Ebenerdiger Ersatz für Hochstraße Nord?

  • Ebenerdiger Ersatz für Hochstraße Nord?

    Heute wird in den Medien berichtet, die Stadt Ludwigshafen untersuche auch einen ebenerdigen Ersatz für die Hochstraße Nord.


    Ich denke, ein solcher Boulevard wäre ein enormer Fortschritt und könnte einige städtebauliche Impulse auslösen. Die dreispurige Variante erinnermt mich eher an eine Notlösung. Aber mit der neuen Landesregierung ist alles möglich. Man betrachte sich nur die aktuellen Vorschläge zum Ausbau der B10.


    Wie wird das hier gesehen?

  • Ich bezweifele, dass eine ebenerdige Lösung so billig wird - aus statischen Gründen. Unter der Hochstraße verlaufen schließlich parallel zwei Tunnel - der C-Tunnel südlich der Fundamente mit etwas Abstand und der BASF-Tunnel unmittelbar nördlich der Fundamente.


    Der ebenerdige Abschnitt wäre bei dieser Lösung auch nur rund 500 Meter lang, und im Osten und Westen durch Rampen eindeutig begrenzt. Im Verlauf dieses 500-Meter-Abschnittes wird dieser darüber hinaus von zwei Straßen und der Bahnhauptstrecke Richtung Norden gekreuzt, hinzu kommt eine Dreiecksform-Abfahrt in diesem Abschnitt.


    Das mit der Flächengewinnung sehe ich sehr relativ. Die Flächen sind da, auf den Danziger Platz und den anderen Parkplatz kann man auch heute schon bauen. Will nur keiner.

  • Mitteilung von der Stadt Ludwigshafen hierzu:


    Hochstraße Nord: Sanierungsfall als Chance für Stadtentwicklung
    Stadt prüft neue Planungsvarianten – Verfahren mit breiter Bürgerbeteiligung angekündigt
    Die Stadt Ludwigshafen geht bei ihren Planungen für die Sanierung der Hochstraße Nord nicht mehr zwingend von einem Eins-zu-eins-Neubau der 1,8 Kilometer langen Verkehrsader aus, sondern will neue Varianten überprüfen: eine schlankere Straßenführung sowie eine teilweise ebenerdige Alternative. Bei beiden Varianten spielt die Stadtentwicklung mit ihrer konsequenten Orientierung zum Rhein hin eine wichtige Rolle. Eingebettet sind diese Überlegungen in die von Bund und Land vorgegebenen Förderbedingungen.


    Die zu prüfenden Straßenvarianten sollen gleichermaßen leistungsstark sein, wären aber insgesamt weniger wuchtig als die bestehende Betonkonstruktion mit ihrer starken Barrierewirkung. Die Erreichbarkeit der Inenstadt mit ihren Geschäften und Angeboten sowie die der Stadtteile Nord/Hemshof und West könnten verbessert werden. Unter Berücksichtigung dieser neuen Varianten zur Entwicklung der heute stark beschädigten Hochstraße Nord wird die Stadtverwaltung jetzt formal im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung in die Vorplanung einsteigen. Das Verfahren soll von einer breiten Bürgerbeteiligung begleitet werden und wird wie bisher eng mit dem Bund und dem Land abgestimmt, kündigten Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse und Baudezernent Klaus Dillinger an.


    weiter hier: http://www.ludwigshafen.de/akt…ce_fuer_stadtentwicklung/

  • Ich finde den Vorschlag total Lustig, Theoretisch könnte man ja eine Rampe kurz hinter der Loientalee bauen, vorher geht es ja nicht da die Bahngleise im Weg wäre, dann wäre man ungefähr auf der Höhe des Parkplatzes vom Felix Boling unten und 250 m weiter also am Parkplatz Jägerstraße geht es dann wieder aufwärts… weil da steht dann ja das Rathaus Center im weg… nur hat schon mal einer darüber nachgedacht was für ein Kaos es dann auf der neuen Kreuzung Bürgermeister Grünzweig Straße geben würde. Der BASF Feierabendverkehr würde sich dann schnell bis E100 und zum Mannheimer Ring stauen. Nunja ich muss ja nicht alles verstehen was so manche Stadt Planer in Ihren Hirnwindungen so rausgrübeln.

