Stadion des Chemnitzer FC (fertig)

  • Aktuelle PM der Stadt:


  • Aktuelle PM der Stadt:



    Quelle: chemnitz.de

  • Aktuelle PM der Stadt:


    Quelle

  • Ich war heut mal vor Ort..


    Das Umfeld ....Gellertstraße



    ...hier wird sich bald schon so einiges tun..



    ..Kreuzungsbereich Heinrich-Schütz-Straße..




    ..neues Bild ..eine Visualisierung gibt es hier im Thread auf seite Eins



    Die GoCart Bahn muss dem Stadion weichen.
    Die Betreiber haben ein ausweichquartier in Chemnitz gefunden.
    Die Halle wird abgerissen um Platz zu schaffen.




    Juni2013

  • Heute wurden der Generalübernehmer "Bietergemeinschaft BAM Sports GmbH Düsseldorf und BAM Deutschland AG Stuttgart" und das Stadionmodell vorgestellt (siehe cfc-fanpage mit einigen weiteren Fotos und PM der Stadt).


    Zuerst das Bild des neuen Stadions:



    Quelle: http://www.cfc-fanpage.de


    Grundsätzlich finde ich die Architektur des Stadions wenig aufregend. Eine minimale Eigenständigkeit wird durch die Nutzung von Flutlichtmasten erreicht, ansonsten bleibt nur das CFC-Logo als Erkennungszeichen. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die großen Betonflächen hinter der Südkurve zu gestalten, sei es durch Graffiti, Schriftzüge oder dergleichen. Die offenen Ecken finde ich unglücklich, das ist trotz Verglasung als Schutz vor Wind und Wetter nicht optimal, für die Belüftung des Rasens schon eher. Wie es sich auf die Stimmung auswirken wird, wage ich aber nicht zu prophezeihen.


    Edit: Die Freie Presse vom 22.06.2012 ergänzt noch zwei Details, womit einer der negativen Punkte entfällt:


    - Die gesamte Südkurve wird als Stehplatzbereich ausgeführt.
    - Aus Kostengründen gibt es wie erwartet Schalensitze statt Klappsitze.


    Offene Fragen:


    - Der Entwurf lässt keine Rückschlüsse auf Ort und Ausführung einer neuen Fanhalle zu.
    - Eine Frage von überragender Bedeutung für die Attraktivität des Stadions sind die Details zu Verpflegungsständen und sanitären Anlagen. Das wäre für mich ein Hauptkriterium bei der Zuschlagserteilung gewesen, ich kann den Bildern diesbezüglich aber nichts entnehmen.
    - Auch eines der ganz großen Ärgernisse derzeit wird überhaupt nicht behandelt: Wo sind die Tickethäuschen? Wie sind diese gestaltet, um eine deutlich schnellere Abfertigung bei der erwarteten größeren Zuschauerzahl zu ermöglichen?
    - Ist ein Fanshop vorgesehen?
    - Ob und welcher Art Zäune im Stadioninneren vorgesehen sind, bleibt rätselhaft. Nicht einmal im Gästeblock wird das ersichtlich.
    - Wie werden Logen und Presseplätze gestaltet? Ein Bild der Haupttribüne ist wohl nicht zuviel verlangt.
    - Handelt es sich bei den Flutlichtmasten wirklich um die existierenden? Diese sind derzeit sehr weit oben gegründet, so dass ich mir das eigentlich nicht vorstellen kann.
    - Wie und wo könnte die angedachte Erweiterungsmöglichkeit aussehen? Vermutlich würden die Ecken geschlossen, aber wie viele Sitz- oder Stehplätze würde das ergeben?
    - Man kann nur vermuten, dass auch eine Anzeigetafel vorgesehen wurde.
    - Was wird mit dem Eingang Heinrich-Schütz-Straße?
    - Bietet das Dach ausreichenden Regenschutz?
    - In der Ecke an der jetzigen Fanhalle ist eine Treppe zur Haupttribüne zu sehen. Da die Zugangskontrolle dorthin aber auch an der Südkurve erfolgt, können dort eigentlich keine Sitzplätze sein.
    - Die Details sollte man nicht vergessen: Capo-Stände, Rollen für Choreos, Ticketsystem, Behindertenplätze, Fahrradständer, die ÖPNV-Anbindung und natürlich vor allem Heizstrahler sind wichtiger als man denkt.


    Positiv:


    - Vor der Südkurve zähle ich insgesamt 18 Drehkreuze, was ausreichend sein sollte und ein schnelles Betreten des Stadions gewährleisten sollte.
    - Es sieht so aus, als würden die Flächen rund ums Stadion durchgehend befestigt, so dass man nicht mehr durch Matsch und Schnee laufen muss.
    - Der Gästebereich ist auf der Gerade hinterm Tor. Trotzdem kommt er mir etwas klein vor, zudem werden Fantrennung zur Nordkurve und die Frage von Gästesitzplätzen nicht klar.
    - Wenn ich das richtig sehe, sind Werbebanden am Platz vorgesehen, so dass die Wand direkt an der Tribüne für Zaunfahnen genutzt werden kann. Sicher ist das aber nicht, die Höhe der Betonwand sieht aber passend aus.


