Beiträge von jnhmsbn

    Wie die heutige Print-Ausgabe der FAZ berichtet, spricht sich der Städtebaubeirat für einen Umbau und eine Nachverdichtung der Nachkriegssiedlungen aus den fünfziger bis siebziger Jahren aus.


    Als Vorteile werden unter anderem stabile Mieten und Schutz vor Vandalismus genannt.


    Bei den Bauten der 50er Jahre wird die schlechte Flächenausnutzung sowie der hohe Energieverbrauch und das Fehlen von Aufzügen angesprochen. Allgemeines Problem sei die Vernachlässigung der der Grün- und Freiräume und eine falsche Planung von Wohnungseingängen und Fußwegen. Dies führe zu fehlender sozialer Kontrolle und damit zu einer Verwahrlosung der Siedlungen.


    Nachverdichtungen seien aber für jede Siedlung individuell unter Einbindung der Bürger verträglich zu realisieren. Insbesondere empfiehlt der Beirat die geplante Nachverdichtung der Platensiedlung auf das Verhältnis zwischen Verdichtung und öffentlichen Raum zu prüfen.

    Ebenfalls volle Zustimmung. Mit den geplanten Hochhäusern im DB-Areal haben wir dann einen Hochhaus-Cluster der im Zentrum einer europäischen Großstadt seinesgleichen sucht.


    Auch der Messe-Cluster wird mit dem Grand-Tower (Tower 2 war der bessere Name finde ich) dem ONE und den zwei Hochhäusern auf dem Telenorma-Gelände einen deutlichen Fortschritt machen. Wenn dann in ca. 2030-2040 (hoffentlich erlebe ich das noch) auch auf dem Gelände des alten Polizeipräsidium noch ein oder zwei Hochhäuser dazu kommen wird es richtig gut :)

    Neubau von Passivhäusern: Mainzer Landstraße / Cordierstraße

    Wie die FNP meldet werden zischen der Mainzer Landstraße und der Cordierstraße drei neue Passivhäuser mit insgesamt 139 Wohneinheiten gebaut:


    http://www.fr-online.de/frankf…ein,1472798,34617026.html


    Die Bausubstanz der Bestandsbauten sei so schlecht gewesen, dass eine Sanierung sich nicht gelohnt hätte. Die Mietpreise sollen für 50 der 129 Wohnungen bei 8€/m2 liegen. Die restlichen Wohnungen sollen für 11€/m2 vermietet werden.

    Grundsätzlich kann ich dem Plan auch einiges abgewinnen. Statt sich mit Offenbach bezüglich der Multifunktionshalle zu streiten wird auf Frankfurter Seite die Schule gebaut und Offenbach kann auf der anderen Seite der Stadtgrenze auch planen. Ansonsten ist zu befürchten das es aufgrund von Streitereien zu jahrelangen Stillstand kommt.


    Grundsätzlich halte ich dem Standort Rebstock (sei es der VGF Betriebshof oder das alte ADAC-Gelände) für die Multifunktionshalle auch geeignet. Wobei ich es klasse fände, wenn man die Halle in Verlängerung der Europa-Alle bauen könnte. Also auf dem Gelände, das auf den Fotos in diesem Post http://www.deutsches-architekt…hp?p=513956&postcount=370 zwischen Axis und Westside Tower zu sehen ist. Das dürfte aber wahrscheinlich schwierig werden.


    Eagle1


    Zur Klarstellung:
    Europäischen Schulen werden gemeinsam von den Regierungen der Mitgliedstaaten der EU gegründet. Ziel ist dabei den Kindern von Mitarbeitern in europäischen Institutionen (hier EZB) muttersprachlichen Unterricht zu ermöglichen.


    Die Stadt Frankfurt hat damit (auch finanziell) nichts zu tun.

    Wie der Rhein-Main Zeitung aus der heutigen FAZ zu entnehmen ist, gibt es Überlegungen statt der Multifunktionshalle die Europäische Schule aus Niederursel zu verlegen.


    Das Gebäude in Niederursel ist wohl jetzt schon zu klein und aufgrund des erwarteten Anstiegs der Schülerzahlen ist ein Neubau notwendig. Der Standort am Kaiserlei ist aufgrund der Nähe zur EZB ideal, problematisch ist unter Umständen aber die Lage in der Einflugschneise. Derzeit wird geprüft ob die Lärmwerte eine derartige Nutzung zulassen.

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    Laut Print-Ausgabe der FAZ (Seite 41 -Rhein-Main Zeitung) hat der Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) vorgeschlagen, die Betriebshöfe der FES (Bornheim) und VGF zu verlegen und dort Wohnungen zu bauen.


    Dann könnte man statt dessen sicher auch eine Multifunktionshalle bauen.

    Das der Text nicht ganz objektiv ist, ist schon klar. Ich dachte ich muss dass nicht extra erwähnen :-).


    Grundsätzlich ist der Text für mich hauptsächlich aufgrund Platzproblematik interessant. Wenn man für eine Rekonstruktion des historischen Zustands Eintritt und damit den Ist-Zustand verändern möchte sollte man gleichzeitig auch ein Konzept für den Umzug der Räumlichkeiten haben, die dann zukünftig nicht mehr untergebracht werden können.


