Rund um Schillerplatz und Ludwigsstraße (inkl. Karstadt-Areal)

  • Residenzpassage und Schillerplatz 4

    So langsam kommt der Neubau der Residenzpassage aus der Grube:


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    Der vor einem Jahr gezeigte Umbau von Schillerplatz 4 (s.o.) nähert sich dem Ende.


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    -Bilder von mir-

  • Residenzpassage und Schillerplatz 4

    Bei der Residenzpassage geht's zügig voran. Inzwischen wird schon das 2.OG aufgebaut. Das stützende Stahlgerüst zwischen den beiden Nachbargebäude wurde abgebaut.

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    auch an der Rückseite (Große Langgasse) kann man den Fortschritt erkennen.

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    Der Umbau Gebäude Schillerplatz 4 ist überwiegend abgeschlossen. Mir scheint es so, dass über dem EG noch ein Vordach ergänzt wird.

    Unten hat eine Café-Bar eröffnet.

    Schade, dass die Fassade sehr grau geworden ist - und das liegt nicht am Wetter.

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  • Zügig geht es an der Schillerstraße 30-32 weiter

    Vorne 3.OG (Bilder von letzter Woche, in dieser Woche wurde die wohl abschließende Traufhöhe erreicht - Bilder liefere ich nach)

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    Hinten an der Großen Langgasse ist das 2.OG erreicht

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    Gegenüber der Schillerstraße 30-32 liegt die Nr. 11 - Schönborner Hof (Insitut francais Mayence) Dort wurde das Hauptportal eingerüstet und gesichert

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  • Der Architekturwettbewerb für die LU-/Karstadt-Gelände wurde abgeschlossen und gestern die Ergebnisse verkündet.

    Die Ergebnisse sind hier zu finden. Als ich den ersten Platz mir angeschaut hatte, fand ich ihn ziemlich gut. Variation der Formen und Gestaltung, schöne Farbgebung.


    Beim Anschauen des Sonderpreises des Büros aus Lissabon war ich aber wirklich begeistert. Toller Gesamtentwurf für ein stark gestaltetes aber harmonisches Ensemble. Großartig! Ausdrucksstark! Leider fehlt der Mut für dieses Konzept :( Sehr schade.

  • Der Sonderpreis ist wirklich phänomenal. Rote (Sandstein-) Fassaden, Grün, stimmig.

    Der Siegerentwurf ist okay, wenngleich sehr zeitgeistig mit den Riesenfenstern in den gepimpten Pavillons. Ob das in 30 Jahren nicht wieder zur Disposition gestellt werden wird! Aber alles ist eine Verbesserung zum Status Quo. Danke für die Infos frodoNtour

  • Ich bin sehr angetan vom Siegerentwurf. Im PDF ist die Rede von "heterogener Maßstäblichkeit", was den Entwurf ganz gut trifft. Er nimmt die sehr unterschiedliche bauliche Umgebung südlich und nördlich des Areals auf, macht das aber recht subtil und sehr abwechslungsreich. Beispiele: Das Giebeldach zu Fuststraße/Bischofsplatz, die kleinteilige Fassadengestaltung an der dortigen Westseite, die historisch wirkende Fassade des Parkhauses mit den ultramodernen Aufbauten darüber, die ebenfalls sehr moderne Form der Pavillons, die sich farblich aber an die historische Bebauung anpassen.


    Ein Gestaltungswille ist sehr, sehr klar erkennbar (was bekanntlich keine Selbstverständlichkeit ist) und die Ausführung in den Plänen meines Erachtens äußerst gelungen.


    Klar, die Pavillons beim Sonderpreis-Entwurf sind natürlich fantastisch, da dürften sich die meisten Foristen einig sein, das trifft wohl unseren Geschmack. Aber der Ansatz des Siegerentwurfes ist mutiger und nimmt trotzdem den baulichen und historischen Kontext auf. Wie der "rot eingefärbte Sichtbeton" und das "eloxierte Aluminium in warmen Farbtönen" dann tatsächlich aussehen werden, bleibt allerdings erstmal abzuwarten. Kennt jemand bestehende Bauten mit diesen Materialien/Farben?


    Einziger großer Kritikpunkt: Der Pavillon zum Gutenbergplatz (falls dort überhaupt gebaut wird) ist mir ein zu starker Kontrast zu seinem Gegenüber auf der Nordseite. Hier würde ich mir deutliche Nachbesserungen wünschen.

  • ^ Stormcloak hat völlig Recht, was die Kleinteiligkeit/im Detail abwechslungsreiche/vielfältige Gestaltung der einzelnen Baukörper betrifft. Das zitiert das historische Bild der Mainzer/der (als Typus) europäischen Altstadt. Die Vielfalt der Gestaltung als Nebeneinander unterschiedlicher Gesstaltungsideen. Auch das Zitat "Mainzer Farbigkeit" mit dem dominanten Sandsteinrot ist passend.


    Das bedeutet in gewisser Weise eine Ergänzung der Ornamentik der einzelnen Fassade durch eine größere Ornamentik im Nebeneinander unterschiedlicher Stile (bspw. besonders gelungen im Abschluss der südlichen Altstadt, wo verschiedene Fassadentypen zusammen ein vielfältiges Bild ergeben).

    Insofern ist der Entwurf sehr passend im Kontext der Mainzer Altstadt.


    Was mich am Lissabonner Entwurf beeindruckt, ist die Idee der kompletten Überplanung einer Straße. Das ist vergleichbar dem napoleonischen/französischen Entwurf einer einheitlich gestalteten Lu. Eine ähnliche Idee ist in Paris wahrnehmbar, wo Baron Haussmann eine große einheitliche gestalterische Leitidee entwickelt hat, die das heutige Paris prägt (aber verbunden mit dem weitgehenden Verlust des kleinteiligen mittelalterlichen Bildes).


    Eine Gestaltung im Sinne der Lissabonner hätte ich mit der modernen pompösen fast residenzartigen Gesamtwirkung faszinierend gefunden, gerade weil ein solches Bild in der Altstadt kaum existiert. Auf der anderen Seite ist die kleinteilig altstädtische Gestaltung des Siegerentwurfs absolut passend zur Stadt (und wahrscheinlich günstiger zu realisieren). Von den Lissabonnern würde ich gerne die Gestaltungsidee zum Gutenbergplatz hin fortgesetzt sehen.