Beiträge von jnhmsbn

    Steinbach gegen Bebauung westlich der A5. Wie die FNP http://www.fnp.de/lokales/hoch…-der-A-5;art48711,2665038 meldet, gibt es in steibach Widerstand gegen die Bebauung westlich der A5. Im Regionalteil der FAZ ist ein Interview mit Steinbachs Bürgermeister Stefan Nass abgedruckt. Die Bedenken beziehen sich einerseits auf möglich Verkehrsprobleme sowie mögliche Verluste für den Einzelhandel durch starke Konkurrenz im neuen Stadtteil.


    Oberursel dagegen scheint den Stadtteil zu akzeptieren. Bedingung ist jedoch der Bau der Südumgehung.


    Auch wenn es sich um ein anderes Gebiet handelt: Gegen eine mögliche Erweiterung um Nieder-Erlenbach bringt sich Bad Vilbel in Stellung: http://www.fnp.de/lokales/wett…rchkreuzen;art677,2668688

    Grundsätzlich volle Zustimmung. Insbesondere die Anlagen in Bockenheim finde ich in Hinblick auf die Wohnungsknappheit und die zentrale Lage schon ziemlich absurd. (Die Kleingärtner werde das aber wohl anders sehen.)


    Gleichzeitig kann man sich nach meiner Ansicht auch mal gedanken machen ob eine landwirtschaftliche Nutzung für die Spitze des Mainbogens in Fechenheim (gibts da einen Namen für das Gebiet?) die ideale Lösung ist. Park+(Fußgänger)brücke nach Offenbach und zusätzlich Wohnbebauung würde ich hier für sinnvoller halten und die Kleingärten können dann gleich mit weg. (Ja, ja ich weiß der Grüngürtel...)


    P.S. Sind die Kleingärten in openstreetmap.org und damit der dafmap nicht sowieso schon verzeichnet?

    Ich denke die Begeisterung über die Kosten dürften sich allgemein in Grenzen halten. Zumindest kann man halbwegs zuversichtlich sein, dass sich die Kostensteigerungen durch die relativ gründlichen Vorarbeiten in Grenzen halten. Eine Ursache für die Kostensteigerungen bei der Elbphilharmonie waren ja die nach Baubeginn vorgenommenen Planungsänderungen.


    Es sollte auch nicht vergessen werden, dass es sich um eine Doppelanlage handelt. D.h. ein Vergleich mit dem Neubau eines reinen Opern oder Schauspielhauses mit einer großen Bühne ist nur eingeschränkt möglich. Ob der offenbar unkritisch übernommene Platzbedarf tatsächlich in diesem Umfang notwendig ist, sollte allerdings nochmal überprüft werden.


    Ich denke die Sanierung hat sich durch die Studie erledigt (darauf deuten ja auch die Aussagen der zuständigen Politiker hin) und von daher hat Sie Ihren Zweck erfüllt. Man stelle sich vor in 2013 wäre mit der Sanierung und geplanten Kosten von 130 Mio begonnen worden...


    Bevor eine Entscheidung fällt, sollte aber in jedem Fall noch der Neubau an einem anderen Standort geprüft wertden. Allein die Kosteneinsparungen durch den Wegfall der Ausweichstandorte dürfte erheblich sein. Ob in diesem Fall das aktuelle Grundstück zur Gegenfinanzierung verkauft wird oder einer anderen städtischen Nutzung zugeführt wird sei dahingestellt.


    Einen Neubau und die Rekonstruktion des Schauspielhauses halte ich allerdings aus Kostengründen für völlig unrealistisch.

    Grundsätzlich wollen die Banken natürlich so wenig Arbeitsplätze verlagern wie möglich. Das ist soweit auch verständlich, da teuer.


    Aus diesem Grund werden zunächst nur die unbedingt notwendigen Stellen aufs Festland wandern - abhängig von den Brexit Verhandlungen wird es dann entweder bei diesen Stellen bleiben oder es werden anschließend eine erhebliche Menge an zusätzlichen Stellen verlagert (wenn z.B. das komplette Clearing aus London abgezogen wird).