    Denn eines machen die Texte klar - eine Rekonstruktion hat auf gar keinen Fall Platz für Schauspiel, Oper, Kammerspiel, Werkstätten und Lager auf einmal. In das rekonstruierte Schauspiel passen eine Bühne mit vielleicht ein kleines Lager. Wo kommt der Rest hin?


    Die alte Oper wäre ja auch nur nach Umbauten wieder für den Opernbetrieb nutzbar. Und was wird dann aus dem Konzerthaus?


    Die Kosten wären dann der nächste Punkt:


    - Abriss und Rekonstruktion des alten Schauspiels
    - Umbau alte Oper bzw. Neubau eines Opernhauses
    - Neubau der Werkstätten und eines Lagers


    Das dies für die Kosten der Sanierung des Bestands zu haben wäre, darf bezweifelt werden.

    Die Webseite ist vom Inhalt schon etwas grenzwertig. Klar will man sein Ansinnen (Rekonstruktion altes Schauspielhaus) puschen. Dazu hat man wahrscheinlich lange das absolut schlechteste Foto der Glasfront gesucht das es gibt, die nach meiner Einschätzung nun wirklich nicht das Problem ist.


    http://s2.germany.travel/media…ankfurt_HQ_01_300x200.jpg


    Was der Vergleich mit dem Palast der Republik soll verstehe ich auch nicht ganz, bzw. ich verstehe es schon: Assoziation mit der DDR schaffen und dadurch schlecht reden. Unter einem vernünftigen Argument verstehe ich aber etwas anderes.


    Die Auswahl an modernen Oper/Schauspielhäusern ist natürlich auch mit bedacht gewählt. Warum keine Bilder von den Häusern in Oslo, Sydney, Teneriffa, Kopenhagen, etc? (ja ich weiß schon warum)


    Die Platzprobleme werden mehr oder weniger ignoriert. Irgendwie vielleicht ein Anbau oder so...


    Und was genau an dem alten Schauspielhaus so besonders sein soll ist mir auch nicht klar. Es wird stillschweigend vorausgesetzt, dass alt = gut. Architekturhistorisch ist der Bau in jedem Fall nicht sonderlich bedeutend.


    Letztlich sind Geschmäcker verschieden, das Problem am Wiederaufbau/Rekonstruktion ist in diesem Fall die mangelnde Nutzbarkeit und die sollte bei einem solchen Bau vielleicht nicht die einzige Rolle aber eine bedeutende Spielen und damit ist eine Reko eigentlich ausgeschlossen.


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    Mod: Direkteinbindung des Fotos entfernt - bitte kein Hotlinking! Außerdem fremde Urheberrechte beachten und bei zulässigen Einbindungen bitte immer die Quelle angeben, siehe Richtlinien

    Das in Punkten Brandschutz kein Kompromiss gemacht werden sollte sehe ich ganz genau so.


    Und weiterhin bin ich nicht der Meinung, man müsse um jeden Preis bauen.


    Könntest Du dies näher präzisieren? Der aktuelle Zustand ist meiner Ansicht nach schon ziemlich übel, so dass alle Bemühungen hier zu einer Lösung zu kommen meine Unterstützung finden. Aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes für das Polizeipräsidium wird sich zumindest hier eine deutlich Verbesserung gegenüber der aktuellen Ruinenlandschaft ergeben.


    Grundsätzliches bleibt die Preisvorstellung des Landes das Hauptproblem für die Entwicklung des Areals. Zusätzlich zu dem Kaufpreis müssen ja auch nicht unerhebliche Mittel für die Sanierung aufgebracht werden.

    Na ja, die 200-300 Mio € wird man ja scheinbar in jedem Fall ausgeben müssen. Prinzipiell stimme ich ja zu, dass der jetzige Standort Ideal ist und dieser wenn möglich erhalten bleiben sollte (auch wenn die Beseitigung des "Schandflecks" Polizeipräsidium durchaus Vorteile hätte).


    Grundsätzlich hat man bei Abbruch und Neubau eine gewaltiges Problem für die 2-3 Jahre (oder 3-4 mit eingeplanter Verzögerung) in denen keine Bühne zur Verfügung steht.


    Unter der Voraussetzung, dass es sich um einen 08/15 Einheitsbrei handelt würde mir persönlich ja ein Neubau am besten gefallen. Reko würde mir überhaupt nicht gefallen, auch weil es sich bei dem alten Schauspielhaus architektonisch nun wirklich nicht um etwas besonderes gehandelt hat. War halt eine Standard Neobarock Vorlage mit ein paar Jugendstil Elementen um den Zeitgeist gerecht zu werden.


    Wenn schon etwas "altes" weil einem moderne Architektur nicht gefällt, wäre ich eher für einen komplett neuen Entwurf in "Neojugendstil". Geschmäcker sind halt verschieden.


    Problem ist wie gesagt die Übergangszeit und vermutlich der Preis für solch ein Projekt.

