Beiträge von Kardinal

    Die Durchbiegung in den Feldern des Unterzugs ist nicht so entscheidend. Eher schon, daß mit dem Alten Roten Haus ein dreiseitiger Massivbau quasi wie ein Aussteifungskern gewirkt hat. Ob die Horizontalkräfte durch die aufgeblatteten Fuß- und Kopfbänder (konstruktion 14. Jhdt im 1. OG und möglicherweise auch Traufseite 2.OG) rechnerisch aufgenommen werden können, habe ich nicht überprüft. Die K-Verbände von 1545 des 2. OG (mindestens Giebelseite) und 3. OG können das mit Sicherheit, zumindest für den entsprechenden Wandabschnitt.
    Nur ist da eben noch der kleine Anbau gewesen, der sich hinter diesen "Kernbau" auch über den Durchgang zu Tuchgaden gezogen hat bis über den Eingang neben Tuchgaden 6 (welches eigentlich auch zu dem Komplex gehört) aufgelagert war. Eben auch auf diesem Unterzug.
    Und daß der seitliche, jetzt massiv errichtete Anbau die Erweiterung dieses Hinteren Füllbaus war und ebenso wie der Kernbau auf den weiter verlaufenden W-O-Unterzug und der schräg stehenden Eckstütze lag (rückseitig auf Tuchgaden 9 und dem romanischen Rest von Lange Schirn 12). Diese Eckstütze war von der Gestalt identisch mit den drei bekannten Stützen (es gibt noch weitere Erkenntnisse zu den Auflagerungen, doch das führt jetzt zu weit). Somit hier zumindest die gelichen Setzung durch einem Fachwerkbau typische größeren Bewegungen und dem Nachgeben der Holzkonstruktion, auch in Auflagerpressungen.


    Die Holzstützen, für die man eigentlich extra (große und demensprechend alte ) Bäume fällen, ablagern und vor dem Einbau probebelasten müsste, müssten jetzt schon fertig sein. Sonst wird es durch Trocknungsspannungen und -verformungen zu noch gravierenderen Bauschäden kommen. Gleiches gilt für die Unterzüge (2 x 12 m, mit b/h = 33/40). Die nochmals quer verlaufenden Unterzüge haten ja die gleichen Dimensionen, waren aber halt "nur" etwas über 6 m lang. Dann kommt noch ein schräg verlaufender Unterzug unter dem erwähnten hinteren Bereich.


    Wenn man die Wirkung dieser Unterzüge richtig ansetzt, kommt man auch ohne irgendwelche Hilfskonstruktionen aus Stahl aus (die Löwenapotheke in Aschaffenburg hat Stahlseilverbände in der Innendämmebene). Der mittlere der Unterzüge scheint nämlich überlastet, wenn man das System schulmäßig rechnet und sich nicht die Besonderheiten des Holzbaus zu Nutze macht (die hier auch mehr der Realität entsprechen). Das Haus ist über 600 Jahre nicht zusammengebrochen. wenn man das statische System richtig versteht (und umsetzt), weiß man auch warum.


    Das alles ist der Dom-Römer GmbH, speziell auch dem Geschäftsführer, seit 2011 bekannt gegeben (bis auf die Erkenntnisse die noch danach gemacht wurden). Geschehen ist nichts. Besteht halt nicht wirklich ein Interesse, oder man müsste sich eingestehen, daß man ganz lange für unheimlich viel Geld falsch geplant hat, insbesondere im Bezug auf die Ausführung des Stadthauses an dieser Stelle. Herr Guntersdorf hat in diesem Zusammenhang mal im Ausschuss gesagt, das wären alles Details, dafür wäre es noch zu früh...


    Vielleicht versteht jetzt auch manch einer meinen in letzter Zeit durchklingenden Frust über die mangelhafte Ausführung von Leuten, die sich für etwas feiern lassen, wovon sie nichts verstehen (und entsprechende Gehälter aus Steuermittel kassieren).

    Der Anbau war von Anfang an konstruktiver Bestandteil des Roten Hauses. Die Überbauung wurde Anfang des 14.Jahrhunderts an das Alte Rote Haus (Tuchgaden 9, spätromanisch) auflagernd mit zwei gekreuzten Eiche-Unterzügen mit einem Querschnitt von b/h = 33/40 cm.
    Der von Nord nach Süd verlaufende Unterzug war südlich am Alten Roten Haus aufgelagert (weshalb dieses zur Rekonstruktion Rotes Haus unbedingt dazugehört) kreuzte dann den quer (also von west nach ost) verlaufenden Unterzug und lag dann auf den berühmten drei gotischen Säulen auf.
    Der quer verlaufende Unterzug lag auf der Wand von Markt 15 auf, lief dann über genannten Kreuzungspunkt zur äußeren Ecke den Anbaus, an der sich die VIERTE, später schräg gestellte Säule befand.