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    Das dachte ich auch zuerest. Offenbar geht die Untersuchung jedoch von 1,8 km ebenderdiger Führung vor. Dies würde bedeuen, dass die Straße schon im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs ebenderdig würde...

  • Das mit der Barrierewirkung find ich auch lustig. Die Hochstraße ist jedenfalls deutlich durchlässiger als es die 15 Gleise sind, die da früher mal nebeneinander lagen. Und die Anzahl an Leuten die zu Fuß dort queren wollen würd ich doch mal für eher beschaulich halten - wenn schon gehts gleich zur Höhe Bismarckstraße, und da hat bietet das Rathauscenter mit dem quer unter der Hochstraße durch gehenden Abschnitt ja einen Nordausgang direkt im Hemshof.

  • City West: Städtebauliche Chancen durch Hochstraßenrückbau

    Neue Informationen zum geplanten Stadtumbauprozess von der Stadt Ludwigshafen:


    Das Projekt soll den Namen "City West" tragen.


    Unter dem Motto "Heute für Morgen" hat die Stadt Ludwigshafen eines ihrer größten Stadtumbauvorhaben gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern geplant und umgesetzt: die enge Verknüpfung von Innenstadt und Rhein. Die Jahrhundertchance, die durch das Freiwerden des Hafenareals im Sommer 2004 entstand, wurde genutzt: Ein neues Stadtquartier ist in kurzer Zeit herangewachsen. Zeitgleich entwickelten sich Rheinufer Süd und Parkinsel zur gefragten Wohnlage in der Metropolregion. Insgesamt wurden in diesem Bereich rund 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Mit der Sanierung der Hochstraße Nord will die Stadt nun die sich bietende Chance nutzen, städtebaulich neue Wege zu gehen.




    Hier weiter:
    http://www.ludwigshafen.de/akt…ine_der_stadtentwicklung/

  • Eine Variante vom Tisch


    Laut neusten Meldungen der Stadt ist wohl die Variante einer "verschlankten" dreispurigen Hoch Straße vom Tisch. Diese kann wohl das Verkehrsaufkommen nicht bewältigen. Ebenso wird nun geprüft ob bei der Variante ebenerdige Stadt Straße im Bereich des Hauptbahnhofs doch ein Tunnel statt einer Brücke gebaut werden kann.


    Völlig unrealistisch finde ich allerdings den Gedanke der Verwaltung, das an einer dann wohl ebenerdigen 6 spurigen Stadtstrase auf über 800 m länge Bürbauten entstehen sollen. Woher sollen den die Mieter für diese Bauten kommen, die a) in einer nicht wirklich attraktiven Lage wären und b) wohl als Neubau auch noch recht Teuer. Der Bedarf an Büros in Ludwigshafen ist von der BASF mal abgesehen ja nicht wirklich groß. Momentan steht ja sogar das komplette Hemshof Center leer, da gibt es auf 22 Stockwerken Büros in Hülle und Fülle zu mieten.

  • Der Bedarf an Büros in Ludwigshafen ist von der BASF mal abgesehen ja nicht wirklich groß.


    Es gibt - auch wenn BASF anderer Meinung ist - durchaus noch ein paar Firmen mehr in Ludwigshafen, vor allem im Pharma-/Chemie-, ITK- und Maschinenbau-Bereich. Allerdings sind die wie von dir gesagt alle ausreichend mit Büros versorgt ;)


    (man muß sich nur mal den Technologiepark anschauen: Da gäbs Bauplätze en masse für Bürobauten)

  • Da ich schon länger ein stiller Mitleser bin, hab ich mich mal durchgerungen mich anzumelden, da der Ludwigshafener Teil sträflich vernachläßigt wird :nono:


    Wie vielleicht einige Wissen fand am 20.01 im Pfalzbau das dritte Bürgerforum statt, indem 4 Varianten als Ersatz der Hochstraße präsentiert wurden.


    u.a die Hochstraße 1:1 zu ersetzen, die Hochstraße leicht zu versetzen und jeweils 2 Varianten der Stadtstraße in kurz und lang.


