Beiträge von Baukörper

    Gab es am Molkenmarkt objektiv überhaupt Gebäude, die eine Rekonstruktion rechtfertigen würden? Also Bauten, die irgendwie im kollektiven Bewußtsein noch eine Rolle spielen?
    Eine ehemalige Bedeutung als Keimzelle Berlins (vor Jahrhunderten) reicht alleine dafür nicht aus und wenn ich die Fotos von früher ansehe, finde ich darauf wenig was ich vermisse.
    Ich finde moderne und anspruchsvolle Gebäude auf annähernd historischem Straßenverlauf und gestalterisch passend zu den verbliebenen historischen Gebäuden wären eine gute Lösung.

    Ich finde es gar für sich gar nicht so schlecht, aber es kann natürlich nicht mit dem Cantian Eck bzw. seinem eigenen Entwurf mithalten.
    Welche Farbe haben denn die Fassadenplatten? Weiß oder creme?
    Nach Kunststoff sieht es doch nicht aus.

    Nun, so schön Paris in manchen Stadtvierteln von außen auch ist, die einfacheren älteren Häuser sind innen doch völlig verbaut (kleine Räume, dünne Wände, steile Treppen, dunkel). Genauso wie in London.
    Da bieten Häuser wie das Rathausforum, trotz aller optischen Unzulänglichkeiten, einfach besseren Wohnraum!

    'Tschuldigung, ich habe mich nicht konkret genug ausgedrückt.
    Mit Umgebung meine ich folgende besondere Bauwerke: Neptunbrunnen, Marienkirche, Rathaus, Dom, Humboldtforum.
    Die Wohngebäude aus DDR-Zeit mögen nicht perfekt sein, aber sie sind wie sie sind. Im übrigen kann doch ein Platz schön sein, ohne dass jedes Gebäude drumrum auch "schön" ist. Washington Place befindet sich auch nicht in einer Villengegend.

    Mir schwebt für das MEF / RF Gelände eine Gestaltung, Wertigkeit und Nutzung ähnlich dem Washington Place in New York vor (aber dort führt zum Glück keine mehrspurige Straße durch). Wenn es dort genug solide Sitzmöglichkeiten und wertig gestaltete Flächen gäbe, dann würde die Anlage auch viele Menschen vertragen. Die Umgebung für einen solchen Platz, ist auf jeden Fall schon da.

    Oh, ich werde mir hier wohl kaum Freunde machen;) aber ich plädiere, obwohl ich für die Rekonstruktion des Schlosses bin, dafür den Neptunbrunnen an seinem jetzigen Standort zu belassen. Ich bezweifele nämlich, dass er an seinem alten Standort, außer als Fotomotiv für Touristen, gut steht. Ich meine er würde dort viel zu nah an der Straße stehen. Früher war er sogar mal umfahrbar https://www.google.de/url?sa=i…H35g&ust=1503507488542954.
    Vielleicht sollte er nach der Sanierung auf seinem jetzigen Platz etwas erhabener stehen und ergänzt werden durch weitere moderne "Wasserspiele".

    Gut, dass es endlich soweit ist. Ein völlig zusammenhanglos rumstehendes Gebäude.
    Liegt nicht mal richtig an der Straße und hat keinen Bezug zu den anderen historischen Häusern. Dass es nicht zum Schloss und den anderen Rekonstruktionen passt, ist verständlich, die kamen ja erst später. Das machts aber auch nciht besser.
    Potsdam kommt ein Stück weiter.

    Zugegeben ist die Idee mit der Brücke etwas "retro", aber es wäre eine Möglichkeit die beiden Foren zu verbinden und den Verkehrsweg Spandauer Straße zu "überbrücken".


    Mir schwebt halt ein großer öffentlcher Platz vor mit Park (MEF) und Freifläche (RF) und nur mit einer flankiereden oder ergänzenden Bebauung. Wichtig ist mir die Öffentlichkeit der Flächen. Wenn alles mit "Privat"-Häusern bebaut ist, gibt es halt nicht mehr viele Möglichkeiten sich aufzuhalten ohne einen Kaffee für 3,50€ zu kaufen.

    Da wo es in London City und auch in Paris' Midi keine Grünflächen oder Parks gibt finde ich die Städte auch nicht schön!


    Die Brücke ist keine Ironie! Wenn beide Flächen als Grünanlage, bzw Platz bestehen bleiben und dazwischen eine Straßenbahnstrecke gebaut wird (was ich sehr befürworte) wäre eine Brücke eine gute Möglichkeit alles zu verbinden.

    Das MEF sollte erhalten bleiben, m.E. gibt es kaum Parks in der Gegend. Aber er muss natürlich anspruchsvoll gestaltet werden. Britische oder amerikanische Parks könnten ein Vorbild sein. Eine partielle Bebauung am südlichen Platzrand könnte das Nikoleivirtel ergänzen.
    Das RF könnte auch, entsprechend gestaltet, ein schöner Platz sein. Rathaus, Marienkirche und Fernsehturm sind durchaus beachtliche, stadtbildprägende Gebäude.
    Hier könnte eine Bebauung am nördlichen Platzrand der Fläche Fassung geben.
    Die Spandauer Straße benötigt ebenso eine Umgestaltung: Die Bürgersteige könnten in die Platzflächen integriert werden und die geplante Straßenbahn mit Haltestelle muss angebunden werden. Evtl. wäre sogar eine moderne Fußgängerbrücke als Verbindung zwischen MEF, RF und Haltestelle Akzente setzen.

    Die Wohnungen die dann entstehen werden aber bestimmt nicht von den Menschen bewohnt die jetzt dort wohnen können!
    Ich war letzte Woche mal dort und war überrschascht wie viele Menschen dort zu Fuß unterwegs sind. Ist also trotz der "schrecklichen" Gebäude kein toter Ort.
    Da gibt es viel schlimmeres in der Stadt (oft auch im Westen) mit dringenderem Handlungsbedarf.
    Vielleicht wird man in ein paar Jahren auch feststellen, dass die Gebäude nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind (zu hohe Betriebskosten o.ä.) und dann kann man neu entscheiden.

    ^ Du willst allen Ernstes ca. 500 Miet-Wohnungen im mittleren Preissegment durch einige Großraumbüros von Werbeagenturen ...


    Hallo,
    ich bin ganz neu hier, beobachte das Forum aber schon lange.
    Genau deswegen habe ich mich jetzt angemeldet. Danke Camondo ;)
    Ich stimme dir voll zu, man kann doch nicht fordern so viele Wohnungen abzureißen! Wo sollen denn die Leute hin? Das wäre ja pure Gentrifizierung. Und wofür? Das was danach kommt ist doch archtektonisch nicht wirklich besser.