    Deutsche Bank könnte 4.000 Stellen aus London abziehen

    Erstmals gibt es konkrete Zahlen der Deutschen Bank. Wie die FAZ berichtet http://www.faz.net/aktuell/wir…on-abziehen-14989000.html hat Sylvie Matherat (Vorstandsmitglied für Regulierungsfragen) auf einer Konferenz in Frankfurt erstmals konkrete zahlen genannt.


    Bisher seien viele Fragen ungeklärt, insbesondere wird das Derivate Clearing angesprochen. Die Banken benötigten Klarheit darüber ob dieses weiterhin über London ablaufen dürfe.


    Weiterhin sei unklar ob zukünftig alle Mitarbeiter mit Kundenkontakten in die EU auch in der EU angesiedelt sein müssen. Wäre dies der Fall wären hiervon 2.000 Mitarbeiter betroffen.


    Zudem ist unklar ob Transaktionen mit EU-Kunden auch in der EU verbucht werden müssen. Dies wäre mit einem erheblichen IT-Aufwand verbunden und würde den Aufbau entsprechender Strukturen in der EU erfordern.


    Ein weiterer Punkt ist die Abwicklung von Euro-Geschäften. Sofern diese inklusive der nötigen Risikomanager aus London abgezogen werden würde die weitere 2.000 Mitarbeiter betreffen.


    Laut der FAZ sei die Deutsche Bank bisher wohl davon ausgegangen, dass diese durch den Sitz in Deutschland im Besitz des nötigen EU-Passes ist und daher keine Notwendigkeit besteht Abteilungen aus London zu verlegen. Inzwischen ist man sich wohl nicht mehr sicher ob dies tatsächlich ausreicht.

    ^in Stichworten:


    - Die Nachfragen nach Immobilien werden konkreter. Insbesondere ist das Interesse an größeren zusammenhängenden Flächen in den letzten Tagen gestiegen.


    - Jürgen Fenk(Immobielen-Vorstand der Helaba): "Es handelt sich im wesentlichen um amerikanische Investment-Banken" Bei einigen Instituten gehe es um erhebliche Zahlen.


    - Ähnliches von JLL, Savills und CBRE: Sehr ernsthaften Interesse, bisher aber kein Abschluss.


    - Jan Linsin (CBRE): Frankfurt vor Dublin, vor Amsterdam und klar vor Paris.


    - Laut einer eigenen Umfrage der Financial Times bei 30 Finanzmanagern liegt Frankfurt in Führung.


    - John MacFarlane (Barclays und oberster banken-Lobbyist der City): Sitz der EZB ist Standortvorteil


    - Hubertus Väth (Frankfurt Main Finance): Drei der fünf großen amerikanischen Häuser hat sich für Frankfurt entschieden oder steht kurz davor. Zusätzlich hätten eine Schweizer, eine japanischen, eine koreanische, eine indische und eine chinesischen Bank größere Pläne für Frankfurt. Bis Jahresende 1.000 Stellen in 5 Jahren 10.000.


    - 2 Jahre bis zum Brexit sind nicht viel Zeit, von daher müssen die Pläne demnächst festgezurrt werden.


    - Frankfurt Favorit bei Goldman-Sachs. Allerdings werden wohl auch andere europäische Standorte gestärkt.


    Anschließend noch ein paar Bemerkungen zu den bekannten Größenverhältnissen, zum Immobilienmarkt (300.000 qm zusätzlich bis 2021) und die Bemerkung, dass London auch weiterhin ein wichtiger Standort bleibt.

    ^Damit ignorierst Du aber vollkommen, dass die Briten einer der Treiber hinter der großen Osterweiterung 2004 waren. Insbesondere hat GB - anders als z.B. Deutschland - bei der Arbeitnehmerfreizügigkeit keinen Gebrauch von den Übergangsfristen gemacht.


