Beiträge von Kardinal

    Gerade Markt 7 sollte man rekonstruieren. Es ist neben der Goldenen Waage (nicht nur lokal, sondern vor allem auch quantitativ) das einzige vor-1900-Gebäude des Areals, von dem noch original Spolien vorhanden sind.
    Markt 30 muß schon deshalb wieder aufgebaut werden, weil dieses Gebäude 1561 ZUSAMMEN mit Markt 28 aufgebaut wurde und sich mit diesem daher eine Brandwand teilt, die aber komplett zu MArkt 30 gehört. Markt 28 hatte im Prinzip keine eigene Westwand.
    Ebenfalls aus konstruktiver Notwendigkeit muss der Anbau vom NEUEN Roten Haus wieder so aufgebaut werden, wie es vorher war. Die drei-Säulen-Konstruktion war nämlich eine vier-Säulen-Konstruktion, da die Säule unter der Ecke des Anbaus von Anfang an dabei war und so insgesamt den Zugang zu Tuchgaden am Alten Roten Haus vorbei bildete.


    Hab ich aber schon öfter geschrieben... ;)

    Das der Hühnermarkt offiziell "Markt" zur Adresse haben wird, finde ich richtig, da dies auch dem historischen Stand entspricht.
    Allerdings sollte man Neugasse hinzunehmen (was ist mit den Gebäuden Neugasse 2 + 4?) und Tuchgaden...da habe ich ja schon öfter angemerkt, daß für eine seriöse Rekonstruktion des Roten Hauses die Rekonstruktion des "Alten Roten Hauses", Tuchgaden 9, sowohl technisch, als auch städteplanerisch und historisch unabdingbar ist. Der moderne Anbau und die rückseitige Bebauung sind einfach nur Ergebnis von technischer Ahnungslosigkeit und fehlendem Bezug zu der Aufgabe.

    Aber auch dann ist die Bewertung "allen Ernstes" in diesem Zusammenhang fehl am Platz.


    Im Übrigen hat sich die Situation des Klinikums nochmal erheblich verschärft, der OB musste heute mitteilen, daß er den Haushaltsentwurf 2013 zurückzieht, weil der RP gerade die Maßnahmen zum Klinikum nicht genehmigt.


    Bei der Frage Abriss Altbau geht es also nicht um den Zeitraum "in naher Zukunft", sondern um einen Zeitraum, der Überlegungen einer Zwischennutzung für längere Zeit sicher angebracht sein lässt.


    Bevor ich mich stark mache für die Umgebungssituation eines Gebäudes, welches für sich schon dringendere Probleme hat, kann man aus städteplanerischer Sicht größere Erfolge erzielen, wenn man protestiert hätte gegen die Baumaßnahmen die in jüngster Zeit viel alte Substanz vernichtet hat ohne dauerhaften Mehrwert (Berliner Straße, KOMM) und auch, ob man größere Flächen an Fertighausfirmen verscherbeln soll, die dann qualitativ fragwürdige Legebatterien erstellen und die noch besser gestellte Bevölkerung aus der Innenstadt wegzieht, anstatt dort direkt zu agieren.
    Und damit meine ich jetzt nicht die schwachsinnige Schauveranstaltung mit dem Marktplatz, der schon aus Kostengründen eh nie umgebaut wird.

    Nun starte ich mal meinen Kampf gegen Lücken!


    Erstmal kurz zur Löwenapotheke. Komplett aus 10 Jahre abgelagertem Eichenholz erstellt. Bis heute kein einziger Baumangel (abgesehen von einem kleinen Riss in einem Gefach... ich glaube, diese Bilanz kann sonst fast kein einziger Neubau vorweisen).


    Nun gegen gefährliches Halbwissen ( Fizgig):


