Winterhafen

  • Winterhafen

    Noch in diesem Sommer soll am Mainzer Winterhafen (Nicht zu verwechseln mit dem Zollhafen; der Winterhafen befindet sich südlich der Altstadt) mit dem Bau von drei Punkt-Wohnhäusern und einem Wohnriegel dahinter begonnen werden.
    Es gab darüber einige Diskussionen im Stadtparlament und seitens der Bürger, da sich die zu bebauende Brache direkt neben a) dem Kulturzentrum KUZ befindet; und b) direkt neben dem Naherholungsgebiet eben des Winterhafens. Jetzt wurde aber endgültig grünes Licht gegeben.


    Hinter folgendem Link verbirgt sich neben einem kleinen Artikel auch ein kleines Bild des Projektes:


    http://www.allgemeine-zeitung.…t.php3?artikel_id=3162225

  • Torhaus am Winterhafen

    Schön endlich einmal Gesellschaft zu haben, vielen Dank für die Bilder und Links.


    Am Mainzer Winterhafen entstehen ja demnächst einige Punkthäuser.
    Direkt neben diesen, gegenüber des Hyatt und an das ehemalige Schiffahrtsamt angeschmiegt, soll noch ein Gebäude "exklusiven Wohnraum in bester Lage" liefern. Das "Torhaus". Ein PR-Link mit ganz interessanten Infos auch zur Stadt und direkten Umgebung des Winterhafens findet sich hier:


    http://www.textpuls.de/fileadm…/TorhausAmWinterhafen.pdf


    z.Zt. wird dieses Projekt zusammen mit vielen weiteren auf der Münchner ExpoReal präsentiert.


    Baustart für die neue Mainzer Synagoge ist laut AZ übrigends in den nächsten Tagen.

  • Nach einem heutigen Bericht der Allgemeinen Zeitung stehen im Winterhafen zwei Wohnbau-Projekte vor dem Start.


    Zum einen soll ein Wohnviertel für gehobene Ansprüche an der zur Eisenbahnbrücke weisenden Seiten der Straße "An der Nikolausschanze" entstehen. Und zwar auf einem ca. 14.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Weisenauer Straße und dem Hafenbecken. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird mit 70 Millionen Euro beziffert. Drei Bauabschnitte sind geplant: An der Spitze des dreieckigen Geländes sollen 13 "Bootshäuser" gebaut werden. Dann folgen zunächst drei Blocks mit je 15 Wohnungen. Außerdem ein Riegel mit Geschosswohnungen. Den Höhepunkt sollen Punkthäuser an der künftigen Uferpromenade darstellen, insgesamt 38 individuell zugeschnittene Wohnungen sind dort geplant.

    Das bereits lange angekündigte Maicor-Projekt "Am Winterhafen II" soll im Sommer 2010 starten. Ein neuer Projektname wird noch gesucht, nachdem der bisherige durch die vielen Verzögerungen nicht mehr den besten Klang hat. Gedacht wird an die Favorite, denn das Baugebiet befindet sich überwiegend auf dem Areal des ehemaligen kurfürstlichen Lustschlosses (Info).

  • Neben der geplanten Wohnbebauung tut sich am Mainzer Winterhafen auch sonst einiges, wie etwa die Erneuerung der Drehbrücke aus dem Jahr 1877. Nachdem sie jahrzehntelang nicht mehr funktionstüchtig war, wurde sie im März 2009 demontiert und später verschrottet. Grund war, dass eine Restaurierung wohl zu aufwändig gewesen wäre. Ende Oktober 2009 war es dann soweit und die neue, der alten nachempfundene Drehbrücke konnte installiert werden. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin lässt sie sich jetzt wieder öffnen, aber nicht mehr mechanisch, sondern hydraulisch (Pressequelle, mit weiteren Infos). Daneben wurden auch die angrenzenden Sandsteinbrüstungen und die Brückenpfeiler aufpoliert.


    Kurz die Daten: Länge: 37,50m, Breite: 4,50m, Gewicht: 54t Kosten: 1,1mio. (laut wikipedia)


    Hier ein Foto von dieser Woche. Das Ergebnis sieht meiner Meinung nach echt gut aus, mir wäre es zugegeben gar nicht aufgefallen, dass es sich um eine neue und nicht um die renovierte Brücke handelt. Anbei ein Foto vom Info-Schild der Stadt Mainz (leicht veraltet, da die Brücke sich jetzt wie gesagt wieder öffnen lässt).




