Leipzig: Areal Bayerischer Bahnhof

  • ^^^ Ich war am 21.12.2016 mal im neuen Rathaus, und habe mir die Entwürfe zum Fassadenwettbewerb angeschaut. So richtig überzeugend wirkt keiner der Entwürfe. Den ersten Rang (von Kaden + Lager) finde ich jedoch noch erträglich.





    Sonst wurde regelrechter Schrott geliefert!


    2. Rang: Sergei Tchoban Architekt BDA, nps tchoban voss





    Echt enttäuscht bin ich von den hiesigen Fuchshuber Architekten. Die scheinen sich nicht genug anzustrengen, um das beste Ergebnis zu liefern.




    Gewers Pudewill



    Faskel Architekten


    Bilder von mir

  • Gruselig, den Erstplatzierten finde ich noch besonders furchtbar. Kubatur und Optik eines Containerhafens. Wenn überhaupt würde ich einen Entwurf ohne diese flachen Verbindungsbauten wählen. Denen konnte ich noch nie wirklich was abgewinnen.

  • ich schliesse mich miumiuwonwons meinung an:
    der erstplatzierte entwurf vermittelt durch seine ausdifferenzierte höhenstaffelung am besten zwischen der geplanten offenen parklandschaft im westen und der östlich gelegenen plattenbausiedlung (wird im zweiten bild von #81 ganz gut deutlich).


    doch auch saxonia hat nicht ganz unrecht:
    falls man zur besseren anbindung des wohnviertels an den künftigen stadtteilpark - zumindest perspektivisch - den bau einer fussgängerbrücke über die tiefergelegte bahntrasse anstrebt, sollte auf einen durchgehenden gebäudesockel besser verzichtet werden, wie dies alle anderen entwürfe auch tun.
    die sinnvollste anordnung für einen derartigen durchlass bietet meines erachtens der faskel entwurf.

  • Also ich finde den Erstplatzierten auch am schlechtesten. Gar nicht mal unbedingt wegen der Fassade, sondern aufgrund des die Trennung durch den Bahntrog zementierenden durchgehenden Baukörpers samt hunderte Meter langer völlig indifferenzierter Beton- oder Milchglasfassade im Erdgeschoss, während man sonst überall versucht, trennende Strukturen aufzubrechen. Und nichtmal für eine gesonderte Betonung des am nächsten zum Bahnhof liegenden Hochbaus (oder überhaupt eine Differenzierung der Baukörper) hat es gereicht, eine wichtige und logische Lösung, auf die sämtliche anderen Teilnehmer gekommen sind. In dem Zusammenhang wäre eine Jurybegründung sehr interessant. Nun ja, hoffen wir, dass die angekündigte Überarbeitung Verbesserungen mit sich bringt, oder eben nps tchoban voss zum Zug kommt.

  • Tchoban wäre mein haushoher Favorit gewesen. Denn das ist der einzige Entwurf, der keine monotone "Mauer" in die Landschaft stellt, sondern einzelne, klar baulich wie gestalterisch getrennte und unterscheidbare Baukörper (die auch für sich genommen noch "massig" genug sind).


    Traurig finde ich, dass das Motiv Bayerischer Bahnhof nicht genutzt wurde. Das hätte sich so angeboten, eine Fusion aus klassischer Blockrandarchitektur bayerischer Städte und zeitgenössischer Architektur zu bauen (also konsequent postmodernes Bauen). Stattdessen scheint man sich v. a. an der DDR Typenbautradition angelehnt zu haben, die schlechteste Version der ohnehin nicht so geilen "Architektur der Moderne" des. 20. Jahrhunderts. Rückwärtsgewandte Neomoderne und sehr monoton schon auf der Visu, in der Realität wird das einfach nur deprimierend aussehen.


    Damit ist der soziale Brennpunkt (darin wohnt, wer es sich nicht aussuchen kann) schon vor Baubeginn determiniert. Dabei hat man aber auch gar nichts aus den gescheiterten Trabantenstädten der 70er und 80er gelernt, deren größtes Problem immer schon war, dass der normale Mensch, der nicht mit dem vergeistigten Monokel einer Architekturjury auf Gebäude blickt, es als eine Strafe ansieht, in solchen monotonen Riegeln und Großstrukturen zu leben.

