One Goetheplaza - Neubebauung Goetheplatz-Westseite (realisiert)

  • One Goetheplaza - Neubebauung Goetheplatz-Westseite (realisiert)

    Auch die Gebäude an der Westseite zwischen Goethe- und Junghofstraße werden laut diesem FAZ-Artikel neu entwickelt. Mit Ausnahme des kürzlich sanierten Hauses mit Vapiano im Erdgeschoss die gesamte Häuserzeile (Foto). Es handelt sich um vier Parzellen, Hausnummern 5 bis 11. Alle sind im Eigentum einer gewissen Goet Two GmbH. Mit der Projektentwicklung wurde Lang & Cie. beauftragt.


    Dazu wird ein beschränkter Wettbewerb ausgerichtet. Laut FAZ nehmen vier deutsche Büros teil, weitere vier aus dem Ausland:


    • KSP Engel und Zimmermann (Frankfurt)
    • Christoph Mäckler Architekten (Frankfurt)
    • Braun & Schlockermann (Frankfurt)
    • Blocher Blocher Partners (Stuttgart)
    • Zaha Hadid (GB)
    • Ben van Berkel (NL)
    • Massimiliano Fuksas (I)
    • Richard Rogers (GB)


    Es soll geplant sein, alle heutigen Gebäude durch ein einziges Gebäude zu ersetzen (hoffentlich mit unterschiedlichen Fassaden). Nutzung: Einzelhandel im Erdgeschoss und Büros darüber. Zulässig sind laut Bebauungsplan sechs Geschosse. Zum Zeitplan liegen bisher keine Informationen vor.


    Bezüglich des Gebäudes Goetheplatz 2 werden die Informationen oben bestätigt. Bauherr ist die Frankfurter Gewerbeimmobilien GmbH. Im Erdgeschoss und im 1. OG wird es die gewünschte Gastronomie geben, 300 m² Innen- und 100 m² Außengastronomie auf dem Goetheplatz. Darüber auch hier Büros. Die Baugenehmigung wurde kürzlich erteilt.


    Wirklich erstaunlich, mit welchem Tempo inzwischen die in baulicher Hinsicht lange dahindämmernde Innenstadt neu gestaltet wird. Möglicherweise tut sich auch an dem hauptsächlich von Hugeldubel genutzten Gebäude etwas, gelegen am Rathenauplatz zwischen Steinweg und Biebergasse. An anderer Stelle (ab Beitrag #584) wurde das schon einmal erwähnt.

  • Eine monotone Fassade über diese Länge wäre städtebaulich wirklich Gift für den Platz. Ich hoffe man schafft es, sich zu einer etwas traditionelleren Lösung zu bekennen, denn im Gegensatz zur Zeil hat man dort noch ein paar respektable Altbauten und nicht zuletzt auch noch das klassizistische Goethedenkmal vor der Haustür. Ein bisschen Bezugnahme vor allem auf das ehemalige Lehman Brothers-Haus an der Fressgass wäre schön, wenn möglich nicht nur in Form des Fassadenmaterials, sondern auch durch klassische Architekturzitate. Die Postmoderne hat es doch auch geschafft spielerisch Nostalgie anklingen zu lassen, wieso also heute nicht mehr?


    Aber abgesehen davon...Wenn man Kleinteiligkeit erreichen möchte, wie wäre es wenn man den Block in vier Parzellen unterteilt und diese an die vier am besten platzierten Wettbewerbsteilnehmer vergibt?

  • Löblich, löblich.
    Es ist doch schon Wahnsinn, was da momentan in der Frankfurter Innenstadt gebaut bzw. umgebaut wird.
    Wie Schwarz im Artikel der FAZ zitiert wird, sollte man dem Platz etwas Zeit lassen. Im Sommer und mit der Aussengastronomie sieht die Sache doch schon ganz anders aus.