    Der historische Fehler besteht nun darin, daß man zwei früher durchlaufende sich eben kreuzende und dadurch aussteifende Unterzüge willkürlich verkürzt und damit das gotische System vollkommen ruiniert, weil man immer noch nicht verstanden hat, daß das Rote Haus ein Gebäude mit mehreren statisch verflochtenen Gebäudeteilen war und nicht nur der Aufbau auf den drei Säulen unter dem 1545 aufgestetzten in Nord-Süd-Richtung verlaufendem Dach. Die Aussteifung ist nun nicht mehr gegeben, die vorher in Querrichtung neben den Kopfbändern noch durch die vierte Säule und den Anschluss an die Trennwand zu Markt 15 gegeben war.


    Statt dessen wird nun neben die Holzkonstruktion ein massives Was-weiß-ich-Erinnerungsbau-Gebäude hingesetzt, daß diese Funktion nicht übernehmen kann, weil es aufgrund der hohen Belastungen der Holzsäulen zu unterschiedlichen Setzungen gegenüber den Betonstützen kommen wird. Also Aussteifung gar nicht gegeben, oder Aussteifung über Anschluss, allerdings langfristig Bauschäden wegen unterschiedlicher Setzungsverhalten.


    Die Lösung wäre einfach das Rote Haus vollständig und richtig zu rekonstruieren, so wie es aufgebaut war.
    Ich muss es leider nochmal schreiben: die Dom-Römer GmbH ist dazu nicht in der Lage, weil sie sich für die richtige Quellenlage überhaupt nicht interessiert, die wollen das Ganze nur so geräuschlos wie möglich über die Bühne drücken. Ob es dann stimmt, ist denen vollkommen egal (wer will es denn schon kontrolieren, ob es stimmt).
    Und ich glaube, das tut niemandem mehr weh wie mir. Das Ganze bekannte Wissen wird vollkommen ignoriert und genau das gemacht, was im Vorfeld immer angeklagt wurde (von denselben, die das jetzt verantworten): Disneyland... dabei wäre es so einfach wirklich was Großartiges zu erstellen.

    Ich hatte ja schon öfter hier erklärt, daß gerade bei diesen beiden Häusern sehr entscheidende technische Gründe dafür sprechen, diese ebenfalls zu rekonstruieren.
    Von Markt 7 sind noch Spolien vorhanden (2 komplette Kragsteine und genaue Aufzeichnungen über die Einbindung derer in den Wandaufbau mit anliegenden Segmentbögen).
    Markt 30 war ein konstruktiv eingebundener Teil des zeitgleich errichteten Hauses Markt 28. Ohne Markt 30 wird man Markt 28 nicht wirklich richtig rekonstruieren können.


    Was eben auch noch fehlt, ist, daß nach wie vor für das Rote Haus ein massiver Anbau vorgesehen ist (hier gilt im Prinzip das Gleiche wie bei Markt 28/30, sogar noch viel deutlicher). Der Bedeutenste Aspekt des Gebäudes, die Erdgeschosskonstruktion der drei, eigentlich vier Säulen (genau hier liegt das fehlerhafte Verständnis bei der GmbH) wird falsch ausgeführt und somit massiv beeinträchtigt. Dies lässt sich ja zur Frage Anbindung an Tuchgaden 9 fortführen. habe ich ja schon mehrfach ausgeführt.


    Was eben dann noch die Frage ist: Hat man bei den übrigen Rekonstruktionen den Balkenaufbau erkannt und verstanden? Wird man ihn auch entsprechend wieder herstellen (m.M.n. der Hauptaspekt für eine seriöse Rekonstruktion von Fachwerkhäusern)? Bei Esslinger (Hinter dem Lämmchen 2) kann es schon durch die Vorgaben mit dem Nachbargebäude zur Baubachstraße nicht gelingen.:nono:

    Nun ist aber das Problem mit der Bebauung, daß die Stadt im Moment selbst starke Probleme hat, all die begonnenen Baugebiete weiter zu führen, wiel man sich selbst die konkurrierenden Projekte direkt vor die Nase setzt (Bürgel-Ost ist an der Bebauungsgrenze ca. 70 m von der Bebauungsgrenze Jahnstraße, ehem. TSG.Sportplatz entfernt, für Bürgel-Ost wurde extra Grundstücke hinzugekauft und dort ist noch NICHTS geschehen).
    Manchmal ist es eben einfach besser, nichts zu tun, vor allem wenn es sich nicht um ein Nullsummenspiel handelt, sondern, etwas umfangreicher betrachtet, wieder nur Verluste und Kosten bringt. Der Hafen hat die SOH nahe an den Ruin gebracht. Das ist sehr wohl entscheidend.
    Und bei der Berliner Straße hatte die Frage einer Sanierung NICHTS mit der finanziellen Lage der Stadt zu tun, sondern ob man bereit ist etwas mehr in die eine sensiblere Planung an Zeit zu investieren statt dem erstbesten Masseninvestor das Grundstück hinterher zu werfen.


    Das ist purer Aktionismus und war bisher fast alles nur zum Schaden der Stadt. Es werden die Standard-ich-hab-Lehramt-studiert-und-will-jetzt-Projektentwickler-werden-Rezepte. KOMM - Einkaufszentrum in der Stadtmitte... Der Ruin für den Offenbacher Einzelhandel (das war im Übrigen auch die mir gegenüber geäußerte Aussage eine ehem. sehr bekannten Offenbacher Amtsträger).

    Das Gebäude Bauabschnit 1a ist natürlich das erste, welches nun errichtet wird.
    Der Versuch, ein ganzes Gebäude zu verkaufen, ist ja noch nicht von Erfolg gekrönt und somit sind ja noch keine Verpflichtungen erfolgt. Ich gehe mal davon aus, daß das Gebäude natürlich auch errichtet wird, sollte es verkauft werden.
    Aber über rechtliche Konsequenzen, falls es nicht klappen sollte mit dem Projekt (was ich im Übrigen ja nicht hoffe, sondern nur die begleitenden Umstände beschreibe) brauche ich mir keine Gedanken zu machen, weil es nicht mein Problem ist. Es ist das Problem des Projektentwicklers, wenn es so weit kommen sollte. Aber vielleicht kannst Du es mir ja mal fachlich erklären (obwohl es mich, wie schon gesagt, auch gar nicht interessiert, weil es eben nicht mein Problem wäre).


    Wo liegt denn eigentlich das Problem, wenn ich auch die anderen Umstände beschreibe? Ich kann nichts dafür, wenn ein angesehener Projektentwickler schon auf die einfachste Frage nach der Marktsituation mit Schulterzucken reagiert. Das ist ein wenig ungewöhnlich für ein solch großes Projekt. Und mit der ganzen Vorgeschichte des Gebietes erst recht.


    Soll ich das Ganze jetzt hier trotz der Erfahrungen auch mit anderen Offenbacher Vorhaben toll finden, nur weil die Bilder so hübsch sind? Offenbach hat über 1 Milliarde Euro Schulden und das Grundstück wird verschleudert. :nono:


    Da sind ganz andere Maßnahmen notwendig, die auf die gegebene Umstände eingehen und diese nutzen, anstatt immer nur tabula rasa und neu modern gebaut. Genauso mit dieser Einstellung wurde nämlich auch das Gründerzeit-Gebäude Berliner Str./Ludwigstraße platt gemacht statt saniert und derselbe billige Bauträger-Mist hingestellt, den man sonst überall auch sehen kann, wo schnell möglichst viel Rendite rausgequetscht werden soll.

    Ich gebe hier nur weitergehende Informationen, die mir halt nun mal zur Verfügung stehen und die außenstehende Betrachter eben so nicht haben.


    Ich würde mir wünschen, es wäre besser, aber das ist es eben nicht. Und die Juchee-Mentalität aufgrund reiner Bautätigkeit führt eben nicht zu einer positiven Enwicklung der Stadt, wenn man die begleitenden Umstände und Bedingungen so ignoriert, wie es der OB als Bau- und Planungsdezernent entgegen dem Fachwissen seiner Ämter nun mal tut.
    Die Versprechungen zum Investoreninteresse beim Hafen habe ich JAHRELANG vom früheren SOH-Geschäftsführer gehört. Die ersten Gebäude waren alles öffentliche Träger, die Schule wird jetzt, weil mit Gewalt was passieren musste, an einem vollkommen falschen Standort gebaut. Langsam kommen jetzt private Investoren, aber das Ganze steckt schon so tief in den Miesen, daß es niemals mehr kostendeckend aufgehen kann.
    Ich kann nichts dafür, daß hinter der schönen Architektenbilderfassade soviel Mist steckt, aber das gehört nunmal zur Realität dazu.