    Negativ:


    - Schlimm finde ich die Anzahl der Zugänge auf der Südkurve. Alles spricht dafür, dass insgesamt 4 Zugänge auf der Südkurve befindlich sein werden, noch dazu befinden sich diese im unteren Bereich. Somit bleibt nur ein winziger Bereich, in dem sich eine geschlossene Gruppe bilden kann, der Rest der Südkurve wird davon abgetrennt. Das ist der Todesstoß für die Atmosphäre in diesem Stadion. Bei der insgesamt überschaubaren Zahl der Plätze in der Südkurve wären zwei äußere Uugänge ausreichend, die dann eventuell etwas größer gestaltet oder durch Zutrittsmöglichkeiten in den offenen Ecken ergänzt werden können.
    - Wenn man sich die Zäune rund ums Stadion anschaut, stellt man fest, dass alle Tribünen strikt voneinander abgeriegelt sind. Es wird also auch keine Kontaktmöglichkeiten mehr zwischen Südkurve und Gegengerade geben. Eine solche strikte Trennung lässt sich bei dem Entwurf wohl nicht vermeiden, trotzdem war die leichte Zugänglichkeit anderer Bereiche immer ein Charakteristikum des alten Stadions.

  • Von der Sache her finde ich das Stadion gar nicht so schlecht.
    Vorallem wird das Umfeld Aufgeräumt, und die Um das Stadion gebauten Parkplatzfläche
    wie auch der Rest geben dem Umfeld eine Deutliche Aufwertung.

  • Vorallem wird das Umfeld Aufgeräumt, und die Um das Stadion gebauten Parkplatzfläche
    wie auch der Rest geben dem Umfeld eine Deutliche Aufwertung.


    das glaube ich nicht, habe auf der Forststraße unweit von der Zietenstraße ein Wohnimmobilie zum Erwerb angeboten bekommen. Ich habe sehr große Bedenken. Sicher sieht das irgendwann mal alles aufgeräumt aus. Aber wer will schon da hinziehen, wo ständig Bambule ist, wo es laut zugeht und Sicherheitskräfte zu Hauf aufmarschieren. Die angrenzenden Wohnimmobilien werden dadurch massiv im Preis fallen. Ich habe keine Ahnung, ob sich dann die Anzahl der Veranstaltungen in diesem Stadion zu jetzt drastisch erhöht?

  • aguti : Da am gleichen Ort schon jetzt ein Stadion steht, kann man tatsächlich davon ausgehen, dass der Neubau nur einen deutlich positiven Effekt aufs Umfeld bewirken kann. Bisher befinden sich dort mit der Ruine hinterm Stadion und dem alten Straßenbahndepot noch einige Objekte, die nicht unbedingt einen wertsteigernden Einfluss aufs Umfeld haben, mit dem Neubau aber beseitigt werden. Die Zahl der Veranstaltungen wird sich nicht erhöhen, da das Stadion weiterhin nur für die Heimspiele des CFC genutzt wird. Wir reden also von höchstens 20 Tagen im Jahr, an denen sich die sonst extrem ruhige Umgebung für vielleicht drei Stunden belebt. Deine übrigen Sorgen solltest Du am besten mal mit einem Besuch an einem Spieltag zerstreuen. Dann wirst Du merken, dass die Polizeipräsenz verschwindend gering ist, von Bambule keine Rede sein kann und man speziell in der Forststraße sogar kaum Fans antreffen wird, weil die Heimfans dort eigentlich gar nicht hinkommen.

  • ..als ich vor einiger Zeit, an einen Spielsonnabend da entlang gelaufen bin, hatte ich auch so meine Bedenken,
    aber ich kann das nur bestätigen, das man bei einen Spiel, davor und danach nicht wirkliche Unruhe beobachten konnte,
    auch hält sich die Präsenz der Polizei (im Sichtbaren) in grenzen.


    Auf der Visualisierung ist der Parkraum nicht nur für Autos gedacht, so werden eine Vielzahl mit dem Bus kommen und wieder fahren.


    Wie das ganze in der Entwicklung steht, was die Preise für Immobilien angeht, könnte es durch die Aufwertung dieser Ecke,
    die heute etwas Schäbig daherkommt, sogar zumindest Stabil gehalten werden und vielleicht sogar eine Steigerung begegnen.

  • Laut Freier Presse von heute liegt die Vergabe der Generalplanung auf Eis, weil ein unterlegener Bieter, dessen Angebot deutlich günstiger sein soll, Widerspruch eingelegt hat. Die Chemnitzer Niederlassung des bundesweit tätigten Bauunternehmens Köster behauptet, ihr Angebot über insdgesamt 23 Millionen Euro sei um 1,5 Millionen Euro günstiger als das des Sieger-Konsortiums. Deshalb habe man eine Rüge bei der Vergabekommision eingelegt, um die Grundlagen für die Entsscheidung zu erfahren. Laut Stadtverwaltung wurde auf Basis einer Bewertungsmatrix entschieden, in die zu 55 Prozent der Preis und zu 45 Prozent weitere Kriterien wie Funktionalität, Architektur und Gestaltung sowie technische Gebäudeausrüstung eingeflossen seien. Man muss also mit Verzögerungen rechnen, da bis zur Klärung der Angelegenheit kein Baustart erfolgen kann. Theoretisch wäre auch eine Klage vor Gericht möglich. Das sind die Nachteile einer öffentlichen Ausschreibung, ein bisschen mehr Transparenz, wie die anderen Entwürfe aussahen und wie es letztlich zur Entscheidung gekommen ist, würde mich aber auch interessieren.