    Wenn die gesamte Häuserzeile demnächst in Angriff genommen wird, fehlt ja auf der Westseite nur noch 1 zu renovierende Fassade (wobei das direkt angrenzende Eckhaus mit Abstand die gruseligste Fassade hat....zu sehen auf #271). Das Ding sieht aus wie ein Bunker.

  • Natürlich erfreuliche Nachricht dass sich da was tut. Ganz wichtig wird auf jeden Fall sein dass es keine einheitliche Fassade wird, sondern sich die bisherige Parzellierung auch in der zukünftigen Fassadengestaltung widerspiegelt. Aufgrund des doch noch recht signifikanten Altbauanteils sind dekonstruktivistische Ergüsse an dieser Stelle zu vermeiden, Steinfassaden absolutes Muss. Insofern schwant mir da nichts Gutes wenn ich mir die Namen der eingeladenen Büros anschaue. Nichts gegen Hadid oder Fuksas, aber an dieser Stelle? Nein Danke! Das wäre eher was für Büros wie Kollhoff oder Patzschke. Kann man jetzt eigentlich nur noch auf Mäckler oder Braun&Schlockermann (die zumindest beim Opernhotel ja gezeigt haben dass sie auch können wenn sie denn wollen) hoffen...


    EDIT: Nach der Teilung meines Beitrages, trotzdem der Hinweis auf den Vorkriegszustand (der immer noch die Messlatte bleibt), zu finden in diesem Beitrag im Strang "Das alte Frankfurt".

  • Danke fürs Recherchieren. Nichts gegen Hadid, aus dem Büro kommen gute Sachen, aber das ist genau das, was ich mir für diese Stelle nicht wünsche: Einen nicht untergliederten, die Maßstäbe sprengenden Fremdkörper ohne den geringsten Bezug zu den Gegebenheiten des Ortes. "Stararchitekten-Architektur" eben. Bleibt angesichts der Nichtveröffentlichung des Ergebnisses bisher zu hoffen, dass man das bei der Stadt auch so sieht. Und versucht, den Schaden noch abzuwenden.


    Entwickler ist scheinbar Lang & Cie. Das ergibt sich aus diesem Verkaufsprospekt. 10.000 m² BGF sollen es demnach werden, Fertigstellung im Jahr 2012.

  • Danke fuer den Fund, Adama. Zaha Hadid ist sicherlich ein grosser Name und steht zweifelsohne fuer Qualität. Ohne das Bauwerk vorverurteilen zu wollen, ist dieses "Airrail Center am Goetheplatz" aber doch etwas deplaziert und erschlagend. Eine Aufwertung zum Ist-Zustand waere auch auf dezentere Weise möglich gewesen.

  • Auch ich will keine Vorverurteilung anhand dieser Briefmarke üben. Allerdings war das, was sich da erahnen lässt, bei der Liste der teilnehmenden Büros abzusehen. Null Beschäftigung mit dem Ort, null Beschäftigung mit der Geschichte, null Beschäftigung mit der örtlichen Bautradition. Wie's drumherum aussieht - auch scheißegal. :nono: Dabei hatte gerade das MyZeil vorgemacht, dass ein moderner Entwurf durchaus auch in ein Stadtbild passen kann, das anders geprägt ist.


    Ich kann mich nur Schmittchens Hoffnung anschließen, dass hier im Römer nochmal kräftig darüber nachgedacht wird, ob man wirklich eine weitere Amerikanisierung der Innenstadt durch derartige Großbauten unter Aufgabe der Kleinteiligkeit vorantreiben will.

  • Zum geplanten "Goetheplatz-Quartier" habe ich eine Visualisierung in vernünftiger Größe gefunden:



    Bild: Zaha Hadid Architects


    Eine Entscheidung für diesen Entwurf ist offenbar noch nicht gefallen. In die engere Wahl kamen bei dem Wettbewerb auch Beiträge von Christoph Mäckler sowie KSP Engel und Zimmermann. In diesem TW-Artikel wird der Hadid-Entwurf als umstritten bezeichnet. So wie ich den Text verstehe, will ihn die Stadt nicht. Beim Investor, es soll sich um die Frankfurter Investmentgesellschaft Watermark handeln, und bei an Läden interessierten Luxusmarken soll der Hadid-Entwurf dagegen klarer Favorit sein.


