Fürths Neue Mitte

  • Ansich nicht schlecht. Aber das Parkhotel müßte an dieser Stelle erhalten bleiben. Der Bau prägt diese Ecke und passt irgendwie gut dorthin.
    Was ist eigentlich mit dem CityCenter? .. weiß jemand was? .. denke mal der Center ist Mausetot nach dem Abzug von Real.

  • Man sollte das Parkhotel wieder in der ursprünglichen Form rekonstruieren. Die Überdachung der Breitscheidstraße stelle ich mir grundsätzlich reizvoll vor, aber nicht, wenn die historischen Fassaden abgerissen werden, und die Straßenmitte aufgerissen wird. Dann geht das klassische Passagengefühl verloren.

  • Also heute schreibt die "nn", dass dei Vorbereitungen für das Projekt weiter voranschreiten. Allerdings vermuten Skeptiker, das die Ruhe um das Vorhaben innerhalb der letzten Monate wohl nichts gutes für dessen Verwirklichung bedeute.


    Die Stadt Fürth habe schon die Bewohner der Gebäude schriftlich informiert und um eventuelle Wünsche bezüglich der neuen Wohngegend gebeten. Ausserdem gebe es die ersten Geschäftsabwanderungen aus der betroffenen Gegend als auch Anwärter für den kauf des in die Jahre gekommen Citycenters.


    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=896156&kat=27&man=3


    D.

  • http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=899510&kat=27


    Wie hier zu lesen ist, ist die Fürther CSU strickt gegen die neue Mitte! Grundsätzlich bin ich ja eigendlich immer für bauliche Tätigkeiten, doch bei Einkaufszentren in Innenstädten seh ich selbst rot! Erst gestern hat mir ein Kumpel erzählt, dass seit Eröffnung der Erlanger Arcaden, die restliche Fußgängerzone ein Schatten seiner selbst ist! Dies befürchte ich auch für die Fürther Innenstadt...

  • Es sieht fast so aus, als bekäme Nürnbergs Nachbarstadt Fürht nun "ihren Augustinerhof-Skandal". Es formiert sich Wiederstand, und das wohl ziemlich flott und vehement. Vorallem wird kritisiert, das die Stadt und der Investor wohl erst nach eineinhalb Jahren, und vorallem nach den Bürgermeisterwahlen mit dem Projekt vor die Öffentlichkeit getreten sind. Es scheint, als haben die Fürther Politiker nicht wirklich aufgepasst als der Augustinerhof in Nürnberg zu Fall gebracht wurde. Ob aber Fürth gegenüber dem Investor Sonae Forderungen in Architektur und Planung durchsetzen kann? Der gleiche Investor hat übrigens schon in Berlin mit seinem Alexa für reichlich Unruhe gesorgt...


    Die "nn" berichtet:


    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=924213&kat=27&man=3


    D.

  • Und nun berichtet die "nn" über die zunehmend unübersichtliche Front der Gegner des Einkaufszentrums. Der Artikel ist zwar tendenziös, aber amüsant. Doch sind so manche Befürchtungen der Gegner, wie eine Verdrängung alteingesessener Läden und Bewohner nicht von der Hand zu weisen. Ist das Projekt am Ende doch ne Nummer zu Groß für die Stadt?


    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=928203&kat=27&man=3


    D.

  • Sehr interessantes Gegenargument gegen dieses Projekt, "die Gegend wird aufgewertet".:lach:
    Aber ob man gerade diese Art der Opposition so ernst nehmen kann?


    Übrigens habe ich ein Problem mit der Angabe "12.000qm"...auf 12.000qm kriegt man keine 100 Geschäfte plus Kino etc unter, niemals. Zumindest nix was wie die eigentlich erhofften Filialisten eine große Aufwertung des Angebots bedeuten könnte.
    Vielleicht ist damit auch einfach nur die überbaute Fläche gemeint, die gesamte (Handels-)Fläche über mehrere Etagen wird wohl deutlich größer sein.
    Wenn Fürth solch ein Projekt bekommt, dann muss sich schon auch mit der wahren Größe und den bedeutenden Auswirkungen die so ein Center sicherlich haben wird anfreunden oder zumindest auseinandersetzen.
    (unser hiesiges EKZ mit 100 Geschäften hat eine reine Verkaufsfläche von 23.500qm, das dürfte "normal" sein bei Centern von Betreibern dieser Art.)


    War übrigens gestern noch in Fürth und muss sagen: Die Stadt macht doch einen netten Eindruck. Wie sich die Anziehungskraft der Geschäftswelt auch in Konkurrenz zum wirklich nahen Nürnberg und den anderen Zentren der Region darstellt kann ich natürlich nicht beurteilen.