    Vorab: die Bögen in Dreieich gehörten zur Goldenen Waage und haben im Roten Haus nichts zu suchen.
    Die Bäume für die Achteckigen Säulen werden nicht jetzt gefällt (und das macht das Problem schlimmer) sondern müssten jetzt gefällt werden. Es handelt sich hierbei um massive Eichenstämme mit einem Durchmesser von 55-75 cm im Säulenbereich und eine Grundlänge von 60 cm im Kapitell auf eine Länge von 4,23 m. Hinzu kommen zwei sich kreuzende Unterzüge (der zweite verlief unter dem Anbau, der jetzt unsachgemäß, weil keine wirkliche Rekonstruktion, massiv erstellt werden soll) von 12 m Länge mit einem Querschnitt b/h = 33/40 cm.
    Solche Balken wird man in Altholz nicht finden, weil es keine vergleichbare Konstruktion gibt, die abgerissen werden soll. Da müsste man schon den Dachstuhl eines Schlosses oder einer größeren Kirche abreißen, um an solche Querschnitte in Altholz zu kommen. Der Preis für diese Balken wäre dann nochmal ein andere Sache.
    Es bleibt also keine andere Wahl, als in neuem Holz zu bauen (so wie das Originalhaus im Übrigen ja auch gebaut wurde). Dies wäre im Detail statisch auch der sinnvollere Weg, zumindest für die Teile, die noch dem 14. Jahrhundert zuzuordnen sind.
    Dann ist das Erdgeschoss aber zuerst vor zu konstruieren und für eine Zeit von mind. 3 Jahren gegen Trocknungsverformungen zu sichern und dabei vorzubelasten. Erst dann kann man diese Konstrutkion schadensfrei auf- und weiterbauen.


    Du würdest sicher noch komischer finden, wie nah ich an den Internas bin...


    Die Unfähigkeit kann man im Übrigen nachkontrollieren: Dom-Römer GmbH, Gutachten Dreysse vom Februar 2011.
    Seite für Seite durchgehen. Die Höhen stimmen in keiner Zeichnung. Im Haus Esslinger ist unter der Bezeichnung EG das OG abgebildet (5 Fensteröffnungen zur Straßenseite), das Rote Haus zeigt in der Ansicht, daß die Unterzüge über den Stützen stumpf gelegen hätten, tatsächlich ging das Kapitell aber als Gabelträger an den Stützen vorbei. Im Schnitt wird einmal eine bündig durchgehende Rückwand gezeigt, einmal eine Auskragung über den 1. OG (die Auskragung ist richtig), die Fenstermaße stimmen nicht, die Profile sind falsch, die Dachneigung ist falsch. Das Dach ist so gezeichnet, als wären die Sparren einen halben Meter hinter der Außenwand in die Deckenbalken eingezapft (war immer über der Außenwand), beim Anbau noch schlimmer. In der Animation ist dieser Fehler übernommen worden. Die oberste Geschossdecke wurde in ihrer Höhe mit 13,50 m angegeben (wäre Gebäudeklasse 5, also brandschutztechnisch wohl nicht baubar; historisch waren aber inkl. Dielung 13,03 m, man wäre also gerade noch so in Gebäudeklasse 4).
    Die Ergebnisse von diesem Gutachten sind bis heute Grundlage für die Stadthausplanung.


    Erst fragen, dann schimpfen...:nono:

    2014 wollen sie anfangen das Rote Haus zu bauen?


    Dann mal viel Spass. Allein für eine regelrechte Bearbeitung müssten sie, wenn sie jetzt die Bäume fällen für die Säulen, diese noch mindestens drei Jahre vorbearbeiten, bevor sie sie dort aufbauen und dann das Haus drauf setzen.
    Ist halt doof, wenn niemand dort Ahnung von der Materie hat. Man sollte, wenn man schon entsprechende Fachleute fragt, auch mal die Antwort lesen.


    Tut mir leid um das Architekturbüro, das dort vor eine unlösbare Aufgabe gestellt wird. Am Schluss sind die dann wieder schuld.

    ^


    Der Vollständigkeit halber sollte man aber dazu sagen, daß aufgrund der finanziell katastrophalen Lage sowohl von dem Klinikum (Bürgschaften der Stadt in Höhe von 240 Mio Euro), als auch der Stadt selbst (Schulden von über 700 Mio Euro und ständige Androhung des RP, die Haushaltsgenehmigung zu verweigern) es keinerlei Aussicht darauf gibt, daß in absehbarer Zeit das alte Klinik-Hochhaus abgerissen wird. Daher steht die Frage der architektonischen Qualität weder des Altbaus, noch der Gesamtsituation mit dem Neubau überhaupt nicht zur Debatte, da es hier keinerlei Änderung geben wird. Und ob anbetracht dessen und der Finanzsituation der Leerstand wirklich die bessere Lösung ist? Manchmal muß man auch mehr als nur die architektonische Situation betrachten, vor allem, wenn sich diese nicht ändern lässt.

    ... man merk dass es mit einen kleinen Budget umgesetzt werden muss.