    Nein, das ist eben nicht richtig.
    Der Investor kann laut städtebaulichem Vertrag bereits nach dem ersten Gebäude (im Vertrag Bauabschnitt 1a !) aussteigen. Ich habe das nicht nur sehr sorgfältig gelesen, sondern auch im Ausschuss explizit dazu den Investor gefragt!
    Dann habe ich Wohnungen (wenn er aussteigt, stehen bestimmt ein paar davon leer) und eine riesige Brachfläche, statt eines Parkplatzes.


    Und ich habe eben weniger Interessenten für den Baubestand, der gerade in der Innenstadt sehr vernachlässigt wird.


    Es wäre überhaupt kein Problem, wenn sich dort jemand gefunden hätte, der wirklich der Überzeugung ist, daß hier ein Projekt realisierbar sei, welches auch eine entsprechende Nachfrage befriedigt, OHNE in direkte Konkurrenz zu den vielen anderen, genauso wenig erfolgreichen Projekten zu treten.


    Es werden hier Grundstücke, und somit das Restkapital der Stadt, die sonst nichts mehr hat, verschleudert!

    Humpty


    Die CDU-Position ist mein Beitrag. Ich habe Sonntag abend zufällig herausgefunden, daß das Haus 1 in Gänze zum Verkauf angeboten wird. Das, nachdem bei der Projektvorstellung im Ausschuss man auf Nachfrage vom Projektentwickler gesagt bekommen hat, daß man 1. gar keine Marktanalyse gemacht hat, sondern einfach darauf los baut und 2. im städtebaulichen Vertrag dem Investor die Möglichkeit eingeräumt wird, sich nach dem ersten Haus wieder aus dem Projekt zurückzuziehen. Dies hätte katastrophale Folgen für das Gebiet.
    Der OB will schon seit Jahren dieses und andere Areale mit Gewalt verkaufen, hier sogar entgegen der Ratschläge aller seiner Ämter und Gesellschaften.


    Außerdem muss man wissen, daß einer der Projektentwickler ein Juso-Freund und Unterstützer beim OB-Wahlkampf war. Da kann man natürlich fragen (was ich der betreffenden Person gar nicht vorwerfe, ist ja sein Geld), wenn keine Marktanalyse gemacht wurde, die Ausstiegsklausel sich wiederfindet, zudem noch finanziell Offenbach gar nichts davon hat, sondern einen Großteil des Geldes einfach weitergibt, in der Innenstadt sich die sozialen Strukturen entmischen, weil Altbestand nicht mehr saniert wird (die zahlungskräftigeren Mieter werden ja weggelockt), was soll das bringen? Da sollte man auch skeptisch sein, vor allem wenn man für langfristige Entwicklungen Verantwortung übernehmen soll und sich nicht von dem Schein der Präsentation blenden lassen.


    Bei der Planung Stadthofumgebung hat der OB mit Engagement das Gutachten und die darin vorgeschlagenen Maßnahmen als großartige Entwicklung und der wichtige Schritt in der weiteren Entwicklung beworben (49 Seiten voller substanzlosem Geschwätz mit ein paar 3D-CAD-Bilder, wobei das historische Maß in der Bebauung und den vorgeschlagenen Maßnahmen vollkommen ignoriert wurde).
    Nach seiner Rede hat dann der Fraktionsvorsitzende der Piraten, der in seiner Rede meiner Meinung sehr entsprochen hat, das Gespräch mit dem OB gesucht und dabei herausgefunden, daß der OB nicht mal einen Blick in das Gutachten geworfen hat. Eigentlich keine Ahnung von dem ganzen Projekt hatte außer ein paar Bilder, die eine Woche zuvor mit PowerPoint im Ausschuss gezeigt wurden. Und so ist das in Offenbach mit ALLEN Bauprojekten!


