Beiträge von OlympiaFlo

    Ich denke wir können uns ziemlich sicher von den 99m verabschieden und dürfen uns mit viel Glück auf 88m freuen...


    https://stadt.muenchen.de/infos/knorr-bremse-areal.html


    "Die Frage, wie viele Meter das Hochhaus in den Himmel ragen darf, wird erst im weiteren Bebauungsplanverfahren geklärt. Derzeit erscheint aber nach Überarbeitung und Optimierung des Entwurfs eine Höhe von 88 m als Grundlage des weiteren Verfahrens geeignet."

    ^ & ^^


    Sind wir hier in einem Architekturforum oder nicht? Müssen wir alles, was uns vorgesetzt werden einfach nur hinnehmen oder darf man auch seiner Fantasie freien Lauf lassen? Der Ton in diesem Unterforum ist bisweilen, schon arg unangenehm...


    Klar, dem Architekturbüro ne Mail zu schreiben ist naiv, allerdings würde Architekt*innen und Entscheidungsgremien ein wenig Input von Außen bestimmt nicht schaden...


    Der Alexander Tower ist mindestens polarisierend und mir persönlich sagt dieses grobschlächtige Tetris Design überhaupt nicht zu, daher bin ich sehr wohl der Meinung dass auch Laien oder Interessierte einfach Ideen in den Raum werfen dürfen. Dass das für die Realität außerhalb dieses Forums keine, oder maximal kaum (ab und an liest ja doch jemand mit und wenns nur die Zeitungen sind) Auswirkungen hat, sollte klar sein.

    Das ist doch jetzt keine Atomphysik... Durch den Klimawandel werden Städte immer wärmer. Das kann dazu führen, dass die jetzt noch so beliebten Altbauviertel an Wohnqualität verlieren werden, weils vorm Haus einfach unerträglich wird (sofern man nicht mehr auf Begrünung und Verschattung setzt).


    Jetzt bereits bestehende Frischluftschneisen zuzubauen würde diese Entwicklung noch verschlimmern, da braucht man jetzt nicht mit Populismus à la "je mehr Frischluft, je besser" und "Großwohnsiedlungen der 70er" kommen.


    Berlin hat, wie schon erwähnt ein Problem mit der Grünflächenpflege, dem sandigen Untergrund und ausufernden Fressbuden etc. (ich erinnere mich noch an meinen ersten Berliner "Weihnachtsmarkt" hinterm Alexa samt Kirmesfahrgeschäften... da schüttelts mich heute noch :D).


    Würde man ersteres und letzteres in den Griff bekommen, sähe die Stadt gleich viel ansprechender aus und hätte zugleich eine Menge weniger rumfliegenden Verpackungsmüll.

    Na, die Kritik ist jetzt schon etwas harsch :P.


    Aber da sind die Geschmäcker wohl ein wenig verschieden. Die Dancing Towers, das Dockland und China Shipping Gebäude, sowie der ABC Bogen sind tolle Gebäude und ich erkenne daran nichts zweitklassiges oder gar peinliches. Selbst der Entwurf für den Elbtower fand ich dem Sieger ebenbürtig.


    Auch das Living Bridge Konzept finde ich spannend, einzig die Fußgängerebene sollte man großzügiger und heller gestalten, dann wäre das neben Elbphilharmonie und Elbtower ein weiteres Highlight für die Hafencity.


    Ergänzug:


    Hab mir gerade den ehemaligen Imagefilm angeschaut, die Fußgängerebene ist sogar recht großzügig. Einzig würde ich mir vll größere Öffnungen zwischen Den Blöcken wünschen, damit der Blick aufs Wasser auch den Fußgängern besser zugänglich ist.

    Wenn man mal ganz wild spekulieren will, könnte man sogar zu dem Schluss kommen, dass die hohe Anzahl an Banker*innen, Unternehmensberater*innen etc., bei denen es ja doch überdurchschnittlich oft schneit (oder geschneit hat) nicht ganz unschuldig sind, dass sich derart aggresiv wuchernde (Drogen-) Kriminalitätsstrukturen in Frankfurt bilden konnten.


