Kreuzberg | Kleinere Projekte

  • Der Baumarkt sieht fast aus, wie das Gebäude an der ecke anfang der yorckbrücken, autohaus unger...na tall. klar ist es schwer dort wie wohn- oder geschäftshäuser zu bauen, da gleich dort der schienenverkehr verläuft, aber so einen baumarkt finde ich gar nicht passend in so einer zentralen lage und brachen fläche. Das wertet die Gegenüberliegenden flächen nicht auf. Ich habe die gegend zu den yorkbrücken noch die toll gefunden, wirkte alles sehr ranschig und runtergekommen. Alles sehr auseinander zerflochten. Auch dieser riesen plattenbau mit den tausend satteliten schüßeln zieht die gegend ebenfals runter. Mal sehen wie sich die gegend in baldiger zukunft entwickeln wird.
    Mit dem bau einer fachmarkter a la bauhaus sicher nicht zum positiven.

  • Das wertet die Gegenüberliegenden flächen nicht auf.


    Genau das soll ja erreicht werden (siehe Abendschaubericht!).
    Eines Tages werden die einstigen Ökosozialisten jeden qm grün wegwutbürgern, weil es sonst die Miete in der Nähe heben könnte. Da müssen die tatsächlich mal ideologisch abrüsten. :lach:

  • ja, die aussage von dem herr ist einfach unglaublich. ein baumarkt ist toll, da es die mieten nicht steigen lässt. Dann soll er doch nach wedding ziehen oder reineckendorf, da sind doch die mieten billig und baufachmärkte gibt es genug. So etwas zu äußern ist doch einfach nur primitives und unsoziales verhalten. Heute baumarkt, übermorgen wieder bitte grünflächen, aber wir dulden auch verschmutzte schrottplätze, die dort voher schon standen, nur das die mieten nicht steigen. Unglaublich so eine denkweise!!!
    Es gibt eh einige fehlentwicklungen, die damit in verbindung stehen, wie z.b. auch die anbindung zwischen dudenstr. und zum möblekraft, auch industriegebiete mitten in der stadt, aber es fand eine aufwertung statt, so dass sich der gute herr bestimmt sich aufregt. Berlin braucht ein richtig tolles, representatives zentrum, eine urbanität mit toller traditionalen und moderner entwicklung.

  • Kreuzberg

    Methfessel Ecke Kreuzbergstrasse


    Früher war hier eine Tankstelle,dann eine Autowerkstatt /händler.Jetzt entstehen Wohnungen.Der Bau kommt zügig voran.Mit unverbaubaren Blick und Hörkontakt zum Mehringdamm.Der Innenhof ist sehr klein und recht dunkel.




    Detailblick ins EG,dass aufgrund der spürbaren Steigung der Strasse unterhalb des Gehwegniveau liegt.


    Auch ein netter Neubau in der Methfesselstrasse,die im Übrigen nicht mehr durchgängig befahrbar ist.



    alles eigene Bilder,gemeinfrei,hochgeladen mit http://www.directupload.net/

  • Soviel ich weiss sind die altbauten im bergmannkiez unter denkmalschutz was auch sehr verständlich ist. Doch frage ich mich, wie man so etwas durchgehen lassen kann. Für mich unbegreiflich. Ich denke nicht, dass das gebäude vorher so ausgesehen hat. guckt am besten selber....leider habe ich noch keine originalbilder geschossen....aber hier sieht man es auch sehr schön. So etwas muss verboten werden.


    http://ziegert-immobilien.de/k…/solmsstrasse-31/zib-6532

  • ^
    Wie das vorher aussah kann man recht gut via GoogleMaps sehen. Dem Bauträger war es anscheinend wichtig Balkone ans Vorderhaus zu setzen. Das Ergebnis im Vergleich zum Vorzustand lässt einen tatsächlich nur mit dem Kopf schütteln.

  • Wow, das ist ja mal ein krasses Beispiel von Verunstaltung einer völlig intakten Altbaufassade. Sowas sehe ich zum ersten Mal in dieser Deutlichkeit. Ich denke mir sogar dass sowas verboten ist. Zudem sah das Haus bereits im Vorzustand nicht gerade sanierungsbedürftig aus.

  • Wow, ich dachte soetwas gehöre endlich der Vergangenheit an. Entstuckung ist doch längst aus der Mode. Wie schrecklich. :-(


    edit: Ach, die Antwort ist KfW-100 Effizienzhaus. Die Fassade ist unter Styropor verschwunden, das sieht man auch auf dem ersten Bild. Oh mein Gott!