    Bleibt festzuhalten, dass wir hier unterschiedliche Auffassungen vertreten. Eine Erweiterung des EWR auch ohne Vollmitgliedschaft ist nach meiner Auffassung durchaus möglich (nicht unbedingt einfach, aber möglich).


    Ich stimme jedoch zu, dass es keine ERW-Light Lösung geben kann. D.h. wenn EWR dann Arbeitnehmerfreizügigkeit, Mitgliedsbeitrag, EU-Regelungen usw. Wie ich schon schrieb, wäre diese Lösung völlig sinnfrei und würde vielleicht nicht dem Wortlaut des Referendums widersprechen wohl aber der Intention.


    Ich denke aber wir sollten dies hier beenden. Meinen ursprünglichen Beitrag schreib ich ja auf den Post von rilla90:


    Allerdings hat doch Norwegen auch diesen EU Pass für Banken und ist nicht Mitglied.Gleich zwei Tage nach dem Votum kam auch ein Artikel darüber raus.Also kann dann wohl die reine Mitgliedschaft keine Voraussetzung dafür sein


    Darin das dies fast unmöglich ist stimmen wir ja überein. (Zumindest wenn man sich an das Referendum hält)

    Der EWR nimmt niemanden mehr auf. Seit 1995 ist der EWR (in dem wir ganz genauso, über die EU, Mitglied sind!) nur noch über EU Erweiterungen gewachsen (jedes EU Land ist automatisch Mitglied im EWR, so auch jedes neue EU Land).


    Das liegt meines Wissens aber eher daran, dass eine Mitgliedschaft im EWR ohne EU-Mitgliedschaft relativ sinnfrei ist. Die rechtliche Möglichkeit besteht schon.



    Das schrieb ich doch?!

    Norwegen ist wie Island und Liechtenstein Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes. Damit sind diese zwar nicht Vollmitglieder im Europäischen Binnenmarkt, aber es kommt diesem schon ziemlich nahe.


    Im Gegenzug beteiligen sich die genannten Staaten wirtschaftlich am Binnenmarkt ("Mitgliedsbeitrag") und es gilt Arbeitnehmerfreizügigkeit. Ebenso müssen ca. 80 % der EU-Regelungen übernommen werden. Alles sind Punkte die als Grund für den Brexit vorgebracht wurden.


    Das "Norwegen"-Modell, d.h. Mitgliedschaft im EWR, widerspricht damit zwar vielleicht nicht dem Wortlaut des Referendums, wäre aber reichlich absurd.

    Inwischen ist der FAZ-Artikel auch online zu finden: http://www.faz.net/aktuell/fin…-wettstreit-14317546.html


    Das Frankfurt klein und langweilig ist stammt größtenteils aus der internationalen Presse in der über einem Möglichen Umzug spekuliert wird. Und sofern dies bei den Entscheidern auch so gesehen wird, ist es fast unerheblich ob dies objektiv stimmt oder nicht. (Je nachdem wer umziehen soll, spielt dies vielleicht aber auch gar keine Rolle)


    Ich glaube ich aber ebenfalls, das die Erwartungen zum Teil überzogen sind. Grundsätzlich müssen ja nur die Unternehmensteile umziehen, die mit dem Euro-Clearing und den Banktätigkeiten in der EU zusammenhängen. (Inwieweit hier die regulatorische Möglichkeit besteht zwar eine Niederlassung in der EU zu haben, aber die Tätigkeiten in London durchzuführen entzieht sich meiner Kenntnis). Das ist aber ja nun nicht die gesamte Londoner Finanzindustrie.

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    Wenn Vodafone tatsächlich komplett nach Deutschland zieht, wird der Sitz mit Sicherheit Düsseldorf sein: https://de.wikipedia.org/wiki/Vodafone-Campus


    Inzwischen gibt es auch einen Artikel auf Spiegel-Online zu dem Umzugsthema: http://www.spiegel.de/wirtscha…eue-london-a-1100689.html


    Alleine schon aufgrund des Titels zweifele ich ein wenig an der Sachkenntnis der Autoren. Man kann ja zur Finanzbranche stehen wie man möchte, aber wenn man ernst genommen werden möchte sollte man sich pauschale Verunglimpfungen nach meiner Ansicht sparen. (Edit: In der ersten Version war noch von Finanzhaien die Rede)


    Weiterhin gibt es auch einen Artikel in der New York Times: http://www.nytimes.com/2016/07…l-world-to-call-home.html


    Hier wird die Suche auf insgesamt neun Städte ausgeweitet und es gewinnt Amsterdam(!) knapp vor Frankfurt. Na ja.


    In der morgigen Print-Ausgabe der FAZ gibt es ebenfalls einen Artikel. Dieser bringt die üblichen Verdächtigen ins Spiel (Dublin, Luxemburg, Paris und Frankfurt) und geht davon aus, dass sich die Städte den Kuchen unter Umständen nach Geschäftsbereichen getrennt aufteilen könnten. Stellt aber in Frage ob es überhaupt zu so einer großen Anzahl von Umzügen kommt.