    Online kann man seit diesem Zeitpunkt auf einer Plattform mitdiskutieren.
    Unter http://www.ludwigshafen-diskutiert.de aufrufbar.
    Auch sieht man viele Fotos und Videoanimationen wie die Varianten mal aussehen könnten.


    Preislich liegen sie zwischen "Stadtstraße lang" bei 270 Mill.Euro bis 333 Mill. Euro für den 1:1 Neubau. Außerdem hat die Stadtstraße mit einer Bauzeit von 8 Jahren die kürzeste, gegenüber der neuen Hochstraße, die mit 12 Jahren angegeben wird.


    Weitere Videos über das dritte Bürgerforum können u.a auf der Website des RNF aufgerufen werden.


    Das vierte Bürgerforum findet schon am 5. Februar 2014, 19 Uhr, im Kulturzentrum "das Haus" statt.


    Leider konnte ich keine Infos finden was mit dem alten U-Bahn Tunnel der Linie 12 passieren soll. Durch die lange Bauzeit könnte die Strecke vielleicht parallel zur Baustelle reaktiviert werden, da der ÖPNV während der Bauphase gestärkt werden muss bzw soll. Die Anbindung des Tunnels zur BASF soll ja irgendwann für die S-Bahn elektrifiziert werden, auch wenn kein regelmäßiger Linienverkehr stattfinden soll.

  • Vielen Dank für das Update. Habe lange Zeit in Ludwigshafen gewohnt und freue mich daher immer wenn's mal was neues gibt.


    Ich finde die beiden Stadtstraßen-Varianten ganz interessant. Vielleicht schafft man es ja aus der Not heraus, einige Städtebaulich katastrophale Entscheidungen Rückgängig zu machen (In der Regel wird Lu als das Negativbeispiel herausgehoben[1]).


    Den Hinweis zum U-Bahn Tunnel der Linie 12 finde ganz interessant. Vielleicht schafft man es ja den OPNV insgesamt zu beleben. Offiziell natürlich nur mit der Begründung den Verkehrskollaps während der Bauzeit zu verhindern :)
    Aber es gibt gerade in dem Bereich eine ganze Menge an alten Planungen und Vorstufen von Ausbauten. Die Straßenbahnhaltestelle Rathaus ist ja auch in doppelter Größe ausgelegt worden - momentan werden von den 4 Gleisen nur zwei benutzt. Eventuell müssen sowieso teile der Gleise neu gelegt werden, z.B. am nördlichen Teil des Brückenkopfes.


    Ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen ein Gif aus den vier Varianten zu machen:



    [1] geographie.uni-erlangen.de/docs/article/334/fweber_publik_heidelbergmannheimludwigshafen_110802.pdf

  • Der in allen vier Varianten angedeutete Vorschlag, hinterm Europahaus der BASF am Benckiser-Gelände mit diesem eine Blockstruktur zu basteln belustigt etwas, wenn man weiß wen die BASF da so drin sitzen hat.

  • Der Wettbewerb wurde bereits im März entschieden und man hat sich auf die Variante 4 geeinigt: Stadtstraße lang. Quelle


    Das ist nicht nur die günstigste aller 4 Varianten, sondern die diejenige die am meisten in Stadtbild eingreift. Wenn ich die Gegend um die Hochstraße richtig in Erinnerung habe, ist jede Veränderung eine positive. Ich bin vor allem auf die baulichen Änderungen um das Rathauscenter herum gespannt. Aber allein die Tatsache, dass die Innenstadt nicht mehr in zwei Teile geteilt wird, sollte Ludwigshafen nachhaltig verbessern.


    Folgendes Bild macht noch einmal die Bedeutung auf die Stadtentwicklung klar:

    Quelle: https://ludwigshafen-diskutier…ariante-stadtstrasse-lang


  • Der ebenerdige Abschnitt wäre bei dieser Lösung auch nur rund 500 Meter lang, und im Osten und Westen durch Rampen eindeutig begrenzt. Im Verlauf dieses 500-Meter-Abschnittes wird dieser darüber hinaus von zwei Straßen und der Bahnhauptstrecke Richtung Norden gekreuzt, hinzu kommt eine Dreiecksform-Abfahrt in diesem Abschnitt.


