Ex-Heizkraftwerk Katharina-von-Bora-Str. 8a (100 WE) [in Planung]

  • Seit einigen Monaten gilt die Entwicklung des ehemaligen Heizkraftwerks an der Katharina-von-Bora-Str. 8a zwischen Königsplatz/Museumsviertel und Botanischem Garten als eines der wichtigsten Projekte auf dem momentan wohl begehrtesten Grundstück in der Maxvorstadt. Nachdem offenbar unter anderem die die Firma Alpha Invest ("The Seven") immer höhere Gebote abgegeben hatte, hat Ude sein Veto eingelegt, um ein Luxuswohnprojekt zu verhindern, und „soziale Mischung“ zu ermöglichen. Die Stadt soll nun nicht mehr an den Höchstbietenden verkaufen.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…s-luxus-projekt-1.1121839


    Kommentar: rein politisch-populistische Entscheidung von Ude. In dieser top-top Lage "soziale Durschmischung" zu erzeugen ist dann doch ein etwas weltfremder Plan. Dass sich die Stadt diese Einnahmen entgehen lässt ist leichtsinnige Verschwendung von Steuergeldern. Bin gespannt was nun aus dem Areal wird.

  • Mag sein, dass es populistisch ist. Aber ich finde es trotzdem gut. Weiß ned, was an reinen Luxusprojekten so toll sein soll...

  • So lange es in einer Stadt eine gesunde Mischung an Neubauten gibt, bei der jede Zielgruppe und Preisklasse vertreten ist, spricht ja auch rein gar nichts gegen Luxusprojekte. Sie haben die gleiche Berechtigung wie jedes andere Projekt auch. Leider ist es in München sehr schwer geworden einen zentrumsnahen Neubau zu finden, der, unabhängig von der Nutzung und der architektonischen Qualität, weder mit den Wort "exklusiv" beworben wird, noch gezielt zahlungskräftigere Kunden anspricht.


    Meines Erachtens wäre die Lage in der Katharina-von-Bora-Straße für ein Luxusprojekt sogar deutlich geeigneter gewesen. Zentrale Lage direkt neben den Lenbach Gärten, die Innenstadt ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar und trotzdem ist es dort wahnsinnig ruhig und nach 18 Uhr quasi ausgestorben. ;)


    Aber populistische Entscheidungen kommen erst nach dem Protest ;)

  • Ich fahre dort jeden Tag mit dem Radl vorbei und frage mich auch, wieso nicht einfach an den Meistbietenden verkauft wird.


    Etwas verwirrend finde ich den Vergleich zum Hochhaus in der Müllerstraße, denn trotz 11.000 Quadratmeter Geschossfläche dürfte an dieser Stelle sicher nicht höher als 5+1 bzw. mit Flachdach 5+2 gebaut werden, oder?


  • Etwas verwirrend finde ich den Vergleich zum Hochhaus in der Müllerstraße, denn trotz 11.000 Quadratmeter Geschossfläche dürfte an dieser Stelle sicher nicht höher als 5+1 bzw. mit Flachdach 5+2 gebaut werden, oder?


    Genau deswegen war ich auch auf dem völlig falschen Dampfer und dachte, es geht hier um das Hochkraftwerk in der Barer Straße. Wo aber ist an der Meiserstraße ein Kraftwerk? Oder existiert es gar nicht mehr ?

  • Es scheint sich um das Gelände nordöstlich der Ecke Meiser-/Karlstraße zu handeln, da ja in der Diskussion auch die Gebäude Karlstraße 20/22 einbezogen wurden.
    Sieht für mich weder auf dem Satellitenbild noch in der Realität wie ein HKW aus, aber egal, wenigstens ist jetzt klar um was es geht :D


    Ich verstehe nicht wieso die Stadt dieses Gelände nicht meistbietend verkauft, die soziale Mischung des Viertels wird durch eine Wohnanlage in der Ecke ganz sicher nicht negativ beeinflußt.
    Die Ablehnung Udes ist mir ein genauso großes Rätsel wie die Tatsache dass Hilfsorganisationen und Universitäten repräsentative Villen in Toplagen Nymphenburgs und des Isarhochufers halten, aber gleichzeitig kein Geld mehr haben ihre Dächer der Hauptgebäude dicht zu halten.