  • ^ Aus deinem hingeworfenen Link wird leider nicht ganz klar, was die "klassische Blockrandarchitektur bayrischer Städte" in zeitgenössischer Form von der "klassischen Blockrandarchitektur" Leipzigs unterscheidet, inwiefern man hier dann also tatsächlich ein Motiv erkennen könnte.


    Anyway, wie aus den Plänen auf Seite 1 ersichtlich, werden große Teile des Areals im Blockrand gestaltet, aber eben nicht an dieser Stelle in umittelbarer Nachbarschaft zu den industriellen Großwohnbauten, um einen gewissen Übergang zu schaffen. Die Lage in unmittelbarer Nähe zur Uni und zur Südvorstadt samt hervorragender verkehrlicher Erschließung werden m.E. kaum dazu führen, dass dort jemand gezwungenermaßen wohnt. Auch die existierenden Platten an der Straße des 18. Oktober sind nicht als soziale Brennpunkte bekannt, was sicherlich ebenfalls der Lage und der relativ kompakten Größe des Areals zu verdanken ist.

  • Damit ist der soziale Brennpunkt (darin wohnt, wer es sich nicht aussuchen kann) schon vor Baubeginn determiniert.


    DaseBLN hat ja schon ganz richtig geschrieben, dass das bestehende Plattenviertel alles andere als ein soz. Brennpunktviertel ist. Dazu ist es auch viel zu zentrumsnah. Für die Neubauten besteht da ohnehin keine Gefahr - die Kaltmiete dürfte die durchschnittliche Bestandsmiete fast um Faktor 2 toppen und auch längerfristig werden allein schon Lage und Verkehrsanbindung ein Abdriften verhindern.


    Mit Blick auf die Entwürfe - da könnte man eigentlich auch glatt die alten DDR-Plattenbautypen ausgraben. Aber immerhin wird damit kein bestehendes Altbauareal beeinträchtigt.

  • Die S-Bahnstrecke im Bereich des Bayrischen Bahnhofs als Trog und nicht als Tunnel auszuführen, war zwar die billigere Variante, aber ob sie auch die bessere, nachhaltigere Entscheidung war....

  • ^darum meine Assoziation mit einem sozialen Brennpunkt. Eine graue Wand neben einem Gleistrog, das schreit doch geradezu "Bonjour Tristesse!". Dass die alte DDR Platte generell in Leipzig ggf. durchaus auch von breiteren Bevölkerungsschichten angenommen wird mag schon sein, aber ich meine, bei diesem Standort handelt es sich schon um einen mit prekärer Wohnqualität, die man mit dem Siegerentwürf noch potenziert. Ich vermag mir einfach nicht vorzustellen, wer dort freiwillig leben möchte, außer, er hat eben keine andere Wahl, dort sind die Mieten günstiger als im schönen Gründerzeitblockrand anderswo in Leipzig (eine Stadt, die ja auch sonst keine hohe Durchschnittsmiete hat - 6,87 Euro/qm/Monat!) und z. B. das Jobcenter drängt zum Umzug in eine billigere Wohnung, da passt auch 1/3 Sozialwohnungsanteil organisatorisch ins Bild...

  • ^ Ohne das groß ausführen zu wollen: Du liegst mit deiner Einschätzung falsch. In den Plattenbauten entlang der Straße des 18. Oktobers und der Tarostraße wohnen mehrheitlich Studenten, vor allem aus dem Ausland, und Alteingesessene. Kein sozialer Brennpunkt. Die einfache Rechnung "Alte DDR-Platte = sozialer Brennpunkt vs. schöner Gründerzeitblockrand = für besser Betuchte" geht in Leipzig ohnehin nicht auf.


    Ansonsten gern wieder zurück zum Thema.

  • "Alte DDR-Platte = sozialer Brennpunkt vs. schöner Gründerzeitblockrand = für besser Betuchte" geht in Leipzig ohnehin nicht auf.


    Und wieso, wenn das doch sonst überall in der Bundesrepublik so ist?


