Stadtplanung | Stadtentwicklung

  • @cardiac : Ich denke auch, dass sich der Stadt-Trend verstärkt und 725.000 Einwohner für Frankfurt am Main nicht das sprichwörtliche "Ende der Fahnenstange" sind. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt dabei wird m.E. sein, dass viele, die einst in die Vorstädte gezogen sind, sich überlegen, dass man im zunehmenden Alter vielleicht nicht mehr jeden Morgen 20 Minuten mit dem Auto zum nächsten Bäcker fahren kann. Eine Großstadt ist auch (und vielleicht gerade) für Senioren attraktiv. Ich denke nicht, dass Frankfurt am Main aufgrund seiner (hoffentlich auch zukünftig ungebrochenen) wirtschaftlichen Attraktivität nur Einwohner anzieht, die im Erwerbsleben stehen.


    @marty-ffm : Eingemeindungen wären so wünschenswert wie sie letztendlich unwahrscheinlich sind. HH hat sein Umland ins Stadtgebiet integriert, als Montagsdemos und Bürgerproteste relativ riskant waren (1937), aber bei uns sehe ich keine Chance. Frankfurt am Main muss aus der Fläche etwas machen, die es hat.

  • Der Trend geht wieder in Richtung Stadt, und Frankfurt gehört mit München und ein paar anderen Städten zu den attrakivsten Städten überhaupt.


    Eine der neuesten Veröffentlichungen dazu, in der Welt-Zeitung: Zurück in die Städte. Vom Trend profitieren besonders Städte mit gewachsenem, attraktiven Stadtbild. Der Artikel beschreibt unter anderen, dass nicht nur junge Menschen, sondern auch die im fortgeschrittenen Alter die Vorteile der Stadt der kurzen Wege schätzen.


    Zitat

    oder ob sich langfristig große urbane Zentren bilden und das Land verwaist


    Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über das Aussterben kleiner Dörfer in der Eifel. Das ist plausibel, die Bauern jammern über Erzeugerpreise, während die Wirtschaft weiter in die Richtung der Dienstleistungen geht, die größeren Markt haben je größer das Ballungsgebiet ist.


    Wozu Eingemeindungen? 2.706 EW/km² sind nicht sehr viel für eine Metropole, London (der Konkurrent um den ersten Finanzplatz Europas) hat 4.758 EW/km² bezogen auf die ganze ausgedehnte Fläche von 1.572 km². In den vornehmen Stadtteilen Kensington und Chelsea mit vielen Stadthäusern wohnen 180.300 Menschen auf 12,13 km².

  • ...ob sich langfristig große urbane Zentren bilden und das Land verwaist, eine Entwicklung, die besonders in ostdeutschen Regionen ja schon merklich im Gange ist.


    Eine solche Entwicklung bietet allerdings auch Chancen, in ökologischer Hinsicht. Hier In Frankfurt und Umgebung wird immer viel Wert auf sparsamen Umgang mit Flächen gelegt. Außerdem ist es eine Totsünde ein Grashalm abzumähen, von einem ganzen Baum sprechen wir besser gar nicht erst. Mich wundert immer, wie laut hier in solchen Fällen demonstriert wird (nur einige BEISPIELE: RTW, Riederwaldtunnel, Landebahn Nordwest und inzwischen jedes Neubaugebiet egal wo in der Region). Wenn in weniger urbanen Regionen, unverhältnismäßig viel Land verbraucht wird oder ökologisch wertvoler Bestand vernichtet wird, hört man hier niemanden mehr schreien. Einer Seits, klar nachzuvollziehen, wo weniger Menschen Leben gibt es auch weniger Demonstranten. Anderer Seits, müssten Menschen die allein aus ökologischen Beweggründen protestieren dies dann aber auch tun wenn andereswo "abgeholzt und zubetoniert wird" finde ich. Am schlimmsten finde ich es beinahe beim Thema Gewerbegebiete. Es gibt Gemeinden in Nordhessen, die jedes Jahr 10% ihrer Einwohenr verlieren oder noch mehr. Die dürfen Gewerbegebiete ausweisen wie sie wollen und kein Mensch siedelt sich dort an. Dann heißt es "na klar, zunächst mal bräuchten wir hier einen besseren Straßenanschluss..." dann wird dafür gesorgt, weshalb dann noch mehr Fläche versiegelt wird und nichts tut sich, außer dass noch mehr Menschen wegziehen oder eben einfach nur sterben ohne dass neue nachkommen. In Frankfurt suchen unterdessen Unternehmen die in teilweise in die ganze Welt exportieren nach Flächen für neue Produktionsstandorte (Beispiel Samson!) und kein Mensch kümmert sich um sie, geschweige denn dass tatsächlich jemand Willens wäre ihnen Fläche zur Verfügugn zu stellen.
    Frankfurt ist immer noch ein großer Produktionsstandort für verschiedene Branchen. Viele Produktionen werden aber verlagert und billige Löhne in Osteuropa sind nicht der einzige Grund dafür.