  • Die CSU wirft Ude jetzt erwartungsgemäß Populismus vor: http://www.sueddeutsche.de/m5U…onhafter-Sinneswande.html


    Angeblich gab es Gebote von 35 verschiedenen Projektentwicklern, wobei es dabei nur um den Abriss und Neubau der rückwärtigen Gebäude in dem Block an der Ecke K.-v.-Bora-Strasse und Karlstrasse ging. Offenbar sollen in die neuen Überlegungen auch die Vorderhäuser, nämlich das derzeitige Landesamt für Steuern sowie die schon leer stehenden Altbauten an der Karlstraße 20/22/24 miteinbezogen werden. Ich könnte mir in den umgebauten Altbauten und rückwärtigen Neubauten auch eine Mischnutzung z.B. aus Kultur, Gastronomie, Hotel und Wohnungen vorstellen. Das würde die Gegend beleben.

  • In der gestrigen Printausgabe der SZ war zu lesen, dass die Stadt nun beschlossen hat, auf den lukrativen Verkauf des Grundstücks zu verzichten. Stattdessen sollen Sozialwohnungen und Mietwohnungen für städtische Angestellte gebaut werden.

  • In der gestrigen Printausgabe der SZ war zu lesen, dass die Stadt nun beschlossen hat, auf den lukrativen Verkauf des Grundstücks zu verzichten. Stattdessen sollen Sozialwohnungen und Mietwohnungen für städtische Angestellte gebaut werden.


    schön wenn die stadt für ihre leute wohnungen in triple a + lage baut. der rest der normalos zieht nach neuperlach

  • schön wenn die stadt für ihre leute wohnungen in triple a + lage baut. der rest der normalos zieht nach neuperlach


    Also ich finde das wirklich gut. Andere Unternehmen sollten über ähnliche Maßnahmen nachdenken, der Fachkräftemangel kommt immer näher. Und ich find auch soziale Durchmischung gut, besser als Ghettos. Insofern verstehe ich nicht, was an der Entscheidung jetzt so schlecht sein soll

  • Ich glaube, die SWM können durch ihre modernen Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung (es entsteht also Strom und Wärme) einfach die Stadt genügend versorgen und braucht die alten Heizwerke (nur zum Heizen, ohne Stromerzeugung!) einfach nicht mehr. Mehr infos zu den Kraftwerken der SWM gibts hier.


    Aber auch diese Kraftwerke werden wahrscheinlich zum Teil überflüssig, weil die SWM ja 16 neue Geothermie-Anlagen planen.

  • Ein paar Ansichten der Bestandsbebauung vom 30.05.15


    Der Hofbereich und das eigentliche Kraftwerk werden momentan immerhin intensiv zwischengenutzt:




    Die Wohn-Altbauten stehen allerdings schon seit einigen Jahren leer:


    Hier die Fassaden der Altbauten zur Strasse; die Gebäude bleiben auch bei der Neuplanung offensichtlich erhalten, das ist sehr positiv:



  • Die Umbau/Neubau-Pläne werden ab nächste Woche bis Ende Oktober im Referat für Stadtplanung und Bauordnung öffentlich ausgelegt:

    Zitat

    Im Stadtbezirk 3 Maxvorstadt plant die Stadtwerke München (SWM) GmbH als Eigentümerin des ehemaligen Heizkraftwerkes an der Katharina-von-Bora-Straße 8a den Neubau von ca. 100 Mietwohnungen. Hierfür wurde im Rahmen des notwendigen Bauleitplanverfahrens 2013/2014 ein nicht offener Realisierungswettbewerb auf Grundlage der Planungsziele des Aufstellungsbeschlusses vom 19.03.2013 (Vollversammlung) durchgeführt. Das Konzept von 03 Architekten GmbH / LeitWerk GmbH München mit Keller Damm Roser Landschafts*architekten Stadtplaner, München, als einer der Preisträger, bildet die Grundlage des weiteren Vorgehens. Der prämierte Entwurf schließt die bestehende Lücke im Areal mit einem fünf- bis siebengeschossigen Baukörper. Die Wohnungen sind als Werkswohnungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SWM GmbH geplant, entsprechend den Regularien der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) in Verbindung mit dem wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München V“ ergibt sich ein Anteil an gefördertem und sozial orientiertem Wohnungsbau von 34 %.


    Der heute gewerblich geprägte Hofraum der Katharina-von-Bora-Straße 8a wird zu einem vielseitig nutzbaren, begrünten Wohnhof aufgewertet. Der Altbaumbestand bleibt erhalten und wird hier angemessen ergänzt. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über die Karlstraße durch die bestehende Durchfahrtsmöglichkeit im Bürogebäude Karlstraße 10-14. Der Zu- und Ausfahrts*bereich wird aus Sicht- und Lärmschutzgründen eingehaust und begrünt. Neben einer nicht durch die Planung verursachten Kindertageseinrichtung mit zwei Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen ist auf dem Grundstück eine Fernkältezentrale und eine Fernwärme*verteilung geplant.


    Quelle: http://www.muenchen.de/rathaus…stermine/BPlan-2082a.html