One Goetheplaza - Neubebauung Goetheplatz-Westseite (realisiert)

  • Wenn die Bohrpfahlwand erstellt wird, wo ist dann die Bohrschablone ? Und wieso ist dieser Baugrubenverbau so weit ins Baufeld gerückt und nutzt die eigentlichen Grundstücksverhältnisse nur ungenügend ? Ich tippe auf die Pfahlgründung !

  • Das ist das ehemalige Hotel Weidenbusch. Der eigentlich architektonisch und historisch wertvolle Vorgängerbau ist schon 1907 für die Reste des jetzt zu sehenden Neubaus beseitigt worden. Über dem Portal am Steinweg kann man als dessen letzten Überrest das alte Hauszeichen sehen. Das historistische Gebäude brannte 1944 völlig aus und wurde auf simpelste Weise wieder nutzbar gemacht, der jetzige Umbau stammt meines Wissens aus den späten 1990ern. Bis auf die Fassade war also schon vorher nix mehr da.

  • Jetzt, da die Stahlkonstruktion steht, wird der Rest des Bestandsbaus drumherum abgetragen. Das passiert gerade im Moment. Ein Fest für Baustellengaffer wie uns:



    Unten bleibt noch einiges zu tun:



    Derweil kümmern sich diese beiden Herren...



    ... um die Feinarbeit, damit die Brandmauer besenrein übergeben werden kann:



    Bilder: epizentrum

  • Hier ist es mittlerweile ganz schön in die Tiefe gegangen. Bilder von heute Nachmittag:



    Man beachte, wie klein die Arbeiter vor der Riesenwand wirken:



    Interessantes Mauerwerk:





    Bilder: Marty

  • @ Marty-ffm: Das von dir genannte "Interessante Mauerwerk" ist ein Bestandteil der Baugrubensicherung, eine sog. Unterfangung. Dies ist notwendig, weil die Baugrube weitaus tiefer gebaut wird, als es die Kellerkasten der angrenzenden Häuser sind. Damit diese nicht absacken, müssen sie mit Spritzbeton oder ähnlichem abgestützt werden.

  • Goethe kann das Gewusel auf der Baustelle nur aus den Augenwinkeln verfolgen...



    Hier das ganze etwas näher. Die Baugrube hat eine beeindruckende Tiefe erreicht.



    Und wie es aussieht, wird der Stahl für die Bodenplatte geflochten.



    -Bilder von mir-

  • Von der Goethestraße in die Grube gelunst sieht man, wie heute durch die grüne Puma-Pumpe der Beton auf die Bodenplattenbewehrung floss:



    Bild: epizentrum

  • Neues Rendering

    Irgendwann in den letzten Wochen muss man die Werbetafel an der Baustelle ausgetauscht haben. Im Dezember sah sie noch so aus wie von skyliner fotografiert. Auch auf thomasfras Bild von März zeigt das Eckgebäude noch den Glastturm mit dem umlaufenden Schriftzug "ONE" auf der Spitze. Die letzten Renderings zeigte Schmittchen uns im November. Inzwischen sieht das Rendering auf der Tafel so aus:



    Bild: epizentrum (abfotografierte Werbetafel an der Baustelle)


    Die Glashaube sieht nun eher danach aus, als könne sie so auch gebaut werden. Erfreulich finde ich den halbrunden, gestreckten Dachgiebel anstelle des Staffelgeschosses mit Dachterrasse. Die Projekt-Website (mit Flash hoch drei) zeigt noch eine Mischung aus alt und neu. Im Download-Bereich sind diese aktualisierten Renderings mit Datum Mai 2012 zu finden:




    Auch sonst haben sich einige Kleinigkeiten getan. Zum Vergleich die Vorversion von Dezember:



    Bilder: FREO Financial & Real Estate Operations GmbH

  • Noch schöner wäre es gewesen, wenn man die zwei veränderten Dächer auch etwas höher gestaltet hätte. Würde von den Proportionen besser zum Baukörper passen, so wirken sie immernoch etwas platt. Dennoch eine deutliche Verbesserung zu den vorherigen Versionen.


    Schade ist aber, dass man bei den zwei Häusern links die Dächer nicht geändert hat. Insbesondere das ganz Linke mit seinen 3 "Schießscharten" sieht sehr merkwürdig aus. Dann lieber ein Flachdach wie beim Nachbarbau.


    Bin mal gespannt wie das Ensemble nach seiner Fertigstellung in Echt wirkt. Insbesondere ob die Scheiben des Turms so blau-türkis-lila schimmern, wie auf den Tag- & Nachtrenderings suggeriert wird.

  • Terminplanung, weitere Mieter, neue Ansichten

    Gestern fand die Grundsteinlegung statt. Bekannt wurden dabei weitere Mieter und die zeitliche Planung. Pressemittung (PDF) in Auszügen:


    [INDENT]Mit einem Festakt am Frankfurter Goetheplatz/Roßmarkt feierte One Goetheplaza, das prominente Bauprojekt im Herzen Frankfurts, am heutigen Donnerstag Grundsteinlegung inmitten der Bankenmetropole. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann sprach als Vertreter der Stadt und auch Herr Prof. Christoph Mäckler, der das Gebäude als Architekt geplant hat, richtete Grußworte an die geladenen Gäste. [...]