    Am Kopfende des Winterhafens baut der Mainzer Ruderverein ein neues Bootshaus. Nach Anlaufschwierigkeiten wegen verseuchten Erdreichs und des harten Winters geht es jetzt schneller voran, der Rohbau ist bald fertig, die Einweihung soll Ende des Jahres erfolgen. Vorher waren an der Stelle Tennisplätze, die nach dem Plan des Rudervereins später in Richtung Eisenbahnbrücke wiedererrichtet werden. Visualisierungen und weitere Erläuterungen gibt es auf der homepage des Vereins.





    Bei den Bauprojekten am Winterhafen (Schmittchen berichtete) tut sich bisher nichts. Beim Maicor-Projekt wurde immerhin schon eine große Tafel mit Visualisierung aufgestellt. Die angegebene homepage ist bis jetzt aber wenig informativ. Ansonsten kann man noch den Blick auf die eintönige Rückseite des DB-Schenker Gebäudes an der Rheinstraße genießen.




    -Bilder von mir, screenshot von google-

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  • Eigentlich ein Wunder, dass diese Brache noch nicht bebaut wurde, liegt sie ja eigentlich mitten in der Stadt und direkt am Rhein.
    Wenn man sich den derzeitigen Zustand anguckt mit der recht zerpflückten Straße und dem eher wild wirkenden Winterhafen, wäre es wirklich wünschenswert, dass dieses Projekt gebaut wird. Zusammen mit dem Zollhafen wären das dann zwei durchaus sehenswerte Quartiere am Rheinufer.

  • Wohnbebauung Winterhafen

    Derzeitiger Fortschritt am Winterhafen.


    Ich bin gespannt was mit den ausgegrabenen Ruinen gemacht wird. Eine Integrierung wie beim Isistempel in der Römerpassage wird wohl sehr unwahrscheinlich sein.




    Das Bild ist aus mehreren Handybildern zusammengesetzt.


    Die Gestaltung der geplanten Gebäude (vgl. Beitrag #52) finde ich sehr hässlich. Erinnert mich an Legosteine.

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  • Bootshäuser +

    Südlich der aktuell bebilderten und berichteten Winterhafenbebauung liegt noch eine zweite Brache, die sich in langgezogener Form zwischen Wasser und Schienen der Ludwigsbahn (Mainz<->Aschaffenburg) bis zum Ende des Winterhafens erstreckt.


    Der dünnste und südlichste Teil soll nach einer Planung der Mainzer Klemme Architekten mit "Bootshäusern" und auch ein paar größeren Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Name: "Marina Living" (oh mann...) Hier der Link.


    Nach meinem Geschmack, soweit man das von den kleinen Bildchen her beurteilen kann, ganz passend. Hätte mir nur gut noch etwas dichtere, sprich höhere Bebauung vorstellen können. Aber vllt. geschieht das ja im noch zu beplanenden Gelände nördlich davon.


    Gaius : schöne Aufnahme! Finde es an sich eine spannende Sache bei Neubauprojekten in der Innenstadt meist noch auf alte Gebäudereste zu stoßen. Nur mal schauen, um wieviel das die Bauzeit verlängert, oft sind Graubungen, Sichtungen und Sicherungen ja schon von vornherein mit eingeplant.

  • Wohnen am Winterhafen / Ausgrabungen eh. Stadtteil Vilzbach

    Am schönen Winterhafen sollte schon 2010 mit dem Bau von Wohnhäusern begonnen werden, die zwar optisch zum benachbarten Kundenservice Zentrum DB Schenker Rail Deutschland AG passen, am Rand des Hafens jedoch wie Fremdkörper wirken könnten. Doch egal wo man in Mainz gräbt, es werden fast immer erhaltenswerte Häuserfundamente o. ä. gefunden. Die Römer waren halt zuerst da! Beim Winterhafen waren es nicht in erster Linie die Römer, die ihre Spuren hinterließen, sondern es wurden Reste des ehemaligen Stadteils Vilzbach freigelegt. Es handelt sich um Ausgrabungen in einem erstaunlich großen Umfang, sowohl die Fläche als auch die Tiefe betreffend. Diese Fundamente lassen sich m. E. nicht einfach mal so überbauen oder als Kellerräume integrieren, das Projekt "Wohnen am Winterhafen" könnte somit eventuell beendet sein, bevor es richtig losging. Nachtrauern kann ich allerdings der geplanten Architektur auch nicht.


