Leipzig: Areal Bayerischer Bahnhof

  • Da es momentan augenscheinlich keine konkreten Planungen, sondern nur Absichten seitens Stadt und LVB gibt, befürchte ich fast, entsprechende Arbeiten werden sich unnötigerweise bis nach Eröffnung des CT ziehen. Die einzige Visualisierung, die ich bisher gesehen habe, stammt aus frühen CT-Planungen.


    An Informationen bzw. Gerüchten ist aber folgendes bekannt:


    • Die LVB-Haltestelle soll geteilt werden, um den Umstieg zum Citytunnel zu erleichtern. Die 9 würde in der Arthur-Hoffmann-Straße, die 16 und 2 in der Straße des 18. Oktober halten und entsprechend jeweils nur eine Fahrbahn zum CT-Zugang überqueren müssen.
    • An der Ecke Grünewald- / Windmühlenstraße soll eine neue Haltestelle entstehen
    • Die Straße soll komplette saniert, das Gleis der lVB in Rasengleis ausgeführt werden
    • Bis auf die neue Zahnklinik sind erst einmal keine neuen städtebaulichen Kanten geplant
  • aus privater quelle weiß ich, dass die planungen für den straßenraum, welche sich seit vier jahren hinziehen, kurz vor dem abschluß stehen. die planungen für den vorplatz ebenfalls. sollten entsprechende gelder im haushalt eingestellt werden, dürfte die gegend um 2013 umgebaut werden.

  • aus privater quelle weiß ich, dass die planungen für den straßenraum, welche sich seit vier jahren hinziehen, kurz vor dem abschluß stehen. die planungen für den vorplatz ebenfalls. sollten entsprechende gelder im haushalt eingestellt werden, dürfte die gegend um 2013 umgebaut werden.


    Wäre schön, aber ich kann mir aber schwerlich vorstellen, dass Karl-Liebknecht-Straße und das Areal um den Bayerischen Platz gleichzeitig umgestaltet werden. Somit muss man wohl eher von 2014 ausgehen.

  • Bebauungsplan Nr. 397 "Stadtraum Bayrischer Bahnhof"

    Auf der Stadtratssitzung am 18.04.2012 soll der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 397 "Stadtraum Bayrischer Bahnhof" verabschiedet und damit das Verfahren zur Aufstellung des B-Plans förmlich eingeleitet werden:


    Vorlage-Nr.: DSV/ 2060/
    http://notes.leipzig.de/appl/l…528D3CF89C12579BF002CEE2D



    Vorlage-Nr.: DSV/ 2059/
    Rahmenvorlage zur Entwicklung des Stadtraumes Bayrischer Bahnhof
    http://notes.leipzig.de/appl/l…A10379182C12579BF002CD878

  • Arbeiten für das neue Stadtquartier beginnen im Herbst

    LVZ-Online, 10.04.2012
    Bayerischer Bahnhof: Arbeiten für das neue Stadtquartier in Leipzig beginnen im Herbst
    http://www.lvz-online.de/leipz…/r-citynews-a-132441.html


    Nun ja, eine sehr mutige Überschrift hat die LVZ da gewählt. Im Artikel steht dann allerdings, das erst mal noch diverse Beschlüsse verabschiedet und Verträge unterzeichnet werden müssen, bevor dann "frühestens im Herbst ... erstmals Boden bewegt" wird. "Dabei handelt es sich um Bodenaufbereitung und Pflanzungen als Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des City-Tunnels", erklärte Jochem Lunebach, Leiter des Stadtplanungsamtes auf Anfrage von LVZ-Online. Für einen Baustart im eigentlichen Sinne kann die Stadt noch keinen Termin nennen.


