Altes Russland - Die Städte des Goldenen Ringes

  • Altes Russland - Die Städte des Goldenen Ringes

    Der Goldene Ring dürfte auch so manchem, der noch nie in Russland war, ein Begriff sein. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von altrussischen Städten nordöstlich von Moskau (wobei Moskau auch dazu gehört), die heute zu den beliebtesten russischen Reisezielen gehört. Die Städte sind allesamt jahrunderte alte Handels- und religiöse Zentren und haben zumeist ihren alten Charme noch bewahren können.


    Es gibt eine für Russland recht gute touristische Infrakstruktur, die sicherlich auch an der Nähe zur Hauptstadt liegt. Die meisten Städte sind einzeln oder kombiniert im Rahmen einer Tages- oder Wochenendreise von Moskau aus zu erreichen, so dass ich hier zumindest einige vorstellen kann. Natürlich sind das dann eher oberflächliche Blicke und es fehlt auch die eine oder andere wichtige Sehenswürdigkeit, aber für einen grundsätzlichen Einblick reicht es glaube ich. Nur so schon mal zur Vorwarnung: wer bei Kirchen die Krätze kriegt, für den ist das hier nichts ;)


    Weiterführende Links:


    Karte des Gebietes


    Wikipedia

  • Jaroslawl - die Handelsstadt an der Wolga


    Beginnen möchte ich mit Jaroslawl, im Mittelalter die Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums, heute Hauptort der Oblast Jaroslawl, mit über 600.000 Einwohnern heute größte und urbanste der alten Ringstädte und damit größte Siedlung zwischen Moskau und Archangelsk am Weißen Meer. Die Stadt steht seit 2005 auf der Weltkulturerbeliste der Unesco, hat im letzten Jahr ihr tausendjähriges bestehen gefeiert und wurde bei der Gelegenheit ordentlich aufgehübscht, außerdem werden im Jahr 2018 einige Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft dort ausgetragen.


    Der kälteste Monat in Jaroslawl ist mit einer Durchschnittstemperatur von -8,2 °C der Januar, ich war zu Ende des Monats dort und hatte knapp -15 :)


    Ankunft mit dem Jaroslawl-Express aus Moskau:


    Blick aufs Bahnhofsgebäude vom Vorplatz aus:


    Auf dem Weg in die Stadt - links angeschnitten das brutalistische Jugendtheater. Erkenntnis: Pferde gehen bei Kindern immer :)


    Klassizistische, neoklassizistische und neurussische Profanbauten, oft vereinfacht, in der Ulitsa Swobody, rechts hinter dem Gebäude mit Turm und Sowjetstern wird gerade das Fußballstadion umgebaut:


    Berührungsängste Fehlanzeige ;)


    Weiterhin Ulitsa Swobody, im Hintergrund zu erkennen der Wlassjaw-Torturm, der an den Wallanlagen den Eingang zur Altstadt markiert :


    Und der selbe Turm aus der Nähe betrachtet:


    Neoklassizistisches Volkov-Theater von 1911 am gleichnamigen Platz:


    Blick in die von klassizistischen Gebäuden bestandene Komsomolskaja-Straße:


    Fußgängerzone Ulitsa Kirowa:



    In Jaroslawl ist immer Oktoberfest:


    In der Markthalle:


    Und davor:


    Gebäude der Stadtverwaltung von Jaroslawl:


    Direkt gegenüber die Kapelle von Alexander Nevskij:


    Und etwas weiter entfernt die Kasaner Kathedrale:


    Blick in Richtung Platz der Sowjets mit Prophet-Elijah-Kirche:


    Scheiss-Job bei -15 Grad und kaum Verkehr:


    Prophet-Elijah-Kirche, 1650, bekannt für ihre Ikonen und Fresken:



    Gouvernementverwaltung von 1785:


    Oblastverwaltung aus den 70ern:


    Detail:


    Familienausflug mit Hund:


    Maria-Entschlafens-Kathedrale, auf die ich später noch zu sprechen kommen werde:


    Am gleichen Platz: Stalinbarock und etwas simplere Bauten der späten 50er:


    Aus anderer Richtung betrachtet:


    Kurz vor der Wolga: Kirche des Heiligen Nikolaus "der Hoffnungsverheißende", errichtet 1620-1621:


    Haus des Gouverneurs, jetzt Kunstmuseum Jaroslawl:




    Wolgaufer mit weiteren klassizistischen Wohnbauten und Palais':




    Des Russen liebste (Winter-)Freizeitbeschäftigung:

  • Jaroslawl - die Handelsstadt an der Wolga Teil 2

    Weiter geht's am Wolgaufer.