    Diese Ansicht hatte ich am Anfang auch und hab gedacht, war deswegen strikt für die Hochstraße. Die Flächen braucht dort keiner und die Gegend "Ranziger Platz" wird auch in Zukunft unattraktiv bleiben.


    Aber mit etwas Abstand betrachtet: Je öfters ich die Hochstraße Nord fahre um so mehr sehe ich, das der Verkehr sich doch sehr in Grenzen hält. Das Verkehrsaufkommen liegt deutlich unter der Hochstraße Süd oder der Südtangente in Mannheim. Letztere ist übrigens auch nicht kreuzungsfrei. D.h. intelligente Ampeln gehen da absolut in Ordnung. Bei Abriss des Parkhaus vom Rathaus-Center wird die Stadtstraße auch 250 Meter länger.


    Außerdem sind die neuralgischen Punkte weiterhin kreuzungsfrei. Sowohl Lorientallee wie auch Rheinuferstraße kreuzen sich nicht mit der Hochstraße. Den BASF-Pendlerverkehr beeinträchtigt es nur insoweit, dass Pendler aus Richtung DüW morgens bis zur Höhe Tor 2 höhengleich in die Rheinuferstraße linksabbiegen müssen. Der deutlich kritischerer Abendverkehr bleibt kreuzungsfrei. Alle anderen BASF-Pendler benutzen die Hochstraße Nord gar nicht. Wenn ich auf der Hochstraße Nord im Stau gestanden habe, dann war das immer Rückstau von der A650 oder aus Richtung Mannheim.


    Die eigentlich Grund für ein Rückbau der Hochstraße ist wahrscheinlich weder städtebaulicher Natur, noch der geringeren Projektkosten geschuldet. Es werden schlicht die Folgekosten sein, die bei Brückenbauwerken deutlich höher sind. LU muss sich einfach gesund schrumpfen. Rückbau der Hochstraße Nord, Stillegung der Linie 12 durch den Tunnel, sowie Einstellung des Straßenbahnverkehrs abends sind da leider nur konsequent.

  • City West/Stadtstraße lang

    In Ludwigshafen tut sich einiges. Die Planungen der Stadtstraße lang schreiten voran. Der erste Entwurf wurde überarbeitet und diese Woche präsentiert.


    Der Brückenkopf Nord wurde vereinfacht, die Straßenbahn wurde vor das Rathauscenter gelegt und der Hochbunker wird abgerissen. Ein Teilabbruch wird dem Rathauscenter bevor stehen. Außerdem sind die kosten auf 280 Millionen Euro gestiegen.


    Durch den Wegfall der Hochstraße wird die City West aufgewertet und bekommt viele neue Bebauungsflächen.


    Dies dürfte über knapp 8 Jahre wohl einer der größten innerstädtischen Baustellen Deutschlands werden.


    Hier noch Informationen zum genauen nachlesen/schauen:


    Videoanimation der weiterentwickelten Stadtstraße
    Video


    Ein Lageplan der neuen Straße
    Plan


    Eine Broschüre mit allen Neuerungen der weiterentwickelten Stadtstraße
    Flyer


    Zum Schluss noch die Website bei der die Stadt Ludwigshafen informiert und fragen beantwortet
    Homepage


    Eventuell könnte ein Verantwortlicher den Name von dem Thema anpassen :daumen:

  • Die Abrisspläne für die Hochstraße werden sich wohl um Jahre verschieben. So sollen auf dem angrenzenden Messplatz bis zum Herbst zwei mobile Schlafhallen sowie div. Container für Asyforderer aufgebaut werden, Ein Teil des Geländes könne weiter wie bisher öffentlich genutzt werden, das Areal für die zweite Notunterkunft der Stadt werde eingezäunt. Da auf absehbare Zeit politisch gewollt eher ein Anstieg als ein Rückgang der Asyforderer Zahlen zu erwarten ist und mangels Alternativstandorten in der Stadt wird hier wohl ein Dauerprovisorium für Jahre erstellt. Mal davon abgesehen das ich es Menschenverachtend finde im Deutschen Winter Leute in Zelt ähnlichen Hallen unterzubringen zeigt sich hier nun abermals der komplette Irrsinn der völlig aus dem Ruder laufenden Rot Grünen Gutmenschen Politik.