    Ausschnitt des Winterhafens mit Drehbrücke:



    Das Bauschild steht noch:



    Die enormen Ausgrabungen:









    Es gibt auch Youtube-Filme zum Thema, beispielsweise:


    http://www.youtube.com/watch?v=qXRG2Hjlgzo

  • Beggis Hoffnung, dass das Projekt an den interessanten Funden scheitert, scheint sich nicht zu bewahrheiten. Wenn man der AZ glauben kann, soll nach Ostern der erste Spatenstich für das oben genannte Quartier zwischen Fort Malakoff und der Straße An der Nikolausschanze folgen. Siehe AZ, mit weiteren Neuigkeiten rund um den Winterhafen. Beggis optische Bedenken teile ich teilweise, furchtbar schön/spannend sieht der Entwurf auf dem Plakat nicht aus. Aber ich lass mich mal überraschen, vielleicht wird es ja doch ganz urban und ansehnlich. Und nicht so kastig und einfallslos wie die Rückseite des Railion-Komplexes. Neben dem Projekt der Maicor Projektentwicklung Winterhafen GmbH steht auch das zweite Bauvorhaben, auf der anderen Seite der Nikolausschanze Richtung Bahngleise, in den Startlöchern. Der Spatenstich für das mal als Winterhafen II bekannte Vorhaben soll in der zweiten Jahreshälfte 2011 durch die Mainzer Entwicklungsgesellschaft erfolgen (Details siehe AZ-Artikel). Auf Bilder hab ich mal verzichtet, im Moment wird da hauptsächlich Dreck hin- und hergeschoben.


    Das kurz hier vorgestellte Bootshaus am Ende des Hafenbeckens (#5) hat am 01.04. eröffnet und ist damit nach der Drehbrücke das zweite größere fertiggestellte Objekt am Winterhafen. Das Ergebnis hat mich angenehm überrascht, was vielleicht an der warmen Holzverkleidung liegt. An Wochenenden könnte es als Endpunkt der Mainzer Rheinufer-Flaniermeile ein beliebter Einkehrpunkt werden. Vor allem die Plätze im OG versprechen eine schöne Aussicht auf Stadt und Taunus. Einen Eindruck kriegt man über diesen Artikel, wo auch ein Video verfügbar ist. Hier ein Bild aus der Woche vor der Eröffnung.



    -Bild von mir-

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  • Am Winterhafen geht es nun richtig los. Letzte Aufnahmen hat Beggi Ende März gemacht: klick! (mit weiteren Verweisen).


    Projekt „Wohnen am Winterhafen“ (Winterhafen I)
    Ende vergangener Woche erfolgte unter Anwesenheit des OB der symbolische erste Spatenstich für das Projekt. Kurz ein paar Daten:

    • Umfang: 50mio. €
    • 134 Wohnungen
    • 15.000m² Wohnfläche plus Tiefgarage
    • Wohnungsgröße: 60-205m²
    • Preis: 2.300-5.000€ pro m²
    • Fertigstellung: 2013


    Fast die Hälfte der hochpreisigen Wohnungen soll bereits verkauft sein.
    An Bauträger Maicor ist zu 26% die Mainzer Aufbau-Gesellschaft (MAG) und zu 74% die Corpus Sireo aus Köln beteiligt.
    Quelle: AZ


    Die homepage des Vorhabens ist nach wie vor spartanisch. Neben dem seit Jahren bekannten Plakatbild findet man unter „Aktuelles“ eine weitere Perspektive und bald hoffentlich auch mehr.
    Ich bin gespannt, wie viele Wochen es dauern wird, bis 2012/13 die ersten neuen Anwohner gegen die alt eingesessene Diskothek KUZ stänkern, in deren Nachbarschaft man dann (natürlich völlig überraschend) gezogen ist…


    Projekt „Rhein Residenz“ (Winterhafen II)
    Bauträger hierbei wird die Tochter der privaten Bauträgergesellschaft Fischer+Co. sein. Auch hier kurz die Daten:

    • 28 Eigentumswohnungen in 3 Häusern ("Maaraue", "Mainspitze", "Rheinaue")
    • 13 Stadthäuser (Einfamilienhäuser), mit Aufzug und optional Bootsgarage
    • Wohnungsgröße: 111-210m²
    • Preis: 3.000-3.850€ pro m²
    • Fertigstellung: 2013


    Man geht davon aus, dass die Baugenehmigung in vier Wochen vorliegen wird, so dass noch in diesem Jahr mit dem Bau angefangen werden kann. Eine Erweiterung des Bauvorhabens bis zur Straße An der Nikolausschanze soll später verwirklicht werden und nochmals zwei Gebäuderiegel umfassen.
    Quelle: AZ


    Umfangreiche Pläne und einige Visualisierungen findet man hier, inklusive Exposée mit Preistabellen, Grundrissen etc.