    Wolgaturm, 17 Jh. und jetzt mit einem wunderbaren und günstigen Restaurant im Erdgeschoss ausgestattet:



    Hotel- und Restaurantschiff:


    Kirche von Elijah und Tikon, 1825-1831:


    Bench-branding:


    Am Wolgaufer - Winterfestigkeit à la Rus: Lampen abschrauben und Kabel baumeln lassen:


    Maria-Entschlafens-Kathedrale, erste Steinkirchen Jaroslawls, ursprünglich erbaut von 1215-1219, 1937 abgerissen und zwischen 2004 und 2010 rekonstruiert, allerdings mit verändertem Dach und ohne Glockenturm:,


    Man Vergleiche mit dieser Abbildung vom Beginn des 20. Jahrhunderts (gemeinfrei, Quelle unbekannt):


    Blick zur Promenade mit klassizistischem Pavillion von 1841:




    Blick in entgegengesetzte Richtung über ebendiese "Strelka" am Zusammenfluss von Kotorosl und Wolga auf der alten Stadtteil Korowniki, was soviel wie Kuhweide bedeutet, da hier im 15. und 16. Jahrhundert in den Flußauen das Vieh graste. Links die Johannes-Chrysostomos-Kirche (1649), rechts die Kirche der Gottesmutter von Vladimir (1664), beide von zwei ansässigen Kaufleuten in Auftrag gegeben und 1680 um den Glockenturm ergänzt. Der Park im Vordergrund mit der Säule ist "sponsored by Gazprom" und wurde im Jahr 2005 angelegt. Vorher war da nur grüne Wiese. Hier wird im Übrigen das Fanfest während der WM stattfinden.


    Hier ein Luftbild, dass die Lage an der Landzunge zwischen Wolga (rechts) und Kotorosl verdeutlicht.


    Die Säule aus der Nähe, unten verziert mit diversen Motiven der Stadt- und Landesgeschichte:


    Inklusive (un-)glücklichen Kosmonauten:


    Auf dem Kotorosl, das Luftkissenboot jagte da so alle 10 Minuten vorbei - hat bestimmt beim Angeln geholfen:


    Direkt daneben die wohl größte Discokugel der Welt - typisch russisch-dezent eben ;) :


    Kirche des Nikolaus Rubleny (erbaut 1695):


    Christi-VerklärungsKirche in der Stadt:


    Aus anderer Perspektive:


    Erzengel-Michael-Kirche, 1657-1682:


    Kleinere Seitenstraße in der Altstadt - man beachte die Schilder:



    Das Christi-Verklärungs-Kloster, gegründet im 12. Jahrhundert, die Bauwerke stammen aber größtenteils aus der Zeit nach einem Großbrand im Jahre 1501. Im Hintergrund der Beweis dafür, dass Jaroslawl trotz gut erhaltener Altstadt heutzutage hauptsächlich eine Industriestadt ist:


    Im Inneren des Klosters:


    Der Glockenturm:


    Nochmal, links die Kirche der Jaroslawer Wundertäter:


    Im Wehrgang:


    Christi-Verklärungs-Kathedrale im Zentrum des Klosters:


    Sonnenuntergang vorm Kloster:


    Klassizistische Handelsreihen, frühes 19. Jh.:



    Feuerwehr-Beobachtungswarte, errichtet 1911 im Jugendstil:


    Wolkow-Platz am Abend:


    Bahnhof bei Nacht - das Nummernschild des Ladas fehlt weder, noch habe ich es entfernt - es ist schlicht und ergreifend so schmutzig :D:


    Noch ein Bild aus dem Zug während der Hinfahrt - ich dachte ja, nur die Deutschen wären Hitlervernarrt, aber die Russen stehen dem augenscheinlich in nichts nach ;)

  • Wladimir - die alte Hauptstadt (Teil 1)


