Beiträge von Ismaninger

    Was für ein ärgerlicher und zudem noch schlecht recherchierter Bericht.
    Mitten in der Innenstadt also. Für mich definiert sich “Innenstadt” aber etwas anders.
    Auch der Titel “Münchner gegen Hochhäuser” impliziert etwas ganz anderes als tatsächlich vermittelt wird.
    Trotzdem verkauft es sich, weil genau wegen solchen Headlines draufgeklickt wird.
    Ein Gezeter in diesem Kaff...

    Ich gehe davon aus, daß hier überhaupt nichts gebaut wird was über 60m hoch ist.

    Ich bitte euch - wer hat denn je daran geglaubt, daß in München mal ein paar EUR in etwas höhere, also jenseits von 100 Metern, anspruchsvolle Architektur investiert wird?

    Das Areal wird die nächsten Jahre wohl verwaist bleiben um dann mit irgendwelchen unerfreulichen, lieblos designten Kubaturen zugemüllt zu werden.

    Mir als Investor wäre das zu blöd, ich würde mir eine andere Stadt suchen, das Gezeter ist ja in München nicht auszuhalten. Dann sollen sie ihre Paketposthalle leer stehen lassen.

    Und zukünftig unter rot-grün (!) wird das garantiert nicht besser.

    Aber es GIBT doch tatsächlich keine Höhenbegrenzung.
    Ich denke das mit der BVK war auch pure Bequemlichkeit. Nach dem Motto ''Nur niemanden aufregen, bleiben wir schlicht, günstig, die Versicherungsnehmer schockiert dieser Bau auch nicht, und zu hoch ist er auch nicht, also regt sich da auch niemand auf.''

    In der SZ ist ein interessanter Kommentar zu finden:
    https://www.sueddeutsche.de/mu…t-in-langeweile-1.4395703


    Einen schöneren Verriss habe ich selten gelesen. Ich mag die Rhetorik des Autors, stellenweise entsteht der Eindruck als ob er sich argumentativ vorher hier im Forum aufmunitioniert hat :daumen:


    Ich hoffe die übrige Presse schwenkt auf diese Linie mit ein und gemeinsam bringen wir diesen Hochhaus-Alptraum zu Fall.


    Zu Fall bringen, naja, wer zahlt, schafft an. ;)
    Was interessiert unser subjektives Geschwätz wenn mit dem Gebäude einfach das Günstigste gewählt worden ist?
    Die Frage muss man sich halt nun mal stellen, leider.

    Nachdem ich mir die anderen Entwürfe angeschaut habe frage ich mich wirklich, was die Jury geraucht hat.
    Das ist wirklich mit Abstand der langweiligste Stumpen den sie sich da ausgesucht haben. Der kann auch nach der Überarbeitung nicht an die anderen heranriechen.
    Wahrscheinlich ist dieser Entwurf schlicht und ergreifen der, der am billigsten zu bauen ist. Daran wird es liegen. Billiger Bau, maximale Raumausnutzung pro Etage. Keine grossartigen Fassadenkosten. Höhe wahrscheinlich 99,5m, damit man niemanden stört. Unglaublich, traurig, aber irgendwie passend zu München.

    Der Erstplatzierte sieht wirklich aus wie ein schlechter Scherz.
    Hat wohl was mit maximaler Flächenausnutzung zu tun, keine Setbacks nach oben, nix, einfach nur maximale Nutzung.
    Mal sehen wie die Fassadengestaltung aussehen wird, aber ich denke die wird's auch nicht mehr rausreissen.
    Der Teherani geht überhaupt nicht. Erinnert mich an dieses Hotel in Nordkorea oder ans Pharao-Haus. Viel zu massiv, wenn auch gewagt.
    Mit einer solchen Gestaltung wie Chipperfield sie uns nun vorgelegt hat wird man in M keinen Blumentopf für höhere Gebäude gewinnen können. Unabhängig davon, ob das Gebäude jetzt 100 oder 115m ist. Es ist einfach nur schrecklich langweilig und München nicht gerecht.

    Mod: Beiträge zum jüngst wieder aktuell gewordenen Hochhausprojekt Neue Mainzer 57-59.
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    Sehr schön, daß der nun endlich gebaut werden soll.
    Den verfolge ich schon seit 2001.
    Kann mir jemand mal genau erklären, ab wann sich die Türme "trennen"? Das ist im Grunde genommen doch kein Doppelturm, sondern hier gibt es einen gemeinsamen Kern.
    Man erkennt das auf den Bildern schlecht, aber m.M.n. ist das obere Drittel dann durch diese Glasgänge getrennt.
    Ich hoffe übrigens, daß diese angedeuteten doppelstöckigen horizontalen Fassadenelemente geändert werden

    Ich bin weiterhin dann sehr gespannt was bei der Hochhausstudie rauskommt. Und ob da überhaupt etwas rauskommt. Wie sich ein Bürgerentscheid von vor über 10 Jahren derart in den Köpfen festsetzen kann ist mir unbegreiflich. Was man so bisher gelesen hat, waren ja niemals Anträge für Gebäude über 100m da. Also trauen sich Investoren wohl gar nicht erst anzufragen. Viele interessante Grundstücke sind zwischenzeitlich mit 08/15 Flachbauten bebaut worden.
    Ich denke nicht, dass da in den nächsten Jahren was Höheres als max. noch der 5. BVT auf München zukommt.

