Linksrheinisch (außer Oberkassel)

  • White Max und Umgebung

    Es gab so viele Berichte und Diskussionen über das Projekt, dass man einen Blick auf die Baustelle riskieren darf. Die Fassaden werden noch um Geländer ergänzt, mehrere neue Fenster gibt es bereits. Laut Visualisierungen soll es an den Seiten große MAX-Schriftzüge mit eingepflegter Düsseldorfer Skyline geben (2. Foto) - das Interessanteste, was die Fassadengestaltung bieten wird. Das dritte Foto ist vom Westen - dort wird im Flachbau ein Fitness-Center untergebracht:



    Auf der anderen Straßenseite ist ein weiteres Revitalisierungsprojekt fast fertig. Leider ist nicht bekannt, ob die 4.000 Qm Handels-/Ausstellungsflächen nur Showrooms oder auch normale Läden beinhalten sollen:



    Normale Läden und noch ein paar Wohnprojekte in der Gegend wären angesagt - am Sonntag empfand ich sie wie ausgestorben, obwohl in den mehreren Hotels irgendwer wohnen müsste. Nicht einmal die Stadtbahn verkehrt sonntags.


    Etwas merkwürdig empfand ich, dass östlich von der Lütticher Straße - hinter der gerade entstehenden Lärmschutzwand - eine Reihenhaussiedlung gebaut wird. Es gibt zwar bereits welche in der Nachbarschaft, doch kleinere MFHs mit einer/zwei Etage(n) mehr als bei den Nachbarn wären hier angesagt - nur 100 Meter Luftlinie vom höchsten Wohnhaus Düsseldorfs. Sonst wirkt der Kontrast zwischen den Welten zu absurd. Dazu ein direkter Durchgang vom Fußgängerüberweg in die neue Siedlung, damit diese mit dem Seestern vernünftig verknüpft wird. (Wie es scheint, es ist stattdessen ein Umweg durch den schmalen Pfad und die Linnicher Straße angedacht.)

  • ^ Wie man diese Häuschen auch nennen mag - wirken sie dadurch praktisch am Fuße eines Wohnhochhauses weniger absurd? Das erste gestrige Foto habe ich neben der entstehenden Lärmschutzwand stehend gemacht, wenige Meter vom nächststehenden Häuschen entfernt.


    13 Doppelvillen (26 WE) auf 12.000 Qm Grund, das sind etwa 22 WE/Ha (die GFZ um 0,4) - welch ein Unterschied zum wesentlich dichter bebauten Seestern. Ach ja, die trennende Lärmschutzwand wird die Illusion schaffen, die Siedlung gäbe es ganz woanders - bei diesem Ansatz hätte man sie auch woanders bauen sollen. Im städtischen Gebilde erwarte ich eher Verknüpfungen benachbarter Quartiere. Es sei denn, der Seestern soll nie den einst beabsichtigten Sprung vom etwas besseren Gewerbegebiet zum richtigen urbanen Gebiet schaffen, dann braucht man keine Verknüpfungen mit der Umgebung.


    Ein Tor in der Lärmschutzwand am Fußgängerüberweg, in die Siedlung führend, wäre das Minimum. Ferner sollten die Wohnhäuser zumindest am WhiteMax stehend wahrnehmbar sein, damit man weiß, dass die Stadt dort nicht endet - es gibt eine Fülle der Lösungen dazu, z.B. Treppenhäuser, Küchen und Bäder an der Straßenseite. Selbst im reinen Wohngebiet und im gehobenen Bereich hätte die Dichte (WE/Ha wie auch die GFZ) 1.5-2mal höher sein können. Mit anderen Worten - sie sollte vermittelnd zwischen jener des Seesterns und jener des übrigen EFH-Gebiets weiter östlich liegen.

  • 13 Doppelvillen (26 WE) auf 12.000 Qm Grund, das sind etwa 22 WE/Ha (die GFZ um 0,4) - welch ein Unterschied zum wesentlich dichter bebauten Seestern.


    Wo ist denn da das Problem?
    Betrachte doch einfach die Lütticher Straße als trennende Grenze von Wohngebiet zum Gewerbegebiet, dann passt dass schon.
    Wenn man sich die Umgebung der neuen Doppelvillen anschaut, sieht man nur Einfamilienhäuser und Villen, was sollen denn da Mehrfamilienhäuser?
    Oder sollen die Leute lieber nach Meerbusch abwandern und ihre Steuern (sofern sie denn welche zahlen :D) dort bezahlen?


