Hauptbahnhof Frankfurt

  • Macht wirklich einen schönen, hellen Eindruck. Hoffe, dass ich dann irgendwann auch mal zum Frankfurter HBf komme ohne die Verspätungen der deutschen Bahn mit einem Sprint von Bahnsteig zu Bahnsteig aufholen zu müssen. Dann kriegt man vielleicht mehr vom Bahnhofsgebäude mit. ;)

  • Zitat von dele439

    Vielen Dank für die neuen Bilder! Auch die ersten Bereiche der anderen Hallen sind freigelegt worden. Mal sehen, ob man wirklich alles bis zur WM schafft.


    Deutsche Präzisionsarbeit und Timing hm? Ich bin da allerdings auch mal gespannt...
    Nichtsdestotrotz sieht das Zwischenergebnis sehr überzeugend aus. Das war glaube ich längst überfällig und die massive Stahlträger Konstruktion vermittelt fast den neuen Eindruck einer lange nicht gesehenen leichtigkeit. :daumen:

  • ja das waren in der Tat noch Zeiten!
    Bahnhof mit Stil.
    Allerdings finde ich dass die Deutsche Bahn sehr viel tut um zumindest die Drehkreuze in einem schönen Licht neu erstrahlen zu lassen.
    Zb. der Hauptbahnhof Leipzig, HBF München oder den hier im Thema betreffenden Frankfurter HBF.


    Allerdings sollte man auch anfangen sich um die kleinen Bahnhöfe zu bemühen.
    Davon abgesehen dass viele kaum noch angefahren werden verfallen sie leider zusehends.

  • Gerade in ländlichen Gegenden, z.B. auf der Strecke zwischen Gießen und Koblenz gibt es noch viele sehr alte Bahnhöfe. Teilweise sind die Ortsschilder noch in alter verschnörkelter Schrift zu sehen.

  • Ja, ich denke auch, dass man für die kein Geld mehr verschwenden sollte. Was nicht gebraucht wird muss weg. Länger als 2 Sekunden während der Vorbeifahrt sieht man die doch eh ned mehr (wenn überhaupt)

  • Dort auf der Strecke halten die Züge aber noch mitten in der Pampa. Sonst wäre man dort ohne Auto restlos aufgeschmissen. Die Bahnhöfe werden benötigt. Aber eine Renovierung kostet zu viel Geld. Und für die paar Leute lohnt der Aufwand nicht. Also werden die Bahnhöfe gerade so in Schuss gehalten, dass sie noch zu benutzen sind. Da werden die Weichen und die Schranken noch mit der Hand gekurbelt. Da ist die Zeit irgendwann stehen geblieben.

  • Oft isses doch so, dass man die Bahnhofsgebäude nicht mehr benötigt; die "Haltestellen" aber schon noch? Gibt hier bei uns in der region ein paar beispiele wo die Gebäude sogar abgesperrt sind und langsam vergammeln..

  • Die Frage ob nur noch die großen Drehkreuze oder auch die kleineren Bahnhöfe saniert bzw. restauriert werden sollen kann nur unter Verweis auf die Planungen der Bahn beantwortet werden. Und deren Strategie sieht eine reine Verlagerung auf Hauptrouten vor. Die Nebenstrecken werden kaum noch berücksichtigt.


    ABER: Man muss auch sagen, dass diese Strategie vollkommen bescheuert ist! Wenn die Bahn weiterhin versucht nur noch im Fernverkehr den Airlines Konkurrenz zu machen, dann kann man gleich den Laden dicht machen. Und die Pendler werden wieder mal vernachlässigt.


    Im übrigen finde ich auch, dass vor allem viele kleinere Bahnhofgebäude noch einen sehr schönen Charme ausstrahlen. Wäre schade sie einfach vergammeln zu lassen.

  • Du vermengst hier m. E. zwei verschiedene Fragen miteinander. Einerseits die Sanierung von kleinen Bahnhöfen an Nebenstrecken, andererseits die vermeintliche Strategie der Bahn, Hauptstrecken den Nebenstrecken vorzuziehen.


    Aus betrieblichen Gründen sind Nebenstrecken-Bahnhöfe - anders als früher - nicht mehr notwendig. Die Bahn braucht sie schlicht nicht mehr. Warum sollte sie also diese Bahnhöfe unterhalten oder gar sanieren, wenn für die Fahrgäste auch ein simples Wartehäuschen ausreicht und die paar benötigten Einzelfahrscheine, die meisten werden ohnehin Dauerkarten haben, am Automaten gekauft werden können?