    Also worauf ich hinaus wollte, wenn ländliche Regionen tatsächlich verwaisen, während es die Menschen in die Städte zieht, dann sollte man das nutzen und der Natur mehr Raum in den ländlichen Gebieten lassen und nicht Naturschutzgebiete mitten in Metropolregionen ausweisen, die ökologisch in Wahrheit nicht wertvoller sind als durchschnittliche, naturbelassene Gebiete auf dem Land. So könnte man der Wohnraumverknappung in der Stadt entgegenwirken und trotzdem mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen als es heute zur Verfügugn steht.

  • Solange nichts gegen die regionale/lokale Wurschtelpolitik, unter dem Motto "sich selbst am nächsten sein" unternommen wird, wird das vermutlich auch so bleiben. Die deutsche Politik hat doch auf JEDER Ebene den Blick für's "große Ganze" verloren. Und dann wundert man sich, warum Städte wie München und Frankfurt aus allen Nähten platzen und die Mieten steigen und steigen und steigen, und andere Landstriche, trotz der "tollen neuen Infrastruktur", subventioniert mit Steuermitteln, langsam aber sicher aussterben.


    Zitat

    Also worauf ich hinaus wollte, wenn ländliche Regionen tatsächlich verwaisen, während es die Menschen in die Städte zieht, dann sollte man das nutzen und der Natur mehr Raum in den ländlichen Gebieten lassen und nicht Naturschutzgebiete mitten in Metropolregionen ausweisen, die ökologisch in Wahrheit nicht wertvoller sind als durchschnittliche, naturbelassene Gebiete auf dem Land. So könnte man der Wohnraumverknappung in der Stadt entgegenwirken und trotzdem mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen als es heute zur Verfügugn steht.


    Genau. Ob man nun täglich von ländlichen Regionen, in denen man lebt, in die Stadt, in der man arbeitet, shoppt und Party macht, pendelt - oder in der Stadt lebt und zur "Naherholung" etwas weiter rausfahren muss, dafür dann in viel größerem Maßstab naturbelassene Gegenden vorfindet (ich denk dabei immer an Japan: auf der einen Seite Betonmoloche wie der Großraum Tokyo, und kaum ist man draußen, befindet man sich in Jahrhunderte alten Urwäldern!), ist wohl die grundsätzliche Frage, die irgendwann mal entschieden werden muss.

  • Einwohnerwachstum

    Man sollte mit Prognosen grundsätzlich vorsichtig umgehen, das gilt auch für das Frankfurter Bevölkerungswachstum. Denn ob sich aus dem Wachstum der vergangenen Jahre tatsächlich schon der Trend ablesen lässt, dass das Bevölkerungswachstum auch in Zukunft ungebrochen sein wird, bleibt abzuwarten. Zum einen war der Trend der letzten Jahrzehnte, was die Bevölkerungsentwicklung in Frankfurt und vielen anderen Großstädten angeht, eher rückläufig (und auch da gab es immer mal Jahre, wo es zwischenzeitlich bergauf ging), zum anderen ist die aktuelle Re-Urbanisierung in fast allen Großstädten auszumachen. Selbst trendy-unverdächtige Städte wie Magdeburg und Chemnitz wachsen allmählich wieder. Durch die Ausweisung von Baugebieten wie Riedberg oder Europaviertel scheint der Bevölkerungsschub auch mittelfristig gesichert, in den gestandenen Wohnvierteln wie Bornheim oder Sachsenhausen gibt es wohl kaum noch Potential nach oben, aber die Konkurrenz außerhalb der Stadtgrenzen, die insbesondere Familien mit Kindern ködern, schläft auch nicht - und das Wachstum ist auch außerhalb Frankfurts nach wie vor ungebrochen.