  • Das haus sah sehr schön aus, geradlinig und stimmig in der horizontale....Gibt es keine Gesetze, die so etwas verbietet?? Das ist Kulturdenkmal und daraus wird so etwas fabriziert mit hässlichen Montagebalkons... Was ist hier schief gelaufen?? Was sagen die Mieter, was sagt die Behörde dazu?? So etwas bringt mich auf die Palme und gerade bei der deutschen Behörde hätte ich so etwas nicht erwartet. Würde so etwas in polen oder tschechien ohne beleidgung, dann hätte ich mich nicht so gewundert.


    Was macht ziegert hier, will er den ganzen kiez ruinieren?? ich würde soweit gehen, dass keine altbausanierung ohne qualitativen stuckaufbau durchgeführt werden darf, ob mit staatlicher hilfe, muss man dann sehen.

  • Unfassbar.
    Die höhe ist noch der drangeklatschte neue "Stuck", der vlt. die Hälfte der alten Tiefer aufweist. Damit noch auf der Internetseite zu werben ist entweder dumm oder konsequent.


    Das alles für ein par Prozent Energieeinsparung bei gleichzeitig nahem Verfallsdatum der neuen "Fassade". Wohl das einzig positive. Das Geld wäre in einer neuen Heizungsanlage besser investiert gewesen.

  • Ich wohne nicht weit vom oben-genannten Haus, und es war mir auch unbegreiflich, dass sowas in 2011 passieren kann. Die Fassade wurde einfach abgeklopft, es bleibt nichts mehr davon unter der Styropohr Fassade. Leider reicht Denkmalschutz im Bergmannkiez nur bis Bergmannstraße, alles nördlich davon nicht. Auch wenn, im Fall einer "energetische Sanierung" darf eine unter Denkmalschutz-stehende Fassade verändert werden, was hier der Fall war. Die Einwohner sind keine Mieter, sondern Eigentümer, und ich glaube es gibt viele, die absolut entsetzt darüber sind. Noch schlimmer ist dass der Bauherr (Ziegert baut nichts, er finanziert und vermarktet nur Projekte von anderen) Fördergeld vom Staat durch KfW für seine Schande bekommen hat. Nur ärgerlich.


    Ich habe öfters gedacht, ich sollte mal ein Protest darüber anfangen. Vielleicht wäre es endlich Zeit, damit es nicht wieder passiert.


    Das Projekt in der Kreuzbergstraße (was direkt gegenüber von mir ist) ist zumindest eine Bereicherung der Straße, obwohl es hätte mehr mutig sein können.

  • @jvbahn25...also ich kann dir nur beistehen und ermutigen zur einer intiative. das die häuser nördlich von der bergmannstr nicht unter denkmalschutz stehen, verstehe ich nicht, gerade weil dort auch viel an historischen bauten noch gibt, unfassbar. Das darf und kann nicht weiter so gehen, man muss da was machen!!


    Wie haben die Eigentümer reagiert?? Haben die etwas unternommen?? Das ist für mich eine reine Verarschung, sorry wegen der ausdrucksweise, aber ich bin entsetzt. Und es wurde immer der alten Fassade geworben, ich dachte diese ensteht und war immer froh über das hübsche haus. Man muss dagegen vorgehen damit es auch das letzte haus war....


    Das haus kreuzberg78 sehe ich auch relativ positiv entgegen. Wirkt einbißchen langweilig und wie du meintest, es fehlt an mut. Die Grundrisse sind sehr schlecht, aber für ein Eckhaus ist kaum viel mehr zu erwarten.

  • Ich schätze dass die Eigentümer den Vorher-Zustand gar nicht kennen (also die Wohnungen jetzt erst kaufen) oder sie fanden die KfW-Förderkredite einfach zu verlockend. Aber Echt, wer in einem Altbau wohnen will, will doch kein Styroporklima, sondern eine echte Stuckfassade mit 56'er Mauerwerk.


    Und wer sich an einem Stuckaltbau mit Effizenzmaßnahmen versucht, sollte dafür eine kulturelle Befähigung nachweisen. Geschlafen haben hier die Behörden, die das genehmigen. Staatlich geförderte Stadtverschandelung ist das. Ich hoffe das war ein Versehen und ist nicht programmatisches Ziel. Das wär echt furchtbar.