    In Bezug auf die Zugeständnisse muss ich den Briten-Rabatt jetzt hoffentlich nicht extra erwähnen. Außerdem verweise ich auf die ausgehandelten Zugeständnisse für Cameron beim EU-Gipfel Anfang 2016, siehe z.B. hier http://www.faz.net/agenturmeld…uer-cameron-14081008.html


    Und wenn ich in Bezug auf die EU von Bürokratiemonster und Bürokratieabbau höre krieg ich die Krätze. Nenn doch mal ein Beispiel welche Bürokratie abgebaut werden soll, bzw. warum diese auf EU-Ebene so viel schlimmer ist als auf nationaler Ebene.

    Fehlende Dichte habe ich auch zuerst gedacht. Wie epizentrum schreibt, ist das aber in der Lage in Ordnung, immerhin kommt man abhängig von der Belegung der 200 WE auf Einwohnerdichten von 6.060/qkm (bei 400 Einwohnern) bzw. 9.090/qkm (bei 600 Einwohnern). Es handelt sich letztlich ja nur um 6,6 ha oder 0,066 qkm.


    An sich natürlich eine gute Sache, die aktuelle Problematik in Hinblick auf den fehlenden Wohnraum wird man damit aber nicht in den Griff bekommen. Da muss noch deutlich mehr kommen.

    Bei aller Emotionalität die in einem solchen Thema stecken kann, sollte man dennoch versuchen eine gewisse Nüchternheit und sachliche


    Bei der Entscheidung sollten (IMHO) folgende Aspekte bedacht werden:


    a) Kosten
    b) Nutzbarkeit (zukünftig)
    c) Nutzbarkeit während des Um-/Neubaus
    d) Auswirkungen auf das Stadtbild


    Über die genaue Gewichtung der Einzelaspekte kann man sicher streiten und man kann sicher auch noch Punkte hinzufügen. Unter diesen Aspekten kann man dann die einzelnen Möglichkeiten betrachten:


    Sanierung:


    a) Unklar, sicher teuer aber man sollte den Bereicht abwarten.
    b) Da sich auch der zukünftige Intendant für die Sanierung ausgesprochen hat, scheint der aktuelle Bau (abgesehen vom Sanierungsbedarf) ja nicht so schlecht zu sein.
    c) Vermutlich so ein Mittelding, sicher nicht Ideal aber besser als ein Neubau an gleicher Stelle.
    d) Ich persönlich finde die Glasfront durchaus ansprechend, aber als Gesamtbild eher Mau (um es vorsichtig auszudrücken).


    Neubau am gleicher Stelle


    a) Wenn man wie bisher Oper, Schauspiel, eine dritten Bühne und die Werkstätten unterbringen möchte und das ganze auch architektonisch etwas hermachen soll, glaube ich nicht dass man das unter 500 Mio etwas ausrichtet.
    b) Wenn man das richtig macht sicher sehr gut.
    c) Hier fängt es an arg problematisch zu werden. Das Schauspiel kann vielleicht ins Bockenheimer Depot, aber die Oper?
    d) Ich bin Optimist: Also gehe ich von einem Architektonischen Meisterwerk aus.


    Neubau an anderer Stelle


    a) siehe oben
    b) siehe oben
    c) Sicher für die Übergangszeit die praktikabelste Lösung
    d) Wenn wir den Standort mal zusätzlich unter diesem Punkt berücksichtigen, bleibt nur das glasklare: Das hängt davon ab.