    Bzw. was sagt dir, dass sich das nicht ändern wird? Die nivellierten, proletarischen Sozialstrukturen aus DDR Zeiten werden auch nicht ewig fortbestehen, spätestens wenn die Alteingesessenen langsam in den Seniorenstift abwandern oder wegsterben und Leipzig weiterhin wächst, die Durchschnittsmiete über 7 €/sqm (und weiter) steigt, dann werden auch dort die gleichen Differenzierungsprozesse wie überall sonst einsetzen. Und dann wird es eben genau auf das hinauslaufen, grauer Block = sozialer Brennpunkt...man könnte dem doch zumindest wortwörtlich vorbauen, indem man nicht zum Entwurf einer "Neoplatte" greift. Anstatt die alten Bestandsplatten, die, wie ihr herausstreicht, bisher nur einzelne Bauten sind und noch keine graue Trabantenstadt formen, "einzuhegen" und etwas a lá Freiburger Vauban entgegen zu setzen, werden die Bestandsplatten mit diesem Neubau zu einem Klein-Hoyerswerda ergänzt.

  • wieso? Zu DDR-Zeiten wurden die Wohnungen dort nur ausgewähltem Partei-Kader zugewiesen, die Innenstadtnähe war begehrt. Inzwischen ist es gut durchmischt, die benachbarte Uniklink sorgt für kurze Arbeits- oder Studienwege. Inwieweit Neuvermietungen für Anhebungen des Mietniveaus genutzt werden, vermag sicher die LWB selbst besser zu sagen. Soziale Spannungen finden sich dort wirklich nicht.


    Da das Areal nahe dem Gleistrog landschaftlich umgestaltet wird, erwarte ich eine Nutzungsdichte ähnlich wie im nahen Lene-Voigt-Park, das ist auch das Gegenteil von Tristesse.

  • ^^


    In Düsseldorf wird mit dem Quartier Central ein neues Luxus-Stadtteilchen entlang der vielbefahrenen Bahntrasse Richtung Duisburg gebaut - und die liegt nicht mal in einem Trog.


    In Kornwestheim habe ich mal eine Weile im Bahnhof gewohnt, mit Blick auf die S-Bahn-Gleise (ebenfalls ohne Trog). Das Bahnhofsensemble ist ein moderner Neubau, viel Weiß und Grau. Trotzdem kein sozialer Brennpunkt.


    Will sagen: Weiße Langweiler-Architektur an einer Bahntrasse macht noch keinen sozialen Brennpunkt, auch wenn ich deine Assoziationen durchaus nachvollziehen kann. Wir wissen nicht, wie's in 20 oder 30 Jahren sein wird, aber die Stadt hat ja durchaus Möglichkeiten, die Entwicklung zu beeinflussen.


    In Grünau sind manche Plattenbauten auch wieder sehr lebenswert, nach Abstockung, Sanierung und Neugestaltung. Man kann da schon ein bisschen was machen, um Brennpunkte zu verhindern.

  • Natürlich stellt der Siegerentwurf einen gebrochenen Block dar. Der Ansatz des geschlossenen Blocks in den unteren Geschossen, finde ich auch nicht gelungen. Eine Durchlässigkeit wäre hier wünschenswert. Die Gestaltung und Höhen der Baukörper sind, meines Erachtens, bei Fuchshuber am besten gelungen. Doch wird leider auch hier der Block in den unteren Geschossen geschlossen. Auch wenn der S-Bahn Trog eine Art Grenze darstellt, ist das eigentlich nicht notwendig. Hoffentlich wird hier im Stile 'nks tchoban voss' nochmal überarbeitet. Der städtebauliche Bezug bzw. Übergang ist auch so darzustellen.


    Wichtig wären mir vor allem, ein bis zwei höhere Baukörper in Richtung Bayrischer Platz.