    Ach ja, die trennende Lärmschutzwand wird die Illusion schaffen, die Siedlung gäbe es ganz woanders - bei diesem Ansatz hätte man sie auch woanders bauen sollen.


    Die Lärmschutzwand macht das, was sie soll: vor Lärm schützen, nicht mehr und nicht weniger!
    Ich glaube, du schätzt die Leute, die dort wohnen, falsch ein - die wissen schon, wo sie wohnen!
    Die Siedlung an der Lotharstraße ist nun mal ein Reichen-Ghetto, ist doch ok - sonst forderst du doch auch Abgrenzung von arm und reich. ;)


    Im städtischen Gebilde erwarte ich eher Verknüpfungen benachbarter Quartiere. Es sei denn, der Seestern soll nie den einst beabsichtigten Sprung vom etwas besseren Gewerbegebiet zum richtigen urbanen Gebiet schaffen, dann braucht man keine Verknüpfungen mit der Umgebung.


    Wo hast du das denn her, dass der Seestern ein "urbanes Gebiet" werden soll? - Hast du da mal einen Link zu?


    Ein Tor in der Lärmschutzwand am Fußgängerüberweg, in die Siedlung führend, wäre das Minimum.


    Das meinst du doch nicht wirklich ernst, oder? Eine Tür in einer Lärmschutzwand? :nono:
    Wofür baut man denn dann die Lärmschutzwand überhaupt?
    Selbst bei dem bereits vorhandenen Fußweg muss man schon sehen, wie man die Schallschutzlücke halbwegs dicht bekommt.


    Ferner sollten die Wohnhäuser zumindest am WhiteMax stehend wahrnehmbar sein, damit man weiß, dass die Stadt dort nicht endet - es gibt eine Fülle der Lösungen dazu, z.B. Treppenhäuser, Küchen und Bäder an der Straßenseite.


    Davon abgesehen, dass ich den Sinn nicht verstehe ("toll, da stehen Häuser auf der anderen Seite der Hauptstraße?!?") - erklär mir doch mal, wie du vom White Max aus die Häuser sehen willst!
    Selbst ohne die Lärmschutzwand ist Dank der hohen Bäume und dichten Bewachsung (auch direkt von der Lütticher Straße aus) nichts von dem bereits vorhandenen Wohngebiet zu sehen - welches übrigens auch noch ein paar Meter tiefer als die Hauptstraße liegt.

  • Wo ist denn da das Problem? Betrachte doch einfach die Lütticher Straße als trennende Grenze von Wohngebiet zum Gewerbegebiet


    Ganz genau dort liegt das Problem - es gab schon mal Seestern-Initiativen der lokalen Verantwortlichen, die eine Wandlung vom toten Gewerbegebiet zum urbanerem Gebiet anstrebten („more than business“). Es könnte zum Stadtteilzentrum werden - mit genügend Geschäften und Verknüpfungen mit der Umgebung. Wenn das nicht gelingt, wird auch das Wohnen im Seestern weniger attraktiv - ähnliche Einwände wie jene, die kürzlich zum Medienhafen fielen.


    Wenn man sich die Umgebung der neuen Doppelvillen anschaut, sieht man nur Einfamilienhäuser und Villen, was sollen denn da Mehrfamilienhäuser?


    Die sollten vermitteln, einen sanfteren Übergang schaffen. An der Lütticher Straße hätte ich mir solche vorgestellt (ein Beispiel aus der nahen Umgebung, ebenfalls an verkehrsreicher Straße neben EFHs stehend), anschließend Townhouses in die Richtung der EFHs - dann wäre der Übergang nicht so abrupt.


    Eine Tür in einer Lärmschutzwand?


    Ein Tor, dahinter u.U. eine weitere schmale Wand, um die man gehen kann - ähnliche Durchgänge habe ich bereits öfters gesehen. Hier muss es in beide Richtungen einladend wirken.


    Wieso wird eigentlich hier ein Nachbau der Berliner Mauer benötigt? In der Stadt gibt es reichlich vierspurige Hauptstraßen ohne einer Wand an diesen. Es ist kein tolles Gefühl, wenn die Stadt von Wänden zerschnitten wird, wie einst in Berlin halt.


