Kleinere Projekte Wedding/Gesundbrunnen

  • Seit dem letzten Besuch von Backstein hat sich bei den New Courts nicht viel erkennbares getan.

    Ich muss aber sagen, dass ich den Bau für sehr gelungen halte. Er hat ein bisschen was 50ger Jahre-retromäßiges wenn man auf dem Max Josef Metzger Platz steht.

    Laut einem Artikel der Berliner Woche hat die BIMA das Bürogebäude "new courts" an der Gerichtstraße 48 gemietet. Dort soll bis Ende 2022 auf rund 20 000 Quadratmetern das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einziehen.

  • Der Weddingweiser hat ein Bild von der Tegler Straße 3 geteilt, an der ein Transparent von einem nahenden Abriss kündet.

    Weiß jemand, was dort geplant ist?

    Das hat mich direkt an den Abriss der Häuser Fennstraße 35 und 37 direkt um die Ecke erinnert. Die hatte man vor ein paar Jahren für die Erweiterung des Nordhafenparks geopfert. (Ziemlich unsinnig wie ich finde, ein Späti im Erdgeschoss hätte dem Park mehr geholfen als diese unwirtliche Wiese an der breiten Fennstraße)


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    Quelle: Weddingweiser (facebook)

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    Der Tagesspiegel berichtet, dass die gesamte Häuserzeile Tegeler Straße 2-5 für Gewerbebauten von Bayer abgerissen werden soll. Die Grünen haben im Bezirk bereits einen Eilantrag eingereicht, um genau das zu verhindern:


    https://www.tagesspiegel.de/be…-verhindern/27536794.html


    Es handelt sich um folgende Häuserzeile (bis hin zum roten Haus, ggf. auch die beiden nachfolgenden bis zur S-Bahn):


    https://goo.gl/maps/DkprURW5yxCoa16W9


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    Ich stimme dir auch zu - Was sollte bitte der Abriss eines großen Gründerzeitaltbaus zu Gunsten eines Parks auf dem Areal gegenüber?

    Wir haben bereits 2016 darüber diskutiert und dachten an eine Neubebauung:


    Kleinere Projekte Wedding/Gesundbrunnen


    So sah der große Altbau vorher aus:


    https://goo.gl/maps/qAvtJxCN3PpK7Pmx8


    Wie kann man in heutigen Zeit solide (das sind Altbauten fast immer, wenn auch Sanierungsbedarf vorhanden war) Bestandsbebauung abreißen und dutzende Wohnungen dem Markt entziehen, damit Grünflächen vergrößert werden?
    Bei Bayer kann man ja wenigstens mit der Schaffung von Arbeitsplätzen argumentieren, aber auch hier hat die Wohnraumversorgung erst einmal Vorrang vor neuen Arbeitsplätzen, die bei allen positiven Effekten ja zusätzlich die Nachfrage nach Wohnraum verschärfen.

  • Auch die BZ berichtet über den geplanten Flächenabriss mehrerer Gründerzeitbauten durch Bayer im Tegeler Weg 2-5, da die Wohnbauten im Bereich des Gewerbegebiets liegen und somit auch rechtlich keine Handhabe gegen den Erhalt existieren würden:


    https://www.bz-berlin.de/berli…er-halbe-block-gleich-mit


    Ganz unabhängig davon, dass der Abriss intakten Wohnraums in der Innenstadt verboten werden müsste, frage ich mich - Was war wohl zuerst da? Die Häuser oder der Bebauungsplan? Dieses Planungsinstrument gehört in dieser Form abgeschafft, wenn es hier wie hier und auch in Lichtenberg z.T. frisch sanierte Wohnungen zerstört, weil es einem Bebauungsplan aus dem Jahr 1978 widerspricht, als wäre dieser gottgegeben:


    http://mitte.gis-broker.de/bplaene/0103134.jpg


    Offenbar wurde auch 2009 bereits ein neuer B-Plan für das Areal der Wohnbebauung aufgestellt, dieser scheint aber nie Planreife erlangt zu haben.

  • Aber dann frage ich mich auch, wie man Wohnungen sanieren kann, die rechtlich gesehen abgerissen werden können. Darüber sollte man sich vorher informieren.


    Und warum sollte Abriss generell verboten werden?

    Das hängt doch immer mit der Nachfrage und dem Angebot zusammen und kann man nicht pauschal festlegen. Vor zwanzig Jahren wäre so ein Verbot völlig unsinnig gewesen und die heutige Situation ist ja nur entstanden, weil viel zu wenig gebaut wurde.

  • Und warum sollte Abriss generell verboten werden?

    Das hängt doch immer mit der Nachfrage und dem Angebot zusammen und kann man nicht pauschal festlegen. Vor zwanzig Jahren wäre so ein Verbot völlig unsinnig gewesen und die heutige Situation ist ja nur entstanden, weil viel zu wenig gebaut wurde.

    Klar, wir sind aber in Berlin und nicht in Eisenhüttenstadt. Und neben der Vernichtung von Wohnraum kommt hier ja auch noch die Zerstörung bestehender Bausubstanz dazu, die durch Neubauten ersetzt werden. Wenn man überlegt, dass die Baubranche für 40% der CO2-Emmissionen verantwortlich ist, ist das hier doppelt falsch.