Hauptbahnhof Frankfurt

  • Beim Umbau des Vorplatzes für die Erweiterung auf vier Straßenbahnlinien sollte man auf folgendes Achten. Der unten gezeigte, etwa 1 Meter breite Fußgänger-Wartestreifen läuft bei Hochbetrieb (v.A. Samstagvormittag) oft über. Dann stehen da bei roter Ampel einfach mehr Menschen als dieser Streifen fassen kann. Entweder staut sich das nach hinten (auf die Straße) oder es kippen aufgrund des Drucks von hinten Menschen nach vorne auf die Straße über (sehr gefährlich!).

    Es kann sein, dass sich das bei vollständiger Öffnung der B-Ebene von alleine löst, da dann mehr Menschen die Unterführung nutzen. Aktuell wird diese kaum genutzt. Alternativ oder zusätzlich hoffe ich, dass das beim Umbau berücksichtigt wird, ich interpretiere die aktuellen Pläne so, dass das gelöst wird. So kann es auf jeden Fall nicht bleiben, früher oder später knallt es da.

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    Einmal editiert, zuletzt von Rud (5. Februar 2025 um 01:46)

  • ^ Beim Umbau und der Erweiterung der Strassenbahnhaltestelle, wird die „DB-Spur“ vor dem Portal zur Strasse südwärts. Dort, wo aktuell der Verkehr nach Süden rollt, entsteht das neue Gleis Richtung Baseler Platz. Will sagen, die Insel verschwindet ohnehin, die Zahl der Autospuren reduziert sich, die Anzahl der Querungsmöglichkeiten für Fussgänger erhöht sich endlich. Es wird ua. Einen offiziellen Überweg auf Höhe der Taunusstrasse geben. Zeit wird‘s.

    Serviceteil: Magistratsvorlage viergleisiger Ausbau Tramhalt Hauptbahnhof

    Einmal editiert, zuletzt von penultimo (5. Februar 2025 um 11:53)

  • Was ich beim Südflügel (#564) jetzt nicht verstehe: Warum wird der jetzt ertüchtigt, wenn er später für den Fernbahntunnel (wenn ich das im passenden Strang richtig verstanden habe) dann komplett zurückgebaut wird, damit man den Tunnel bauen kann?

  • Wird der Südflügel denn für den Fernbahntunnel zurückgebaut? So wie ich es verstanden habe wird der Fernbahntunnel unter der südlichen Bahnsteighalle gebaut, ähnlich wie damals der S-Bahnhof.

  • Soweit ich verstanden habe, erfolgt "nur" eine Brandschutzertüchtigung und ggf. Schadstoffsanierung.

    Es ist aktuell recht wahrscheinlich, dass der Südflügel für den Bau des Fernbahntunnels abgerissen wird. Die Lage der neuen Station steht zwar noch nicht fest (bzw., stand noch nicht fest, als die Bauarbeiten am Südflügel vergeben wurden), die beiden wahrscheinlichsten Varianten liegen aber beide unter diesem (DB-Präsentation, F. 51). Lage und Bauweise des Tiefbahnhofs sollen beim nächsten Dialogforum am 31.03.2025 vorgestellt werden.

    Ich vermute, dass die Brandschutznachrüstungen notwendig (vorgeschrieben) für die Weiternutzung (oder evtl. auch für eine Ausweitung der Nutzung als Ausweichflächen für die Sanierung des Nordflügels) sind.

  • Bei manchen Projekten ist es wie mit dem Kleiderschrank. Lass es lange genug hängen und es wird wieder modern.

    Ich musste etwas hier suchen, aber habe es doch gefunden. Unter #264 ff wurde bereits in 2013 (!!!) darüber berichtet, dass man im Hauptbahnhof die Möglichkeit schaffen will, Züge direkt nach London fahren zu lassen. U.a. der Brexit ließ das dann dann wieder in einer Schublade verschwinden. Aktueller Anlass zum Öffnen der Schublade sind jetzt die neuen Berichte wie heute auch auf Hessenschau.de.. Heute wie damals ist klar: es braucht entsprechende Infrastruktur.

    Damals hatte man das im Bereich Gleis 1 und 1a angedacht. Ich erinnere mich gut an die Visualisierungen und Ausführungen (verglaster Bahnsteige und Passkontrollen im 1. UG). Jetzt ist mittlerweile aber die Planung für die zusätzlichen Fernbahngleise mit Tunnel in Fahrt gekommen - eben genau im gleichen Bereich.

