Beiträge von Regent

    Hier zeigt sich vor allem das die Stadt mit komplexen Planungen absolut überfordert ist und offensichtlich auch große Schwierigkeiten damit hat auch für die Zukunft zu planen bzw. überhaupt mal so etwas wie Stadtplanung zu betreiben. Man hat in Stuttgart arg das Gefühl das Projekte nur isoliert betrachtet werden und gesamtheitliche Planungen ein Fremdwort sind. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Planungen der letzten Jahre, z. B. das Stückwerk oben auf dem Pragsattel (Theaterviertel) oder auch das Scheitern der "Kulturmeile" oder "Stadt am Fluss", sowie der Villa Berg. Vom Rosensteinquartier möchte ich an dieser Stelle garnicht erst anfangen!

    Die B14 und die B27 gehen ebenfalls quer durch die Stadt und hier gibt es Wohnbebauung! Ich schätze mal die Stadt wartet mit der Bebauung des Geländes auf die Verkehrswende – dann sollten die Schadstoffe ja kein Problem mehr sein. Kommt die Verkehrswende allerdings nicht wie geplant dann bleibt das Grundstück wohl eine Brache. Ein absoluter Witz! In anderen Städten wäre so etwas ein Filetstück, direkt am Park gelegen. Stadtplanung in Stuttgart ist einfach eine absolute Katastrophe. Zum Tunnel: die Röhren sind zwar schon eine Weile gebohrt, dann kommt aber erst der Ausbau der Tunnel, Fahrbahn etc. und es muss jede Menge Technik in die Tunnel eingebaut werden. Jeder Bauherr weiß, dass es mit dem Rohbau noch lange nicht getan ist.

    Absolut bedauerlich, sehr schöne Gebäude. Außerdem perfekt für die Autoverkehr-ist-urban-Fraktion bzw. Feinstaubliebhaber. Vor was hat die Stadt hier Angst? Klagen?

    Jep, darum geht es tatsächlich, Angst vor Klagen. Daher reißt man lieber ab! Deutschland im Jahr 2021!

    Die Inbetriebnahme des Rosensteintunnels verzögert sich – angepeilt wird nun Anfang nächsten Jahres. Der zuletzt erhöhte Kostenrahmen von 450 Mio. wird wohl deutlich überschritten. Was mir persönlich extrem sauer aufstößt, die Wohngebäude am Löwentor werden wegen der zu erwartenden hohen Schadstoffwerte am Tunnelportal ersatzlos (!) gestrichen, der Abriss steht kurz bevor. Stattdessen plant man hier eine Freifläche damit die Schadstoffe sich besser verteilen (und damit die Schadstoffkonzentration sinkt). Was die Stadt für die drei Gebäude bezahlt hat wird im Artikel nicht genannt, aber alleine der Abriss beläuft sich auf 400.000 €. Für mich ein absolutes Armutszeugnis, zumal es sich um die letzten verbliebenen Altbauten in dieser Ecke handelt. Quelle: StZ

    Und für was plädierst du jetzt konkret? Wegen mir muss man die Schleyerhalle auch nicht abreißen wenn es auch ein Umbau tut, ich vermute aber das da nicht viel rauszuholen ist. Generell finde ich aber das man aus der Ecke da unten viel zu wenig rausholt, Möglichkeiten gäbe es genügend. Ich finde es ehrlich gesagt auch schwierig das der Wasen 95% des Jahres eine tote Brachfläche ist. Gäbe es da keine elegantere Lösung?

    Woanders wäre man froh über so einen Entwurf, nur mal so am Rande. Ob es einem gefällt oder nicht ist eine persönliche Geschmacksfrage, ob der Entwurf gelungen oder für die Stelle angemessen ist nochmal eine andere, aber als "lahmen Kasten" würde ich diesen Entwurf nicht unbedingt bezeichnen. Im Gegenteil, durch die zahlreichen Vor- und Rücksprünge, die unterschiedlichen Höhen, die überdachte Treppe mit den Rundbögen (in der Visa vom Gestrüpp verdeckt) usw. empfinde ich den Entwurf eher als zu Wild. Was hätte man sich denn in Dresden an dieser Stelle gewünscht?

    Also ich kann mich auch noch an andere Zeiten auf der Königsstraße erinnern, die Shops waren früher definitiv hochwertiger und das Publikum ein anderes! Und vor allem, es gab auf der Königsstraße früher mehr Gastronomie. In der unteren Königsstraße zum Beispiel ein Mövenpick und in der oberen Königsstraße auch mehrere Restaurants – dort befindet sich heute kein einziges Restaurant!

    Im Artikel sind auch ein paar erste Visualisierungen zu sehen, diese stellen allerdings nur erste Ideen dar, sind also mit Vorsicht zu genießen. Was sicher positiv zu bewerten ist ist die mögliche zeitnahe Umsetzung. Es gibt großen Zuspruch von der Mehrheit der Fraktionen, nur SÖS-Linke ist der Meinung das mindestens eines der Gebäude eigentlich der Stadt gehört, da man die Landesbank ja mit Staatsgeld gerettet hat. Das die Eigentumsverhältnisse etwas komplizierter sind ist SÖS-Linke natürlich wurscht – man steht ja schließlich über dem Gesetz. Positiv auch der Ansatz mit deutlich mehr Gastronomie, insbesondere die Tatsache das diese Zukünftig über mehrere Geschosse geht und über eine offene Dachterasse verfügen soll. Auch die baulichen Veränderungen wie Lichthöfe und ein nach oben erweiterter Eingangsbereich des Schlossgartenhotels sind sicherlich richtig und wichtig. Was mich persönlich nach wie vor stört sind die geringen Baumassen. Teilweise sind es hier tatsächlich nur 4 Geschosse. Das finde ich dann doch etwas verschwenderisch mit den knappen Bauflächen in Stuttgart so umzugehen, aber sei´s drum. Ich bin mal sehr gespannt wann es losgeht und wie es letztlich wird.