    Nach Jaroslawl ist Waldimir mit knapp 340.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des goldenen Rings. Direkt an der Strecke der transsibirischen Eisenbahn gelegen, ist es sowohl mit diversen sibirischen Zügen als auch mit der Elektrischka - russischen Regionalzügen - sowie seit über einem Jahr auch zweimal täglich mit dem Sapsan, der russischen Variante des Velaro-Hochgeschwinidgkeitszugs von Siemends, auf dem Weg nach Nischnij Nowgorod, erreichbar. Als Hauptstadt des Großfürstentums Wladimir-Susdal spielte die Stadt in der russischen Geschichte eine bedeutende Rolle als ein wichtiges Kultur- und Machtzentrum vor der Mongolischen Invasion der Rus sowie als vorübergehender Sitz des Metropoliten der Russisch-Orthodoxen Kirche. Die Moskauer Großfürsten und Zaren führten in ihren Titeln noch mehrere Jahrhunderte lang Wladimir vor Moskau. Die Gründungsdaten der Stadt schwanken zwischen 990 un der offiziellen Gründung im Jahr 1108. Ihr Glanzzeit erlebte die Stadt im 11. und 12. Jahrhundert, verlor später an Bedeutung und konnte erst im 18. Jahrhundert, nachdem sie Provinzhauptstadt wurde, wieder an Bedeutung gewinnen. Durch die Eisenbahnanbindung ab 1861 wandelte sich Wladimir zu einer Industriestadt.


    Zunächst ein paar Bilder aus der Kleinstadt Petuschki, dort sind wird unfreiwillig gelandet, weil wir in Moskau die falsche Elektritschka genommen hatten - der Bahnhof ist renoviert:


    Begegnung auf dem Bahnsteig:


    Blick vom Vorplatz:


    dahinter sieht es etwas wüst aus - typisch russische Provinz:


    Gleich um die Ecke fand sich aber diese hübsche (wohl recht neue) Holzkirche:


    und die typisch russischen Holzhäuser:


    Danach ging es dann im Marschrutki-Kleinbus mit Stehplätzen knapp 60 Kilometer nach Wladimir ;)


    Der Bahnhof von Wladimir liegt unterhalb der eigentlichen Altstadt, das ganz interessante Gebäude stammt vermutlich aus den 60ern:


    Der Haupteingang:


    Im Inneren:


    Am nebenliegenden Busbahnhof sieht man dann schon die Türme der Dimitrius- sowie der Maria-Himmelfahrts-Kathedrale:


    Abseits des Stadtzentrums auf dem Weg zum Hotel: wie überall im Goldenen Ring befinden sich etliche Kirchen in der Stadt:


    Leider gibt es bei den alten Holzhäusern auch immer wieder Brände, die ich mal als Warmsanierung einstufen würde:


    Jetzt ab ins Stadtzentrum - die Hauptstraße Bolschoja Moskowskaja Ulitsa wird von diversen Vertretern des Sowjet-Klassizismus gesäumt:


    Die Fußwege sind in eherem mauem (sic) Zustand:


    So auch das frisch renovierte Hotel Wladimir:


    in Richtung altes Zentrum steht dann das Christi-Geburts-Kloster:




    Weiter entlang der Bolschoja Moskowskaja:



    Im geistigen Zentrum der Stadt findet sich die bereits erwähnte Dimitrius-Kathedrale, einzig übrig gebliebener Teil der fürstlichen Residenz und leider permanent geschlossen.


    Erbaut von 1193-1197, handelt es sich um ein wirklich internationales Projekt von russischen, byzantinischen und georgischen Künstlern - selbst Barbarossa soll Maurer geschickt haben:


    Rückblick zum Kloster - im Hintegrrund die weitläufigen Plattenbaugebiete der Stadt:


    Die Maria-Himmelfahrts-Kathedrale, fertig gestellt rund um 1158, aber bereits 1185 vergrößert und um die vier kleinen Türmchen erweitert, ist eine der historisch bedeutsamsten russischen Kirchen - im 14. Jahrhundert hatte hier der Patriarch der russisch-Orthodoxen Kirche seinen Sitz:


    Das Kuppelkreuz:



    Irgendwie sieht man überall in Russland Mädchenpärchen, die sich gegenseitig im Gras fotografieren ;)


    Blick zur Hauptbrücke über den Klasjma-Fluss:


    Detail:


    Blick hinunter zum Bahnhof:


    Und in Richtung westliches Stadtzentrum über ein Tal, dass sich zum Fluss hinunter zieht:


    Zur Bolschoija Moskowskaja Ulitsa hin zieht sich ein Park, im Hintergrund wieder die Maria-Himmelfahrts-Kathedrale:


    Überall in der Stadt junge Soldaten, keine Ahnung warum:


    Das Denkmal zum 850-jährigen Stadtjubiläum mit drei verschiedenen Figuren, die unterschiedliche Zeiträume der Stadt darstellen sollen:


    Weiter geht es im zweiten Teil!