    Bis zum Herbst 2012 soll der Masterplan erarbeitet sein. Erst danach sei klar, welche Wohnbebauung wo gewünscht ist. Als Bauzeit für das Areal zwischen Bayerischem Bahnhof im Norden und Richard-Lehmann-Straße im Süden wird von etwa zehn Jahren ausgegangen. Die Bürger_innen sollen in den Planungsprozess umfassend einbezogen werden, laut Lunebach erarbeitet die Stadt dazu ein Konzept. Die Gesamtinvestitionskosten können erst geschätzt werden, wenn klar sei, welche Straßen, Wege und Plätze entstehen. Lunebach schränkt schon jetzt ein: "Sehr viel an öffentlichen Mitteln können wir nicht aufbringen." Gemeinsam mit der Deutschen Bahn wölle die Stadt die beste Lösung finden. Die Grundstücke gewännen durch die Entwicklung des Gebiets an Wert, sagte Lunebach. Davon profitiere die Bahn, wenn Investoren einsteigen. Gleichzeitig könne die Stadt auf einem attraktiven Areal weiter wachsen. "Wir müssen Aufwand und Erträge durchrechnen", so Lunebach.


    Mit dem Bau wird wahrscheinlich auf der Seite der Südvorstadt begonnen, dort, wo künftige Investoren zuerst ansetzen. Wichtiges Kriterium sei die einfache Erschließung. "Ob der Anfang am Bayerischen Bahnhof oder woanders gemacht wird, ist dann aber eigentlich nicht mehr entscheidend", meinte der Planungsamtsleiter Lunebach.

  • Die LVZ hat mal wieder über die Pläne berichtet, berichtet allerdings trotz der Überschrift "Neue Pläne für Areal am Bayrischen Bahnhof" wenig Neues. Konkreter Anlass war wohl das Bürgerforum, dass heute um 18 Uhr im Festsaal des Neuen Rathauses stattfand.


    In jedem Fall soll die Umgestaltung eines Teils des Areals zu einer Grünfläche bereits im Herbst diesen Jahres beginnen, da diese als Ausgleichsfläche für den CT fungiert. Gegen die vorgesehenen Sportflächen vor den Blöcken an der Strasse des 18. Oktober haben aber bereits dort ansässige Wutbürger protestiert :nono:


    Relativ schnell soll auch die Standortfrage für zwei Kitas geklärt werden, vermutlich werden diese an beiden Enden des neuen bereits existierenden Radweges zwischen Shakespearestrasse und Dösener Weg entstehen. Die Stadt ziert sich momentan wohl noch etwas mit der Genehmigung, da man erst den Rahmenplan fürs Gesamtareal verabschieden möchte. Ziel ist hier aber ein Baubeginn noch 2013.


    Für die (Dis)Tille wird derweil eine Lösung gesucht, die Stadt hat das Heizkraftwerk an der Arno-Nitzsche-Strasse vorgeschlagen, dass aber zu groß ist und entsprechend noch andere Nutzer bräuchte. Vielleicht lässt sich ja etwas ähnliches wie im Werk2 realisieren, der Betreiber möchte aber gern am angestammten Ort verbleiben und sähe eine Umplanung der dortigen Strassen lieber. Akut wird das Thema aber eh erst in frühestens fünf Jahren.

  • Hier noch mal das leerstehende Heizkraftwerk im Gleisdreieck nahe der Arno-Nitzsche-Straße in Connewitz, das als möglicher Ersatzstandort für die Tille genannt wurde:
    http://binged.it/TbM1VW


    Und das komplette Zitat von Distillery-Chef Steffen Kache: „Die Idee ist nicht ganz abwegig, zumal es hier um einen Zeitraum frühestens in fünf Jahren geht. ... Doch unser Club könnte in dem Kraftwerk nur ein Element sein, auch die Sanierung nicht finanzieren.“ BM Zur Nedden versicherte, er werde „keine Lösung gegen die Distillery“ akzeptieren.


    Von der Bahn ebenfalls als Ausweichobjekt angeboten wurde ein alter Lokschuppen neben dem Kohlrabizirkus: http://binged.it/TbNNGB Dieser entfiel gleich wieder, da die Instandsetzung viel zu teuer sei. Den Standort und die verkehrliche Anbindung würde ich allerdings für deutlich geeigneter halten, zumal auch kein Wohnhaus unmittelbar dahinter steht, dessen Bewohner_innen über einen oder gar mehrere Clubs in unmittelbarer Nachbarschaft wohl kaum begeistert sein werden.

  • Die Dorstener Cluse-Bau plant im Umfeld des Bayerischen Bahnhofs ein Mehrzweck-Geschäftshaus. Der Entwurf ist meiner Meinung nach recht wertig und gelungen - gemessen am jetzigen Umfeld. Kann jemand genau lokalisieren, wo das genau errichtet wird?