    Beim Hafen ist es ähnlich, auch hier habe ich die Entwicklung nun schon seit Jahren begleitet und Nachfragen wurden immer angetan. Mittlerweile ist es eben so, daß bei diesem Projekt durch die Grundstücksverkäufe nur noch das finanzielle Minus reduziert werden kann, das Ganze aber nie Gewinn abwirft (das war übrigens seinerzeit unter Grandke der einzige Grund für das Projekt, Einnahmen durch Grundstücksverkäufe). Im Gegenteil, sogar die SOH in finanzielle Notlage gebracht hat (zusammen mit anderen "tollen Projekten" wie dem Stadion oder dem Wiener Ring, der gerade mal das fünffache der laufenden Unterhaltungskosten benötigt...). Bürgschaften seitens der Stadt wurden direkt nach der OB-Wahl auf einmal nötig, um den laufenden Betrieb überhaupt sicher zu stellen. Sonst wäre der Hafen heute schon Geschichte und auf dem Bbieberer Berg stünde eine Bauruine.
    Es gibt halt auch Umstände hinter den Architekturpräsentationen. Und die sind in Offenbach alles andere als sonnig. Die Entwicklungen bei all diesen Projekten entsprach leider immer den Befürchtungen!


    @winntou


    Mit Missachtung und Geringschätzung hat das nichts zu tun.
    In Offenbach habe ich eben den ganzen Hintergrund zur Kenntnis und versuche darüber im Vorfeld auch aufzuklären. Wie schön Architekturzeichnungen sind, brauche ich nicht zu loben, das machen andere und das hat meist wenig mit der Realität zu tun.
    Ebenso verhält es sich in Frankfurt mit der Altstadt. Ich würde mir auch wünschen, daß dort alles gemäß dem politischem Willen ausgeführt wird. Detailgenaue Rekonstruktionen.
    Statt dessen (ich habe die Inhalte ja wieder gegeben) versucht die Dom-Römer GmbH konstant und fortgesetzt ihre eigene Inkompetenz zu überspielen (und das die ausgeprägt ist, habe ich auch anhand mehrerer Dokumente und Verweise nachweisen können). Man hofft dort letztendlich darauf, daß die Architekten es schon richten werden, ohne Ihnen die notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen, den Anspruch nur noch auf Schein zu reduzieren und nicht mal Willens sind Knntnisse und Dokumente anzunehmen oder weiter zu geben. Den Architekten wurde untersagt, Kontakt zu anderen bezüglich des Projekts zu haben. Die GmbH konterkariert die Rekonstruktionmöglichkeiten, hat sogar aktiv gegen Rekonstruktionsinteressierte Investoren gearbeitet. Ich war live dabei!


    Das Projekt rede ich nicht schlecht. Ich denke behaupten zu können, daß ich maßgeblich an der Durchsetzung beteiligt war und viele Jahre Arbeit hineingesteckt habe. Aber die Umsetzung, die zur Zeit läuft ist schlecht, weil es um zu viel Geld geht und sich beteiligte zu wichtig nehmen, ohne wirklich Ahnung zu haben, von dem was sie da machen. Alles wofür ich persönlich mich habe die letzten Jahre von Architekten beschmpfen lassen, wird nun unter der Hand billig und ohne Engagement durchgewurstelt. Es gibt in der Dom-Römer GmbH keinen einzigen, der wirklich Ahnung hat vom Fachwerkbau. Sie schaffen es ja bis heute nicht einmal die Namen der Häuser richtig wieder zu geben.


    In Frankfurt steht geht es nun mal seit Jahren darum, ob es wirklich richtig gemacht wird oder eben das viel zitierte Disneyland. Die ganze Qualität hängt von der Durchsetzungskraft der Architekten gegenüber der GmbH ab und das ist ohne öffentliche Kenntnis dieser Gefahr für diese meiner Meinung nach nicht durchzuhalten.

    Verkaufsschlager?

    Es sind noch nicht mal die Bodenarbeiten fertiggestellt und schon wird das gesamte Gebäude bei "Immobilienscout24" für 5.741.700 Euro zum Verkauf angeboten.
    Hat der Investor da doch nicht ganz so viel Vertrauen in die von ihm selbst erhoffte Rendite?
    Es ist und bleibt ein Wahlkampfgefallen, für den der OB das Grundstück ohne Einnahme für die Stadt hergibt. Er musste ja das Land Hessen zum Verlassen des vom Zoll genutzten Gebäudes bewegen, in dem er die Verkaufserlöse diesem zugesprochen hat. Und darüber hat er übrigens auch noch die Stadtverordnetenversammlung erst nach der Zustimmung zur Projektvorlage informiert.