    Rekonstruktion


    a) Ich gebe zu, dass kann ich nicht abschätzen. Die Sanierung ist ja zumindest für einen Teil des Gebäudes weiterhin notwendig. Zusätzlich die Kosten für die Rekonstruktion der Front inklusive Türmchen und des Daches etc. Günstig wird das nicht, zusätzlich besteht ja noch das Problem:
    b) Oper oder Schauspiel? Für die Werkstätten dürfte auch kein Platz sein, also ist zusätzlich ein Neubau erforderlich. Ob die Zerstückelung Vorteile bringt wage ich zu bezweifeln.
    c) Das ist genauso unpraktisch wie ein Neubau
    d) Ich (persönlich) finde das Gebäude jetzt nicht so wahnsinnig schön. Aber es fügt sich sicher nicht schlecht ein.


    Ich habe bestimmt etwas Übersehen, etwas nicht bedacht, usw. Reißt mir dafür bitte nicht den Kopf ab. Für welche Option man sich am Ende entscheidet hängt einerseits von der persönlichen Gewichtung der einzelnen Punkte sowie dem persönlichen Geschmack ab (z.B. Reko ja/nein). Sofern sich die Sanierungskosten aber stark den Kosten eines Neubaus annähern, bedarf es aber nach meiner Meinung sehr guter Argument um dennoch die Sanierung vorzuziehen.

    ^
    Die Folge sind dann aber im Stadtgebiet von Frankfurt weiter steigende Mieten und zusätzliche Pendlerströme.


    Wenn man also weiter steigende Einwohnerzahlen und damit verbundenen Wohnungsbau ablehnt, nimmt man in Kauf, dass die Mieten in Frankfurt noch stärker steigen als dies bisher der Fall war. Dann werden immer mehr "normale" Arbeitnehmer (die nicht das Glück haben schon eine Eigentumswohnung/Haus zu besitzen) ins Umland gedrängt. Darüber darf man sich dann bitte nicht beschweren.

    Wie der heutigen Rhein-Main Zeitung zu entnehmen ist, fordert die CDU eine Strategie für Kleingärten. Aufgrund des Bevölkerungswachstums, müsse die Politik sich fragen ob es noch genug dieser Anlagen gebe. Aus diesem Grund wird eine Kleingartenstrategie für Frankfurt gefordert.


    Klein- und Freizeitgärten seien ein wichtiger Teil der Stadtkultur und das wertvolle Kleingartenwesen soll langfristig gesichert und in seiner Attraktivität erhalten werden.

    Ich sollte ergänzen, dass ich mit Bauland nicht nur die Erschließung neuer Baugebiete (z.B. Pfingstberg) sondern alle Maßnahmen zur Förderung von zusätzlichem Wohnungsbau gemeint habe (soweit diese in der Kompetenz der Stadt liegen). Da der Wohnungsmangel und steigende Mietpreise bereits ein aktuelles Problem sind und sich zukünftig nur verstärken, sollte man sich nicht mehr viel Zeit lassen.


    Grundsätzlich ist die Umwidmung nicht genutzter Bürogebäude in Wohngebäude natürlich zu begrüßen. Alles andere führt halt leider zu teilweise erheblichen Widerständen, auch Seitens der Frankfurter Bevölkerung bzw. einzelner Parteien. Sei dies Nachverdichtung (SPD), Pfingstberg (CDU) etc. Man sollte sich ebenfalls bewusst sein, dass die Meinungen hier im Forum nicht unbedingt der Mehrheitsmeinung der Frankfurter Bevölkerung entsprechen. Von daher ist mir die Kritik am aktuellen Planungsdezernenten in Teilen etwas zu platt.


    Das ändert alles natürlich nichts daran, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Warum sich bei den von Schmittchen angesprochenen Arealen ("Südlich Rödelheimer Landstraße" in Bockenheim oder das ehemalige VDO-Areal in Heddernheim) nichts tut kann ich natürlich auch nicht sagen. Hier wäre eine bessere Kommunikation seitens des Planungsamtes über die bestehenden Hindernisse hilfreich.


    Zitat von m.Ro80

    Chronisch räumliche Enge bei materieller Rückständigkeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Danach kam für einige Jahrzehnte eine <historische Besonderheit>, die es der Stadt in materieller Hinsicht ermöglichte aufzuholen. Diese <historische Besonderheit> ist schon seit einiger Zeit wieder vorbei und der Speck dieser Epoche schmilzt auch allmählich wieder ab ... . Keine besonders guten Aussichten !