    Und die Ausstattung ist noch gar nicht im Preis inbegriffen. Dafür haben die Betreiber überhaupt keine Mittel (von der geforderten Spendensumme waren sie ja auch 80.000 Euro entfernt und haben einen Kredi über Privatbürgschaft aufgenommen :nono: ).
    Die SOH, bzw. die entsprechende Tochtergesellschaft handelt hier absolut unverantwortlich. Die Halle wird unfertig sein. Selbst wenn Ausstattung dazu kommt, gibt es keine Belege dafür, daß der Verein (dem man nicht wirklich beitreten kann) im Stande ist, die Rückzahlung von 3.000 Euro zu leisten. Die Hinweise gehen eher dahin, daß die diese Summe nicht aufbringen können. hinzu kommt der Abtrag des Kredites.


    Abgesehen davon, daß die Aussagen seitens der Betreiber zu den finanziellen Mitteln und zum Spendenaufkommen nicht der Wahrheit entsprachen und man die Stadtverordneten, die dem Projekt zustimmen sollten, schlicht angelogen hat, wird das Ding unter diesen Voraussetzungen nicht lange Bestand haben können. Wahrscheinlich wird in nicht allzu ferner Zukunft die Forderung nach weiterer finanzieller Unterstützungen kommen oder man wird irgendein Überschreibungskonstrukt aufbauen um zu verbergen, daß keine reellen Mietzahlungen geleistet werden (wie bei einem nahe gelegenen Stadion...). Im Anbetracht der finanziellen Situation der Stadt, sowie der daraus resultierenden Verweigerung von Unterstützung für zig andere Vereine, Institutionen oder schlicht vieler Pflichtaufgaben (man merkt mit einem Anhänger am Auto immer sofort, wenn man auf Offenbacher Straßen unterwegs ist), ist das eigentlich eine skandalöse Verfahrensweise. Und passt somit gut zu Offenbach. Geld rauswerfen, das man gar nicht hat.

    Dazu hatte ich ja auch mal geschrieben. Der Größenwahn in Verbindung mit vollkommene Beratungsresistenz des Herrn Oberbürgermeisters. Hatte anscheinend nie eine Modelleisenbahn und hatte ideologisch bedingt wohl keine Möglichkeit etwas anderes als Lehramt zu studieren.
    Deshalb wird jetzt jeder Fleck an Projektentwickler und Fertighausfirmen verscherbelt.
    Was er damit entwicklungstechnisch der Stadt antut, ist ihm egal.

    Jaja, der Götz.


    Hat wirklich eine Menge Häuser seinerzeit von der Henninger gekauft. Alles Gaststätten. Ist nämlich eigentlich ein Automatenaufsteller und hat sich dumm und dämlich damit verdient.
    Mittlerweile hat er eine Hausverwaltung gegründet (die seine Tochter führt) und eigentlich vermieten die nur (vorzugsweise an Kneipen mit der Auflage die eigenen Automaten aufzustellen).


    Das Muster ist immer dasselbe. Bis auf wenige Häuser ist in alle so gut wie nie etwas investiert worden, er hat sie fast alle einfach verfallen lassen (selbst wenn der Erhaltungsaufwand gar nicht so groß war). In meiner unmittelbaren Nachbarschaft musste er gezwungen werden Notsicherungsmaßnahmen an einem eigentlich ganz gut erhaltenen (mittlerweile gar nicht mehr so) ca. 300 Jahre altem Fachwerkhaus durchführen zu lassen. Auch mit dieser Maßnahme wurde eigentlich nur etwas verdeckt und nichts verbessert. Eine Gaststätte, auch dort in der Nähe, hatte unter dem Namen eine 160-jährige Tradition. Götz wollte nichts in die sehr dringende Sanierung investieren (er hat, wie gesagt, genug Geld und der schlimme Zustand ist auch durch 35 Jahre andauerndes Unterlassen selbst herbeigeführt) und dann die traditionsreiche Gaststätte in eine Flatrate-Kneipe umgewandelt, die dann nach einigen Razzien dicht gemacht wurde. Jetzt verfällt das Gebäude ungenutzt.
    Und es gab auch wirklich genug und ausreichend ausstaffierte Angebot zum Kauf. Bei dem Mann halte ich wirklich das Mittel der Zwangsmaßnahmen und sogar Enteignung für absolut angemessen.

    Wir hatten ja so die eine oder andere Auseinandersetzung, der Herr Forster und ich (zu anderen Themen). Als ich die ersten Entwürfe gesehen habe, dachte ich nur: Das darf doch nicht wahr sein! So viel geld und dann solche Bauten dahingesetzt.