    Hinzu kommt, der generell steigende Drogenkonsum und die künftige Legalisierung von Marihuana. Selbst in den lange als Vorbild geltenden Niederlanden hat das zur Bildung von mafiösen Strukturen geführt. Das stellt Deutschland, aber vor allem Frankfurt vor große Herausforderungen denen wir uns stellen müssen, vor allem da Prohibition noch nie funktioniert hat und Strafen à la Singapur meist die Falschen trifft und das Problem nicht lösen.

    "Basta" ahja...


    Ich denke einigen geht es eher darum, dass es einen Beigeschmack hat, wenn man in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts solche Reliefs und Schriftzüge NEU herstellen und anbringen lässt. Als Befürworter von Rekonstruktionen sollte man daher wenigstens versuchen anzuerkennen, dass es Teile der Bevölkerung gibt, die diese "Kunst am Bau" zumindest kritisch sehen und dass dieser Standpunkt durchaus legitim ist.


    Jetzt grüßt uns der Spruch an der Kuppel und die Reliefs, das wird auch so bleiben. Hoffentlich wird irgendwo am oder im Gebäude darüber aufgeklärt und in einen Kontext gesetzt, ansonsten kann man eh davon ausgehen, dass bis auf ein paar Kunstinteressierte, die meisten Passanten einfach daran vorbeilaufen, drei Fotos knipsen und sich nie mit den Details der Fassade auseinander setzen werden.

    ^ Naja das Frankfurter Bahnhofsviertel war schon 2003 zu meiner ersten IAA so verelendet, da muss man selbst in Berlin nach suchen. Und damals hatte eine gewisse Frau Roth der CDU schon ein paar Jahre das Zepter in der Hand.


    Im Vergleich dazu stehen andere, ebenfalls eher links geführte Großstädte um einiges besser da, scheint also nicht zwingend am Parteibuch zu liegen, sondern mehr an der aktuellen Stadtregierung.


    Ich wünsche den Frankurter*innen und mir bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall eine Bürgermeisterin oder Bürgermeister die bzw. der sich dem Drama wirklich annimmt (und dazu muss man nicht zwingend den Kärcher rausholen). Wie richie_BR richtig festgestellt hat, grundsätzlichwäre es ein schönes, urbanes Viertel und der Bahnhof eine Augenweide.

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    Wieso kommt es mir so vor, als würdest du auf Teufel komm raus immer nur Hochhäuser fordern?


    Wir wissen noch nicht einmal wie der DEVK Komplex wirklich aussehen soll (was soll die Geheimniskrämerei seitens der DEVK?) und wie es sich ins nähere wie weitere Umfeld einfügen wird. Oberer Gebäudeteil, Fassadendetails, Rückseite, genaues Volumen, etc., alles unbekannt. Die verschwommenen Visualisierungen können immens täuschen.


    Meiner Meinung nach ist es ganz schlechter Stil dieses Unternehmens, solch einen Druck auf die Stadt Köln auszuüben und gleichzeitig die Bevölkerung, wie die Verantwortlichen im Unklaren zu lassen.


    Und btw, die Wieskirche kann man schon auch kennen, wenn man architekturinteressiert ist, dafür muss man nicht aus Oberbayern kommen ;)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wieskirche

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    und hier ein Artikel dazu:


    https://www.sueddeutsche.de/mu…ungsbau-allianz-1.5618385


    Ca. 200 Wohnungen, Büros, kleinteilige Läden und eine Kindertagesstätte, sowie ein 60 Meter hohes Hochhaus an der Kreuzung von Albert-Schweitzer- und Ständlerstraße sollen entstehen.


    Die kulturelle Zwischennutzung "Shaere" soll erhalten bleiben.


    Auf dem 3,3 Hektar großen Areal werden 110.000 Quadratmetern Geschossfläche entstehen. Ob hier das Aer (künftig 40.000qm) mitgezählt wurde, kann ich nicht beurteilen.


    Wolfgang Thalmeir (CSU) geht allerdings davon aus, dass frühestens in 4-5 Jahren die Bagger anrollen werden. - Was dauert da so lange?

    2. Stammstrecke wird massiv teurer und weit später fertig:


    https://www.sueddeutsche.de/mu…stellung-kosten-1.5612004


    Kostensteigerungen um 1,2 Mrd. EUR auf jetzt 5 Mrd. EUR und Fertigstellung vmtl. 2033 (+5 Jahre)


    Ich denke, sofern kein Wunder mehr geschieht, haben wir jetzt unser lokales, S21 Drama in München...