    Was will uns der Autor damit sagen?

    Und wie bitte willst Du verhindern, dass Eigentümer Ihre Wohnungen modernisieren? Mal abgesehen davon gibt es genug Beispiele, dass wenn die Wohnungsnot nur groß genug ist, die Mieten auch für Bruchbuden steigen.


    Am Ende wird nur die Schaffung von zusätzlichen Wohnungen zu einer Stabilisierung der Mietpreise führen. Nur wenn das Wohnungsangebot die Nachfrage deckt oder leicht übersteigt ist sichergestellt ist, dass die Wohnungen nicht zu jedem Preis vermietet werden können. Auf der anderen Seite müssen, damit Wohnungen auch für geringere Mieten gebaut werden, die Kosten sinken. Frankfurt allein kann da fast nur auf die Grundstückspreise einwirken indem mehr Bauland ausgewiesen wird.

    Zunächst wollte ich nur den Inhalt der entsprechenden Artikel wiedergeben und habe mich mit Kommentaren erstmal zurückgehalten. Grundsätzlich stellen sich natürlich schon einige Fragen.


    Wie tunnelklick schon schrieb ist (zumindest für mich) unklar ob die Differenz zwischen Haushalten und Wohnungen tatsächlich darauf schließen lässt ob Wohnungen ist dieser Höhe auch tatsächlich fehlen (ob es nun 40.000 oder 52.000 sind sei dahingestellt). Oder anders gesagt, würden Wohnungen in diesem Umfang von der Frankfurter Stadtbevölkerung (ohne Zuzug von außen) auch tatsächlich in Anspruch genommen?


    Im nächsten Zug stellt sich die Frage ob bei den Angesprochenen Wohnungen die prognostiziert bis 2030 fehlen, diese 40.000 mit einberechnet sind. Mir scheint es so zu sein. Nach meinem Kenntnisstand wird mit etwa 100.000 zusätzlichen Einwohnern gerechnet. Bei einer Belegung mit 2 Personen pro Wohnung wären dies also 50.000 zusätzliche Wohnungen. Mit den angesprochenen 40.000 kommen wir dann auf die 90.000 Wohnungen.


    Sich aufgrund einer prognostizierten Bevölkerungsentwicklung Gedanken über die zukünftige Stadtentwicklung und mögliche Lösungen für den aktuellen und eher zunehmenden Wohnungsmangel zu machen ist sicher erst einmal nicht negativ. Letztendlich kann die Stadt die benötigten Wohnungen nicht (alleine) bauen, sondern nur Rahmenbedingungen schaffen die die Entwicklung in die (aus Sicht der Stadt/Bevölkerung) richtigen Bahnen lenkt. Das Frankfurt dabei genau Möglichkeiten hat


    a) Nachverdichtung
    b) Bestehende Baulandreserven nutzen
    c) Landwirtschaftliche Flächen umwidmen


    ist glaube ich unumstritten.


    Hierbei ist es nach meiner Ansicht schon Sinnvoll einen möglichst großen Konsens bzw. eine Akzeptanz in der Bevölkerung für die geplanten Maßnahmen zu erreichen. Die Zeit die dafür benötigt wird kann man sicher/hoffentlich später einsparen, wenn dadurch spätere Beschwerden minimiert werden können. (Die Hoffnung stirbt zuletzt!)


    An Schmittchen die Frage: Was soll er denn sonst tun (unter Beachtung der politischen Zwänge die halt vorhanden sind)?


    sweet_meat
    Mir ist nicht klar wo Du den Widerspruch siehst. Wenn in Frankfurt weniger Wohnungen gebaut werden als gebraucht werden, steigen unweigerlich die Preise und es werden Bevölkerungsteile die a) sich die Wohnungen nicht leisten können und/oder b) keine Wohnung finden in die umliegende Region gedrängt. Dies baut dort natürlich den gleichen Druck auf Wohnraum auf der auch in Frankfurt vorhanden ist.