    Zur Diskussion: das Neubaugebiet ist wohl eines der best integrierten der Stadt. Wie 'Cowboy' schon erwähnte, sind die sehr langen Blöcke am 18. Oktober und Tarostraße Studentenwohnheime (ich erinnere mich an sensationelle Fußballspiele mit Studenten aus Sub-Sahara Afrika hinter der Schwimmhalle). Dazu kommt, dass die Forschungsinstitute der Unikliniken, der naturwissenschaftlichen Fakultät, Bio City, Max-Planck, und Fraunhofer in dem Gebiet Wohnungen an Forschungsstipendiaten/innen vermieten bzw. bereitstellen. Dazu kommt das Reclam Gymnasium, welches wohl eines der best ausgestatteten im Freistaat ist. Desweiteren plant die Stadt ein weiteres Gymnasium und eine Gesamtschule in direkter Nachbarschaft. Die Nähe zum Bayrischen Platz und der neue Park erhöhen nur noch die Qualität.


    Auch ich kann mir hier in Zukunft schlecht einen sozialen Brennpunkt vorstellen!

  • den wird es hier auch nicht geben. darin sind sich wohl alle diskutanten mit leipzig-bezug einig.


    unterschiedliche meinungen gibt es hingegen in hinblick auf die städtebauliche wirkung des siegerentwurfs.
    meines erachtens sollte bei deren beurteilung die planung des künftigen stadtteilparks (von dasebln dankenswerterweise nochmals in #84 verlinkt) stärker in den fokus rücken:


    wie leicht erkennbar ist, wird es in diesem bereich ohnehin nur einen relativ schmalen grünzug geben. bei einer umgebungsbebauung mit streng sechsetagigen wohnblöcken oder gar höhendominanten würde er letztlich nur noch kleiner und schattiger wirken.

    demgegenüber schlägt der siegerentwurf eine weitaus stärker ausdifferenzierte höhenstaffelung mit vergleichsweise spielerischer baumassengliederung vor. dieses konzept beabsichtigt und bewirkt eine vielzahl von durchblicken, welche in ihrer summe die geplante grünanlage grosszügiger erscheinen lassen würden.

    da ich für diesen effekt gerade kein anderes beispiel finde:
    man stelle sich den künftigen stadtteilpark als eine art waldlichtung vor.
    sinnbildlich gesprochen geht es beim erstplatzierten entwurf nicht darum, diese durch hohe bäume mit breiten stämmen zu umstellen. sondern darum, einen vergleichsweise sanften übergang von den geplanten grünflächen zum bestehenden "stadtwald" aus 10- und 16-geschossern zu schaffen.


    keiner der anderen entwürfe bezweckt diese wirkung. weil sich offenbar kein anderer entwurf überhaupt mit dieser sehr speziellen und seltenen thematik des bauens zwischen grünanlage und hochhäusern wirklich auseinandergesetzt hat. darum hat aus meiner sicht der siegerentwurf zurecht gewonnen. und da die jury dies ebenso gesehen hat, bin ich zuversichtlich, dass sie auch den bestehenden verbesserungsbedarf im blick hat.

  • In den vergangenen Tagen wurden westlich der Großmarkthallen die altgewachsenen Pappeln gefällt. (Auf dem Areal an der Semmelweisstr. bis zum arg ramponierten Ringlokschuppen)

  • Durchführungsvereinbarung Bayerischer Bahnhof und erste Kritik

    Vorlage - VI-DS-03968
    Betreff: Durchführungsvereinbarung (Grundlagen) zum Siegerentwurf des Wettbewerbsverfahrens zum Bayerischen Bahnhof aus 2011
    https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1006206


    LVZ, 2.5.2017
    Großprojekt in Leipzig
    Riesenareal am Bayerischen Bahnhof: Stadtspitze stellt Ampeln auf Grün
    Leipzigs Stadtspitze um Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat die Ampeln für eines der größten Neubauvorhaben in Ostdeutschland seit der Wende auf Grün gestellt. Zwischen dem Bayrischen Platz und der Kurt-Eisner-Straße sollen bis zu 3000 Wohnungen, soziale Einrichtungen, ein Park und Gewerbeflächen entstehen.
    http://www.lvz.de/Leipzig/Loka…e-stellt-Ampeln-auf-Gruen


