Beiträge von Tarsis

    Bin begeistert ! Vor allem weil man sich derart am Original orientiert und das Vorhandene voll integriert - Schäden aber sichtbar beläst ! So soll es sein. Auch wenn man streng denkmalpflegerisch die Reko ablehnen müsste !


    In Branschweig gibt es ein sehr ähnliches PRojekt : Das Landschaftliche Haus uv. C.G. Langwagen. Da war nach dem Kriege auch nur der Portikus erhalten . . . bzw. die vier Säulen darunter.


    Das Gebäude sollte laut Beschluss des nieders. Landtages im Rahmen des Neubaus des Amtsgerichtes ( Anfang der 90er Jahre ) in BS rekonstruiert werden. Man hat dann aber eine vereinfachte Form wiederhergstellt. Und die hat mit dem Original leider wenig zu tun - besitzt durch die völllig andere Dachform einen gänzlich veränderten CHarakter.


    Da hat es Frankfurt besser gemacht.

    Sehr interessant etwas über Königsberg zu finden ! Habe so einiges von Marion Gräfin Dönhoff gelesen und sie schrieb auch über Königsberg. Das Gut Friedrichsteinlag ja nicht weit entfernt.


    Ich dachte es hätte Pläne gegeben, diesen Betonklotz abzureisen und das Schloss wenigstens in Teilen wiedererstehen zu lassen. WEr weiss mehr darüber? Oder was sonst noch in Königsberg geplant ist ?


    Es gab ja auch Pläne die Stadt wieer in Königsberg umzubenennen. Aber das hat sich wohl erledigt. Obwohl Kalinin ein WEggenosse Stalins war . . .


    WEr da was weiss kann sich gerne melden !

    Na da muss ich doch mal eine Lanze für mene Heimatstadt brechen. *g* Braunschweigs mittelalterlich Fachwerkinnenstadt wurde zu 95 % zerbombt . . .bzw. in einem Feuersturm nach einem entsetzlichem Bombardement am 13. /14. Oktober 1944 dem Erdboden gleich gemacht. DAs Gebiet der damaligen Fachwerkaltstadt war erst vier Jahre zuvor komplett saniert worden.


    Dieser Teil der Stadt hat sich sicherlich bis heute nicht wieder davon erholt, was aber auch an voreiliger Nachkriegbebauung und damit bis heute ungeklärten Grundstücksgrenzen liegt - es wurden einfach Baublöcke von WIhnbaugenossenshcaften quer zu den alten Gassenstrukturen geklotzt, so dass nur Stirnseiten zu den Strassen zeigen. Wer es kennt : Weber strasse undangrenzend.


    Andererseits sind viele Wahnsinnsprojekte nie verwirklicht worden, weil Hannover las neue Landeshauptstadt BS immer wieder das Geld abgegraben hat - BS war ja ein selbständiger Staat innerhalb des Reiches gewesen und immer mit Hannover in Konkurrenz, welches im 19. Jahrhndert seine Selbständigkeit an Preussen opfern musste ! ( innerlich lachend )


    Dadurch sind viele Strukuturen erhalten geblieben und man findet oft noch alte Gebäude. Besonders in der Innenstadt sind viel GEbäude erhalten geblieben. Der Bilderrundgang zeigt da sher wenig. Nur einiges aus em Uni-Viertel und dem Magniviertel. Die "schlimmen" Bilder stammen aus dem Bereich Theaterwall + Fallersleber Straße. Dort blieb kein Stein auf dem anderen nach der Bombennacht. Die Atrasse hat ihren alten Verlauf - aber nur Bauten aus den 50ern. Sie wurde komplett durch eine Baugenossenschaft wiedererrichtet.


    Es sind aber Umbaupläne fertig sie auf eine FAhrspur zurückzubauen und zu begrünen, die alte Brücke aus dem 19. Jahrhundert wieder in alter Breite zurückzubauen usw.


    Damit würde ein Programm der letzten JAhre die Strassen in ihrer alten Form wiederzubeleben fortgesetzt !


    Auch werden immer mehr Baulücken aus Kriegsschäden geschlossen und ein nachhaltiges Konzept zur Gestaltung der Innenstadt usw. ist aufgestellt.


    Es würde mich Seiten kosten das alles hier darzustellen, aber es bewegen sich derzeit alleine private Investitionen im Rahmen von knapp 400 Millionen Euro in BS. Öffentliche noch nicht alle eingerechnet.