    Geplant ist eine Verkaufsfläche von 4.500 m² auf zwei Ebenen. Darüber sollen Büros gebaut werden. Die Investionssumme wird mit über 40 Millionen Euro angegeben. Die Eröffnung ist im Herbst 2011 geplant.

  • Wieso eigentlich nicht? Mir gefällt die futuristische Form, gerade weil sie sich nicht in die bestehende Bebauung einfügt. Die 4 Häuser, die jetzt da stehen, sind völlig austauschbar und könnten so auch in jeder anderen Stadt stehen ohne aufzufallen. Eine neue Fassade drangeklatscht wäre natürlich auch eine Verbesserung, aber nicht der große Wurf. Insgesamt finde ich die Gegend um die Goethestraße herum sowieso nicht gerade "weltstädtisch" sondern eher ziemlich gräßlich mit den 50er-Jahre-Bauten und den vereinzelten (verstümmelten) Gründerzeitlern dazwischen. Außerdem sind die Gebäude allesamt zu niedrig, was zum "dörflichen Charme" beiträgt - ein paar Stockwerke mehr dürfen es schon sein.


    Die Frankfurter City kann durchaus mehr Gebäude, die einen starken Wiederkennungswert aufweisen, verkraften - siehe PalaisQuartier, insbesondere MyZeil ... und natürlich alle Hochhäuser!

  • Also mir gefällt's auch, denn es passt zur Skyline im Hintergrund, es ist großstädtisch-mondän, hochqualitativ, stylish, und vor allem: es geht keine historische Bausubstanz verloren, wenn das, was da heute steht, abgerissen wird.


    Wäre auch nur ein Gründerzeitler, ein klassizistisches Haus oder sonstwas Erhaltenswertes betroffen, würde ich den Entwurf ablehnen und für eine kleinteilige Bebauung unter Beibehaltung des Stils der benachbarten Gebäude (insbesondere das mit der Filiale der Deutschen Bank links daneben) plädieren.
    Aber nachdem man wohl kaum die komplette Vorkriegshäuserfront originalgetreu rekonstruieren wird, ist mir so etwas auffallend Cooles doch lieber als nur ein bisschen Fassadenkosmetik hier und da.*


    Vor einer abschließenden Beurteilung würden mich aber auch die anderen Entwürfe interessieren - insbesondere, wie eine kleinteilig-rekonstruierte Variante aussehen würde.



    *: Diese Meinung bezieht sich allerdings explizit nicht auf das Dom-Römer-Areal; dort muss kleinteilig rekonstruiert werden - hier wiederum nicht unbedingt, ist eben sehr von der jeweiligen städtebaulichen Situation abhängig.

  • Sicher, der Entwurf ist toll - nur passt er absolut nicht an den Ort, und Städtebau sollte immer Vorrang vor dem Solitär haben. Vor allem der Abschluss nach Norden zeigt deutlich, dass Hadid bisher eher auf der grünen Wiese bauen konnte, und nicht in eng geschlossenen Stadträumen wie hier. Meines Erachtens sollte man auch letzteres beherrschen, um sich als Stararchitekt(in) bezeichnen lassen zu dürfen.


    Allerdings war ein Ergebnis wie das obige abzusehen, als man das Projekt international und offenbar wie üblich ohne irgendwelche Einschränkungen ausgeschrieben hat, insofern sollten sich auch die hierfür Verantwortlichen nun um Schadensbegrenzung bemühen. Dies scheint ja laut Schmittchens Beitrag bereits im Gange zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob das von Erfolg gekrönt ist, oder wieder einmal ein Stückchen innenstädtischer Kleinteiligkeit für das Werben irgendwelcher dubioser Investmentgesellschaften geopfert wird.