  • ^ Die Zeit, in der es zwischendurch bergauf ging, gab es für Frankfurt am Main auch, das ist richtig. Zwischen 1988 und 1993 wuchs die Bevölkerung um rund 10.000 Einwohner pro Jahr, nur um dann nach leichtem Rückgang bei knapp 650.000 zu stagnieren (==> Wikipedia). Die Überschrift "Bald 700000 Einwohner" aus einem Artikel der Frankfurter Rundschau seinerzeit erwies sich demnach als verfrüht. Trotzdem wurde damals die Planung der "Martinsstadt" entscheidend vorangetrieben, wie der spätere Riedberg in Anspielung auf den Vornamen des Planungsdezernenten Wentz hin und wieder genannt wurde.


    Die Riedberg-Planung geschah allerdings nicht nur, um den nach Frankfurt am Main strömenden Massen überhaupt Quartier bieten zu können, sondern um einen Kontrapunkt zu attraktiven Umland-Lagen zu setzen und (möglichst gutverdienenden) Familien Siedlungsmöglichkeit auf dem Stadtgebiet zu geben. Die Fluktuation der Bevölkerung ist und war bekanntlich schon immer sehr hoch, und oft sind gerade die Bevölkerungsgruppen nach einiger Zeit abgewandert, die man gerne gehalten hätte. In dieser Hinsicht konnte man offensichtlich erfolgreich gegensteuern.


    Dass Umstände, die man als Stadtregierung nicht unbedingt beeinflussen kann, zahlreiche Menschen zu Investitionen in "Betongold" veranlassen, verstärkt einerseits den Handlungsdruck für die Stadt, bietet andererseits aber auch Chancen. Denn wenn man eine Sache an einer Immobilie nicht verändern kann, dann ist es die Lage, und ein Haus in Frankfurt am Main ist im Fall der Fälle einfach besser als eines in einer Kleinstadt, deren Namen und Lage man seinen Mitmenschen erstmal erklären muss. Und so verkaufen sich auch die, nun ja, architektonisch eher schlichten Reihenhäuschen (Beitrag #5 im Strang Gewerbe- und Wohngebiet nördlich der Heerstraße) des "Wohnparks Praunheim" offensichtlich wie warme Semmeln. Planungsrecht schaffen muss man aber auch für solche Gebiete, und es bleibt zu hoffen, dass die Stadt dies in Zukunft auch tut.

  • Ideen zur Verdichtung: "Das Grün wegbauen"

    In der Online- Ausgabe der FR ist ein Artikel aus der Reihe "Frankfurt baut" erschienen, welcher mit "Die Kunst des Verdichtens" betitelt ist und zur Gliederung die o.g. Überschrift eines Absatzes enthält.


    Bemerkenswert ist zunächst die in einem Block mit Zusatzinfos gegebene Information "In den kommenden zwei Jahrzehnten könnte die Stadt Frankfurt, die Ende vergangenen Jahres knapp 690.000 Einwohner aufwies, um bis zu 47.000 Personen wachsen." Dies würde bedeuten, dass man bis 2030 mit 735.000 Einwohnern rechnet.


