisierung; Massenproduktion und High-Tech, wären wir in der Lage so zu bauen wie in der Gründerzeit - nur für alle!

    Das mag auf viele, vielleicht sogar auf die Mehrheit der Bevölkerung zutreffen. Dennoch wäre ich mit einer solch generellen Aussage etwas vorsichtig...


    So kann ich persönlich weder Gründerzeitvierteln noch Altbauten oder deren Repliken das Geringste abgewinnen.

    Man mag mir meine Inseldenke nachsehen, aber keiner der genannten Baumärkte würde für mich wirklich in die Kategorie "Innenstadt" fallen - und auch ein Mietwagen setzt einen Führerschein voraus, den ich zumindest (Anekdoten-Evidenz... ich weiß) im eigenen Bekanntenkreis vielleicht noch jeder Dritte hat - Innenstädtler halt :)


    Das Einfügen in den Blockrand kann ich mir bei einem so großen Gebäude schwerlich vorstellen - halte ich aber für einen interessanten Ansatz, wenn dieser denn architektonisch ansprechend umgesetzt werden kann - auf corporate identity muss man in dem Fall zwar ein wenig verzichten, der attraktive Standort sollte das jedoch verschmerzen lassen.

    [...] der auch den Hellweg miteinschließt, der früher oder später weg muss, weil er aus einer Zeit stammt, als dort noch eine Mondlandschaft vorhanden war und keine Stadt [...]

    Bei diesem handelt es sich jedoch um einen der letzten Baumärkte, die für Innenstädtler ohne eigenes Auto (in die Richtung sollte es ja noch immer gehen) erreichbar oder im Sinne eines Abtransports durch die relativ gute ÖPNV-Anbindung, nutzbar sind.


    Um meinem eigenen Auto-Argument ein bisschen in den Fuß zu schießen: Voll ist (war) der Parkplatz zwar nicht durchgehend, jedoch regelmäßig - zu Stoßzeiten.

    Soweit ich mich erinnern kann, war das um das Jahr 2000 herum - zur gleichen Zeit, als das Ahornblatt dort abgerissen wurde. Die Leipziger wurde etwa zeitgleich modernisiert - auch wenn sie heute noch sehr viel frischer und hochwertiger wirkt.


    Mod: Bitte nicht sinnlos zitieren! Danke

    Du hast meinen Kommentar scheinbar nicht gelesen. Die Rede ist von Twin "Towers". Der bisherige Turm ist ca. 72 Meter hoch.

    Nun gut - für mich waren die Technikaufbauten hier immer ein Teil des Gebäudes - ich nehme es also eher mit seinen 86m wahr aber das ist nun Ansichtssache. Nur vom Begriff Twin Towers auf eine WTC-Situation mit nahezu völlig identischen Gebäuden zu schließen (so lese ich zumindest deine Befürchtung) hielte ich für etwas verfrüht - das schien mir eher eine gängige Umschreibung für "Da stehen dann halt zwei."


    Das Happy Valley Sanatorium ist natürlich ein echter Hingucker. Davon wage ich in Berlin ja gar nicht erst zu träumen.


    Gerade da es wirklich sehr praktisch geplant ist: Recht kleiner Grundriss - Warteräume zumeist in zentraler Liftnähe. War dort vor gut 5 Jahren "zu Gast" - ein Krankenhaus der kurzen Wege, von denen man die meisten bequem per Fahrstuhl zurücklegt. Wenn ich jetzt daran denke, welche Strecken man z.B. im Vivantes ablaufen muss nur um von der Rettungsstelle auf eine der Stationen zu gelangen... es ist natürlich aber auch kein klassisches "Bettenhochhaus" - eher eine Art Tagesklinik.

    ^Ich weiß nicht wo du hier "eindeutig höher" aus der Grafik herausliest. Für mich wirkt das wie der typische "Berliner Stumpen" zwischen 60 und 70 Meter.

    Wenn die Größenverhältnisse der Darstellung stimmen und man die Gebäudesockel/umliegenden Gebäude in die Berechnung einbezieht und die Charité hier mit Ihren 100 m als Maßstab nimmt, schauen wir einem ~125m Gebäude entgegen. Also knapp das doppelte von dem, was du prophezeist.


    https://abload.de/img/screenshotfrom2020-11ubjff.png

    Das neue Gebäude ist nach Darstellung doch scheinbar etwas schlanker als auch eindeutig höher. Dazu eine andere Fassadengestaltung (Prinzip: Hoffnung) und eine Eintönigkeit kann ich nicht erkennen...


    Gerade durch die Nähe zur Europacity kann der Turm die Skyline stimmig ergänzen.