    - In der letzten Woche wurde in der Dienstberatung des OBM die Vorlage VI-DS-03968 zur Zukunft des Areals am Bayerischen Bahnhof genehmigt.
    - Sie wird nun dem Stadtrat voraussichtlich am 21. Juni 2017 zur Abstimmung vorgelegt.
    - Nach dem Verlauf der Flächen durch die Bahn an eine Tochterfirma der privaten Leipziger Stadtbau AG 2013 begann diese Gespräche mit der Stadtverwaltung.
    - Der Stadtrat stimmte im Sommer 2014 dem Entwurf einer Rahmenvereinbarung mit der Bahn und dem neuen Investor zu. Jedoch wurde diese Vereinbarung nie unterschrieben.
    - 2016 wurde der Leipziger Anwalt Christoph von Berg als Mediator eingeschaltet. Es wurde eine Arbeitsgruppe mit Vertreter_innen der Stadtbau AG und der Stadtverwaltung unter seiner Leitung gebildet, die etwa 20 Mal getagt hat.
    - Am 21. Oktober 2016 wurde der Entwurf der „Durchführungsvereinbarung (Grundlagen) zum Siegerentwurf des Wettbewerbsverfahrens zum Bayerischen Bahnhof aus 2011“ zwischen der Stadt Leipzig und der BBH Entwicklungs GmbH vorgelegt und von OBM Jung und der Stadtbau AG unterzeichnet.


    - Die BBH Entwicklungs GmbH wird:
    • der Stadt Leipzig eine Fläche von ca. 1 ha westlich des Dösner Wegs/südlich der Tarostraße für die Schulsportfreifläche des künftigen Schulcampus zum Preis von 39 €/m² verkaufen;
    • am nördlichen Ende des Dösner Wegs (Areal ehemals Gurken-Schumann) eine Kita für 165 Kinder errichten;
    • in Abstimmung mit der Stadt die Flächen für den künftigen Stadtpark von der Deutschen Bahn erwerben, den Stadtpark anlegen und öffentlich widmen sowie anschließend, wenn gewünscht, an die Stadt Leipzig übertragen;
    • bei Bedarf weitere Kitas in die künftige Bebauung an der Lößniger Straße integrieren.

    Darüber hinaus beabsichtigt die BBH Entwicklungs GmbH:
    • eine mindestens dreizügige Grundschule südlich der Kurt-Eisner-Straße errichten (der Standort ist aktuell Bestandteil im Markterkundungsverfahren zum alternativen Schulhausbau);
    • mindestens 30% der Wohnungen in einer Größe errichten, für die nach KdU gemäß SGB II bzw. den Richtlinien des Freistaates Sachsen eine Förderfähigkeit gegeben ist;
    • in Abstimmung mit der Stadt Leipzig Bauvoranfragen für die Teilflächen Dösner Weg Nord (Ergebnis Werkstattverfahren), Kita ehemals Gurken-Schumann, Portikus / Bayrischer Platz und Kohlenstraße einreichen und
    • die Kosten der Herstellung der inneren und äußeren Erschließung tragen.


    Außerdem beinhaltet der Lösungsvorschlag:
    - den Wiederaufbau des Ostflügels des Bayerischen Bahnhofs sowie ein Neubauensemble mit bis zu 35 Meter messendem „Hochpunkt“ am Eingang der Straße des 18. Oktober,
    - mehrere fünfgeschossige Wohnhäuser plus Dachgeschoss entlang der Kohlenstraße mit ca. 250 Wohnungen.


    - Die Bauvoranfrage für die ca. 180 Wohnungen am Dösner Weg nach soll nach § 34 BauGB und damit ohne Bebauungsplan von der Stadtverwaltung in den nächsten Tagen beschieden werden. Hier fand im letzten Jahr ein Architekturverfahren statt. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen erhalten Grundrisse, die zu den Vorgaben für Hartz-IV-Bezieher_innen passen - über die Miethöhe ist bislang nichts bekannt. Die Bauarbeiten dort könnten Ende 2017 oder Anfang 2018 starten.


    - Es soll ein „autoarmes Quartier“ mit Parkhäusern nahe zur Kurt-Eisner-Straße und dem dortigen S-Bahn-Haltepunkt werden. Im Viertel sollen kleine Elektro-Quartiersbusse ohne Fahrer_innen verkehren.