    http://www.immobilienscout24.d…gationBarType=RESULT_LIST

    Innenstadt Stadthof

    Leider ist dieses Planspiel ziemlich oberflächliches CAD-Gespiele auf fast 50 Seiten. Für den vielleicht etwas sachkundigen bringen diese Aussagen keinerlei Erkenntnisgewinn, die Möglichkeiten wurden nicht wirklich mit den Betroffenen erörtert (gut, ist ja nur als Vorstadium gedacht), die Architekturansichten gehen von ziemlich spektakulär (was ja nicht unbedingt etwas positives sein muss in der Architektur, also fernab von Realisierbarkeit...und nicht mal schön) bis hin zu standard-aktueller CAD-08/15-Architektur mit dem üblichen Staffelgeschoss.
    Leider wurde auch deutlich, daß man mit dem Vorschlag alle Traufkanten auf eine Linie zu bringen (kennen wir doch von Berlin...), sich nicht wirklich mit dem Bestand auseinandergesetzt hat. Auf der Frankfurter Straße befindet sich ein hinter vorgehängten Steinplatten verstecktes klassizistisches Wohnhaus, dessen Dach ist noch komplett bauzeitlich erhalten und als solches gut erkennbar ist. Diese Gebäude wollten die Planer entsprechend aufstocken. Also ziemlich oberflächliche Bestandsanalyse mit schon erwähnten Standard-Rezepten.
    Das wirklich Ärgerliche daran ist, daß für dieses überflüssige Gutachten wieder ein externes Büro, nicht mal aus Offenbach, beauftragt wurde und somit viel Geld, daß die Stadt Offenbach bekannterweise nicht hat, verschleudert wurde.
    Das Stadtplanungsamt hätte selbständig weit bessere Ergebnisse liefern können.
    Und der OB hat es mit Vehemenz verteidigt, obwohl, wie sich später herausstellte, er nicht mal in diese Unterlagen reingesehen hat.

    Mit Leimbinder der für Deckenbalken notwendigen Querschnitte, vor alle aber für die innen liegenden Balken spart man gegenüber der Verwendung von Altholz überhaupt nichts!
    Das ist leider mal wieder Ausdruck von Inkompetenz und in unbegreiflichem Maß mangelnder Fachkenntnis der GmbH.
    Als weiteres Beispiel die Ausschreibung zu Klein Nürnberg. Im EG gotisches Kreuzgratgewölbe? Abgesene davon, daß das Gebäude aus der Renaissance stammt, kann man bei jeder der wenigen Abbildungen erkennen, daß dort KreuzRIPPENgewölbe waren, also vortretende Rippen, die zumindest nach Aufbauplanung das tragende Netz für die Gewölbekappen bildet. Kreuzgratgewölbe haben eben, wie der Name es schon sagt nur einen Grat an dem die Kappen ohne Rippe aufeinanderstoßen.


    Nicht mal das können die richtig machen. Hier werden dann mal wieder über Nachforderungen massive Mehrkosten entstehen...


    Wenn Geld eingespart werden muss, dann sollte man sich schleunigst von unnötigen Gehältern losspechen! Würde auch der Qualität der Rekonstruktionen erheblich zu Gute kommen.

    Besagte "2" Häuser entsprechen diesem ersten Teil des ersten Bauabschnittes. Ist also nicht mehr als dieser erste "Experiment"-Schritt, bzw. das, was ich als erstes Haus bezeichnet habe. Wenn der nun verkauft ist, sollte es nach Definition ja weiter gehen. Mal sehen...


    Trotzdem steht auch hier die Frage, ob man da Potatial abzieht, das bestehenden Wohnraum besser gefüllt hätte. Ganze Gründerzeitviertel sind erschreckend runtergekommen. Wohnviertel, von denen man gar nicht glauben würde, daß so etwas in Offenbach überhaupt existiert.
    Vor allem, weil, wie ich schon erwähnt habe, die Stadt selbst gar nichts davon hat (hier hätte eigentlich der Donnerschlag der Kommunalaufsicht kommen müssen, aber auf das eientlich notwendige Trommelfeuer wartet man hier schon zu lange).
    Im Gegenteil: Die noch besser gestellten Bewohner konzentriert man an dieser Stelle, fast so schlimm wie die Neubaugebiete in den gewachsenen eingemeindeten Orten. Die Leute, die sich diese Wohnungen leisten können werden dringend zur Aufwertung und Sanierung des bestehenden Wohnraums benötigt.