  • Stadionbau: Bieter zieht Widerspruch zurück


    Da es aber noch einen Wiederspruch eines anderen Bieters gibt, erleichtert es die Sache an sich nicht.
    Es kann auch weiterhin nun mit einen Bauverzug gerechnet werden.


    Hier der FreiePresse Artikel..

  • Die Vergabekammer in Leipzig hat nicht wie gedacht über den Einspruch des unterlegenen Bieters Köster entschieden, sondern die Frist für die Bekanntgabe des Ergebnisses wegen "schwieriger verfahrensrechtlicher Fragen" noch einmal um einen "erforderlichen Zeitraum verlängert" (Quelle). Man könnte auch sagen, dass man sich ohne jede Begründung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertagt hat...

  • Ja, in Leipzig hat man ja auch ein modernes Stadion und der Verein schwimmt im Geld.. :nono: Auch wenn das natürlich nichts damit zu tun hat, ewig wird der Club sicher keine Ausnahmegenehmigung mehr bekommen.

  • Die Chancen für einen Baubeginn sind deutlich gestiegen, da die Vergabekammer die Rechtmäßigkeit der Entscheidung bestätigt hat. Weitere Verzögerungen könnten aber drohen, wenn nun eine Klage eingereicht werden sollte.


    Pressemitteilung der Stadt:


    Quelle

  • So langsam wird der geplante Stadionbau ein unterhaltsames Beispiel dafür, wie unmöglich in Deutschland und Europa mittlerweile die Umsetzung selbst unbedeutendster öffentlicher Vorhaben geworden ist. Mittlerweile hat sich nämlich auch die EU-Kommision eingeschaltet und prüft, ob die ausschließliche Nutzung des neuen Stadions durch den CFC gegen europäisches Recht verstößt (Freie Presse von heute). "Falls die Finanzierung des Stadion-Neubaus nicht mit EU-Beihilferegeln vereinbar ist, wird die Kommission diese nicht genehmigen", teilte eine Sprecherin von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia mit. Juristisch kann die Prüfung damit begründet werden, dass kein Wettbewerb stattfinde, wenn die Nutzung des Stadions ohne Ausschreibung vergeben werde. Zudem sei nicht klar, ob für die Stadionnutzung ein Marktpreis verlangt und auch gezahlt werde. Interessant finde ich auch, dass das Bundeswirtschaftsministerium die geplante Finanzierung und Nutzung des Vorhabens in Brüssel angezeigt hat. Zusätzlich sind noch das sächsische Wirtschaftsministerium und natürlich die Stadt involviert. Allerdings wird von dieser Seite Zuversicht verbreitet, weil die ähnlich gelagerten Stadion-Projekte in Erfurt und Jena von den Brüsseler Wettbewerbshütern genehmigt worden seien. Auch habe die Entscheidung der EU-Kommission keinen Einfluss auf die Zuschlagserteilung oder den Bau des Stadions, da die Stadt Eigentümerin der Arena bleibt. Infrage steht nur die künftige Nutzung der Anlage durch den CFC.


    Der Gipfel der Bürokratie wäre, wenn am Ende tatsächlich eine Ausschreibung stattfinden muss, wer im Stadion spielen darf, weil diese unmöglich ein anderes Ergebnis haben kann. Wer neben dem CFC soll bitte schön ein Angebot abgeben? Die SG Kleinolbersdorf-Altenhain oder der Eubaer SV hätten vielleicht Interesse am Stadion, können aber die Pachtbedingungen nicht finanzieren. Wirtschaftlich besser aufgestellte Vereine, etwa aus Portugal oder Großbritannien, werden ihre Spiele eher nicht im tausend Kilometer entfernten Chemnitz austragen wollen. Was soll also diese Prüfung unter Einbeziehung dutzender Bürokraten?

  • Stadion-Neubau - Beschwerdefrist endet am Freitag


    Wenn das Osnabrücker Bauunternehmen Köster nicht bis zum Freitag Beschwerde dagegen einreicht,
    will die Stadtverwaltung am Montag den Zuschlag für die Generalplanung des neuen CFC-Fußballstadions
    an der Gellertstraße an den Baukonzern BAM mit Sitz in Düsseldorf bzw. Stuttgart vergeben.


    Na dann:)
    Manchmal ist es ja so, das kurz vor Ablauf einer Frist doch noch weiter geklagt wird.
    Wenn bis spätestens Samstag (14.September 2013 nix davon zu hören sein wird,
    ist der Weg für den Neubau dann auch Endgültig frei und kann noch in diesen Jahr gestartet werden.


    Hier ein kleiner Bericht dazu.

    angaben ohne gewähr;)