    So ganz unwichtig ist der Übergang in diese Richtung für die künftigen Bewohner Seesterns nicht - hier geht es direkt zum Rhein.

  • So ganz unwichtig ist der Übergang in diese Richtung für die künftigen Bewohner Seesterns nicht - hier geht es direkt zum Rhein.


    Vom Seestern kommend erreicht man den Rhein fußläufig über Linnicher und Lobbericher Str. Eine breitere Verbindung wäre natürlich wünschenswert. Vielleicht nord-westlich der Doppelvillensiedlung.

  • Heerdter Bunker / Rheinkilometer 740

    Den letzten Fotobericht gab es hier vor sehr-sehr-sehr vielen Monaten, inzwischen ist die Tiefgarage am Bunker als Rohbau fertig. Es wird an den Bunker angebaut:



    ----


    Zum Rheinkilometer 740 bietet Baunetz in der Bildergalerie u.a. einige Etagengrundrisse, die hier wohl noch nicht bekannt sind. In der realen Welt wurde die Mauer um das Gelände abgerissen, das Gelände planiert - vorerst bleibt es dabei.


    Westlich vom Gelände gibt es zweigeschossige Häuschen und doch kam niemand auf die Idee, ähnliche bis zum Hochhaus zu bauen. Es werden Mehrfamielienhäuser errichtet, höher zum Hochhaus hin, niedriger zum Westen - gerade um einen plausiblen Übergang zu schaffen. Auch die Verknüpfung mit Alt-Heerdt wurde durchdacht - u.a. die Mauer abgerissen statt welche zu bauen.

  • Westlich vom Gelände gibt es zweigeschossige Häuschen und doch kam niemand auf die Idee, ähnliche bis zum Hochhaus zu bauen. Es werden Mehrfamielienhäuser errichtet, höher zum Hochhaus hin, niedriger zum Westen - gerade um einen plausiblen Übergang zu schaffen. Auch die Verknüpfung mit Alt-Heerdt wurde durchdacht - u.a. die Mauer abgerissen statt welche zu bauen.


    Wieder mal ein "Äpfel und Birne"-Vergleich!
    Hier wird auf einem Gelände alles gebaut, am Seestern trennt eine breite, mindestens 4-spurige Straße (L30) die beiden Gebiete voneinander + Bäume und die entstehende Lärmschutzwand.

  • Vielleicht könnte man sich die persönlichen Anwürfe und die Rhetorik mal sparen und rein sachlich bleiben. Das wäre der Lesbarkeit hier sehr zuträglich. Eure jeweiligen Positionen sind doch mitlerweile zu Genüge bekannt.

  • Heerdt: Teekanne-Produktionshalle

    Wie die Stadt mitteilt, an der Kevelaerer Straße wurde ein Produktionsstandort von Teekanne mit 9.000 Qm Produktions- und Lagefläche auf zwei Etagen eröffnet. Bereits das finde ich bemerkenswert - mehrgeschossige Industriebauten sind selten geworden, was enormen Flächenverbrauch verursacht. Teebeutelproduktion dürfte auch keine Emissionen generieren, die die Wohnprojekte in der Umgebung gefährden könnten (so wie um den Hafen nicht die Verursacher, sondern die Belästigten Dauerprobleme haben).

  • ^ Da würde eher der Verkehrslärm neue Projekte gefährden, allerdings wüsste ich auch nicht, wo da in der Nähe was geplant ist oder überhaupt Platz dafür wäre.

  • Heinrich-Heine-Gärten

    Während an der Heinrich-Heine-Allee noch ein oder zwei Staffelgeschosse ausstehen, um die Ecke wurde anscheinend die geplante Höhe erreicht. Alleine nach der Baumasse beurteilend vermittelt der Neubau gut zwischen der höheren Bebauung an der Allee und der etwas niedrigeren in der zweiten Reihe:



    Einst habe ich mir an dieser Stelle ein höheres Wohngebäude gewünscht, doch dann würde die palastartige Gesamtanlage mit einem großen Tor in der Mitte weniger symmetrisch und dadurch weniger exklusiv wirken. Ich vermute, dass zuerst dieser Teil fertiggestellt und vermarktet werden soll bevor auch weiter südlich gebaut wird.