    - Des Weiteren sind Studierendenapartments und Pflegewohnungen für Senioren, eine privat betriebene Schwimmhalle und vieles mehr vorgesehen.


    - Kritik am Inhalt der Vorlage kam bereits vom Netzwerk „Leipzig - Stadt für alle“:


    Zitat


    Die kooperative Baulandentwicklung ist als Teil des wohnungspolitischen Konzepts eines der wenigen Instrumente für eine aktive Stadtentwicklung und Wohnungspolitik, die die Stadt Leipzig bereits anwendet (https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1002559; https://www.facebook.com/Leipz…le/posts/1138436992881037). Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum für die Stadtbau AG beim Bayerischen Bahnhof darauf praktisch verzichtet werden soll. Es wäre nicht nur eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Immobilienunternehmen, sondern auch das völlig falsche Signal für spätere Bauvorhaben. Es muss beim Bayerischen Bahnhof wie auch beim Eutritzscher Freiladebahnhof und anderen Bauflächen eine Verpflichtung gegen, insgesamt mindestens 30 Prozent der Wohnfläche als geförderte Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung zu errichten. (https://www.facebook.com/Leipz…le/posts/1373203492737718). Der tatsächliche Bedarf an Sozialwohnungen ist allerdings noch deutlich höher.


    Daher fordern wir die Stadträtinnen und Stadträte auf, den windelweichen Kompromiss dieser "Durchführungsvereinbarung" abzulehnen, der sogar noch hinter einige Festlegungen in der "Rahmenvereinbarung Stadtraum Bayerischer Bahnhof" von 2014 zurückfällt. Stattdessen soll ein städtebaulicher Vertrag als Planungs- und Entwicklungsvereinbarung mit der Stadtbau AG ähnlich dem für den Eutritzscher Freiladebahnhof in Auftrag gegeben werden. Stadtbau AG und Stadtverwaltung wollen an einer Baugenehmigung nach § 34 BauGB für die 180 Wohnungen am Dösner Weg und die 250 Wohnungen an der Kohlenstraße festhalten, um so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen zu können. Dann soll sich die Stadtbau AG zuvor selbst verpflichten, hier in erster Linie die dringend benötigten Sozialwohnungen zu bauen, für die bislang nur bis 2019 Fördermittel des Landes zu Verfügung stehen (https://www.facebook.com/Leipz…le/posts/1218748311516571).


    Der Oberbürgermeister beklagte jüngst in Goslar, dass ihm das starke Wachstum der Stadt Kopfschmerzen bereiten würde und er Konkurrenzsituationen bei den Bauflächen befürchtet (https://www.facebook.com/Leipz…le/posts/1375332232524844). Dann muss er sich nun auch die Frage gefallen lassen, warum er zurück in Leipzig die bekannten Heilmittel ungenutzt aus dem Fenster wirft.


    https://www.facebook.com/Leipz…le/posts/1377683912289676
    http://leipzig-stadtfueralle.d…z-leipziger-volkszeitung/

  • Zitat von LE Mon. hist.

    Die Bauvoranfrage für die ca. 180 Wohnungen am Dösner Weg nach soll nach § 34 BauGB und damit ohne Bebauungsplan von der Stadtverwaltung in den nächsten Tagen beschieden werden. Hier fand im letzten Jahr ein Architekturverfahren statt. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen erhalten Grundrisse, die zu den Vorgaben für Hartz-IV-Bezieher_innen passen - über die Miethöhe ist bislang nichts bekannt. Die Bauarbeiten dort könnten Ende 2017 oder Anfang 2018 starten.


    Noch ein paar Infos hinsichtlich des Neubaus: Der Riegel wird parallel zum S-Bahn-Trog wird 240 Meter lang sein, 24 Meter hoch und soll zu 85 Prozent aus Holz bestehen, was 70 Prozent weniger Energie beim Rohbau ausmacht - schreibt heute die Bild. Außerdem geht man weiterhin davon aus, dass 200 Wohnungen gebaut werden.


    Hier noch einmal der Entwurf mit etwas höherer Auflösung:

    Visualisierung: kaden + lager