  • Eigentlich sieht es auf dem Rendering sehr gut aus, aber vermutlich wirkt das Gebäude nur Nachts mit entsprechender Beleuchtung. Durchaus möglich, dass bei Tageslicht das ganze dann wie ein Parkhaus, oder eine überdimensionale Käseglocke wirkt.

  • Goetheplatz-Quartier

    ... insofern sollten sich auch die hierfür Verantwortlichen nun um Schadensbegrenzung bemühen. Dies scheint ja laut Schmittchens Beitrag bereits im Gange zu sein...


    Genau das steht zu befürchten. Leider werden solch kühne Entwürfe oft einer "Schadensbegrenzung" unterworfen und anschließend in "entschärfter" Version realisiert. Das hat zur Folge, daß am Ende ein Kompromiss realisiert wird, bei dem die interessanten, gewagten, sich jenseits des Gewöhnlichen befindenden Details nur noch in Andeutungen vorhanden sind oder sogar ganz verschwunden. Also wenn bauen, dann bitte so wie dargestellt. Anderenfalls bitte diesen Entwurf nicht realisieren.
    Es gefällt besonders das Auffächern der Etagen in Fortführung des südwestlichen Nachbargebäudes und deren Blätterförmiges Ende in der Goethestraße. Das Um-die-Ecke-führen der Fassade vermeidet genau den Fehler, welcher sich auf der Blockecke gegenüber zeigt, eine blinde Wand als Abschluß des Gebäudes und der Straße.
    Der unmittelbare Nachbar des Entwurfes in der Goethestraße zeigt die kleinstädtische Dimension der Bebauung im Herzen von Frankfurt.
    Dürfen nur Hochhäuser die Dimension des Bestandes sprengen? Machen wir uns doch nichts vor, die Festlegung einer neuen Dimension der Innenstadtbebauung ist doch längst im Gange. Projekte wie MyZeil, Rundschaugelände, Zeilgalerie, ex-Marks&Spencer, ... definieren sozusagen seit Jahren eine neue Dimension, welche über die Fünfziger Jahre hinaus geht und an der sich neue Projekte logischerweise orientieren.

  • Ja, gar nicht mal so übel. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Einschienenbahn und eine Raketenbasis auf den Plätzen, oder sowas ähnliches. Hauptsache supermodern. Das alte, von der Deutschen Bank genutzte Gebäude an der Ecke Junghofstraße und das Gebäude Ecke Börsenstraße sollte man am besten auch gleich durch ähnliches ersetzen. Dann wird die Tüte wenigstens gleich ganz voll, die ich dann beim darüberlaufen brauchen werde.

  • Natürlich siehts gut aus... wenn man das Gebäude ohne Umfeld betrachtet. Am Flughafen gerne, von mir aus auch auf der Zeil. Aber an diesem Ort: no way!

  • Der vorliegende Hadid-Entwurf ist äußerst geschickt präsentiert, wie es natürlich bei solchen Entwürfen immer der Fall ist, so dass ein gewisser Aha-Effekt eintritt. In "Natura" würde der Entwurf bei weitem nicht diese Wirkung haben.

    Was sind die bemühten Effekte:
    - Umstehende historische Gebäude, als auch Platz und Denkmale werden dunkel gehalten.
    - Heller dargestellt, bzw. angeleuchtet sind neuzeitliche und glatte Gebäude, sogar die ganz hinten.
    - Erleuchtete Fenster im unteren Bereich gibt es nur am links direkt angrenzenden Gebäude
    - Der Entwurf selbst ist natürlich strahlen hell und visionär belichtet, wie eine strahlendes Wunder nie gesehener Baukunst vor stahlblauem Himmel auferstanden.
    - Sogar der Commerzbank-Turm, der einzig als ernsthaft zugelassene Kulisse und Legitimation dienen darf ist dahinter verblasst dargestellt.
    - Der Eingangsbereich wird effektvoll in das Stadtbild gezogen mit Gehweg- Platz- und Straßen-Streifen. Ob das nun optische Entwurf-Tricks sind, oder auch so umgesetzt werden soll, bleibt offen.