    Das kann dann natürlich auch dazu führen, dass die unmittelbaren Nachbarstädte für Otto Normalverbraucher auch nicht mehr bezahlbar sind und diese dann noch weiter ins Umland gedrängt werden.


    Wie Du schreibt kann ich das Problem nur lösen/abmildern in dem möglichst viel Wohnraum gebaut wird. Von daher bevorzuge ich in jedem Fall die Varianten 2 und 3, wobei 2 mein persönlicher Favorit ist. Allerdings ist hierbei zu bedenken, dass ich außer dem Artikel in der FAZ keine weiteren Informationen habe und das Ganze auf einer recht dünnen Datenlage beruht.


    cardiac
    Volle Zustimmung. Ich finde es aber zumindest mal positiv, dass diese Möglichkeiten überhaupt angesprochen werden. Letztlich sollte es vielleicht kein Tabubruch sein, in der Realität ist es aber einer (leider).

    Gleich zwei Artikel aus der heutigen Rhein-Main Zeitung zum Wohnungsmangel/der aktuellen Wohnungssituation und der künftigen Stadtentwicklung.


    Aktuell liegt die Wohnraumversorgungsquote (wieder ein Wort gelernt) bei 90,4 %. das bedeutet, dass 415.054 Haushalten nur 375.006 Wohnungen gegenüberstehen. Somit fehlen aktuell 40.000 Wohnungen für einen ausgeglichenen Wohnungsmarkt. Von 2014 bis 2015 ist die Frankfurter Bevölkerung um 16.000 Einwohner gestiegen, während nur 3.300 Wohnungen hinzugekommen sind. Bei einer durchschnittlichen Belegungszahl von 2 Personen pro Wohnung hat sich der Wohnungsmangel also nochmals deutlich verschärft (Anmerkung von mir).


    Auf einer Bürgerversammlung auf dem Riedberg wurden gestern 4 Szenarien für die Stadtentwicklung vorgestellt. Vorangestellt sei, dass der prognostizierte Bedarf bei zusätzlichen 90.000 Wohnungen liegt.


    Szenario 1: "Entschleunigung"


    Auf eine weitere Außenentwicklung wird verzichtet. Es werden lediglich die vorhandenen Reserven und Nachverdichtungen genutzt. hierdurch können ca. 60.000 Wohnungen entstehen (also zu wenig). Als Folge wird der Druck in die Region gelenkt mit entsprechenden Auswirkungen auf den Frankfurter Wohnungsmarkt und zunehmendem Pendelverkehr.


    Szenario 2: "Verhaltenes Wachstum"


    In diesem Szenario würde auch bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche bebaut. Insgesamt sollen so 100.000 Wohnungen gebaut werden, so sollen 30.000 Wohnungen aus der Baulandreserve, 45.000 aus Nachverdichtung und 25.000 Wohnungen aus umgewidmeten Flächen entstehen. Qualitativ besonders wertvolle Landschaftsräume sollen nicht angetastet werden. Die Stadt würde deutlich dichter, durch die hohe Anzahl der Wohnungen würde aber auch preiswerter Wohnraum gesichert. Durch die Bebauung am Stadtrand nimmt auch in diesem Szenario der Verkehr zu.


    Szenario 3: "Klare Stadterweiterung"


    In diesem Szenario soll es ebenfalls 100.000 neue Wohnungen geben. Jeweils ca. zu 1/3 aus der Baulandreserve, Nachverdichtungen und neuen Stadtteilen auf der grünen Wiese. Wobei neue Stadtteile mit 40.000 Wohnungen einen etwas größeren Anteil haben. Im Vergleich zu Szenario 2 kommt es also zu einer Verschiebung von Nachverdichtung zu neuen Stadtteilen. Dies führt zu höherem Preisdruck im Stadtkern und zunehmendem Verkehr aufgrund der neuen Stadtteile.