    Check' ich einfach nicht.... mir geht da jedesmal das Messer in der Tasche auf.... da laufen Architekturwettbewerbe, "unsere stadt soll schöner werden"-Programme, da gibts unmengen an Hochschulen die Kunst und Architekturverständnis lehren und nicht zuletzt der "einfache Mann" von der Straße ist von Stuckfassaden einfach nur entzückt. Sie sind nichtmal schwer zu verkaufen/vermieten.


    ... und dann sowas.
    unfassbar.


    Kennt ihr vielleicht schon: Vögel zerhacken gedämmte Fassaden.


    So lange dafür keine Stuckfassade drauf gegangen ist ist da ja ganz witzig, aber....

  • Stuckfassade in der Solmstraße

    Ich bin wirklich erschüttert über die vollkommene Entstuckung der Altbaufassade in der Solmsstraße. Beinahe jede Woche entdecke ich inzwischen eine neue durch das Wärmeverbundsystem verunstaltete Fassade, doch ein derart rabiater Umgang ist mir neu. Wenn der Dämmwahnsinn mit Styroporplatten nicht bald aufhört, dürften auch die restlichen Altbauten, welche die Kahlschlagsanierungen der 60er/70er Jahre überlebt haben, kaum wiederzuerkennen sein...


    Ja, jvbahn25, Dionicar und alle Mitleser, dagegen muss DRINGEND Protest organisiert werden, damit so was nicht Standard wird!!!
    1. Bitte formuliert alle Protestbriefe an Herrn Ziegert, der diese Skandalsanierung offenbar zu verantworten hat.
    2. Wie wäre es, wenn wir eine Facebook-Gruppe gründen, die sich gegen die Entstuckung im Jahr 2012 stark macht?
    3. Auf meinem Blog habe ich bereits einige besonders negative Sanierungsbeispiele gesammelt und auch einige Pressestimmen zu dem Thema:
    http://stadtbildberlin.wordpre…energetische-sanierungen/
    Über weitere Hinweise sowie die Weiterleitung bin ich jederzeit sehr dankbar!


    jvbahn25 : Ich habe Dir auch schon eine Nachricht geschickt, aber weiß nicht, ob Du sie schon gelesen hast. Der Posteingang geht hier finde ich immer etwas unter. Jedenfalls wäre ich Dir dankbar, da Du vor Ort bist, wenn Du mir aktuelle Bilder vom Bau in der Solmsstraße schicken könntest.



    Jetzt unterschreiben und weiterleiten: http://gaslicht-ist-berlin.de/


    Euer Aktionismus in Ehren, aber bitte beachtet unsere Richtlinien, insbesondere Punkt 7:
    Das Forum ist weder eine kostenlose Plattform für Werbung, noch soll es der Bekanntmachung und Förderung von politischen Kampagnen, Bürger- und Anwohnerinitiativen oder ähnlichem dienen. Auch mit deiner Gaslicht-Aktion sollte es nun genug sein! Wie ihr euch untereinander organisiert ist euere Sache.
    Bato

  • Diese Kulturbarbarei ist echt unerträglich! Ich finde ja, wer sowas verantwortet, gehört ins Gefängnis. Mag sich krass anhören, aber meiner Meinung nach, ist das mutwillige Zerstörung öffentlichen Kulturguts, nicht anderes.
    Und die Fassade sah vorher noch so schön und überhaupt nicht sanierungsbedürftig aus. :(

  • Meine Güte, jetzt kühlt mal etwas ab. Das war ein stinknormaler Altbau, wie es ihn zu tausenden gibt, ohne jegliche architektonische Besonderheit. Vorher war er schöner als nachher, das ist richtig, aber energetische Sanierungen sind keine Straftat. Soll der Investor doch sehen, wer da eine Wohnung kaufen und sich demnächst über Schimmel an der Wand ärgern will.

  • Dito. Dass die Sanierung unter aller Sau ist, steht außer Frage, mancher hier scheint allerdings den Bezug zur Realität verloren zu haben, wenn man hier die Forderung nach Gefängnisstrafen liest.


