One Goetheplaza - Neubebauung Goetheplatz-Westseite (realisiert)

  • Nach längerer Zeit mal wieder eine Gesamtaufnahme, etwas stärker bearbeitet, damit man durch die "Vorhänge" sieht



    Bild: thomasfravergrößern - ins Bild klicken

  • Zwei weitere Ansichten von heute abend bei miesen Lichtbedingungen, ebenfalls stärker bearbeitet:



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    Schade, dass offenbar nicht verfugt wird. Ich dachte, diese Unsitte wäre mittlerweile wieder außer Mode gekommen. Oder sitze ich da einer optischen Täuschung auf?

  • Noch stehen die Gerüste, also abwarten. Bei allen mir bekannten Mäckler-Bauten aus der letzten Zeit wurde der Naturstein verfugt. Beim T185-Sockelgebäude geschah das auch spät (als mancher schon nicht mehr daran glaubte).

  • Fassade und Dach nähern sich beide der Fertigstellung, ansonsten halten sich die sichtbaren Veränderungen momentan in Grenzen. Auch die Rückseite scheint bald fertig zu sein, wo ich wegen ungünstiger Lichtverhältnisse aber keine Fotos gemacht habe. Seit den letzten Aufnahmen sind die ersten Gauben auf dem linken (südlichsten) Gebäudeteil neu hinzugekommen, wie man sie auf der Visualisierung sehen kann.
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    Nachtrag: Mittlerweile sind es sechs Gauben geworden, also doppelt so viele wie auf der oben verlinkten Visualierung.



    Darüber hinaus hat sich das Antennenkombinat, welches bei der EZB so kläglich versagte, dazu entschlossen, beim ONE Goetheplaza Nägel mit Köpfen zu machen ;)



    -Bilder von mir-

    2 Mal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Ich konnte es mir gestern nicht verkneifen, auch diese Baustelle zu fotografieren. Es fiel mir auf, dass der Nachkriegsbau zwischen dem Denkmal und dem Neubau deutlich niedriger vom Nachbarn ist - man sieht viel von der blinden Wand dazwischen. Ein höherer Ersatzbau ist bestimmt vorgesehen, doch bis es so weit wird - ich bin gespannt, wie diese Wand belegt wird, damit keine Negativwirkung entsteht.

  • Meiner Meinung nach, sollte man den niedrigeren Bau so lassen. Gerade das gibt doch etwas Abwechslung im Erscheinungsbild. Wenn tatsächlich noch ein höherer Ersatzbau folgen würde, hätte man eine negativ wirkende monotone Betonwand, einen langweiligen Riegel an der Platzkante.

  • ^ Und so sieht das ganze heute aus.



    Außerdem wurden große Teile der Netze vor dem Baugerüst entfernt, was einen guten Blick auf die Fassade ermöglicht. Wegen des fiesen Gegenlichts habe ich auf Detailaufnahmen verzichtet.



    Die Spitze der Turmhaube steht momentan auf einem Container an der Ecke zur Goethestraße.



    Bei der Rückseite wurde das Gerüst teilweise (rechts zu sehen) abgebaut. Ich war nicht nah genug dran, um es sicher zu erkennen, aber es scheint sich um hellen Putz zu handeln.



    -Bilder von mir-

  • Auf den Fotos von Adama wird deutlich, wie wichtig die Dachgestaltung für die Wirkung von Häusern ist. Das sieht schon mit Gerüst richtig klasse aus. Wenn man bedenkt, dass es sich eigentlich um einen einzigen Langbau handelt, ist das Resultat hervorragend geworden. Die entrüstete Partie ist mit seiner Fassadengestaltung und seiner großen Rundgaube ein richtiger Hingucker, der rechte Nachbar wird es mit Sicherheit auch.

  • Meiner Meinung nach wären mehr derartiger Dachtürmchen sehr vorteilhaft für die Frankfurter Dachlandschaft. Es würden neue Orientierungspunkte entstehen und der Gesamteindruck wäre abwechslungsreich und interessant.