    Aber wenn der Klinker auch wirklich wie Klinker aussieht, bin ich wirklich positiv überrascht. Dann sieht auch dieser viel zu große Riegel (für die Ausmaße kann er ja nichts, die waren vorgegeben) recht annehmlich aus.


    Insgesamt wird dadruch das viel zu teure Gesamtprojekt zwar nicht gerettet und die bereits angerichteten (vor allem finanziellen) Schäden aufgewogen, aber so weit, wie positives möglich war, wurde es dort offensichtlich geleistet. Sieht so wirklich gut aus und verspricht viel.

    Alles schon durchdiskutiert und in seiner jetzt geplanten Sinnlosigkeit vorgerechnet.
    Aber leider an der Sturheit und der fachlichen Inkompetenz des OB und der Rückgratlosigkeit seiner damals noch SPD-Grüne-FDP-Koalition gescheitert.

    Dann bitte massiv Beschwerdebriefe an das zuständige Dezernat I - Herrn Oberbürgermeister Horst Schneider.


    Der hat das nämlich mit Nachdruck gegen alle Einwände durchgedrückt. Mehr darf ich dazu leider nicht sagen.

    Da es spät ist, schreibe ich jetzt nur noch eine kurze Ergänzung dazu.


    Die Ausschreibungen sind nicht nur raus, sie sind sogar abgeschlossen. Die Büros wurden ja von Frau Dr. Hambrock benannt. Bisher geht, wie gesagt, der Wille der Dom-Römer GmbH dahin, nur Fassaden von industriemäßig erstellten Holzrahmenkonstruktionen auszustellen.


    Markt 7 wäre relativ einfach zu rekonstruieren und übrigens auch, da Markt 9 wohl ein Neubau wird, auch allseitig von Massivwänden umschlossen (zweiseitig von Massivwänden der Goldenen Waage). Wichtig ist, daß zu Markt 7 noch die ORIGINAL-Spolien vorhanden sind. Das kam bei den Stadtverordneten nicht wirklich rüber, ich bin mir auch gar nicht sicher, ob Dieter Bartetzko da auch ausdrücklich hingewiesen hat. Es handelt sich dabei nicht nur um die Kragsteine, sonder auch die Ansätze der Türsturzbögen.


    Albern ist das, wie hochbezahlte Leute im Auftrag der Stadt eine großartige Entwicklung verhunzen, nur weil sie nicht zugeben, daß sie mit der Aufgabe komplett überfordert sind.

    Ich finde das vorläufige Weglassen auch gar nicht so schlecht, zumal es noch durch eine Öffnung des Innenhofes der Goldenen Waage (der tiefe Punkt direkt hinter dem Giebel bis zum Schornstein, dort waren ja auch Fachwerkfassaden) gewinnen könnte. Die Wände würde ich bis unten hin schließen und das echte historische Mauerwerk als Sichtmauerwerk Teil der Brandmauer werden lassen, wie es auch einmal war.
    Die Sache mit dem Roten Haus wirkt deshalb albern, weil es so auch albern ist. Das Rote Haus braucht das ALTE ROTE HAUS (Tuchgaden 9), auf dem einer der beiden Unterzüge aufgelagert war. Zudem würde man durch eine Ergänzung des rückseitigen Treppenhauses von Markt 15 und den Zischenbauten einen viel gefälligeren und auch historisch besseren, sowie nur dann auch statisch sinnvollen Schnitt hinbekommen.


    Aber die Kenntnisse der Dom-Römer GmbH, sowie deren "Experten" tendieren gegen null. Die haben überhaupt keine Ahnung von den wirklichen Zusammenhängen bei den Gebäuden. Nur Unsummen für Gutachten ausgegeben, von Büros gefertigt, die ebenfalls keine Ahnung haben (Jourdan nehme ich da mal bewusst aus, der hat wirklich gute Arbeit geleistet).

    Was die Rundschau in diesem Zusammenhang berichtet, ist leider sehr oft von blindem Förderungswillen getragen.
    Daß seitens des Vereins soviel Spenden zusammengetragen wurden, muß dieser erst noch beweisen. Bisher hat man nämlich leider die Stadtverordneten und die Öffentlichkeit versucht für dumm zu verkaufen. Der viel genannte Getränkekredit (immerhin 70.000 Euro, schon beim ersten Termin im August nachzuweisen) war bis mindestens Anfang November noch gar nicht vorhanden und war nur vorbehaltlich der internen Gremien des Brauereikonzerns erst zu dem Zeitpunkt als Angebot zusammengestellt. Hinter den Kulissen hört man, daß die Brauerei dieses und wohl auch nächstes Jahr dafür überhaupt kein Geld investieren möchte, weil sie zur Zeit gerade eine ganz andere Strategie verfolgen.