    Direkte Züge von und nach London müssten ja im Hbf oben enden, denn sonst müsste man noch mehr Bahnhöfe als die im Artikel genannten entsprechend ausstatten. Es stellt sich also die Frage: verfolgt man diese Überlegungen ernsthaft? Und wenn ja: wie bringt man die baulichen Anforderungen der beiden Projekte dann zusammen? Da sollte man sich wohl mal zügig (Wortspiel ;) ) zusammensetzen.

    Bei der Technik auf der Strecke bin ich überrascht, denn ich bin mir sicher, es gab seinerzeit sogar einen ICE in London im Bahnhof, der bewies, dass der bis dahin fahren kann. Es gibt dazu sogar ein Video aus 2013 auf Youtube (ICE der Deutschen Bahn erstmals in London).

  • Das Problem entsteht ja nur weil London auf eine Pass & Sicherheitskontrolle vor Boarding des Zuges besteht. Wie der Rest Europas inkl. seiner Tunnel (Gotthard, Simplon, demnächst Brenner) das ohne schafft und das extra für die Insel notwendig wird muss man nicht verstehen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    […] verfolgt man diese Überlegungen ernsthaft? Und wenn ja: wie bringt man die baulichen Anforderungen der beiden Projekte dann zusammen?

    Soweit ich die Nachrichtenlage interpretiere, nein.

    Die aktuellen Meldungen beruhen darauf, dass der Betreiber der britischen Hochgeschwindigkeitsstrecke die Kapazitäten am Bahnhof St. Pancras erweitern möchte. Das ist eine der Voraussetzungen für mehr Züge vom Festland nach London - aber kein Hinweis oder gar Garantie dafür, dass von weiteren Zielen Züge nach Großbritannien angeboten werden.

    Optimistische Zeitschiene: der Bau des Fernbahntunnels beginnt in 5-10 Jahren. In 10-15 Jahren ist der Deckel des Tiefbahnhofes fertig, und der Wiederaufbau von Gleis 1a bis Gleis 2? 3? 4? beginnt. Angenommen, dabei würden dann Einrichtungen zur Grenzkontrolle mit errichtet (z.B. im Erdgeschoss des Südflügels), würden wir frühestens in 15-20 Jahren Direktzüge von Frankfurt nach London sehen.

    In Köln und ggf. Aachen sind die Probleme eher größer, die dortigen Bahnhöfe haben nicht den Vorteil, dass ihr Fernverkehr in eine neue Anlage verlagert wird, und man dann ein relativ "nutzloses" Kopfgleis am Bahnhofsrand opfern könnte.

    Schön wäre es sicher, die Abfertigungsanlagen strukturell in den Fernbahntunnel und die neuen Erschließungsbauwerke zu integrieren, aber ich bezweifle, dass ein Projektbeteiligter bereit ist, für einen Zug alle 1-2h jetzt sofort Bau und Planung der Grenzkontrollen zu finanzieren - inklusive der dadurch entstehenden Projektverzögerung für den Fernbahntunnel.

    Zusammen mit den speziellen Anforderungen an den Brandschutz im Eurotunnel, der Betriebsdurchführung in vier verschiedenen Ländern, den hohen Trassenpreisen in Frankreich, dem Eurotunnel und auf der High Speed 1, und der immer noch recht langen Fahrzeit sind ICEs nach London einfach kein Selbstläufer.

    Alles für sich genommen keine KO-Argumente (der ICE Velaro / 3neo könnte wohl für den Tunnel zugelassen werden, Trassenpreise könnten politisch oder durch Verhandlungen und bessere Auslastung gesenkt werden, die wohl gute Nutzung des 8-Stunden-Direktzugs Berlin-Paris könnte das Argument der langen Fahrzeit entkräften…), trotzdem müsste sich jemand aktiv für die Idee einbringen. Hat die DB (Fernverkehr) aktuell entsprechende finanzielle Spielräume? Der Bund hält sich bisher per Definition aus dem Fernverkehr heraus, die EU zeigt bahnpolitisch wenig Eigeninitiative.


    Hat jemand noch Zugriff auf die Pläne oder Visualisierungen von 2013? Die Links im Ursprungsbeitrag sind leider tot.

  • Der südliche Aufgang zur Münchener Straße ist Geschichte, jetzt werden noch die Drainagen gelegt, dann ist das Thema komplett erledigt.