  • Weiss eigentlich irgendjemand, von wievielen Einwohnern man in diesem neuen Stadtteil ausgeht?
    Wer würde eigentlich den eventuellen Umzug der Distillery bezahlen? Und unter was läuft das dann, Gentrifizierungsentschädigung? ;)

  • Zweites Bürgerforum Bayerischer Bahnhof am 10. Dezember 2012

    PM Stadt Leipzig, 06.12.2012



    Verwiesen wird auf die Website http://www.leipzig.de/bayerischer-bahnhof


    Hier gibt es weitere Informationen zu dem Vorhaben sowie u.a. die Folien einer Präsentation Stadtraum Bayerischer Bahnhof vom 1. Bürgerforum am 3. September 2012 (PDF 2,4 MB)
    http://www.leipzig.de/imperia/…_buergerforum_vortrag.pdf

  • Schlegel fordert Abriss der Industrieruine Gurken-Schumann

    Architektonisch sicherlich kein Verlust, eisenbahngeschichtlich wohl schon, wie man einem LVZ-Leserkommentar entnehmen kann:


    LVZ-Online, 03.01.2013
    Fabrik-Ruine von Gurken-Schumann am Bayerischen Bahnhof soll abgerissen werden
    http://www.lvz-online.de/leipz…/r-citynews-a-169235.html


    Demnach war die ehemalige Gurkenkonservenfabrik Gebrüder Schumann erst ein Zweitnutzer eines Eisenbahnbauwerkes. Es soll sich um das "ÄLTESTE in Originalsubstanz übrig gebliebene überhaupt" handeln, den ehemaligen Anheiz-Schuppen des Bayerischen Bahnhofs. Erst als keine Dampfloks mehr vorgewärmt und unter Feuer gehalten werden mussten, kamen die Nachnutzer...

  • LVZ, 15.2.2013
    Gurken-Schumann kommt weg
    Auf Riesenareal am Bayerischen Bahnhof geht's endlich los / Standorte für Schulen und Kitas geklärt


    Noch im Februar beginnt die Umgestaltung von zehn Hektar Brachland ehemaliger Bahnanlagen direkt neben dem Bahnhof sowie angrenzend zur City-Tunnel-Trasse zu einer Grünfläche. Die entsprechenden Aufträge sind bereits vergeben. "Geplant sind Bäume, Sträucher, Gehölze und extensive Rasenflächen", sagt Karl-Heinz Aukschun vom Tunnel-Erbauer Deges. "Mit den Erdarbeiten wollen wir noch im Februar beginnen." Rechtzeitig vor der Inbetriebnahme des Tunnels in der Nacht vom 14. zum 15. Dezember 2013 soll diese "ökologische Ausgleichsmaßnahme für das S-Bahn-Netz" fertig sein. "Wir lassen auf dem Areal Schneisen für Rad- und Fußwege frei. Die kommen aber erst später."


    Der Abbruch der seit einem Großfeuer im Sommer 2011 leidlich abgesperrten Fabrikruinen, darunter der von Gurken-Schumann, sollte zunächst erst 2014 über andere Ausgleichsmaßnahmen erfolgen. Nach einer Forderung der Linke-Fraktion im Stadtrat suchte die Verwaltung jedoch nach anderen Geldquellen. Nun gab Grünflächenamtsleiterin Inge Kunath bekannt, dass die Suche erfolgreich verlaufen sei: "In Absprache mit dem Freistaat, Deges und Bahn können wir jetzt Fördermittel aus einem EU- und einem Landesprogramm beantragen. Ich bin sehr optimistisch, dass das klappt und dass der Abriss, vielleicht auch schon die Neugestaltung der Flächen, noch dieses Jahr gelingt." Die Kosten betragen etwa 500.000 Euro.


    Die Bauplanung für das insgesamt 40 Hektar große Areal kommt aus Sicht des Flächeneigentümers Bahn zu langsam voran. Der Leiter des Stadtplanungsamtes Jochem Lunebach gab bekannt, dass nach den Bürgerforen und Workshops im letzten Herbst nun zumindest Einigkeit über viele wesentliche Punkte bestehe. Es werde bereits am Entwurf eines Rahmenvertrags zwischen Bahn und Stadt gearbeitet.