  • Wladimir - die alte Hauptstadt (Teil 2)

    Wir befinden uns wieder am Freiheitsplatz an der Bolschoja Moskowskaja.


    Das bereits gezeigte rote Backsteingebäude ist ein ehemaliges Gymnasium:


    Lenin steht wie in vielen Provinzstädten noch vor dem Gebäude der Staatsbank:


    Und weitere interessante Gebäude:



    Bushaltestellen sind oft nur durch die wartenden Menschen erkennbar ;)


    Die Handelsreihen wurden recht ansehlich in ein Einkaufszentrum umgebaut:


    Hintere Fassade:


    Dahinter wurde ein Park neu angelegt:


    Altes Sowjetrestaurant:


    Dieser rekonstruierte Turm beherbergt das Museum der Stadtgeschichte:


    Mit ganz interessanter Treppenkonstruktion im Inneren:


    Und super Ausblicken auf die Stadt:




    Blick zum Goldenen Tor, erbaut 1158-1164, ursprünglich der Haupteingang zur Stadt:


    Altes Geschäftshaus am Goldenen Tor:



    Die rote Kirche am goldenen Tor wird jetzt als Museum für Glaskunst genutzt:


    Dahinter das regionale Dramatheater, Baujahr unbekannt:



    Panorama mit Dramatheater, Roter Kirche und Goldenem Tor (anklicken zum Vergrößern):


    Dramatheater und rote Kirche:


    rote Kirche und Goldenes Tor:


    Rückblick mit Goldenem Tor, Roter Kirche und Dramatheater:


    Schließlich noch die katholische Kirche der Stadt:


    Weiter geht es dann in den nächsten Tagen mit Susdal, dem russischen Rothenburg.

  • ... и э́та де́вочка в трава, ́кака́я достопримеча́тельность!!!


    Verspäteter Dank auch von mir für diese wunderbaren Eindrücke. Einmal im Leben sollte jeder eine Russland-Reise gemacht haben. Der Übergang vom sog. Sowjet-Klassizismus der 50er-Jahre zum Modernismus kurz darauf schien auch in Russland brachial gewesen zu sein.

  • Susdal


    Susdal gehört zu den ältesten Städten Russlands und liegt etwa 26 km nördlich von Waldimir am Flüsschen Kamenka. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1024, Anfang des 12. Jahrhunderts wurde begonnen, einen Kreml zu errichten. Nach einer kruzen Blutezeit als Residenzstadt fiel das Städtchen 1392 an Moskau, es blieb aber weiterhin Bischofssitz und entwickelte sich zu einem bedeutenden religiösen Zentrum. Beim Bau der Eisenbahn und der damit Verbundenen Industrialisierung blieb Susdal außen vor, was zunächst zu Armut und Vernachlässigung führte, ist heute der Trumpf der Stadt - Susdal konnte sein historisches Antlitz bewahren, es gibt keine hässlichen Plattenbau- und Industriegebiete wie sonst in Russischen Städten üblich. Da nur wenige andere russische Städte ein solches Stadtbild zu bieten haben, hat Susdal heute einen ähnlichen Status wie Rothenburg ob der Tauber oder Dinkelsbühl in Deutschland, allerdings dank seiner fünf Kloster und unzähliger Kirchen mit einem weitaus größeren religiösen Fokus.


    Der Busbahnhof befindet sich ca. 2 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und wird momentan neu gebaut, bis er fertig ist, bieten diese formschönen Wellblechhütten Unterschlupf, Verkaufsbüro und Toiletten:



    Der Neubau ist ein wenig repräsentativer:


    Auf dem Weg in die Stadt findet sich bereits ein kleines namenloses Kloster:


    Im Inneren:


    Es ist gesetzlich verboten, in Susdal nichtkirchliche Gebäude mit mehr als zwei Stockwerken zu errichten:


    Blick in Richtung Kirche des Erzengels Michael:


    Am Ende der langen Stichstraße vom Busbahnhof heißen einen die Handelsreihen und die Auferstehungskirche in der Stadt willkommen:



    Obwohl das Frühjahr noch jung war und die Touristenhorden noch spärlich, gab es bereits sämtliche Verkaufsstände mit den typischen Susdaler Mibringseln - Filzpantoffeln:


    ...und eine Art Met:


    ...außerdem abartig süße selbsgemachte Lutscher, die aber scheinbar halbindustriell von irgendeinem Mafiapaten hergestellt werden, der Dutzende Omas damit versorgt:


    Scheinbar auch gerade ganz in: Cowboyhüte :)


    Um die Ecke warten dann die kitschigen Touristenkutschen, die einem den 500 Meter langen Fußweg zum Kreml ersparen sollen :)


    Links die Maria Himmelfahrts-Kirche, mittig...