    Darüber hinaus war der Verein bisher mietfrei (eigentlich angesichts der Finanzsituation der Stadt schon sehr bemerkenswert, da der Vorgängerverein trotz Mietzahlung seinen Vertrag nicht verlängert bekam und danach massiv, fast 200.000 Euro, in die Sanierung des Gebäudes seitens der Stadt investiert wurde). Nun war immer klar, daß sie umziehen müssen. Sie waren bisher nicht in der Lage (oder zu bequem) einen alternativ-Standort zu finden. Wären aber angeblich in der Lage, die Vorfinanzierung seitens der SOH von 500.000 (die diese sich auch überhaupt nicht mehr leisten können) mittels einer monatlichen Zahlung von 3.000 Euro abzutragen. Wie soll das gehen? Abgesehen davon, daß bisher von dem Geld nur eine leere Halle hingestellt wird. Da der Getränkekredit, sollte er wirklich existieren, schon in den Bau gesteckt wird (normalerweise sind diese für die Einrichtung vorgesehen), haben die dann eine leere Halle ohne Ausstattung und nicht mal Geld um die alte Einrichtung aus der anderen Halle (die man eigentlich gar nicht verwenden kann, da diese angepasst werden müsste) in die neue zu transportieren und aufzubauen.


    Diese Vorgehensweise passt leider vollständig in die komplett aus dem Ruder gelaufene Projektsteuerung. Schade für Offenbach. Die Schule kann man sich auch nicht leisten. Da steht auch noch die Stellungnahme vom RP aus.

    Genau diese Begründung war aber im Bauauschuss schon die Argumentation des OB Schneider, NICHT gegen den Brückenbau zu klagen.


    Dieses Vorgehen ist leider exemplarisch für die Stadt Offenbach, bzw. für diesen OB. Dadurch wird es in Offenbach auch nicht, solange Schneider da maßgeblich tätig ist, zu sinnvollen gemeinsamen Projekten beider Städte kommen. Entweder Frankfurt profitiert und Offenbach zahlt mit, oder gar nichts passiert. Und er will sich dann noch wegen seines ach so guten Verhältnisses zu Frankfurt feiern lassen.

    FAZ vom 11.01.2012:


    Nein zu Frankfurter Supermarkt


    Die Stadt Offenbach will gegen die Errichtung eines geplanten Einkaufszentrums in der Nähe der neuen Frankfurter Mainbrücke klagen.


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    Pressezitat gelöscht. Bitte kein copy & paste aus Presse-Publikationen (Richtlinien).
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    Gegen die Brücke will er nicht Klagen, also versucht er jetzt an anderer Stelle Aktionismus zu beweisen. Das spiegelt alles wieder, was ich in meinen vorangegangenen Beiträgen angedeutet habe.

    Eine Pförtnerampel wird hier, wenn nicht klar dafür gesorgt wird, daß der Zugangsverkehr zur EZB, bzw. nach Frankfurt-Ost weiter über die Hanauer Landstraße zu erfolgen hat, keine wirklich sinnvolle Wirkung zeigen, sondern das Problem nur an die Stelle vor der Ampel verlagern. Es gibt wahrscheinlich nur wenige, die begreifen, daß ein anderer Weg schneller gewesen wäre, BEVOR sie in der Schlange an der Ampel stehen. Und wie weit diese Schlange dann reicht, wird man eben erst sehen, wenn sie dann da ist.
    Aber das ist auch nicht als Vorwurf an Frankfurt zu begreifen (kein Grund, den berühmten Kleinkrieg hier auszutragen... ;) ). Die Sache wäre an Offenbach, sich hier mit mehr Sachverstand für ihre eigenen Interessen einzusetzen und diese auch gegenüber Frankfurt zu vertreten, anstatt Fußballwetten einzugehen und dann die Treppe vom Römer zu kehren. Doch dieser Sachverstand, der aufgrund der viel zu dünnen Personaldecke im Stadtplanungsamt nur noch rudimentär vorhanden, wird nicht mal angehört. Wenn mein Verhandlungspartner sich auf alles einlässt, was mir nur Vorteile bringt, würde ich als Frankfurter Vertreter denen auch keinen Nachhilfeunterricht in Stadt- und Verkehrsplanung erteilen.