    Politisches Spektakel

    Da der Investor die Möglichket hat, bereits nach Bau des ersten Hauses wieder vom Vertrag zurückzutreten und die Kosten für das Restgrundstück zurückerstattet zu bekommen, ist das Ganze nicht mehr als ein Wahlwerbegag zur OB-Wahl 2011. Einer der beiden Investoren ist ein Parteifreund und Wahlkampfunterstützer des OB und hat ihm wohl diese Möglichket dann aufgetan (natürlich nur mit o.g. Absicherung). Es wird dadurch evident, daß ein Vertreter des Investors im Bauauschuss auf die Frage, wie denn überhaupt die Nachfrage nach entsprechendem Wohnraum besteht, antwortete, daß man das gar nicht geprüft habe.
    Das Stadtplanungsamt und die städtischen Gesellschaften haben eine Bebauung des Geländes nämlich immer als unrentabel abgelehnt. Der OB ist jedoch absolut beratungsresistent und hat es sich in den Kopf gesetzt überall bauen zu lassen und sich somit ein Denkmal zu setzen.
    Esrt nach der Abstimmung kam zudem raus, daß Offenbach noch nicht mal die Grundstückseinnahmen behält, sondern der OB dieses Geld bereits dem Land Hessen versprochen hat, damit dies das dortige Zollgebäude freimacht (normalerweise würde das Gebäude nach Ende der Nutzung kostenfrei wieder an die Stadt übertragen, aber das Land will es eben noch eineZeit lang nutzen und hätten somit einer vollkommen unrentablen Bebauung im Weg gestanden).
    Da es sich eben nur um einen Wahlkampfgefallen handelt, ist es auch müßig etwas über die Qualität zu sagen. Solange nicht über das erste Haus weitergebaut wird (und somit ein unerklärlicher und von allen Fachleuten unerwarteter Zuspruch eintreten würde), wird auch der Investor keine größeren Planungskapazitäten dort binden.


    :nono:

    Es läuft besser?

    Ich habe dem Artikel nicht entnehmen können, was genau eigentlich am Hafen besser läuft als erwartet. Dass Matha ein Jahr vorher Gespräche über den zweiten Bauabschnitt führt? Ihr Vorgänger Böger hat die ganzen letzten Jahre Gespräche geführt mit vielen privaten Investoren und die Verträge standen immer kurz vorm Abschluss...
    Alles, was jetzt da aufgeführt wird, sind nur die Verausgabungen von Steuergeldern in der Infrastruktur. Daraus lässt sich 1. keinerlei Abweichungen (also auch keine Verbesserungen) vom öffentlich finanzierten B-Plan erkennen und 2. auch keinerlei Durchbruch bei der Vermarktung der Grundstücke.

    Kompositelemente und Vorblendungen waren durchaus keine Seltenheit.Die ... (Mod: Zitat gekürzt. Für den gesamten Text das blaue Quadrat anklicken.)


    Das ist aber eine technisch verträgliche Methode (Eiche auf Eiche, mit Holzdübeln verbunden), wie bei einer fachlich richtig ausgeführten Sanierung. Das hat aber nichts mit dem Pfusch zu tun, der jetzt von der Dom-Römer GmbH vorgeschlagen wird.
    Und das es Pfusch ist, weiß ich ja nicht nur durch die von der FNP recherchierte Aussage. Die Investorenanforderungen, in denen die Rekosntruktionen technisch beschrieben wurden (habe ich hier auch schon angeprangert) enthielten schon die Anweisung (!), es sei eine moderne Holzrahmenbauweise mit vorgeblendeten Fachwerkbalken zu erstellen, innen mit Gipskarton zu verkleiden und - achtung, der Hammer und das ultimative Beispiel für die Inkompetenz der Dom-Römer GmbH - "Fensterbänke aus Naturstein gemäß historischem Vorbild". Wohlgemerkt: Es geht um Fachwerkhäuser!
    Wer so wenig Ahnung von der Materie hat, dann aber auch Investoren mit der entsprechenden unbegründbaren Selbstsicherheit so einen Schwachsinn vorschreibt, der kann auch nicht wissen, wo man mit Kosteneinsparung Pfusch betreibt.
    Und auch hier nochmal zur Erinnerung: Wir sprechen von der extra gegründeten stadteigenen Gesellschaft, deren Aufgabe seit nunmehr fast 4 Jahren nichts anderes als dieses Projekt ist. Da aber fast alle Projektleiter von WPV entliehen wurden (großes Unternehmen, hat schon riesige Projekte gemacht...:nono:), sagt keiner was, obwohl KEINER dieser Leute auch nur den Hauch von Erfahrung mit richtiger Altbausanierung, ganz zu schweigen von richtiger Rekonstruktion hat (in diesem Zusammenhang möchte ich das Thurn & Taxis-Palais, bei dem diese mit tätig waren, qualitativ eben nicht als Vorbild nehmen).
    Hier vielleicht nochmal einräumend, die Wahl von Werner Pfaff hätte seitens der Stadtverordneten hinterfragt werden müssen. Hat sich ja dann auch als massiver Missgriff herausgestellt, nur leider sind dessen Angestellten verblieben. Und die können das eben nicht!