    Der Kämmerer der Stadt Lu kalkuliert für diese und weitere Maßnahmen mit rund 35 Millionen Euro, die Ludwigshafen trotz eines Schuldenbergs von 1,2 Milliarden Euro für Aufbau von Asylbewerberunterkünften derzeit investieren muss. Nun ja.... Wem hier die Worte im Hals stecken bleiben der ist nicht alleine!


    Ich schätze allerdings das wir uns in der kommenden Zeit öfters über solche Neubauten uns freuen können.

  • Ich finde es eher menschenverachtend, dass man Flüchtlinge in Ludwigshafen ausgerechnet dort ansiedelt, wo nur zwei Straßen weiter Menschen in Lonsdale und Thor Steinar auf der Straße stehen und sich mit Bierflasche in der Hand die Wampe kratzen während sie jeden, der nicht von da ist, mit leerem Blick anstarren. Wo man sich fühlt als wäre man gerade ins falsche Viertel von Ostberlin gefahren. Und ich meine jetzt nicht den Meßplatz. Beim Meßplatz in der Gegend werben Vermieter ja nur damit, daß in ihren Häusern "nur Personen deutscher Nationalität" wohnen. Da fühlt man sich doch fast heimelig.


    Ach ja: Die geplanten Traglufthallen auf dem Meßplatz werden nur angemietet, da sie mit dem Abriß 2018 ja eh wieder weg müssen. Der Spaß kostet etwa eine halbe Million im Jahr. Die Stadt Ludwigshafen erhält vom Land übrigens 1,2 Millionen pro Jahr für 200 dort unterzubringende Personen.


    Flüchtlingsdiskussion in den Lounge (Sammelthread), bitte beim Thema bleiben.

  • Es gibt neues vom Endgame des Ludwigshafen-er Verkehrs! Die CDU ist aus der Planung für einen Unterbau der Pilzhochstraße Süd ausgestiegen und fordert eine Grundlegende andere Konstruktion. Des weiteren will man auch nun gleichzeitig beide Hochstraßen, abreisen, sanieren, neu bauen oder was auch immer. Das dürfte dann die Höchststrafe für den Autofahrer überhaupt werden. Die Grünen waren ja schon lange gegen den Unterbau mit der Begründung das dies ein Wall in der Stadt wäre, dazu muss man sagen das die Damen und Herren wohl unter massiven Realitätsverlust leiden müssen sonst wäre ihnen aufgefallen das der Wall schon da ist in Form des Bahndamms direkt hinter der Brücke und dieser wohl auch schwer abzureisen ist will man nicht die komplette ICE und SBahn Strecke für Jahre Stil legen. Zur allgemeinen Bespassung der CO2 Werte durch Dauerstauu folgt dann von den ganz Links außen Ideologen die scheinbar nichts mehr wünschen als eine möglichst rasche Entindustrialisierung dieses Landes, noch die Forderung das man doch auch hier eine ebenerdige Stadtstraße bauen könnte! Man stelle sich mal vor was bei einer ebenerdigen Stadtstraße an der Kreuzung Heinig - Saarlandstraße mit einer Ampel dann los wäre wenn hier noch der Verkehr von der jetzigen Hochstraße dazu kommt. Das Verkehrstechnische Chaos und der Dauerstau hätte sicher Auswirkungen bis Oggersheim und Mannheim! Einen wirklich vernünftigen Vorschlag haben dagegen die Freien Wähler gemacht, eine Notbrücke bei Altrip mit Verbindung zur B9 um Druck aus dem Kessel zu nehmen. Das wiederum wird bei den Grünen die dieses Projekt zur Entlastung der Menschen in der Stadt vom Autoverkehr ja seit Jahren mit voller Inbrunst bekämpfen sicher die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben, nicht auszudenken wenn aufgrund einer neuen Straße samt Brücke in Mannheim und Ludwigshafen plötzlich die Feinstaub und CO2 Werte sinken würden, nein das geht doch gar nicht! Das wäre ja ein herber Rückschlag im Kampf gegen das Auto oder gegen die Schlüsselindustrie Automobilbau in diesem Land!