    Wie dem begegnet werden soll, haben die städtischen Planer in der sogenannten "Stadtentwicklungsinitiative 2030" versucht zu beantworten, worin über die bereits bekannten Gebiete weitere Areale zur Verdichtung ausgewiesen wurden/werden sollen. Genannt sind im Beitrag der FR die Housing Areas wie die Umgebung von Platen- und Hügelstraße in Ginnheim oder die Gibbs-Siedlung in Eckenheim, für deren Grünzüge "Nachverdichtung organisiert" werden kann, wie ein Planer zitiert wird. Aber auch Freiflächen in der Nähe der Wilhelm-Epstein-Straße oder der Bundesbank, nahe des Huthparks oder in der City an der Alten Mainzer Gasse werden genannt. Insgesamt sieht man "ein Potenzial für mindestens 40.000 weitere Wohnungen.", wobei dem Artikel nicht zu entnehmen ist, ob hier die bereits bekannten 18.000 WE eingerechnet sind oder noch nicht. Ein Interview mit dem Leiter des Planungsamtes, von Lüpke, hatte ich Ende letzten Jahres eingestellt.


    Der Internetauftritt des Planungsamtes selbst enthält keine Informationen zur "Stadtentwicklungsinitiative 2030", jedenfalls habe ich unter Suche nach diversen Stichworten nichts entdeckt. Aber die Einwohnerzahl verharrt dort auch noch bei 670.000, so dass man vielleicht auch anderes nicht immer gleich aktualisiert.

  • Meiner Meinung nach sollte man erst die "Felder" auf Frankfurts Stadtgebiet zubauen, bevor man an Wald, Parks und Wiesen geht. Das birgt schon genug Potenzial. Felder gibt's in Deutschland nun wirklich genug, warum die teilweise zum "Grüngürtel" zählen, und noch nicht einmal grün sind (haha.), weiß ich auch nicht so genau... Alternativ verrete ich die Meinung des Eingangsposts des Threads, dass man diese schrecklichen Schrebergärten aus deutschen Stadtbildern abschaffen muss. Das ist praktisch das deutsche Pedant zu Slums in Entwicklungsländern (auch wenn ich mir mit der Meinung vermutlich einige Feinde mache). ;-)
    Das könnte sich ggf. aber auch von selbst ergeben im LAufe der Zeit, weil ich denke, dass das Schrebergartentum mit den jüngeren Generationen aussterben oder zumindest stark abnehmen wird.

  • An dieser Stelle muss ich allerdings mal kurz einschreiten und zu meinem beinahe 3 Jahre alten Post dazusagen (wie bin ich eigentlich zur Ehre des ersten Posts gekommen?! :D), dass ich Schrebergärten nicht abschaffen will oder als deutsche Form von Slums betrachte, sondern lediglich der Meinung bin, dass bei Siedlungsdruck in innenstadtnahen Räumen womöglich zuerst die Schrebergärten und nicht die Wohngebiete in die Peripherie ausweichen sollten. Aus Sicht von Stadtbild, Infrastruktur, Attraktivität des neuen Wohnraumes, usw. würde das meiner Meinung nach durchaus Sinn machen...

  • Schrebergärten die als Lärm- und Grünpuffer zwischen Wohngebieten und Autobahnen dienen, sind nicht das was mal plattmachen sollte, vielmehr sollte man über massive Einhausungen insbesondere der A5 und der A661 über das bisherige Maß hinaus nachdenken. Denn wenn man so viel Abstand zwischen Autobahn und Wohngebiet braucht um Leben noch lebenswert zu machen, wieviel Wohnfläche liesse sich dann allein durch eine Einhausung und Überbauung von 2 km A5-Autobahn zwischen Bad Homburger Kreuz und Raststätte Taunusblick schaffen?

  • Denn wenn man so viel Abstand zwischen Autobahn und Wohngebiet braucht um Leben noch lebenswert zu machen, wieviel Wohnfläche liesse sich dann allein durch eine Einhausung und Überbauung von 2 km A5-Autobahn zwischen Bad Homburger Kreuz und Raststätte Taunusblick schaffen?


    Diese Fläche wäre aber noch weiter vom Stadtzentrum entfernt als der Riedberg. Außerdem ist sie noch nicht durch bestehende Infrastruktur erschlossen.