    Die Politiker sind Laien. Die müssen das nicht wissen. Aber ein wenig intensiver nachfragen (vor allem im Aufsichtsrat) würde nicht schaden!
    Ich glaube daher, daß der Vorwurf eben genau an die GmbH gerichtet werden muß, vor allem seitens der Politiker.
    Die GmbH arbeitet nun seit fast 4 Jahren an dem Projekt (inkl. Pfaff als Geschäftsführer). In jeder Sitzung wurde bisher gesagt, man sei absolut im Zeitplan. Es werden extra massiv höhere Kosten von den Rekonstruktionsinteressenten verlangt. Wie erklärt man diesen denn nun, daß sie für eine gezielt ausgewiesene Ausgabe eben nicht diese explizit ausgewiesene Leistung bekommen. Schon durch diese sehr zweifelhafte Preisbildung und-begründung sollten Abstriche an dieser Stelle schlicht unmöglich sein. Die GmbH bekommt diesen Mehraufwand doch (überteuert) bezahlt!
    Nachweis der Inkompetenz bei diesen, wirklich sehr teuer bezahlten Leuten, ist doch nach wie vor das Dreysse-Gutachten zu den Gebäuden "Hinter dem Lämmchen" und "Rotes Haus". Anhand des angeblichen Wissens dort und der Experten, dürften die Fehler gar nicht sein, die dort nach wie vor in die Öffentlichkeit gestellt sind. Es ist faktisch niemand in dort, der auch nur annähernd die Kompetenz hat, einfachste Zusammenhänge aus der Altbausanierung und historischen Bauweisen abzuleiten und somit die massenhaft erstellten Gutachten und ausgelagerten Sacharbeiten in ihrem Ergebnis auf Plausibilität zu kontrollieren.
    Den ausgebildeten und entsprechend bezahlten Ingenieuren dort mache ich jeden Vorwurf, wenn ein hoher Kostenfaktor angesetzt und trotzdem nicht eingehalten wird, immer behauptet wird im Zeitplan zu sein (obwohl schon für außenstehende Fachkundige das Gegenteil ersichtlich ist) und wenn man immer noch wiederholt fachliche Unsinnigkeiten äußert (zu niedrige Decken, nicht ausreichende Quellenlage, hast Du doch alles selbst immer noch im Ohr).


    Den Politiker kann man nur den Vorwurf machen, nicht ausreichend nachgefragt zu haben, selbst wenn die Unstimmigkeiten offensichtlich waren und sich von den zweifelhaften Ausreden der GmbH haben einseifen zu lassen. Aber diesen Vorwurf kann man mit Bestimmtheit vertreten.

    So,


    Hab ich es nicht die ganze Zeit gesagt?


    Inkompetenter Wasserkopf Dom-Römer GmbH, schon vor über einem Jahr mindestens ein Jahr hinter Soll und dann auch noch fachlich so inkompetent, daß jetzt der Pfusch öffentlich angekündigt wird.
    :nono:

    Katastrophal!
    Von der Architektur her kann man ja nicht meckern, geliefert was bestellt wurde. Aber strukturell, politisch, finanziell, also in jeder anderen Hinsicht katastrophal.
    Allein dafür sollte die zuständige Projektleitung persönlich zur Rechenschaft gezogen werden und alle politischen Kräfte, die das unterstützt haben.


    Mal sehen, wie dann drei Monate nach Eröffnung darüber gesprochen wird, wenn der jetzige Mieter, auf den das exakt zugeschnitten wurde, nicht mehr die vereinbarte Mietzahlung leisten kann. Wahrscheinlich wird das erstmal verschwiegen und wieder heimlich bezuschusst, weil es zu peinlich wäre, zuzugeben, daß das eintritt, was schon von vorn herein absehbar war.


    Ich befürchte sogar, daß es gar nicht rechtzeitig eröffnet wird, weil man ja noch gar kein Einrichtung hat und erst kurz vor der Eröffnung merken wird, daß man gar nicht die alte Einrichtung aus der alten Halle einfach wieder verwenden kann.