    Eine andere Frage ist freilich, was mit diesen meist erhaltungswürdigen Gebäuden geschehen soll. Die beste Lösung wird der Verkauf und die anschließende Umwandlung in Wohnraum, Gastronomie, Verkaufsfläche oder Kleingewerbe sein. Oder eine anschließende Nutzung für kulturelle Zwecke, die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr könnte ja nicht besser sein.

  • Meiner Erfahrung nach ist zumindest im Rhein-Main-Gebiet in den letzten Jahren auf den Pendler-Strecken sehr viel passiert und investiert worden. Viele kleinere Bahnhöfe in den Kreisen Darmstadt-Dieburg und Offenbach, an denen ich selbst oft vorbeikomme, sind saniert worden oder werden es noch in Zukunft werden. Bahnhofsgebäude sind oft in kulturelle oder gastronomische Stätten umgewandelt worden und somit in solch einem guten Zustand, wie sie ihn sicher seit 30 Jahren nicht mehr hatten.

  • Beim neuen Dach kommt man ja sehr gut voran, wie ich finde. Wie schaut es denn eigentlich mit dem Bodenbelag aus? Wird der im Anschluß auch erneuert? Ich denke, bis 2006 sollte der Bahnhof fertig sein, halte das für machbar. Gut die Hälfte des neuen Dachs ist ja bereits fertig.

  • Nachdem die Renovierung der Hallen schon im Endstadium ist, ist es glaube ich mal wieder Zeit für ein Update.


    Querbahnsteig


    verschiedene Hallen





    Neue Verkaufspavillons auf dem Querbahnsteig


    Hoffentlich renoviert man nach den Hallen auch noch den Boden und die Bahnsteige und entfernt auch im Nordflügel des Bahnhofs endlich diese hässlichen Einbauten.


    Nordflügel


    Südflügel

  • Danke für die interessanten Bilder. Es stand irgendwann in einer Zeitung, dass auch der Bodenbelag komplett ausgetauscht wird, wohl noch vor der WM. Die neuen Verkaufspavillions gefallen mir ausgesprochen gut. Und dass die teilweise sehr hässlichen Vorbauten an der Ostseite des Querbahnsteigs verschwinden, hoffe ich auch, Informationen dazu habe ich aber nicht. Ideal wäre, wenn sich alle Geschäfte hinter die Rundbögen zurückziehen würden. Zum Teil ist das heute schon der Fall, z. B. auf dem zweiten Foto zu sehen.

  • Bin leider etwas enttäuscht. Diese graue Wellblechverkleidung des Daches sieht mehr als billig aus. Dachte erst, es handelt sich um ein Provisorium damit es nicht reinregnet.


    Da hätte man wesentlich mehr draus machen können. Optimale Lösung wäre ein Vollglasdach. Wesentlich heller und freundlicher.

  • Nach allem was zu lesen war, entspricht die Gestaltung (auch) in dieser Hinsicht vollauf dem historischen Vorbild. Ein Vollglasdach wäre mit dem Denkmalschutz wohl kaum vereinbar gewesen, wenn nach einem mit der Behörde getroffenen Kompromiss gerade einmal auf Nieten bei den Stahlbögen verzichtet werden durfte. Und auch das nur mit der Maßgabe, dass die Schrauben möglichst wie Nieten aussehen müssen.

  • Interessant ist auch, dass diese altmodischen Anzeigetafeln mit den Zugrichtungen ausgewechselt werden. Die Arbeiten sind dafür schon in vollen Gange. Teilweise sieht man bereits die neuen, in Form von Digitalanzeigern, auf den einzelnen Bahnsteigen.


    Hier mal ein Bild, wie sowas aussieht:



    Quelle:http://www.aegmis.de/

  • Danke für die tollen Bilder vom Frankfurter HBF. Da kommt in mir immer wieder die Wut über die Bahn auf, die sich strikt weigert in München den alten Bürkleinbau zu rekonstruieren, und uns statt dessen eine pseudomodernen Glaspalast vor die Schnauze stellen will...


    münchner.

  • Ich bin sehr froh darüber, dass der Glasanteil des Daches nicht noch grösser ist. Meines Wissens ist er ca. 50% höher als vor dem Umbau, aber mindestens dreimal so hell als vorher. Wenn die Sonne drauf scheint, bekomme ich Schwierigkeiten, ohne Sonnenbrille dadurch zu laufen. Also wesentlich heller ist da wirklich nicht angebracht und ich glaube auch nicht, dass es dadurch "freundlicher" wirken würde. Ausserdem unvereinbar mit den Denkmalschutz, was ja bereits geschrieben wurde. Ist halt meine Meinung und ich muss da fast jeden tag durch.