    Rings um MDR und Media-City solle weiteres Gewerbe angesiedelt werden. Die beiden neuen Schulen sollen links und rechts der Semmelweisbrücke - auf der Ostseite der Bahntrasse und zwar unter Nutzung des alten Lokschuppens westlich des Kohlrabizirkus` - errichtet werden. Die Standorte für zwei Kitas liegen am Dösner Weg in Höhe des Fußwegs von der Shakespearestraße über das Bahnareal und an der Kohlenstraße nahe der Kreuzung zur Schenkendorfstraße. Lunebach: "Diese Lagen bieten mehrere Vorteile. Vor allem werden dadurch die Südvorstadt und das Wohngebiet an der Straße des 18. Oktober enger miteinander verknüpft, was ein wichtiger Wunsch vieler Bürger in den Foren war." 2014 solle als erstes der Baustart der Kitas erfolgen.


    In einem "Infokasten" wird noch einmal die Geschichte des Projektes sehr grob umrissen. "Auf etwa 15 Hektar sollen nun nicht störendes Gewerbe, Wohnungen für 4000 Menschen, Schulen und Kitas entstehen. Der größere Anteil von 25 Hektar bleibt Grünflächen, Sport- und Freizeitanlagen vorbehalten." Im April 2011 war von "Neubauten im mittleren Preissegment für 3000-4000 Bewohner, hauptsächlich im Süden" die Rede. 4000 Menschen ziehen aktuell in weniger als einem halben Jahr nach Leipzig.

  • 1500 Menschen demonstrieren für Erhalt der Distillery

    LVZ online, 07.09.2013
    http://www.lvz-online.de/video…aserGR&utm_campaign=video


    1500 Menschen demonstrieren für Erhalt der Distillery
    1500 Fans der elektronischen Musik haben am Samstag für den Erhalt der Distillery in der Kurt-Eisner-Straße demonstriert. Der bekannte Technoclub soll wegen einer geplanten Neugestaltung des Areals weichen.


    Antrag im Stadtrat
    Erhalt der Distillery am Standort Kurt-Eisner-Straße 91

    Antrags-Nr.: V/A 446/13
    Datum: 10.07.2013
    Einreicher: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Fraktion DIE LINKE, SPD-Fraktion
    http://notes.leipzig.de/appl/l…2978B2FAC1257BA4003A01E1/


    Zitat


    1. Die Stadt Leipzig bekennt sich zum Club „Distillery“ als wichtigem Bestandteil der Kulturstadt Leipzig.
    2. Die Stadt Leipzig bekennt sich zum Erhalt der „Distillery“ am Standort Kurt-Eisner Straße 91 und setzt sich dafür gegenüber dem Eigentümer des Geländes, der Deutschen Bahn AG, ein. Insbesondere soll im laufenden Planungsverfahren gesichert werden, dass ein Weiterbetrieb am Standort durch die angestrebte Umfeldbebauung ermöglicht wird.

  • Stadtbau AG kauft Areal am Bayerischen Bahnhof von der Bahn

    Irgendwie kommt das nun so gar nicht unerwartet :lach:


    Die LVZ meldet in ihrer heutigen Ausgabe:

    Stadtbau AG übernimmt Areal am Bayerischen Bahnhof
    Leipziger Unternehmen erwirbt Flächen, auf denen Wohngebiet für bis zu 4000 Leute geplant ist / Auch Portikus verkauft


    Wie Stadtbau-Vorstand Patrik Fahrenkamp gegenüber der Zeitung bestätigte, hat die Deutsche Bahn AG große Teil des 36 Hektar umfassenden Areals an eine Projektgesellschaft der Leipziger Stadtbau AG verkauft. Dabei handle sich um alle Flächen, welche die Bahn als für die City-Tunnel-Trasse nicht betriebsnotwendig eingestuft hat. Bei der Bahn verbleiben nicht nur Tunnel- und Gleisanlagen sowie die beiden künftigen S-Bahn-Haltepunkte, sondern auch weite Areale, die schon begrünt wurden oder wo dies noch vorgesehen ist. Damit dürfte die Bahn nun etwa die Hälfte ihrer Flächen verkauft haben.