    ...so eine Art Matrojoschkaland für Touristen - das Essen war aber richtig gut:


    Hinter den Handelsreihen:


    ...steht man auf dem Hochufer der Kamenka:


    In Russland ist dieser Blick auf die (leider leerstehende) Kirche des Propheten Elias sehr berühmt:


    Blick nach Norden, zu sehen ist der Glockenturm und die Kirche der Heiligen Jewfrosinija im Kloster der Kreuzabnahme


    Es passen aber auch noch mehr Kirchen auf's Bild - rechts die Kirche des Einzugs des Herrn in Jerusalem:


    Seitenstraße auf dem Weg zum Kreml - russisches Klischee mit Lada:


    Im Kreml:


    Kirche der Verkündigung und Glockenturm des beschöflichen Gerichts:


    Im Eingang des Bischofspalast:


    Die Hauptkirche des Kremls, die Kirche der Geburt der Jungfrau, ursprünglich in den 1220ern erbaut, heute aber hauptsächlich aus Stein aus dem 16. Jahrhundert:


    Eingang des Bischofspalastes:


    Holzkirche des Heiligen Nicholas von 1776 aus dem Dorf Glatowo, 1960 auf's Kremlgelände transloziert:


    Hinter dem Kreml:


    Blick vom Kreml zur über das Überschwemmungsland der Kamenka - da es hier regelmäßige Frühjahrsüberschwemmungen gibt, wurden die Kirche wie die bereits gezeigte Kirche des Propheten Elias früher auf kleinen Hügeln gebaut:


    Blick über die Kamenka in die Westvorstadt - im Hintergrund die leider verfallende Kirche des Heiligen Boris und des Heiligen Gleb(?):


    Museum der Holzarchitektur mit weiteren translozierten Kirchen:


    An der Schwimmbrücke über die Kamenka wurde auch prompt wieder Honigwein verkauft:


    Und gekauft - Becher Wein für einen Euro, eine Salzgurke 25 Cent:


    Blick von der (wackligen) Brücke:


    Weiter geht es am westlichen Ufer...

  • Susdal - Teil 2

    Auf der Westseite der Kamenka kann durch die Überschwemmungswiesen
    entlang einiger Kirchen in Richtung Nordvorstadt wandern:


    Eingangsbereich eines Privathauses im altrussischen Stil:


    Blick zur Kirche des Heiligen Boris und des Heiligen Gleb:


    Die leider leerstehende Kirche des Propheten Elias nochmal ganz nah:



    Panorama am Fuße der Kirche:


    Blick zum Kreml:


    Und entspannte Kuhhirtin:


    Die Überschwemmungsgebiete sind noch von den Frühjahrshochwassern durchfeuchtet:


    In der Nordvorstadt - links die Kirche der Erscheinung des Herrn,
    rechts die Kirche der Geburt Johannes des Täufers :


    Eine weitere Schwimmbrücke über die Kamenka:



    Dorfjugend- und Oma:



    Und wieder geht es aufs Hochufer hoch:



    Panorama vom Hochufer:


    Das Kloster der Kreuzabnahme mit dem charakteristischen Glockenturm,
    der rote Turm gehört zur Kathedrale:


    Und zurück am Marktplatz, zum Abschied gibt es noch ein ortsgemäßes
    Verkehrsmittel zu bestaunen:


    Damit haben wir im Übrigen gerade mal ein Drittel der Kirchen Sudals sowie zwei der fünf Klöster gesehen. Um alle zu besuchen und auch noch ein paar Innereien anzuschauen, müsste man dann sicherlich ein ganzes Wochenende dort verbringen.

  • Schöne Bilder, scheint ein herrlicher Landstrich zu sein. Die Bewohner sind sicherlich sehr stolz und heimatverbunden. Das wirkt alles andere als elend und verrottet.

  • ^ Verrotet und elendig sicher nicht (das hat hier wohl auch niemand erwartet), aber mitunter unglaublich kitschig. Einige Bilder erinnern mich an die russischen Märchen, die früher im DDR-Fernsehen liefen. Das sich fotografierende Mädchenpärchen in der Wiese ist die moderne Fortsetzung von Maschenka & Daschenka.