    Zwei Fotos von heute (Standort: Riesenrad am Main):



  • Würde man endlich wieder normale Dächer bauen, hätte man noch nicht mal Dachtürmchen nötig. Aber einige sind ja schon gleichgeschaltet genug, dass sie selbst dieses Türmchen als Kitsch empfinden. So oder so ein riesiger Gewinn für die Architektur dieser Stadt.

  • Ich bin begeistert. Toppt um einiges die Visualisierung und wertet den Platz deutlich auf. Nach dem Opernturm Mäcklers bisher bestes Projekt.

  • Es werden immer mehr Gerüste abgebaut und langsam wird wird deutlich, dass hier etwas Ästhetisches entstanden ist. Die Dach- wie auch die Fassadengestaltung werten den Goetheplatz stark auf. Endlich wurde mal wieder ein Großprojekt so gestaltet, dass dem Auge etwas geboten wird. Danke Herr Mäckler!




  • Dem kann ich mich nur anschließen. Der Mittelbau ist schon sehr apart, ganz anders, als man es nach den Visualisierungen erwartet hätte, die Fassade wunderbar hochwertig. Meine zuvor hier im Thread geäußerte Befürchtung, dass die Qualität der 1950er Jahre-Bebauung nicht mehr erreicht würde, nehme ich gerne zurück. Auch ansonsten viele schöne Details wie etwa das verspringende Traufgesims am nördlichen Anschlussbau. In der Gesamtbetrachtung kommt auch die gelungene horizontale Gliederung zur Geltung, die man hier auf den Fotos nicht erkennen kann. Und das alles unter der Prämisse, dass es sich im Endeffekt nur um einen großen Klotz handelt, der „fake“ in Einzelbauten gegliedert ist, alle Achtung.


    Kritik kann man allenfalls wie immer am Dachmaterial äußern, gerade in Verbindung mit dem hellen Naturstein hätte ein dunkler Schiefer m. M. n. ganz fantastisch gewirkt, aber schon dafür, überhaupt an dieser geschundenen Stelle Dächer zu erhalten, die ja auch im Verlaufe der Entwurfs- und Bauphase erst immer mehr zu solchen geworden sind, darf man mittlerweile dankbar sein.


    Erschreckend, wie miefig doch der Rest des Platzes und darüber hinaus plötzlich wirkt, gerade wenn man mal den Blick nach Süden auf die Südzeile an Kaiserstraße / Roßmarkt mit ihren verstümmelten Altbauten und 1960er / 1970er Jahre Beton-Plastik-Sammelsurium schweifen lässt. Gerade bei diesem Bild aus der Ferne fällt mir auf, dass man (rein von den Dächern her) plötzlich fast den bizarren Eindruck hat, da wären ein paar Gründerzeitler stehengeblieben. Da ist noch ganz viel zu tun, gerne auch durch das Büro Mäckler. Andere können es ja scheinbar nicht oder verfallen anbetrachts von soviel bösem Dekor noch mehr in ihre Sichtbetontrotzphase.

    Einmal editiert, zuletzt von RMA ()

  • ich war anfangs nicht so recht überzeugt, war ein großer freund von hadids entwurf(ich weiß, zu groß, zu schwer, zu viel beton- aber ich mag ihre bauten einfach, ich mag dieses futuristische), aber ich muss sagen: schick geworden, passt sich schön ein und ist eine deutliche und wertige verbessrung zum vorgänger. bleibt nur zu hoffen, dass der angrenzende bau aufgestockt wird. auflockerung hin, oder her, ich mag einfach einen einheitlichen abschluss.

  • Nach dem Betrachten der von Schmittchen weiter oben gezeigten Entwürfe (Computergrafik) bin ich nicht mehr ganz sicher, ob die vor Ort lagernde Dachturmspitze überhaupt aufgesetzt wird. Möglicherweise ist es nur ein Modell. Sie müsste eigentlich aus dem Abschluss im Entwurf herausragen.


    Im Augenblick werden die Stahlprofile mit Rostschutzfarbe gestrichen. Der rechts unten erkennbare rotbraune Kasten könnte der Eingang zur Turmspitze sein, der Zugang wird demnach über das "Nachbarhaus" erfolgen.


    Das Gestell für das Dachtürmchen von oben: