Beiträge von Baukörper

    Hier war aber die Ausgangslage etwas anders. Es gibt eine große Schenkung, die ein Ausstellungsgebäude verlangt. Da dann noch das ganze Umfeld umzuplanen, ist wahrscheinlich zu viel verlangt.


    Möglicherweise wäre es besser gewesen, dafür einen Solitär an anderer Stelle zu planen und die Brache noch zu belassen.


    Schwierig ist aber nunmal auch, dass die Straße eine des Bundes ist, was alle Veränderung schwieriger macht.

    Hurra... vor Jahren gab es auch Mal so Leute die jubelten, weil es nicht mehr so viele Kinder in Deutschland gibt und die "freie Bürgerschaft" sehr viel von dem schönen Geld sparen könne, weil man ja nicht mehr so viele Kindergärten und Schulen braucht ...

    Vorsicht bei den einfachen Lösungen, die können sich schon bald als zu kurz gesprungen herausstellen.

    Der Wegfall des "Scheunentors" an der Potsdamer Straße befürworte ich sehr. Hier war m.A.n. nie der natürliche Ort für einen Eingang, von daher hielt ich das Konzept, von dort aus Passanten hereinzuleiten, von Anfang an für unsinnig.

    Auch den Wegfall des Tunnels zur Nationalgalerie, kann ich begrüßen. Das hätte ja auch wieder Eingriffe in dieses gerade frisch sanierte Baudenkmal erfordert. Ein Übergang oberirdig und der Wegfall der Straße ist hier die bessere Lösung.

    Schade dagegen, ist der Wegfall des halbrunden Platzes um den alten Baum herum, hin zu einem einfachen eckigen.

    Die Fassade wirkt jetzt leider langweilig, bleibt abzuwarten, wie das im Detail aussehen wird und ob die Begrünung auch im Winterhalbjahr wirkt.


    Beim Dach wäre ich für eine Kombination aus grossflächiger Solaranlage und dennoch Lichtdurchlässigkeit, ähnlich wie beim HbF.

    Ich finde nach wie vor nicht, dass die Kartusche passt, aber insgesamt ist es schon okay.


    Bis auf die fehlenden Statuen ist die Westseite ja nun komplett und wirkt alles in allem stimmig.


    Ein wenig störe ich mich noch an dem Farbunterschied der beiden Fassadenhälften, aber gut, auch das sei verziehen :lach:

    Aber wie ein gealtertes Original sieht es aber nun mal leider gar nicht aus, eher wie farblich nicht abgestimmt.

    Handwerklich ist das sicher dennoch eine große Leistung, aber ich glaube nicht, dass das nicht auch anders gegangen wäre. Was hat denn gegen blankes Kupfer gesprochen?

    Diese Diskussion ist aber ja nicht neu. Es geht hierbei doch um entscheidende Fragen zum äusseren Erscheinungsbild, wie es sie auch schon bei der Farbgebung der Fassade, den Fensterrahmen, der Textur des Sandsteins u.a. Details gegeben hat. Im Grunde hat man bei vielen Details, die Katze im Sack gekauft. Die schönen, verklärenden schwarz - weiss Bilder, zeigen halt nur den Zustand eines "alten gebrauchten Gebäudes". Jetzt steht da ein Neubau und das ein oder andere Detail überrascht, weil es so gar nicht nach dem aussieht, was zuvor mittels der Fotos angepriesen wurde ( leider wie bei sehr vielen Neubauten üblich).

    Im konkreten Fall, finde ich das ärgerlich, weil die Kartusche wie ein Fremdkörper an dieser Stelle und überhaupt nicht harmonisch wirkt. Schade!