    Derzeit werden Bohlweg und Georg-Eckert-Strasse zurückgebaut, welche in den 60er + 70er Jahren auf das vier bis sechsfache ihrer Größe verbeitert wurden. Der Bohlweg stellte einst das Zentrum und die Flaniermeile der Stadt schlechthin dar. . .


    Das soll nun wiedererstehen, indem ihm ein Boulevard-Charakter verleiehen wird. Das Stadtzentrum rückt mit der Reko des SChlosses wieder in seinen alten Bezugsrahmen zurück.


    Gleichzeitig folgen noch andere Projekte in diesem Rahmen : Umbau LAnger Hof, Rathausvorplatz Münzstrasse STeinweg Tehatervorplatz usw.


    Alles im Rahmen dieses Konzeptes . .


    Wer mehr wisen möchte kann sich gerne bei mir melden. Habe jede Menge Links und Daten auf meinem Rechner !


    Wäre schön, wenn ich diesen Thread wieder etwas beleben könnte. BS ist es durchaus Wert !


    Nebenbei hat es Hannover nichts gebracht die Kohle abzuziehen aus BS. Die Riesenprojekte die dadurch realisiert wurden zählen heute zu den größten Problemzonen dieser Stadt. Als Beispiel sei das Ihme-Zentrum genannt und etliche Verkehrsschneisen in Hannover, welche den alten Stadtgrundriss bis zur Unkenntlichkeit negieren, um "luftige" und "offene" Stadträume zu schaffen. Im Hinterkopf ging es den Planern auch darum, dass solch breite Strassen schlicht Brandschneisen für den FAll eines weiteren Krieges sind !


    Sowas wurde in BS nur einmal verwirklicht : Kurt-Schumacher-Straße. Ihr fiel der WIndmühlenberg, Ottmers ( Architekt des Satdtschlosses ) in BS berühmte Gusseiserne Brücke über die Oker ( wurde heimlich verschrottet ) und Viewegs-Garten zum Opfer. . . neben Teilen des Löwenwalls usw.

    Zitat von Booni

    stimmt es eigentlich, dass dem EKZ 2 denkmalgeschütze Gebäude weichen mussten?


    Es ist nicht korrekt, dass irgendwelche Gebäude dem Center weichen mussten. Der hintere Teil des jetzigen ( ehemaligen ) Parks war vor dem Krieg geprägt durch ein Stadtviertel entlang der Friesenstrasse. Deren verlauf ist teilweise wieder angelegt worden, aber es existieren keine Gebäude mehr auf Seiten des Parks. Diese waren nach dem Krieg weitestgehend zerstört und der Rest wurde abgerissen um den Platz für diese schlimme Verkehrsschneise Georg-Eckert-Straße zu schaffen.


    Gebäude gab es im Park lediglich in Form des Lesepavillons. Ein sehr einfach aus Fertigteilen erstelltes, pyramidenförmiges GEbäude, der aber nie recht genutzt wurde. Zeitweise war ein Cafe darin . . .dies hatte aber auch immer mit der schlechten Lage zu kämpfen, da nur durch den dunklen Fußgängertunnel zu erreichen oder aber eben an der Junkie-Ecke vorbei durch den Park. Daher hat sich nie lange was da gehalten. Der Pavillon ist mittlerweile abgerissen.


    Richtig ist hingegen, dass ECE von der Allianz deren WOhngebäude gekauft hat. Es sind mehrere große Blöcke mit einem Wert sicherlich in 2-stelliger Millionenhöhe. Biede Seiten haben stillschweigen übr die Summe vereinbart. Mit dem Erwerb der GEbäude war dann auch die Klage der Allianz hinfällig. Da hatte die ALlianz nämlich wegen enes planungsrechtlichen Fehlers in BEzug auf den GEbäudeabstand Recht bekommen und ECE hätte kostenspielig umplanen müssen.


    Das wäre zweifellos auch geschehen - so ist es aber eben einfacher !


    Nebenbei bemerkt : Allianz hat nur geklagt - so tuschelt man in BS - weil der ALlianz die WElfenhofpassagen in BS gehören. Und wenn ECE fertig ist liegen diese etwas abseits. Mit dem Verkauf der Wohngebäude ist die ALlianz dann einen Klotz am Bein los - und bekommt die Kriegskassen für den Wettbewerb von ECE selbst gefüllt ! Was will man mehr?

    Ist es denn definitv, das das Rundschauhaus jetzt komplett abgerissen wird ? Wohne bei KSP in Braunschweig gleich um die Ecke - vielleicht sollte ich da mal nachfragen, ob sie es denn für vertretbar halten einen solchen Bau der Abrissbirne anheim fallen zu lassen !


    Wer weiss da mehr ?