    Also entschuldige mal, willst du mir jetzt ernsthaft weismachen ein Aldi wäre alternativlos? Ernsthaft? Wie wäre es denn z. B. wenigstens mit einem hochwertigeren Einzelhändler, Rewe, Edeka, Tegut usw.?! Man kann die Flächen auch ganz neu denken, warum nicht zum Beispiel ein Restaurant mit Außengastro oder einen Food-Court mit hochwertigen Anbietern? Oder eine hochwertige Tagesbar, ähnlich dem Tatti. Zudem hat das Fluxus gezeigt das individuelle und hochwertige Läden durchaus gefragt sind. Also wenn ein Aldi das Maximale ist was deine Fantasie zulässt dann weiß ich auch nicht.

    Was du meinst ist Lebensmittel-Einzelhandel – Einzelhändler sind alle Läden auf der Königsstraße, der gegensätzliche Begriff ist Großhandel! Einige Posts vorher habe ich bereits aufgelistet das es rings um die Königsstraße schon einige Lebensmittel-EH gibt: Rewe, Edeka, Hit, Penny, Asia-Supermarkt und auch einen Aldi – der das Niveau deutlich runterzieht! Dazu noch hochpreisige Lebensmittelmärkte wie Böhm oder die Markthalle, sowie diverse Metzger und Bäcker! Das es hier also keine Lebensmittel fußläufig zu kaufen gäbe ist also Blödsinn! Was es auf der Königsstraße tatsächlich nicht braucht ist ein Discounter (Aldi) der mit Nachhaltigkeit mal so überhaupt nichts am Hut hat. Mag ja sein das Aldi hier ein neues Konzept ausprobieren möchte, aber ich fürchte das hier vor allem noch mehr Müll generiert wird der unsachgemäß entsorgt wird. Die Erfahrungen der letzten Monate haben es leider gezeigt. Im übrigen, es gibt in Stuttgart in jeder Ecke einen Supermarkt der Fußläufig erreichbar ist, niemand braucht einen Aldi auf der Königsstraße um ohne Auto einkaufen zu gehen!

    Von Clustern in der Innenstadt habe ich ja überhaupt nichts geschrieben. Ich halte es auch nicht für nötig das Cluster in der Innenstadt sind, in den meisten europäischen Städten sind sie ebenfalls eher in einer Randlage, so wie in Paris, Wien oder dem von dir genannten Moskau. Selbst in amerikanischen Städten befinden sich die Hochhäuser zwar im Zentrum, das was unseren Innenstädten am nächsten kommt sind dort aber oft andere Bezirke, in vielen Städten dort ist das eher „Midtown“ wie „Downtown“ mit dem CBD, eben da wo auch Menschen leben. Auch in Amerika hat man erkannt das reine Büro-Zentren nach Geschäftsschluss tot sind. Selbst in New York ist in Downtown abends der Hund begraben, noch schlimmer in LA, Atlanta oder Houston. Deswegen versucht man dort auch seit Jahren in diesen Gebieten wieder verstärkt Wohnungen zu forcieren. Auch in Frankfurt hat man das erkannt und setzt auf eine Mischung aus Büro- und Wohnhochhäusern. Reine Bürocluster halte ich deswegen ohnehin für problematisch. In Verbindung mit Wohnhochhäusern kann ein Cluster aber ganz gut funktionieren.

    Naja, ich kenne die Sachen die es bei Aldi „auf die Hand“ gibt ganz gut. Das ist alles in Plastik verpackt, teilweise in winzigen Portionen! Diese Plastikpackungen wirst du später zu einem nicht unerheblichen Teil in der Stuttgarter Innenstadt auf dem Boden rumliegen sehen, so wie es rund um den Eckensee heute schon teilweise der Fall ist. Warum jemand „mit der Karre durch die Fußgängerzone fahren“ wollen soll bleibt wohl dein Geheimnis, aber wenn ein Aldi der darauf setzt der Jugend billigsten Schund in Einwegplastikverpackungen anzudrehen für dich „alles richtig gemacht“ ist, na dann gute Nacht um halb acht.

    Für das Konzept mag es gute Gründe geben, das will ich überhaupt nicht bestreiten. Was das Stadtbild angeht bleiben es aber relativ beliebige Standorte. Meiner Meinung nach hätte man z. B. beim Ostbahnhof (Werksviertel) mehr Hochhäuser konzipieren können, oder rings ums Uptown ein (kleines) Cluster konzipieren. Es geht auch nicht darum keine anderen Standorte zuzulassen sondern gezielt Cluster zu etablieren und die Infrastruktur dort dann eben dementsprechend anzupassen. In einem Cluster hätten 2x 155m auch eher eine Chance auf eine Umsetzung, denn wenn man mal ehrlich ist stehen diese als Solitäre tatsächlich etwas verloren rum, ebenso wie auch der Uptown oder die Highlight-Towers. Ich befürchte das das Halbkreiskonzept auch langfristig eher zur Ablehnung als zur Akzeptanz von Hochhäusern in München beitragen wird.