  • Silizium - Endzustand (2./3. BA)

    Unter #137 zeigte ich Ende März den Endzustand des ersten Bauabschnitts, jetzt scheinen die beiden weiteren ebenso fertig zu sein - zumindest die Fassaden. Die auf dem ersten Foto sichtbare Abdeckung des Technikgeschosses empfand ich plump:







    Das Haus der Gießerei-Industrie gleich daneben kriegt derzeit die Fassade (Hinterhaus, 4. Foto) bzw. Wärmedämmung (Vorderhaus, 3. Foto):


  • ... Die auf dem ersten Foto sichtbare Abdeckung des Technikgeschosses empfand ich plump: ...



    Sehr plump – so etwas konterkariert die ansonsten saubere Architektur!
    Es wundert mich, dass diese Technikaufbauten überhaupt so genehmigt wurden.


    Das sieht ein wenig so aus, als ob einige TGA-Elemente in der Entwurfsphase nicht bedacht wurden, und dann im Nachhinein hinzu geplant werden mussten.

  • Silizium

    ^ Dazu sollte ich vielleicht hinzufügen - besonders schlimm empfand ich die Wellblech-Oberfläche, die man auf dem skalierten Foto kaum sieht (nur wenn man weiß, wonach man suchen soll). Ein ehrgeiziger Stadtplaner würde vielleicht die kastenartige Form abfangen können - wird in einem Gewerbegebiet die konkrete Fassadenbelagsart vorgelegt und genehmigt?


    Apropos Gewerbegebiet - einst habe ich mir für die Silizium-Umgebung etwas mehr Mischung in die Richtung eines normalen Stadtviertels gewünscht. Da die Silizium-Seite der Allee keine EG-Läden hat, macht mich traurig, dass beim Umbau eines Altbaus auf der anderen Straßenseite einer der wenigen EG-Läden offenbar beseitigt wird (gestriges Foto hier).


    ------
    Noch einmal zum kürzlich hier angesprochenen Thema der Tore/Durchgänge in den Lärmschutzwänden:


    Das meinst du doch nicht wirklich ernst, oder? Eine Tür in einer Lärmschutzwand? :nono:


    Hier sieht man auf dem 6. Foto einen Durchgang in einer Lärmschutzwand aus der Nähe.

  • Lärmschutzwand

    Apropos

    Lärmschutzwand

    :
    Die Arbeiten an der Lärmschutzwand ruhen ja nun seit einigen Wochen. Mich würde interessieren, ist soetwas überhaupt als private Einfriedung genehmigungsfähig oder gar öffentlich finanziert? Die anderen, ebenfalls unter Strassenniveau liegenden älteren Bereiche der Gegend haben jedenfalls keine Lärmschutzwand.

  • Noch einmal zum kürzlich hier angesprochenen Thema der Tore/Durchgänge in den Lärmschutzwänden:


    Hier sieht man auf dem 6. Foto einen Durchgang in einer Lärmschutzwand aus der Nähe.


    Hab ich ja auch geschrieben! ;) Aber was willst du mir damit sagen? :confused:
    Willst du ernsthaft eine sinnlose Öffnung an einer noch sinnloseren Stelle in einer öffentlichen Lärmschutzwand an einer Straße am Seestern, die ein ganzes Wohngebiet vor Lärm schützen soll mit einem privaten Lärmschutzelement für ein einzelnes (bzw. doppeltes) Gebäude vergleichen, wobei noch nicht einmal klar ist, ob da die Öffnung alleine schon als Rettungsweg und Feuerwehrangriffsfläche nötig ist.

  • Alt-Niederkassel

    Die RP berichtete heute, dass das Haus Alt-Niederkassel 30 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll - der laut Artikel den Charakter Alt-Niederkassels u.a. mit Fensterläden respektieren soll. Für die alte Struktur und Vermeidung eines Fremdkörpers haben sich u.a. die Grünen eingesetzt.
    Der Artikel berichtet über weitere Abrisse und Neubauprojekte im Orstkern - den ich des altstädtischen Charakters wegen gerne besuche.

  • ... Der Artikel berichtet über weitere Abrisse und Neubauprojekte im Orstkern - den ich des altstädtischen Charakters wegen gerne besuche.


    Dann nutze die Zeit, vielleicht wirst Du danach dort nicht mehr hingehen wollen. :)


    Aus meiner Kindheit kenne ich die Straße noch mit Bauernhöfen und Misthaufen; da ist heute schon viel vom alten Charakter verloren gegangen, obwohl die Straße immer noch sehr nett ist.