    Es ist enttäuschend, dass das an sich handwerklich hochwertige und stadtbildprägende "Schloss", durch manche Ergänzung, wie das blaue Spruchband und jetzt die unpassende Kartusche, in seiner Wirkung beeinträchtigt wird. Hier wäre m.A.n. eine sorgfältigere Vorbereitung unter Einbeziehung der Öffentlichkeit und vlt. auch eine Diskusion über die Details und deren Gestaltung sinnvoll gewesen um frühzeitig zu erörtern, was da an Schmuckelementen kommen sollte. Jetzt hängt die Brosche dort und man guckt besser nicht so genau hin...


    Immerhin haben wir jetzt ein schönes Beispiel mehr für wilhelminischen Geschmack...

    Also, ich finde ja gerade die Ostfassade sehr erhaben und wohltuend ruhig. Eine irgendwie künstlerische Gestaltung der kahlen Seitenflächen hatte ich aber vor Jahren Mal hier angesprochen. Einen Anbau als Gebäudeerweiterung sehe ich da aber auf beiden Seiten nicht. Auch eine Begrünung halte ich für kontraproduktiv. Welche Pflanzen bieten sich da wirklich an? Glyzinien, Efeu, Wein? Sehen alle ganz schön aus, werden aber selbst beim wintergrünen Efeu ne Menge Biomasse ab, haben einen hohen Pflegebedarf und die Fassade kann man dann irgendwann sanieren.


    Eine partielle Überdachung könnte stattdessen ne Menge Vorteile bringen, Beschattung und sogar Berieselung wären möglich, die Sicht auf die Fassade bleibt frei, die notwendigen Flächen auch, die Nutzung der Flächen wurde verbessert, durch Schatten und Regenschutz zugleich und sogar eine Begrünung ist möglich. Und wenn es richtig gemacht wird, kann es richtig gut aussehen.

    Aber gerade auf der Südseite wäre ein kühnes Glasdach, das einen Teil des Schlossplatzes überspannt und die Möglichkeit zur Beschattung bietet, vielleicht ein Weg, dem Platz das zu geben was ihm derzeit noch fehlt, ohne die Sicht auf die Fassaden zu sehr einzuschränken und die Notwendigen Flächen für allerlei Zwecke zu berücksichtigen.

    lrgendwie ein cooler retro Entwurf durch und durch. Erinnert mich vom Konzept her, an die Pavillons an der KMA und passt so genau dort hin. Hoffentlich kommt der kleine Kiosk auch genau so.


    Wenn dort nicht insgesamt schon viel gebaut und in Planung wäre, könnte ich die Kritik an der fehlenden Höhe eher verstehen, aber insgesamt wird dort kräftig nachverdichtet. Licht und Luft ist ja auch nicht zu unterschätzen.


    Wer natürlich auch an dieser Stelle auf ein Stück Altstadt mit Stuck an der Wand und einer, zur Anwohnerstraße zurückgebauten Straße gehofft hat, ist verständlicherweise enttäuscht.

    Stuck ist die Lösung! Glaubst du das eigentlich selbst?


    Die Visus sind ja noch recht grob und sicher macht man damit nicht wirklich Werbung für das Projekt, aber wenn ich das richtig erkennen kann, sind in dem Doppelhochhaus jeweils sechs Wohnungen pro Etage und Flur, da gibt es schlimmeres. Alle Wohnungen im diesem Haus haben einen Balkon. Und bestimmt wird es auf beiden Längsseiten Zugänge geben, sodass die Bewohner das Gebäude nicht umrunden müssen um auf die andere Seite zu kommen.


    Mein Geschmack ist es insgesamt nicht, aber schließlich ist es das, was immerzu gefordert wird - in die Höhe gehen und den Platz bestmöglich nutzen.


    Es kommt sicher darauf an, dass das Gebäude und das Umfeld gut gepflegt werden, da sind die Eigentümer in der Pflicht.

    ... weil man nicht in Pankow, Köpenick oder Zehlendorf, genausowenig wie in Bayern oder Mecklenburg, darüber entscheiden sollte, ob der Kleistpark und das Rathausforum bzgl. dieser Objekte umgestaltet werden sollte.