    Wenn man diesen TZ Artikel so liest.. AKU. Das ist doch alles nicht zu Ende gedacht. Klar lässt sich eine Wohnungsnot nicht mit Gebäude über 100m lösen. Aber diese Initiative ist schon arg von gestern. "Wir" waren scho immer do, und des soll au ois so bleim.
    Klar, wie gesagt ich denke nicht, dass ein paar 100m+ Gebäude den Wohnraum schaffen den M braucht. Vor allem wenn man sich vorstellt, was in M wohl für solche Wohnungen an Preisen aufgerufen würden. Verkauft werden würden die sofort, aber der allgemeinen Masse bringt das doch nichts.
    Ich denke, Gebäude oberhalb von 100m würden einfach mehr gestalterischen Freiraum schaffen. Die Highlight Towers sehen doch unheimlich elegant aus, gerade weil sie etwas höher sind.
    Man sehe sich doch nur aktuell an, wie willkürlich überall 50-60m Stumpen verteilt werden. BVT mal ausgenommen, da ist mal wirklich ein kleines Konzept dahinter.
    Aber zB diese 3 Türme in Schwabing an der Leopold. Der Entwurf war klasse, und was steht da nun? Das ist doch eine reinste Investorenkiste.

    Kennt jemand von euch den Bereich Pippinger Str. / Anfang bzw Ende A8? In der Nähe von Blutenburg.
    Ich fahre da regelmäßig vorbei, liegt an der Würm.
    Ich frage mich oft, was genau der Sinn dieses riesigen Ackers ist. Schwemmland? Was soll das?
    DAS nenne ich Verschwendung von Platz.
    Also bevor ich hier was von Eingemeindungen Richtung Freising höre... ;)

    Eine Verdoppelung würde definitiv helfen, aber meiner Meinung nach die Preise nicht eklatant drücken.
    Aber München ist und bleibt auch bei stärkerem Wohnungsbau enorm teuer.
    Ich habe lange Zeit in Angebotserstellung für Immobilienfinanzierung bearbeitet.
    Weisst du, mit wieviel EUR in der Tasche die Leute eine Wohnung für 800.000EUR finanzieren wollen? Und das sind nicht die Ausnahmen, sondern die Regel.
    Wenn jemand mit 50.000EUR in der Tasche für sowas anfragt und einen mtl. Verdienst von brutto 5-6000EUR hat (was ja nicht wenig ist), wie lange will denn der abzahlen? Das schafft der doch in seinem Arbeitsleben nicht. Die meisten fangen solche Finanzierungen mit Mitte oder Ende 30 an.
    Doch das schweift jetzt ab.

    Naja, in den Osten nach der Wende wollte auch niemand. Billige Wohnungen hin oder her.
    Und du bist dir wirklich sicher, dass eine Vielzahl an neuen Wohnungen tatsächlich dafür sorgt, dass die Preise annähernd erträglich werden?
    Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.


    Niemand hier verteufelt Wachstum.


    Und ja, dritte Startbahn: Natürlich, ohne die geht nichts. München würde ein verlassenes Dorf werden wenn es bei nur 2 Startbahnen bleibt.


    Nenn mich gerne Kleinbürger. Sehr gerne.

    Aufhalten habe ich nicht gesagt.
    Aber ich denke dass das momentane Wachstum in Ordnung ist. Auch wenn das vielen hier zu langweilig, langsam, nicht HOCH genug ist. Man bekommt manchmal das Gefühl wenn man hier so mitliest, dass ohne neue Wolkenkratzer von 200m Höhe die Stadt nicht wettbewerbsfähig und rückständig ist.
    Klar, teure Wohnungen dadurch, Verknappung, blablabla.
    Aber wie bitte würde es die Stadt meistern, wenn jetzt beispielsweise dieses Jahr die dreifache Anzahl an Wohnungen gebaut würde? Die wären genauso verkauft, fast genauso teuer.
    Und dann hat man den dreifachen Zuzug und die Infrastruktur passt nicht.

    Naja, egal wieviel in M gebaut werden wird, das wird doch nicht drastisch den Mietspiegel senken oder die Immobilienpreise. Der Zug ist definitiv abgefahren für die nächste, längere Zeit.
    Innerhalb der Stadtgrenzen 500-600.000 Menschen? Bitte? Wo? Zelte im Englischen Garten?
    Wo um Gotteswillen sollen diese Leute alle fahren oder parken, nicht jeder will eine Car-Sharing Schüssel haben, sondern hat ggf. ein eigenes Auto.


    Wo sollen diese halbe Million Menschen denn dann alle arbeiten? Ist denn überhaupt das Arbeitsplatzangebot so hoch? Klar, ein Zuzug von 500.000 Leuten heisst nicht dass genausoviele Arbeitsplätze benötigt werden, aber es sind nicht wenige.
    Wie sieht es mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln aus? Das ist doch jetzt schon voll. Muss man denn zwanghaft wachsen und die Leute in die Ubahnen stapeln?
    Wo sollen diese vielen Leute denn dann einkaufen, wenn Sachen wie der V-Markt abgerissen werden sollen? War jemand schonmal am Samstag in Eching? Noch 2 Läden und dann platzt das dort.
    Ist denn ein Wachstum nicht irgendwann mal endlich? Ich versteh das nicht, wieso WILL man denn hier so dringend, dass nochmal ne halbe Mio. an Leuten nach München kommen?
    Nee, ich steh da etwas skeptisch gegenüber.
    Wachstum ja, aber nicht um jeden Preis.
    München ist an sich eine schöne Stadt.
    Ich bin auch nicht gegen jegliche Weiterentwicklung, aber teilweise sind eure Vorstellungen schon etwas überzogen und orientieren sich an irgendwelchen Grossstädten in China oder was weiss ich, die pro Jahr um ne halbe Million wachsen.
    Wie würde mein Lieblings-Kabarettist Gerhard Polt sagen: "Ja muass des sei, ha? Braucht's des, ha? BRAUCHTS DAS???"