    Am Donnerstag kommt Bundesverkehrsminister Wissing (FDP) zu einer Krisensitzung in die Staatskanzlei. Mit dabei Ministerpräsident Söder (CSU), der bayerische Verkehrsminister Bernreiter (CSU) und Bürgermeisterin Habenschaden (Grüne). Dabei soll über die Gründe der Kostensteigerung, sowie die Verzögerung informiert werden.

    Kritik kann und sollte man äußern, besonders wenn die Gestaltung (vor allem der Gebäude) eher mau ist, aber einige von uns empfinden die Kritik von einzelnen hier eben elitär und versnobbt... Musste der letzte Satz "Aber wer es mag...." noch sein? Es ist echt nicht schwer, diesen als abwertend aufzufassen und solche Seitenhiebe kamen in dieser Diskussion des Öfteren vor.


    Ich behaupte einem Großteil der Besucher*innen ist die Architektur am Platz (und vmtl. generell) ziemlich egal und erfreut sich daran, dass alles was er oder sie benötigt (Unterhaltung und schnelles Essen) bequem an einem Ort ist und noch dazu neu, ordentlich und bunt.


    Ein Suhrkamp wird gelobt, dieser Platz wird verdammt, und 80% der Bevölkerung könnte oder wollte diese Diskussion gar nicht nachvollziehen.


    Es braucht diese Diskussionen und Menschen, die sich darüber Gedanken machen, allein damit die Qualität der Architektur und Stadtgestaltung ein gewisses Level halten kann, aber das kann man auch neutral und wohlwollend ausdrücken.

    ^ und dennoch würde ich wetten, dass Frankfurt noch schlechter wegkommen würde.


    Frankfurt hat vieles an Kritik nicht verdient, vor allem jetzt mit der neuen Altstadt. Optisch macht Frankfurt mittlerweile richtig was her und kommt (das muss man zugeben) großstädtischer daher als seine 750.000 Einwohner vermuten lassen würden. Das extrem sichtbare Gefälle zwischen Anzugträgern und Obdachlosen und die gefühlt sehr hohe Migrantendichte (ist ja tatsächlich kaum höher als in München) tragen weniger zum Flair der Stadt bei.


    Vermutlich gibt es außer Hamburg und Köln aber auch kaum eine Großstadt in Deutschland bei der die meisten Deutschen nicht irgendwie ein negativ gefärbtes Bild hätten.

    Ich finde schon auch dass man Plotzhotzens seltsamen Feldzug gegen München (dazu kommt dann auch gern noch Unwissenheit und Ignoranz) etwas entgegensetzen sollte, auch wenns immer heißt Don't feed the troll.


    Meiner Meinung nach haben wir in Deutschland genau eine Weltstadt (Marketingblabla hin oder her) und das ist Berlin. Dann kommen Städte mit internationaler Relevanz, zu der man im Ausland aber auch immer nur ein Thema wirklich verbindet und das sind München (Oktoberfest), Hamburg (liegt am Wasser) und Frankfurt (Finanzzentrum).


    Vielleicht sollte die ganze Diskussion hier aber mal in den Biergarten verschoben werden. Mit den beiden Zwillingen hat das ganze nämlich nur noch sehr entfernt zu tun...

    ^ dann widerum kann man Paris wieder aufführen. Außerhalb der vorhandenen HH Cluster wird dort nur in den seltensten Fällen und dann auch nur mit Gegenwind (Tour Triangle) ein richtiges Hochhaus genehmigt.


    Und nur weil in Kopenhagen, Athen und Stockholm jetzt mal ein Hochhaus gebaut wird, heißt das nicht dass dort alle Hurra schreien oder sie sich zu nem neuen Frankfurt oder Rotterdam entwickeln.


    Meiner Meinung nach führen all diese Vergleiche zu nichts. München ist nicht Paris, ist nicht Kopenhagen ist nicht Wien ist nicht London.


    Eine Begrenzung auf 60 Metern ist hoffentlich so dämlich radikal, dass sich keine Mehrheit bei einer Abstimmung finden wird. Ich denke, dass sich die Stimmung in der Bevölkerung seit 2004 sogar eher ein wenig Richtung pro Hochhäuser verschoben hat und sich ein Brannekämper und seine Mannschaft nochmal ein letztes mal aufbäumen.