    Wenn Autobahnabschnitte eingehaust werden sollen, dann halte ich es für sinnvoller diese nicht draußen auf dem Acker einzuhausen, wo bisher keiner lebt, sondern dort, wo Autobahnen schon heute für eine massiven Trennung und Lärmbelastung von bestehenden Stadtteilen sorgen. Die aktuell diskutierte A661-Einhausung zwischen Bornheim und Seckbach ist so ein Abschnitt. Weitere Beispiele wären die A5 zwischen Griesheim und Gallus sowie zwischen Schwanheim und Niederrad oder die Rosa-Luxemburg-Straße quer durch Ginnheim und Heddernheim. Unmittelbar auf den durch die Einhausung gewonnenen Flächen bieten sich öffentliche Grünflächen an. Auf den benachbarten Flächen kann Wohnraum nachverdichtet oder neu geschaffen werden.


    Kleingärten braucht in einer Großstadt keiner, wenn ein ausreichend großes Angebot an öffentlichen Grünflächen und Parks zur Erholung besteht!

  • An dieser Stelle muss ich ... dazusagen ... dass ich ... der Meinung bin, dass bei Siedlungsdruck in innenstadtnahen Räumen womöglich zuerst die Schrebergärten und nicht die Wohngebiete in die Peripherie ausweichen sollten.


    So viele Dörfer sterben aus, die landwirtschaftlichen Flächen werden nicht mehr benötigt. Wer schrebern will, kann sich dort ein Stück Land, weit von der Stadt, kaufen. Diese Gärten isolieren den Fluss von vierspuriger Straße, an vielen Stellen wird an vierspurigen Straßen gewohnt. Nur wenige 100 Meter weiter westlich erreichen Immobilien am selben Deutschherrnufer astronomische Preise.


    Ich sehe den Sinn der öffentlichen Parkanlagen in dicht bebauten Städten, die Tausenden Bürgern offen stehen. Ich sehe nicht ein, dass zentrumsnahe Grundstücke oft für lächerliches Geld Einzelpersonen übergeben werden, die sie mit Einzäunungen und hässlichen slumartigen Buden verschwenden. Kleingärten, die nicht bebaut werden, sollten zu öffentlichen Grünanlagen werden, die es ermöglichen würden, benachbarte Grundstücke dichter zu bebauen.


    Den Schutz vor dem Straßen- und Autobahnlärm wird man weniger brauchen, sobald einige davon wie die Rosa-Luxemburg-Straße zurückgebaut werden. Auch das wird Siedlungsfläche schaffen.

  • Das hier (zwischen Nußzeil und Hinter den Ulmen) wäre für mich z.B. eine Schrebergartensiedlung, die man ohne Weiteres in Wohnbebauung umwandeln könnte. Die Siedlung erfüllt keine Schalldämmfunktion zur Autobahn oder zu Bahngleisen und befindet sich mitten in einem Wohngebiet. Statt die Infrastruktur teuer auf den Riedberg oder ins Europaviertel bauen zu müssen, wären dort U- und S-Bahn direkt in der Nähe bereits vorhanden. Von diesen Schrebergartensiedlungen lassen einige auf Frankfurter Stadtgebiet finden.

  • Flächen mit völlig unangemessen geringer Bebauung gibt es ja noch mehr. Wie wäre es denn mit dem Bereich zwischen Sophienstraße, Frauenlobstraße, Ginnheimer Landstraße und Zeppelin- bzw. Miquelallee. Freistehende Villen auf parkartigen Grundstücken in einer solch zentralen Lage sind doch auch pure Platzverschwendung.

  • Die Beiträge sollten sich doch mit Architektur und Stadtentwicklung befassen und nicht die ideologische Einstellung der Mitglieder wiedergeben. Freistehende Villen auf parkähnlichen Grundstücken sind genausowichtig für eine Stadt wie ein verdichtetes Wohngebiet.

  • Wie siehts denn mit der Bürostadt Niederrad aus? Liegt dort nicht viel Fläche brach die als Wohnfläche umfunktioniert werden könnte? Ein erstes Projekt diesbzgl. ist ja bereits im Gange (wie steht es eigentlich darum?). Man könnte dort viel verschönern und Grün schaffen, damit neben dem arbeitswerten Umfeld auf ein lebenswertes entstehen kann.
    Wie seht ihr das?