    Das Ergebnis:
    - Das gesamte Platz-Ensemble, das leider schon durch den Platz-Belag entwertet wurde, kippt durch diesen, in Stil und Masse dominierenden Entwurf, zu einer dann insgesamt gebrochenen Gebäude-Einfassung die heute durchaus noch von einigen historischen Fassaden und deren Anmutung und Farbgebung geprägt wird.
    - Die historischen Denkmale auf den Plätzen werden weiter erniedrigt und verhöhnt.
    - Der Modernismus des Entwurfs ist so übertrieben, dass er schon in 10 Jahren unerträglich provozierend wirken würde, erst recht wenn er erst einmal die Patina von Wetter und Zeitgeschmack angesetzt haben wird.

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    Negative Anonyme Rote-Lämpchen-Bewertung am 15.08.2009, 03:35: "Der Entwurf ist gut und passt an diese Stelle hervorragend!"
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    Einmal editiert, zuletzt von RobertKWF () aus folgendem Grund: Bewertung

  • Den Entwurf finde ich wie Miguel und Gizmo sehr gut. Allerdings ist das Argument der positiven Darstellung (Licht etc.) nicht von der Hand zu weisen. Ich könnte mit diesem Enwurf wohl leben, wenn er so umgesetzt würde. Allerdings gibt es sicherlich auch bessere Lösungen. Diese müssten jedoch erst einmal vorgeschlagen werden. Die anderen Enwürfe müssten dafür jedoch erst mal veröffentlicht werden.

  • Ich war ja erst auch ziemlich skeptisch, was eine moderne Bebauung an dieser Stelle betrifft. Allerdings muss ich zugeben, dass dieser Entuwrf mehr als gefällt (im Vergleich was ich so sonst so von Hadid gesehen habe). Ich glaube auch nicht, dass ein derartig modernes Gebäude mit den grunderzeitlichen Bauten nicht harmonieren würde - im Gegenteil. :daumen:

  • ^


    Wie soll etwas harmonieren, was in Dimension und Materialität nichts von der Umgebung aufnimmt? Harmonie der Dissonanz?


    Ich finde, dass man jedes Projekt für sich sehen muss, generalisieren darf man nichts. Das MyZeil passt hervorragend in die Zeil, da es trotz der futuristischen Architektur die Trauhöhe und den existierenden Blockrand einhält. Übrigens war der Vor-Vorgängerbau, das 1891 errichtete Reichspostgebäude sogar noch höher. Das selbige gilt für die Zeilgalerie. Außerdem war die Zeil immer eine Spielwiese für spektakuläre Architektur, die alles bisherige hinter sich ließ – man schaue sich nur mal das Neue Rote Haus in den 1630ern neben den winzigen Bürgerhäuschen an.


    Mit den Hochhäusern an der Großen Eschenheimer bin ich genauso unzufrieden wie die OB, aber das ist halt die Pille, die man für die herausragende Architektur des MyZeil und die Reko des Palais Thurn und Taxis schlucken musste. Die kommenden Bauten auf dem Rundschaugelände sind auch nicht mit dem Hadid-Projekt zu vergleichen, sondern orientieren sich weiter an den existierenden Traufhöhen, zumindest nach dem, was ich bisher an Renderings davon gesehen habe.


    Das kritiklose Bejubeln solcher Entwürfe, geschweige denn deren Bau, und die Aufgabe der vermeintlich kleinstädtischen Dimensionen würde bzw. wird bei der Vielzahl an Nachkriegs-Altbauten, die in den nächsten 10-20 Jahren baufällig werden und ersetzt werden müssen, dazu führen, dass sich der immerhin 700 Jahre alte Innenstadtbereich der Optik einer amerikanischen Großstadt anpasst. Die Parzellierung ist nach dem Zweiten Weltkrieg das letzte, was daran erinnert. Es ist die Frage, ob wir diese Globalisierung der Architektur wollen oder nicht.