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  • Zwei weitere Informationshäppchen auf der DB-Website zum Frankfurter Hauptbahnhof, die jetzt das "bahnhof.de-Blau" erhalten hat:

    Sanierung der Tiefgarage: Beseitigung von Betonschäden, Erweiterung durch ungenutzte unterirdische Nebenflächen, ein neues Layout, und Stellplätze für die Bundespolizei. Los gehen soll es Ende 2026, Abschluss 2028. Währenddessen ist die Tiefgarage ersatzlos gesperrt.

    Sanierung des Nordflügels und neuer Anbau: Der Nordflügel wird saniert. Die Sandsteinfassade wird demontiert, restauriert, und neu aufgebaut. Im Rendering erkennt man einen Ausbau des Dachgeschosses. Der Anbau wird deutlich vergrößert neu gebaut, und soll die Bundespolizei beherbergen.

    Das Erscheinungsbild ist deutlich weniger zurückhaltend als bisher (Streetview-Link zu dieser wohl unansehlichsten Seite des Bahnhofsgebäudes).

    Zuletzt erwähnt hier, auf dem Plan zu sehen der Grundriss des neuen Anbaus und eine Zufahrtsrampe. Einige Beiträge weiter der schlechte bauliche Zustand des Nordkopfes - der soll ebenfalls saniert werden.

    Bauzeit von 2028 bis 2033, unter dem Areal wird außerdem ein unterirdisches Ver- und Entsorgungsgebäude gebaut.

  • Der Nordaufgang ist jetzt teilweise wieder offen. Der südliche Aufgang an der Münchener Straße ist nun endgültig Geschichte, die Einlassungen auf dem Boden sind für Sonnenschirme, das Ganze wird zukünftig vom O'Reillys als weitere Außenfläche für Gastro genutzt.

    Randnotiz zum O'Reillys: da wurde gerade etwas renoviert, deswegen gehe ich nicht davon aus, dass die aufgrund der Renovierung des Hauses kurzfristig den Betrieb einstellen müssen.

    Bahnhof-Nord.jpg

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  • Gleis 25 (Baubeginn, update 23.10.2025)

    Anfang 2026 sollen die Bauarbeiten für das neue Gleis 25 im Frankfurter Hauptbahnhof starten. Ein Gleis anzulegen, wo früher schon mal eins lag, klingt erst mal nach einer leichten Bauaufgabe, ist es aber nicht. Das Gleis kommt auf einer alten unterirdischen, nicht mehr in Betrieb befindlichen „Postpaketkammer“ (PPK) zu liegen, die sich über eine Länge von rd. 67,00 m unter den Gleisen 22-25 bis zum Hallenrand erstreckt. Im Bereich der PPK liegen die Gleise nicht im Boden, sondern auf Trägern, sog. Gleisbrücken. Entsprechend müssen die Teile der PPK-Decke, soweit sie unter den Gleisen 24 und 25neu verläuft, abgebrochen und neu gebaut werden.


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    Grafiken: DBInfraGO

    Das Vorhaben umfasst demgemäß:

    - Einbau einer Doppelweiche ins Gleisvorfeld

    - Rückbau Bahnsteig Gleis 24

    - Neubau Mittelbahnsteig Gleis 24/ 25.

    - Rück- und Wiederaufbau des historischen Bahnsteigdaches Gleis 24 auf dem Mittelbahnsteig Gleis 24/ 25.

    - Rück- und Neubau der Decke der Postpaketkammer, soweit unterhalb von Gleis 24 und des Neubaubereiches Gleis 25.

    - Erneuerung der Zufahrtsrampe zur Postpaketkammer in Teilbereichen.

    - Anpassungen an den technischen Ausrüstungen der Gleise (Oberleitung, Leit- und Sicherungstechnik, Telekommunikation, EEA-Anlagen)

    Die Bauzeit wird sich über etwa zwei Jahre erstrecken.

  • Top, danke für die Info tunnelklick. Sehr interessant zu sehen, wie versucht wird, die letzten Reserven des sehr gut frequentierten bzw. den an seine Leistungsgrenzen stoßenden Bahnhof zu mobilisieren und auch die Zuwegungen des Gleisvorfeldes zu optimieren.

    Aber eine Sache kommt zu den Kosten der genannten Arbeiten noch hinzu...die neue Leuchtreklame wegen Umbennung der Kultkneipe ggü. von "Gleis 25" in "Gleis 26". ;)

    Einmal editiert, zuletzt von skyliner (23. Oktober 2025 um 18:36)

  • Der Bau von Gleis 25 (s.o.) ist nun auch planfestgestellt: Vorhaben | Antrags- und Beteiligungsportal

    Es gab lediglich eine private Einwendung bezüglich Lärmschutz.