  • Niederrad liegt direkt neben der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens, die neue Landebahn liegt nördlich des Flughafens und damit wird der Flugverkehr sich sogar noch näher an die Bürostadt heranpirschen, kein besonders guter Ort für eine Wohnsiedlung.

  • Stadtentwicklungsinitiative

    Die Pläne im Rahmen der "Stadtentwicklungsinitiative" konkretisieren sich.


    In der Frankfurter Rundschau ist ein ausführlicher Artikel erschienen mit einer Übersicht zahlreicher Maßnahmen, mit denen die Stadtregierung lt. Planungsdezernent Schwarz dem Vorwurf entgegentreten will, "die Stadt sei für ihr Wachstum nicht gewappnet."


    Herausragend thematisiert werden

    • Der Rückbau des Miquelknotens zu einem Kreisel
    • Der Rückbau der Rosa-Luxemburg-Straße zu einer ebenerdigen vierspurigen Straße mit Stadtbahn in der Mitte
    • Damit verbunden die Umwandlung der Stadtbahn durch die Eschersheimer Landstraße zu einer Straßenbahn


    Bei Miquelknoten und Rosa-Luxemburg-Straße will man Raum für dichtere Bebauung gewinnen, die Stadtbahn auf der Eschersheimer soll möglich werden durch die Entlastung, zu welcher die neue Verbindung zwischen Ginnheim und Bockenheim entlang der Rosa-Luxemburg-Straße führt.


    Weitere Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Wohnungen werden an den folgenden Stellen gesehen:


    • Anne-Frank-Siedlung
    • ehem. Drake Kaserne
    • Wächtersbacher Straße
    • Schmidtstraße
    • Nördliche Gutleutstraße
    • Rebstockpark
    • Friedhof Westhausen


    Insgesamt soll so ein Potential von 11.000 (zusammen mit den schon bekannten 18.000 also 29.000) zusätzlichen Wohnungen erschlossen werden; hierzu nimmt die FR auch in einem Kommentar Stellung.

  • Dachausbau

    Hallo, ich lese schon seit Jahren mit viel Interesse im Forum, stamme nicht vom Fach, bin aber sehr interessiert an Stadtplanung und Architektur.
    Ich bin der Meinung, eine zusätzliche Maßnahme, um mehr Wohnraum zu gewinnen, wäre die Förderung des Wiederaufbaus von im Kriege zerstörten Altbaudächern (evtl. auch Dachausbau in Neubauten). Ich denke, hier wäre qualitativ und quantitativ viel zu gewinnen.

  • Auch die Einwohnerzahl Offenbachs steigt

    Offenbach meldet Rekordeinwohnerzahl: Erstmals hat die Nachbarstadt von Frankfurt über 120.000 Einwohner (exakt 120.067 EW, Quelle). Ein Jahr zuvor waren es noch 118.478 (2001 waren es 116.994 EW).
    Die Attraktivität Frankfurts und die damit einhergehenden hohen Mieten in FFM dürften mMn der Hauptgrund für diesen begrüßenswerten Zuwachs sein. Viel Potential nach oben gibt es in Offenbach allerdings auch nicht wegen mangelnder geeigneter Flächen. Als einziges aktuelles & größeres Wohnbauprojekt fällt mir nur der Offenbacher Hafen ein, so dass Offenbach als "Entlastungsstadt" für Frankfurt wohl ausfällt ... schade, v.a. weil Offenbach näher an der Frankfurter Innenstadt liegt als viele andere Stadtteile und mMn als "Quasi-Stadtteil" Frankfurts angesehen werden sollte.


    ... ich hoffe, dass dieser Beitrag von den Moderatoren nicht in den Offenbach-Thread verschoben wird, weil mMn ein sehr enger Sachzusammenhang hier besteht.


    P.s.: Bin mittlerweile umgezogen, wohne jetzt im Westend mit Skyline-Blick ... Frankfurt??? ... neee: Offenbacher WESTEND & SKYLINE :D ... Fotos folgen bei Gelegenheit