    Falls ich mich irren sollte wäre das traurig, aber kein Weltuntergang. Wir haben - und das sollten wir nicht vergessen - ein paar Ikonen der Hochhauskunst, ein paar Sahneschnitten, einen Vierkantbolzen und das übliche europäische Unterholz aus 60er-70er Jahre (Wohn-) hochhäusern.


    Auch wenn seit 2004 nicht mehr allzuviel passiert ist (SZ, ADAC, Skyline, Bavaria und Adina sind jetzt nicht nichts!), sind wir im europäischen Vergleich nicht komplett in der Versenkung verschwunden und können was vorzeigen.


    Wer weiß, was in 20 Jahren ist, vll. wird München dann doch noch zu einer Hochhausstadt, oder in ganz Europa (außer GB) werden gar keine ü100 Meter Türme gebaut, weil ökologisch doch zu ungünstig.


    Um zum Thema zurückzukommen:


    Die Büschl Türme haben ihre Schwächen.


    1. Die Lage, nicht wegen dem dämlichen Schloss, sondern weil ich bestehende Pulks einfach lieber verdichten würde, als neue aufzumachen. (Lieber Paris als London oder Rotterdam)

    2. Niemand weiß wie sie am Ende wirklich aussehen sollen. Klar sind wir noch am Anfang und die Ungewissheit ist groß, dennoch war es in meinen Augen ein großer Fehler, die Gestaltung so früh gleich nochmal so stark zu ändern (und dann auch noch eher ins negative, wie ich finde). Das führt zu Verunsicherung, ob man am Ende nicht doch enttäuscht wird.

    Irgendwie war mir so, als wäre dieser Artikel bereits hier irdendwo verlinkt, finde ihn aber gerade nicht, deswegen nochmal:


    https://www.sueddeutsche.de/pr…n-luft-nach-oben-e966933/


    Ein kleiner Überblick über Münchens neue und geplante Hochhäuser. Von Zamdorf, über die BVK. Über Grundstücksspekulationen (auch durch die neue Hochhausstudie). Zitat Elisabeth Merk: "Die Hochhausstudie (die im Herbst fertig sein soll) schafft keine Freibriefe für Hochhäuser, sondern sie liefert eine Indikation dafür, wo es sich lohnt, in eine Rahmenplanung einzusteigen."


    Das Bürgerbegehren vom Brannekämper mit seinem Verein "Hochhausstop" wird genauso erwähnt wie das geforderte Ratsbegehren einiger Stadtratsfraktionen.


    Erwähnung finden darüberhinaus auch weitere Entwicklungen die neue Hochhäuser bremsen können, wie ökologisches Bauen und steigende Zinsen und Baukosten.


    Zum Schluss werden die BVK Türme und der OPES Turm angesprochen. Beide sind ja bereits ein wenig geschrumpft... Neu ist aus dem Artikel zu erfahren, dass OPES jetzt wohl aufgrund sich andeutender Probleme mit der Bewerbung des Olympiaparks als Weltkulturerbe die Höhe von 98m auf ca. 90m weiter schrumpen soll. Zitat Jürgen Büllesbach (Geschäftsführer OPES): "Etwas um die 90 Meter sind jetzt vermutlich die schlauere Lösung."

    Update Hybrid M, MVG Werkswohnungen, PULS & GEWOFAG Neubau an der Dachauer vom 26.05.22:


    Auch hier fallen die Gerüste, in der Abendsonne gefällt mir zumindest die Fassade ganz gut:


    5okbk.jpg


    Geht so...:


    sbjw2.jpg


    PULS - gefällt mir sogar ziemlich gut, die Farbgebung mit den Loggias und Balkonen wirkt auf mich fast ein wenig mediterran:


    eyjez.jpg


    Rückseite PULS und letzte, freie Flächen:


    zoklw.jpg


    Und zum Schluss noch ein kleines Schmankerl wie ich finde:


    126 GEWOFAG Wohnungen mit Einzelhandel im EG anstelle des LIDLs an der Dachauer, Ecke Hanauer


    Entwurf von bogevichs buero und Büro Prof. Kagerer Landschaftsarchitekten


    20220526_19350945kie.jpg


    Alle Bilder von mir