    Szenario 4: "Moderate Stadterweiterung"


    Keine Verdichtung sondern nur Hebung der Baulandreserve und neu Stadtteile mit ca. 25.000 Wohnungen. Insgesamt werden 60.000 angepeilt. Somit erheblicher Preisdruck im Frankfurter Stadtkern und wie in Szenario 1 erheblicher Druck auf die angrenzende Region mit entsprechendem Pendelverkehr.


    Die Szenarien wurden vom Planungsdezernenten Mike Josef vorgestellt und seien "Extrempole" einer denkbaren Entwicklung. Es gehe nicht darum einen der Entwürfe auszuwählen, sondern um vorausschauendes planen. Ohne Tabubruch kein weiteres Wachstum.


    Stimmen:
    Robert Lange, Ortsvorsteher des Ortsbeirats 10, spricht sich gegen Wachstum auf der grünen Wiese aus.
    Yannick Schwandner, Ortsvorsteher des Ortsbeirates 13, warnt vor dem Zubauen von Kaltluftschneisen.
    Einige Bürger bezweifeln, dass die Wohnungspreise durch höhere Bautätigkeit sinken. Das sei "Augenwischerei".

    Geschmacksache trifft es ganz gut denke ich. Wie wäre es denn mit ein er Grünfläche ggf. einem kleinen (nicht die alberne Wippe!) Einheitsdenkmal und ein paar Bänken.


    Muss es an der Stelle unbedingt monumental sein? Daran mangelt es nach dem Wiederaufbau des Schlosses (bzw. einer rekonstruierten Fassade) doch eigentlich nicht.


    Aber vielleicht sollten wir das hier beenden und es bei Geschmacksache bleiben lassen ... sonst kommen die Mods mit dem Papierkorb.

    Auch in den anderen Darstellungen kann ich den Kolonnaden nichts abgewinnen und so richtig wird mir auch aus diesem Thread nicht klar warum diese so toll sein sollen. Für mich reduzieren sich die Argumente meist auf sie sind toll weil sie toll (und alt) sind.


    Na ja, so wie es aussieht muss ich einfach nur abwarten und dann kann ich das Original bewundern (oder auch nicht). Vielleicht werde ich dann eines besseren belehrt.

    ich versuche mich bei den Reko-Diskussionen zurück zu halten. Die sind meist so emotional aufgeladen, dass eine sachliche Diskussion fast unmöglich ist. Grundsätzlich finde ich dass der Sinn einer Reko immer vom individuellen Projekt abhängt und bin weder pauschal für noch gegen Rekonstruktionen. Z.B. in Frankfurt eher für Rom/Dömer aber eher gegen neues Schauspiel. (Neu im Sinne von neuer Reko.)


    Hier muss ich jetzt aber einfach mal sagen dass bei dem von Architektator gelinkten Bild "schön" vermutlich das letzte Adjektiv ist, dass mit über die Lippen gekommen wäre. Mich würde tatsächlich mal interessieren welche Merkmale dazu führen diesen Bau als schön einzustufen.


    Für mich wirkt das eher wie ein unansehnliches Monstrum.

    zu #237:


    Das scheint zumindest noch nicht in trockenen Tüchern zu sein. Zumindest wird es derzeit (noch?!) von der Citibank dementiert: http://www.independent.ie/busi…e-to-dublin-35212772.html (hab grade keinen deutschen Link zur Hand)


    Anlass der Spekulation scheint zumindest teilweise ein Meeting des "board of directors" (in etwa Verwaltungsrat) in Dublin gewesen zu sein. Nach Angaben der Citigroup ist das Meeting in Dublin aber schon vor einem Jahr geplant worden. Im Moment seinen keine konkreten Pläne vorhanden und es werde auch nicht nach Büroräumen gesucht.