    Pünktlich zum Festakt konnte die für die Projektentwicklung zuständige FREO GmbH mit neuen Vermietungserfolgen aufwarten. Zum bereits im vergangenen Jahr gewonnenen Ankermieter Louis Vuitton, der 1.500 Quadratmeter Luxuseinzelhandelsfläche angemietet hatte, gesellen sich nun noch Nespresso mit einem 1.200 Quadratmeter großen Flagshipstore sowie das Luxuslabel Escada mit 300 Quadratmetern und die bekannte Schmuck‐ und Uhrenmarke Omega mit 100 Quadratmetern Verkaufsfläche. Auch für die in den Obergeschossen des prominenten Bauwerks entstehenden Büroflächen konnte mit der Anwaltskanzlei Heuking Kühn Luer Wojtek ein namhafter Ankermieter für 3.000 Quadratmeter gewonnen werden. [...]


    „Der Vermietungserfolg hat uns nicht überrascht. Wir waren von Beginn an von der Attraktivität des Projektes und der Lage überzeugt“, sagt Ralph Wagner, Geschäftsführer der FREO. „Dennoch freuen wir uns sehr, dass wir unseren selbst gesteckten Zielen schon weit voraus sind.“ Entsprechend optimistisch ist auch Christoph Scharf, allein beauftragter Einzelhandelsmakler von BNP Paribas: „Es sind nur noch sehr wenige, exklusive Ladenflächen verfügbar. Wir erwarten eine starke Nachfrage für die noch verbliebenen Mieteinheiten, jetzt wo der Luxusbesatz steht."


    Im Bautenstand sieht Sebastian Klatt, ebenfalls Geschäftsführer der FREO und für die Umsetzung des Projektes verantwortlich, einen weiteren Grund zum Optimismus: „Wir liegen gut in der Zeit, der Projektablauf ist reibungslos. Wir werden die Einzelhandelsflächen pünktlich im Frühjahr 2013 an unsere Mieter übergeben können.“ Die Fertigstellung des Gesamtkomplexes ist für Herbst kommenden Jahres geplant, dann sollen auch die Geschäfte eröffnen.[/INDENT]



    FREO, Foto: Alex Majewski


    Neue Ansichten - die erste ist durch Klick zu vergrößern.



    Das sieht schon mal nicht schlecht aus. Neben einer stärkeren Ausprägung der vertikalen Segmentierung, durch die Farbe des Natursteins etwa, wäre m. E. eine Weiterentwicklung der Dachbereiche wünschenswert. Passende Gauben wären eine Verbesserung. Detail:



    An der "Skybar" sieht man die fortschreitende Planung deutlich. Nun gibt es einen Sonnenschutz (wonach weiter oben im Thread gefragt wurde):



    Sonnenschutz geöffnet:



    Gesamtansicht von oben:



    Dachterrasse:



    Bilder: Professor Christoph Mäckler Architekten / FREO

  • Zur Skybar

    Die Skybar sieht mir doch etwas zu filigran aus, zumal sie zum einen innen stützenfrei sein wird, zum anderen auch eine relative große Fläche (sprich Angriffsfläche für Wind) aufweist und darüber hinaus sie anscheinend oben einen (sicherlich nicht leichten) Technikaufbau bekommt.


    Kann mir nur schwer vorstellen, dass das Ergebnis mit dem Rendering übereinstimmen wird. Es könnte wohl am Ende eher in die Richtung von der neuen EZB gehen, bei der die Zwischenfassade deutlich mächtiger konstruiert wird als von einigen hier im Forum angenommen wurde.
    Es wäre schade, wenn deshalb die durch die Renderings vermittelte Leichtigkeit verloren gehen würde ... aber warten wir mal ab.

  • Mäckler-Konsens darf sich gerne weiter ausbreiten

    Die Mieter sind zwar eher aus der Kategorie "been there, done that", aber sicherlich die namhaften Adressen, die man an der Stelle wollte um als Verlängerung der Goethestrasse zu gelten. Ein Wehrmutstropfen ist für mich Nespresso mit 1.200 Quadratmetern. Das bedeutet, dass sie nicht mehr in die Ex-Dresdner Bank Filiale an der Fressgasse ziehen, wo sie deutlich besser hin passen würde und nicht den schmaleren Fussgängerweg am Goetheplatz mit breiten Baumarkt-Sofas zustellt.


    Die gradlinige Architektur ist neutral genug gewählt, dass sie wohl allen Geschmäckern gerade noch gerecht werden könnte. Wenn so die Konsens-Bauten der Gegenwart aussehen, kann ich gut damit leben. Das Büro Mäckler darf beim "70er Jahre Museum" Konstablerwache hoffentlich auch eines Tages den Rotstift ansetzen.