    Wenn, dann lasst die Anwohner dort entscheiden, ob sie auf die Rossebändiger bzw. den Schlossbrunnen am jetzigen Standort verzichten würden. Das würde möglicherweise weiterführen.

    Wenn die Objekte der Begierde irgendwo im Depot schlummern würden, wäre ich ja geneigt, dir teilweise zuzustimmen. Aber sie sind nunmal Bestansteil des seit Jahrzehnten neu entstanden Stadtbilds und sie haben an ihren jetzigen Standorten auch eine Funktion, die man nicht einfach beseitigen kann.

    Beim, im anderen Strang diskutierten, Rückbau der Brücke am Breitscheidplatz, ist besser nachvollziehbar, dass man die Brücke nicht einfach abreißen kann weil es früher auch keine gab und schöner aussah.


    Beim Brunnen ist es auch so, dass der Originalzustand nicht wiederherstellbar ist. Der Platz hat sich grundlegend verändert und dir Wirkung des Brunnens wäre eine ganz andere, als die schönen alten Bilder vermitteln. Da hilft auch kein Modell und keine Umfrage.


    Bei den Rossebändigern bin ich mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob sie noch an den Originalplatz passen. Ich finde die Standbilder weder besonders schön, noch als Geschenk eines alten Zaren an einen alten König zeitgemäß. Vlt. traut sich ja mal ein Wettbewerb zu, eine moderne bunte Interpretation, der Rösser zu entwickeln.

    Es gibt sicher zig Gründe warum die Originale am Originalplatz besser wirken als an dem Standort, an den die Geschichte sie hin verschlagen hat. Ist doch auch irgendwie logisch...


    Umgekehrt ist das m.A.n. kein ausreichender Grund, den Istzustand zu verändern.


    Im Grunde würde doch für die 100%igen Rekonstruktionsbefprworter nie ein zufriedenstellender Zustand erreicht werden können.


    Ich plädiere daher für eine zeitgemäße "Möblierung" des Platzes, gerne aber auch mit einem Kunstwerk aus dem Bestand der Museen auf der Südseite. Hier könnte auch was stehen, das aus den Depots des Pergamonmuseums stammt oder eine moderne Skulptur...


    Ach so, und was den Brunnen angeht: Da bitte kein Kunstwerk sondern einfach Wasser, am besten die klassischen kleinen Fontänen, an denen man sich, egal ob groß oder klein, bei Wärme gut abkühlen kann.

    Warum ist denn der Schlossplatz dringend ergänzungsbedürftig? Ich glaube, hier liegt viel mehr die "Ideologie" indem der eine oder andere Schlossfan nun meint, dass jetzt möglichst viel drum herum auch noch so aussieht wie vor 100 Jahren.


    Grundsätzlich spricht beim Brunnen immerhin dagegen, dass er nunmehr seit Jahrzehnten das Stadtbild an anderer Stelle prägt und selbst eine Kopie am Originalstandort nicht mehr die Wirkung hätte wie damals. Wir finden dort heute einen zweigeteilten Raum, südlich die Straße mit der Einmündung der Breiten Straße sowie der Vorplatz zum ehemaligen Staatsrat, nördlich der verkehrsberuhigte Vorplatz zum Humboldtforum. Der Brunnen wäre heute nicht mehr zentrale Verkehrsinsel (mit dem Verkehrsaufkommen der Vorkriegsjahre), sondern stände nahe der Straße, quasi nur als Dekoration. Ich denke daher, es gäbe dort bessere Optionen, z.B. ein moderner Brunnen näher am HF, bzw weiter von der Straße entfernt und somit besser erlebbar und gleichzeitig steht der Brunnen von Begas besser dort, wo er heute ist.


    Und die Rossebändiger wird, da verwette ich meinen Hut, wird kein Politiker, Stiftungsrat oder Verein in den nächsten Jahr(zehnt)en zurückführen. Die waren das Geschenk eines Zaren und da ist die Reputation und der Zeitpunkt gerade mal ... ähm... schlecht!