    Man kann es aber drehen und wenden wie man will, es rächt sich nun aufs übelste das über Jahrzehnte keine 3te Brücke oder ein Tunnel gebaut wurde für die fast 1 Million Menschen in Stadt und Umland die darauf zur Überquerung des Rheins angewiesen sind. Man muss eigentlich nicht erwähnen das auch hier der Haupt Gegner und Verhinder so eines Projektes Grüne und Borkenkäfer Beschützer sind.


    Da beide Brücken wohl nicht mehr zu retten sind und es wohl auch nur eine Frage der Zeit ist bis dann aufgrund welcher Bauvorschrift auch immer diese komplett gesperrt werden müssen schafft sich der Werktätige Steuerzahler der täglich zur Arbeit den Rhein überqueren muss am besten schon mal einen Esel und ein Paddelboot an. Sarkasmus Off! Auf die Fortsetzung dieser Irrenhaus Theater Vorstellung darf man auf jeden Fall gespannt sein.

  • Die Sanierung der Hochstraße Süd samt Unterbau ist nun vom Tisch und soll wohl erst nach Vollendung der neuen Stadtstraße angegangen werden. Damit wäre wohl während der Bauzeit keine LKW Verbindung von der Autobahn nach Mannheim möglich. Wie lange die marode Pilzhochstraße überhaupt noch befahrbar ist scheint auch nicht abschließend geklärt zu sein. Der Supergau für den Verkehr in der Metropolregion zeichnet sich damit schon deutlich am Horizont ab. Das Geheul in Politik und Wirtschaft wiederum empfinde ich als unredlich, seit Jahren war abzusehen das beide Bauwerke nicht auf ewig genutzt werden können und das Haltbarkeitsdatum am ablaufen ist. Unternommen hat keiner was!


    Ich hatte vor mehr als 10 Jahren vorausschauend für die Zukunft in einem Leserbrief in der Rheinpfalz gefordert das hier dringend Handlungsbedarf besteht und entweder Mannheim und Ludwigshafen mit einem zusätzlichen Tunnel in der City oder einer Brücke bei Altrip verbunden werden müßten. Die Kommentare welche ich damals bekommen haben waren nicht wirklich wohlwollend! Da ich hier lebe und die Verbindung auch nutze kann ich nun auch nicht behaupten glücklich darüber zu sein mit meiner Ansicht wohl recht gehabt zu haben.


    Ich glaube auch nicht mehr daran hier mit irgendwelcher Kosmetik eine tragfähige zukunfts orientierte Lösung zu erzielen ist, wer meint das der Verkehr bei steigender Bevölkerungszahl und hoffentlich weiter guter wirtschaftlicher Konjunktur weniger wird der ist schlicht und einfach Realitätsbefreit! Hier muß nun auch im Interesse unserer Kinder geklotzt werden und nicht gekleckert und das wäre A) ein Brückenschlag bei Altrip und B) ab der Autobahn 650 Bruchwiesenstraße ein Tunnel zu graben der sich unter dem Rhein aufteilt in eine Abfahrt Richtung B36 Glückstein Quartier und eine Richtung B37 Bismarckstraße. Dazu muss das komplette Fehl Konstrukt Hauptbahnhof Ludwigshafen mit samt der Hochbahn und dem Damm ebenfalls weg!!! Tunnel sind wesentlich langlebiger als Brücken und sparen kommenden Generationen sehr viel Geld, die Luft in der Ludwigshafener Innenstadt würde erheblich besser werden, die Mauer welche die Stadtteile trennt wäre ebenfalls weg und obendrein stünde noch wertvolles zusätzliches Bauland zur Verfügung. Und alle die nun schreien wer soll das Bezahlen sag ich ganz trocken ins Gesicht, wer 50 Milliarden oder mehr pro Jahr übrig hat um Menschen aus aller Welt rundum zu versorgen aus welchem Grund auch immer der hat verdammt noch mal auch die Pflicht dafür zu sorgen das diejenigen welche diese "gute Tat" mit ihren Steuergeldern finanzieren noch in ertragbarer Zeit zu ihrem Arbeitsplatz oder schlicht von A nach B kommen!