    Wo jetzt alle Seiten ein Statement abgegeben haben bitte wieder themenbezogen schreiben. Die Niveau-Diskussion ist im Papierkorb gelandet.
    Bato

  • Wirklich sehr schade, was da in der Solmsstraße passiert ist, eine intakte Gründerzeitfassade gegen Kunststoffornamente auf Wärmedämmverbundsystem getauscht...
    Allerdings muß ich hier drauf hinweisen, daß das ganze Bauherrenbashing etwas ins Leere läuft, der Protest müßte sich eher gegen die Energieeinsparverordnung 2009 richten, welche die energetischen Standards sowohl für den Neubau als auch bei Sanierungen im Bestand verbindlich festlegt. Wenn ein Bauherr sich entschließt, ein Bestandsgebäude zu sanieren, oder auch nur eine Fassadensanierung an einem Bestandsgebäude vorzunehmen, die mehr als 10% der gesamten Außenfassade betrifft, so schreibt die EnEV 2009 verbindlich einzuhaltende Höchstwerte für Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) einzelner Bauteile vor, für Außenwände z.B. liegt der vorgeschriebene U-Wert bei 0,24 W/m²K; Ausnahmen von dieser Vorschrift sind in der Regel nur bei denkmalgeschützten Gebäuden möglich. Da die Solmsstr. 31 weder als Einzeldenkmal gelistet, noch Teil eines Denkmalensembles ist war der Bauherr nach EnEV 2009 zwingend verpflichtet, einen U-Wert von max. 0,24 W/m²K einzuhalten. Solche U-Werte sind ohne den Einsatz von Dämmschichten nicht nachweisbar (es gibt dafür in der EnEV festgelegte verbindliche Berechnungsverfahren), sodaß für die zuständigen Planer die gültige Rechtslage den Einsatz von Dämmstoffen bei Fassadensanierung praktisch unausweichlich macht. D.h. als Alternative zur Aufbringung eines WDVS an der Fassade wäre nur die Anbringung einer Innendämmung in Frage gekommen (ist aber bauphysikalisch ziemlich problematisch), oder die Entscheidung den Bau eben nicht zu sanieren und "liegen" zu lassen bis es u.U. eine andere Gesetzeslage gibt, was aber den Verwertungsinteressen des Investors widerspricht.
    Der Gesetzgeber hat durch die immer weiter verschärften Vorschriften der EnEV Bauherren und Planern von nicht denkmalgeschützten Wohngebäuden weitgehend jeden Spielraum genommen, sich im Fall einer Gebäudesanierung gegen den Einsatz von Wärmedämmung entscheiden zu können (weshalb manche bösen Zungen die EnEV auch als den größten Erfolg der Dämmstoffindustrielobby bezeichnen;-)
    Deswegen halte ich es für sinnvoller, anstatt mit Schaum vor dem Mund Gefängnisstrafen für "böse" Bauherren zu fordern sich besser ein wenig mit den gültigen Rechtsgrundlagen des Baurechts zu beschäftigen, und in Zukunft seinerseits Druck auf den Gesetzgeber auszuüben, denn eine EnEV-Novelle gibt es alle paar Jahre, bald müßte der Entwurf für die EnEV 2012 erscheinen, dafür ist es also schon zu spät...:-(

  • Urbanist : aber hätte der Bauherr die geforderte Energieeinsparung nicht auch über andere sensiblere Maßnahmen erreichen können (Dachdämmung, Innendämmung)?
    Schließlich kann ich mir nicht vorstellen, dass massive Gründerzeitbauten riesige Energieschleudern sind?


    Ein übrigens guter Beitrag zum umstrittenen Wärmeverbundsystem wurde neulich auf 3sat gezeigt: http://www.3sat.de/page/?source=/hitec/159270/index.html
    Neben dem Verlust historischer Fassaden wurden dort auch weitere Gründe angebracht, weshalb Dämmplatten problematisch sind:
    1. begünstigen sie das Algenwachstum auf der Fassade.
    2. droht im Gebäudeinneren die Schimmelbildung.
    3. gibt es bis heute kein umweltfreundliches Entsorgungsverfahren der Dämmplatten, die zum Sondermüll zählen.

  • So ganz eindeutig erscheint mir das auch nicht. Schließlich werden ja genügend Gründerzeitler saniert, die weder innen noch Außendämmung bekommen (Dachdämmung ist heute ja selbstveständlich). Ist in dieser Verordnung denn auch bedacht worden, dass mit modernsten Heizkesseln ausgestattete Gebäude einen weit höheren Wirkunsgrad aufweisen? Also im Endeffekt etwas mehr Wärme durch die Wände lassen, diese im Schnitt aber auch billiger weil effektiver erzeugt haben? Eine fadenscheinige Ökobilanz zu ziehen, die eh aburd ist dank der Dämmsysteme, und nur diese Durchgangserte berücksichtigt ist wertlos in meinen Augen.