  • Sogar die FAZ hat sich am Samstag dazu hergegeben, über Fürth und die "Neue Mitte" zu berichten. Das Blatt erwähnt auch über das neue Aktionsbündnis gegen die Neue Mitte, das aus "Globalisierungsgegnern und Linksradikalen" bestehe. Der Artikel ist allerdings etwas plakativ, da geäußerte Bedenken in die Extrem-Ecke gestellt werden. Immerhin wird die Denkmalproblematik erwähnt.

  • Der Wiederstand gegen das Einkaufszentrum "Neue Mitte" wird breiter und vereinigt sich. Wie die NZ berichtet, hätten sich die bisher herausgebildeten 2 Gruppen nun vereinigt und würden daher ein buntes Bild der Einwohnerschaft Fürths repräsentieren.


    http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=937917&kat=30


    in dem Artikel ist auch ein kleines Animationsbildchen möglicher Architektur abgebildet.



    Ich persönlich werde gegenüber dem Projekt immer skeptischer. Was braucht Fürth dieses riesige Einkaufszentrum wenn nebenan das Prestigeobjekt des Einkaufens der 80er - das City-Center - zunehmend vernachlässigt wird. Vielleicht möge der Investor, sollte er es in Fürth wirklich ernst meinen, lieber das Ding kaufen, modernisieren, meintewegen auch erweitern anstelle ihm durch den Neubau endgültig das Wasser abzugraben. Das wäre mal ein Signal bezüglich nachhaltiger Stadtentwicklung.


    Sicher, man kann den Investoren nicht vorschreiben was sie zu tun haben, aber seitens der Stadtverwaltung Fürth, die ja im Auftrag ihrer Bürger und zum Wohle ihrer Stadt zu handeln hat, sollte mal intensiv über langfristige Konsequenzen nachgedacht werden.


    Die Tatsache, das ganze 4 denkmalgeschützte Häuser für die Neue Mitte abgerissen werden müssten und von weiteren geschützten nur die Fassaden erhalten bleiben ist meines erachtens wirklich nicht zu verantworten. Fürths Erbe ist doch gerade die fast komplett erhaltene Altbausubstanz! Warum diese für kurzfristige Investitionen schröpfen?


    Was ist euer Eindruck?


    D.

  • Wenn das Citycenter nicht nebenan wäre, würde ich die Sache beführworten! Aber so macht das für mich genauso viel Sinn, wie der Bau der A94... Der Entwurft sieht fürs erst nicht schlecht aus!

  • ich war jetzt auch mal in fürth unterwegs. die fußgängerzone hätte wirklich potential. es fehlt einfach an einkaufsmagneten. das city center ist nicht mehr zeitgerecht und tolle läden gibt es nicht.

  • Und wieder widmet sich die "NZ" der neuen Mitte in Fürth und ihren Gegnern. Die Bürgerinitiative hat sich inzwischen "strukturiert" und kritisiert das Projekt als überdimensioniert.


    Sonae Sierra gehe von einer viel zu hohen Kaufkraft der Fürther Einwohner aus. Dazu muss angemerkt werden, das auf dem Fürther Stadtgebiet tatsächlich einige sehr wohlhabende Gemeinden mit demgemäßer Oberschicht oder gehobener Mittelschicht existieren, das Zentrum der Stadt selbst aber eher von einer sozial schwachen Einwohnerschaft geprägt ist. Ob es dem geplanten Center gelingt die Dambacher und Konsorten mit ihrem Einkaufszentrum nach Fürth zu ziehen sehe ich skeptisch.


    Die Bürgerinitaitive will nun mit dem Investor und der Stadt ins Gespräch kommen. Es solle eine kleinere Lösung, die mehr Rücksicht auf die gewachsenen Strukturen der Innenstadt nimmt, aber Fürth als Einkaufsstadt attraktiver macht geben.


    http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=949024&kat=30&man=4


    D.

  • Der Drop ist gelutscht! - Aus für die "Neue Mitte"! Stattdessen soll nun das City Center für ca. 30Mio € aufgemöbelt werden.

  • hat sich da echt wer hoffnungen gemacht? mir war das von vornherein suspekt. fürth = einkaufsstadt
    die gleichung geht nicht auf.

  • Das City-Center kann verkauft werden! Die 351 Eigentümer haben zugestimmt. Sonae Sierra ist nun am Zug, deren deutsche Spitze wird bald den Kauf unter Dach und Fach bringen.


    Gerechnet wird mit mindestens 50 Millionen Euro Umbaukosten. Das 24 Jahre alte Gebäude mit etwa 26 000 qm muss wohl entkernt werden um die neuen Nutzungsanforderungen zu erfüllen.


    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1129278&kat=27&man=3



    D.