    Und was das Politische und die Ausführung angeht, ich habe mich ja was das Baudezernat in Lu anbelangt, welche dieses komplette Totalversagen am Verkehr und am Bürger einzig und alleine zu Verantworten hat, sehr lange zurück gehalten aber zwischenzeitlich habe ich auch so meine Bedenken ob der nette Herr Dillinger mit dieser Generationen Aufgabe nicht doch etwas überfordert ist.

  • So langsam scheint der Teil der Bevölkerung welcher mit Leistung im Leben geglänzt hat und nicht mit dem lautesten schreien nach politischer Ideologie am aufwachen zu dem Thema Verkehrskollaps zu sein. Der Hafenclub Mannheim ein Zusammenschluß aus Unternehmer und Führungskräften von Anliegern des Mannheimer Hafens, also dem wirtschaftlichen Herz der RN Region fordert nun ganz offen und verbindlich einen Tunnel als 3 Rhein Querung. Das interessante daran ist das der Hafenclub nun nicht ein Cafeklatschverein ist sondern sich hier wirklich Leute arrangieren welche etwas zu Sagen haben und deren Meinung Gewicht hat.


    Völlig Überrascht von so einer dreisten Forderung ist natürlich die Abteilung Schlafwagen in den zuständigen Politischen und Wirtschaftlichen Gremien. Zitat aus der RNZ "Auf die Schnelle könne man zu dieser Idee keine Einschätzung geben, so ein Sprecher des Bau-Dezernats Mannheim"


    Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, es ist allgemein nun seit Jahren bekannt das die zwei Lebensadern der Region, also die Brücken über den Rhein und deren Verbindungen zur Autobahn in desolatem Zustand sind und wohl über kurz oder lang der Verkehrskollaps droht mit Milliarden Zusatzkosten für die ansässige Wirtschaft aufgrund von weitläufigen Umfahrungen und Dauerstaus und im Mannheimer Bau Dezernat hat man bis heute nicht mal darüber nachgedacht ob den ein Tunnel eventuell Teil einer Lösung sein kann. Unfaßbar!


    Noch besser wird es aber bei der Stadtverwaltung in Ludwigshafen dort sieht man überhaupt keine Notwendigkeit über einen Tunnel oder über eine Notbrücke einmal nachzudenken mit der Begründung das die Rheinbrücken selbst ja gar nicht von den Baumausnahmen betroffen sind. Da ist man als Bürger einfach nur noch Fassungslos von welch Dilettanten man hier verwaltet wird. Scheinbar hat auch noch keiner von diesen Herschafften den täglichen Stau zur Rushhour auf diesen beiden Brücken bemerkt und das hier eventuell ja Handlungsbedarf bestehen könnte um dem steuerzahlenden Mitmenschen welche deren Jobs alimentieren eine entspannter Fahrt zur Arbeit zur ermöglichen. Davon abgesehen das bis heute ja nicht mal klar ist wie lange denn nun die Reparatur der Zufahrtswege dauern wird könnte man wenn man etwas Weitblick und Grips im Hirn hätte ja auf die Idee kommen das auch die 2 Brücken nicht ewig halten und was den passiert wenn man feststellt das eine hier mitten in der Bauzeit auch den Geist aufgibt. Eine Möglichkeit welche man in einem geschätzten Zeitraum für die Instandsetzung der Zufahrtswege von locker 20 Jahren ab heute nicht unbedingt außer acht lassen sollte.


    Mich beschleicht bei solchen Aussagen mehr und mehr das Gefühl das Herr Dillinger schnellstens sich eine andere Wirkungsstädte suchen sollte, wer als Baudezernent nicht in der Lage ist über längere Zeiträume zu denken und eventuelle Faktoren wie Wirtschaftswachstum, steigende Einwohnerzahl und wachsenden Verkehr in Planungen für die Zukunft einkalkulieren kann der hat auf so einem Posten nun wirklich nichts verloren.


    Wäre ich nicht selbst persönlich von dieser aberwitzigen Muppets Show betroffen und könnte wie beim Berliner Flughafen Desaster aus der Ferne entspannt zusehen hätte ich bei so viel Naivität sicher sogar etwas zu lachen...