    Ich hab mal versucht, die beiden Baugebiete bei google maps einzuzeichnen. Mangels genauer Pläne ist das nur als grobe Orientierung zu verstehen und hat keinen Anspruch auf Richtigkeit. Der rot gestrichelte Bereich nördlich von Winterhafen II ist vermutlich der angesprochene Erweiterungsbereich, was man diesem Beitrag entnehmen kann (Karte).



    Das Gebiet Winterhafen II soll sich etwas bis auf die Höhe des neuen Bootshauses (#74) erstrecken, welches jetzt dort steht, wo auf der Karte noch Tennisplätze zu sehen sind. Vor allem die Stadthäuser sind eine räumliche Herausforderung, das Grundstück ist dort wirklich schmal. Zudem liegt zwischen Bauprojekt und Weisenauer Straße auch noch eine Gleistrasse, was natürlich eine ausreichende Schalldämmung erfordert.


    Zwar ist noch nicht allzuviel passiert, aber um einen kleinen Überblick zu geben hier mal das ganze Areal, gesehen vom Bootshaus. Noch ist der Winterhafen nicht so tiefblau wie auf den Projektbildern, sondern zeichnet sich durch einen gesunden Algen(be)wuchs aus. Immerhin wird seit geraumer Zeit die Böschung am Hafenbecken (oder wie man das auch immer bezeichnet) neu gepfastert.




    Von der Nikolausschanze nach Norden (Winterhafen I).



    Und von der Nikolausschanze nach Süden (Winterhafen II).



    Mehr Bilder gibt’s hier.


    -Bilder von mir, screenshot von google-

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  • Reichlich... aber uninspiriert.

    Danke für die Bilder und Links!


    Na das wirkt ja mal wieder reichlich uninspiriert, was da entstehen wird. Lediglich die Sandstein-Mäuerchen wirken ganz nett und stellen nicht zu aufdringlich den Bezug zur Festungsstadt Mainz her. Ich persönlich hätte mir ja einen Hochpunkt in etwa dort gewünscht, wo die gestrichelte Linie zu sehen ist. Gerne im Forster-Stil und verklinkert. Und: nicht nur mit Luxus-Wohnungen. Der Mainzer Wohnungsmarkt ist eigentlich zu angespannt, als das man sich gleich zwei Nobel-Projekte in direkter Nachbarschaft geben sollte. Hier wäre die Wohnbau am Zug gewesen. Aber die ist ja quasi Schachmatt. Eine Schande.


    Nunja, noch ein Projekt wird demnächst in Mainz-Gonsenheim realisiert. Es hört auf den Namen "meinzhaus" und genauso wie das klingt, so wird der Brocken auch aussehen. Hier ein Link zur Homepage des Projekts. Immerhin scheinen dort nicht gerade wenige Wohnungen zu entstehen, über die Größe des Projektes zumindest bin ich positiv überrascht.


    Mit folgender Koordinateneingabe bei GoogleMaps gelangt ihr zum Baugrundstück (das dort noch zu sehende Lagergebäude ist bereits abgerissen): 50.009159,8.216915


    PS.: Die Einwohnerzahl von Mainz verzeichnete Ende März 2011 mit 198.544 Einwohnern (Erstwohnsitz) einen historischen Höchststand. Noch ein Jahr zuvor waren es "nur" 196.594.

  • Danke Robbi!
    Auf dem Areal Winterhafen I wurden Ausgrabungen des ehemaligen Stadtteils Vilzbach mit gigantischen Ausmaßen gemacht. Die historischen Mauerreste durchziehen das gesamte Grundstück. Mich macht die Meldung vom "ersten Spatenstich" stutzig. Sonst wird jedes kleine ausgegrabene Mäuerchen sorgsam restauriert und möglichst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier wurden enorme, die Stadtgeschichte erhellende Funde gemacht und der Bauträger möchte diese einfach überbauen? Sogar eine Tiefgarage ist Bestandteil des Projekts. Laut einer Aussage des Archäologen Gerd Rupprecht bleiben die Mauern im Boden erhalten, das meldet die AZ. Wie das funktionieren soll, wird jedoch nicht erläutert.