    Auf der Projektwebsite zum Hauptbahnhof ist im Bahnhofsplan nun eingetragen, wann die weiteren Zugänge zur B-Ebene geöffnet werden: der Straßenbahnzugang an der Taunusstraße im November, die Zugänge in Richtung Kaiserstraße im ersten Quartal 2026.

    Gefeiert wird das ganze dann auch noch mit Musik und Dufterlebnissen.

  • Sanierung des Nordkopfs, Neubau des Nordflügels und neuer Nordflügel-Anbau für Bundespolizei-Zentrale

    An der Nordseite des Hauptbahnhofs stehen umfangreiche Baumaßnahmen bevor. Oben in Beitrag #575 wurde sie bereits erwähnt. Nun konkretisiert sich das Vorhaben. Es wird im Wesentlichen aus diesen vier Teilbereichen bestehen:

    1. Sanierung des Kopfbaus (SV). Die Notwendigkeit zeigt u. a. der Durchfeuchtungsschaden über dem Portal (#520). Nutzer bleibt DB Regio.
    2. Der denkmalgeschützte Nordflügel (SV) an der Poststraße soll abgerissen und neu gebaut werden. Die historische Sandsteinfassade wird zuvor abgenommen, "restauratorisch saniert" und später am Neubau wieder angebracht. Dieses Vorgehen soll Ergebnis einer "intensiven Abstimmung mit dem Denkmalamt" sein. Nutzer des Neubaus hinter historischer Fassade wird die Bundespolizei.
    3. Ganz im Westen (SV), im Anschluss an den Nordflügel, wird ein Neubau errichtet. Auch dieser Bau soll von der Bundespolizei genutzt werden, die dort eine Zentrale plant.
    4. ein neues Ver- und Entsorgungszentrum entsteht unterirdisch, unter dem Nordflügel und dem nördlichen Vorplatz.

    Ansichten gibt es bereits, bezeichnet als "Konzeptvisualisierung". Die Planung ist noch "in Abstimmung" , wie es in bestem Beamtendeutsch heißt.

    hauptbahnhof_nordseite_planung2026_01.jpg
    Bild: DB AG

    Der neue Anbau für die Bundespolizei-Zentrale:

    hauptbahnhof_nordseite_planung2026_02.jpg
    Bild: DB InfraGO AG

    Bevor eine planungsrechtliche Entscheidung beim Eisenbahn-Bundesamt beantragt wird, findet ein Termin zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Dieser umfasst eine öffentliche Auslage von Planungsunterlagen und eine Informationsveranstaltung. Letztere ist am 21. Mai terminiert, um 17 Uhr im Hauptbahnhof, in der "Station Lounge" in der dritten Etage, Raum Einstein. Einzelheiten und Anmeldung hier.

    Zum Vergleichen abschließend ein Schrägluftbild der gesamten Nordseite des Hauptbahnhofs:

    Bild: https://i.ibb.co/x92Mc4L/alles.jpg
    Bild: Google

  • Vielleicht ist die Idee mit dem Gleis 25 doch nicht so gut, denn es braucht ja auch noch Platz für den Nordausgang der Querpassage des Fernbahntunnels. Das darf kein Loch werden. Und wenn der Knoten Frankfurt incl. Fernbahntunnel mal digitalisiert ist (ETCS), dürfte es auch mehr Kapazität geben. Jedenfalls sollte vor dem Bau des Nordflügels mit Gleis 25 mal gezeigt werden, wie das Ganze am Ende aussehen soll.

  • Der aktuelle Entwurf der Bundespolizei-Zentrale wirkt leider noch wie gestapelte Container auf einer ewig währenden Baustelle oder einer Flüchtlingsunterkunft. Das macht auch noch so viel Sonnenlicht auf dem Rendering nicht besser. Ich hoffe auf Überarbeitung!

  • Das stimmt leider, das einzige was dort Hoffnung macht ist der untere Teil rund um den Eingang der wenigstens modern wirkt. Vielleicht sieht es ja mit anderen Fassadenelementen schon wieder gut aus.

  • Ist es denn so schwer, etwas "historisierendes" in Naturstein vom angrenzenden Bahnhofsgebäude zu übernehmen, als unbedingt etwas "Hauptsache anders" machen zu wollen?