  • Winterhafen

    Winterhafen I


    Die Frage, wie man den Konflikt zwischen historischen Funden und Tiefgarage löst, scheint geklärt: die alten Gemäuer müssen offenbar weg. Sehr schade. Beggi hatte an dieser Stelle sehr schöne Bilder von und Erklärungen zu den Ausgrabungen gemacht.


    Zum Vergleich: 31.05.




    06.06.



    Heute:




    Richtung KuZ wird großes Gerät aufgefahren.



    Winterhafen II (#11)
    Auch hier wird fleißig gegraben.



    -Bilder von mir-

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  • Es ist eigentlich ein archäologisches Drama, was da passiert. Hier ist die Festungsgeschichte der Stadt wie aus dem Lehrbuch abzulesen. Vom mittelalterlichen Zollturm über die Bastionen und Mauern aus der Barockzeit bis zu den Festungsanlage aus dem 19. Jahrhundet ist alles vertreten und das noch in teilweise herausragendem Erhaltungszustand. Das hätte ein schöner archäologischer Park werden können.
    Tja, es geht leider nicht.


    Was nun die Neubauten angeht: Im hinteren Teil des Geländes (Richtung Bootshaus) baut ja Fischer. Hier halte ich den Sockelbereich der Gebäude für durchaus gelungen mit der an die Historie des Ortes angepassten Gestaltung. Was darüber sitzt, ist dann aber doch nur schnörkellos einfallslose Moderne.
    Den von Maicor geplanten Abschnitt halte ich aber für noch einfallsloser. Gesichtslos und nichtssagend; für diese herausragende Lage ein Armutszeugnis.


    Das Positive, das nach dem Verlust an historischer Substanz und dem Zugewinn an Moderne übrigbleibt, ist, dass in Mainz stadtnaher Wohnraum für ein zahlungskräftiges Publikum geschaffen wird und dass Teile der historischen Substanz für die Neugestaltung des Zitadellenvorfelds genutzt werden; dort wird daran gearbeitet, eine Neuinterpretation von Bastionen entstehen zu lassen. Hierfür werden die Steine der Bastionen am Winterhafen verwendet.
    Mein Traum wäre ja, dass noch mehr Material gesichert würde, um dann quasi mitten im Neubau des AZM das Neutor als historisches Zeugnis zu vervollständigen und besser erlebbar zu machen.


    Viele Grüße vom Frodo

  • Winterhafen I

    Das Projekt "Wohnen am Winterhafen" startet nun richtig durch. Der erste Kran steht und von der hessischen Rheinseite aus war auch mindestens ein Pfahlbohrgerät zu sehen.


    Schnappschuss von heute (das Gebäude dahinter gehört DB Schenker):


  • Winterhafen I

    ^ Ergänzend zu Beggis Foto von der Ebsch Seit auch noch zwei von mir ;)


    Zunächst eins vom Kranaufbau (19.07.)



    Und dann noch eins von heute, wo man hinten Pfahlbohrgerät(e) erkennen (und vor Ort auch gut hören) kann



    -Bilder von mir-

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  • RheinResidenz (Häuser Maaraue, Mainspitze und Rheinaue)


    Danke (mal wieder) für die Bilder! Inzwischen ist auch der 2. Kran in Bau (zumindest das Fundament steht schon). Scheint nach langer Wartezeit echt flott zu gehen jetzt.


    Gerade bin ich außerdem noch über ein neues Exposé zum südlich angrenzenden Projekt der Fischer & Co. gestolpert, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Den Link hatte Robbi schonmal gepostet, das Exposé ist aber glaube ich neu. Hier der Link.


    Könnte wirklich nett werden, freue mich, dass sogar der schmale Streifen hin zum Bootshaus genutzt werden soll. Nur ob sich die Leute teure Wohnungen direkt an der Bahnlinie kaufen wollen? Wir werden sehen, was man sich für Lärmschutzlösungen ausgedacht hat! Interessant übrigens auch, dass im Lageplan des Exposés der Eindruck vermittelt wird, nördlich des Projektes (dort wo zwei Gebäuderiegel entstehen sollen) wäre ein grüner Park ...

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  • Winterhafen I

    ^ Ich wunder mich auch, wie schnell es auf einmal geht. Nachdem jahrelang nur über das Projekt gesprochen wurde und nichts passiert ist. Danke auch für das Exposé! Jaja, das mit den dezent geschönten Ansichten und Beschreibungen gehört wohl einfach dazu. Erinnert mich an die blumige Beschreibung vom Weinlager im Zollhafen, von wo man ja einen "fantastischen Blick" aufs Biebricher Schloss haben soll. Laut Google liegen da etwa 3.3km Luftlinie und eine Eisenbahnbrücke zwischen ;)


    Und ja, direkt an der Bahn Luxusimmobilien zu verkaufen ist echt gewagt, bin mal gespannt, wie das angenommen wird. In den letzten Monaten wurde auf der Grundstücksrückseite ein schmaler Erschließungsweg parallel zur Trasse angelegt, zuvor waren da diverse Rohre und Kabel verlegt worden. Ansonsten tut sich grade nichts.


    Am Winterhafen I dafür umso mehr, daher ein paar Fotos von heute. Der erwähnte zweite Kran ist aufgebaut und einige Kellerwände stehen bereits. Hier eine Ansicht von der Nikolausschanze aus, gleich neben den DB-Gebäuden.



    Und von der gegenüberliegenden Seite.



    Wolle Wohnung kaufe? Ruffe an! :D



    Quelle: Corpus Sireo; aufgenommen am 23.08.2011 von mir.
    (Mit freundlicher Genehmigung, abfotografierte Bautafeln zu verwenden)


    -Bilder von mir-

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  • Beim Projekt Rhein Residenz (Karte) soll es ab Oktober mit dem Bau losgehen, wie die AZ weiß. Ansonsten verhandelt man noch mit der Stadt über den Ausbau der Promenade, die in Zusammenarbeit mit der benachbarten Maicor verwirklicht werden soll. Das Projekt Rhein Residenz ist in drei Abschnitte geteilt, wovon die neun Einfamilienhäuser schon alle verkauft sind (Bauabschnitt „Winterhafen I“; nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls z.T. Winterhafen I genannten Projekt „Wohnen am Winterhafen“ nebenan). Bei den 28 Eigentumswohnungen in den drei Mehrfamilienhäusern (Bauabschnitt „Winterhafen II“) ist auch bereits ein Großteil verkauft oder reserviert, was man auch auf der Preisliste der Projektseite nachschauen kann (ganz unten). Der dritte Bauabschnitt ist in Planung und soll im nächsten Frühjahr gebaut werden. Es sind 150 Eigentumswohnungen mit 2-3 Zimmern geplant. Diese sind bei 60m² ab 170.000€ bei 90m² ab 270.000€ zu haben.


    Beim Projekt Wohnen am Winterhafen nebenan sind von den 134 Wohnungen momentan etwa 75 verkauft. Ansonsten macht die Baustelle durch eine kleine Provinzposse von sich reden. Letzte Woche wurde beim Ausbaggern das Abwasserrohr des benachbarten Veranstaltungszentrums KUZ (Kulturzentrum) zerstört. In Folge dessen konnte man dort die Toiletten nicht mehr benutzen oder duschen, was Maicor wohl aber zunächst wenig störte. Immerhin war das Rohr ja auch auf ihrem Grundstück. Das führte natürlich zu gewissen Gefühlswallungen seitens des KUZ. Daher sind im Bericht auch einige lesenswerte Kommentare zu finden, die sich mehrheitlich darum drehen, dass man die Baugrube – nett gesagt – halt in eine Sickergrube verwandeln solle ;)


    Und eine weitere Randmeldung: entlang der Straße Am Winterhafen soll das Fundament für eine mobile Hochwasserschutzwand gebaut werden. Diese wird etwa 1,30m hoch, 630m lang und soll einem 200jährigen Hochwasser standhalten können. Die Anlage verläuft von der Rückseite des Bootshauses bis zur Dagobertstraße. Beginn war der 06.09., Fertigstellung soll Ende März sein; die Kosten belaufen sich auf 1,2mio. € (mehr dazu hier). Die Bäume am Ufer sollen dabei erhalten bleiben.


    Bild von heute, Blick über die Brache der Rhein Residenz rüber zu den Kränen von Wohnen am Winterhafen.



    -Bild von mir-

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