    Stadtbau-Vorstand Fahrenkamp sieht in dem jetzigen Modell die Chance einer Beschleunigung der Entwicklung. "Leipzig wächst und braucht einen neuen, lebendigen Stadtraum. Den wollen wir in enger Zusammenarbeit mit Bahn und Kommune schaffen." Als nächster Schritt wird die zügige Verhandlung eines städtebaulichen Entwicklungsvertrages genannt. Fahrenkamp rechne für das zweite Halbjahr 2014 mit ersten baulichen Aktivitäten vor Ort.


    Zu den von der Firma übernommenen Flächen gehören auch der historische Portikus und ein im Zweiten Weltkrieg zerstörter Bahnhofsflügel, nicht jedoch der Gebäudeteil der Gosebrauerei "Bayerischer Bahnhof", denn dieses hatte die Bahn schon vor Jahren an den dortigen Wirt verkauft.


    Auch das Grundstück der "Distillery" gehört nun der Stadtbau AG. LVZ-Redakteur Jens Rometsch verweist darauf, dass sie zum Beispiel bei der Rettung des Kinos "Schauburg" oder mit einer Beteiligung bei der Schaubühne Lindenfels schon mehrfach besonderes Kulturengagement gezeigt hätte. Fahrenkamp meinte, es müssten sich sicherlich alle Beteiligten bewegen, um eine gute Lösung für die "Distillery" zu finden. Was das nun heißt, bleibt offen. "Wir sind auf jeden Fall für Gespräche mit allen Seiten offen."



    Und bei der Stadtbau AG fällt mir noch ein, dass ihr Umgang mit Mieter_innen in Connewitz nun auch bei einigen Nachbar_innen des sogenannten Brunnenviertels in Lindendau und Leutzsch auf Kritik stößt: http://nachbarschaftbrunnenviertel.wordpress.com/

  • Dankschön für die Information! So wie ich die Stadtbau AG kenne, wird sie hochwertige Stadtvillen- und häuser errichten, wie man sie bereits im Bach- und Musikviertel kennt, dazwischen natürlich auch Bauten von Martin Faßauer :daumen:. Aber damit könnte wirklich, wie oben steht, die Wohnbebauung beschleunigt werden. Bin schon sehr auf die Entwürfe des neuen "Stadtviertels am Bayerischen Bahnhof" gespannt. Ebenso, wo die zwei geplanten KiTas und die ene Schule nun platziert werden sollen.

  • "hochwertige Stadtvillen- und häuser" Da liegt glaube ich der Hase im Pfeffer. Denn angekündigt war das gesamte Bauvorhaben als:


    - Neubauten im mittleren Preissegment für 3000-4000 Bewohner, hauptsächlich im Süden
    ( http://www.deutsches-architekt…d.php?p=296784#post296784 )


    - ... eine für das neue Quartier angestrebte ausgewogene Mischung der Nutzungen und Wohnformen ... . Wünschenswert aus Sicht der Workshop-Teilnehmer ist auch eine soziale Mischung von Jung und Alt, Singles und Familien sowie Alt- und Neu-Leipzigern.
    ( http://www.deutsches-architekt…d.php?p=361362#post361362 )


    Das mittlere Preissegment liegt laut aktuellen "Mietspiegel 2012" bei 4,40 - 5,70 Euro Kaltmiete. Das ist nun nicht unbedingt die bisherige Hauptzielgruppe der Stadtbau AG. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen wird. Dass es nicht einfach wird, im Neubau auch Mieten auch unter 7 oder 8 Euro kalt zu erreichen, ist mir durchaus bewußt. Aber bei einem solchen Bauvolumen dürfen es ja auch möglich sein, durch hohe Verkaufserlöse an anderer Stelle auch einige Wohnungen mit günstigeren Mieten, z.B. zum KdU-Satz zu schaffen, oder? In anderen Metropolen ist dies ja auch möglich, siehe etwa das Modell der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) in München ( http://www.muenchen.de/rathaus…rat/immobilien/sobon.html ) oder das Modell „Zukunft Wohnen.Düsseldorf“ ( http://www.duesseldorf.de/pres…13_03_20/13031910_162.pdf ).


    In ähnlicher Weise wird die Stadtbau AG ja auch in dem genannten Offenen Brief zum Brunnenviertel aufgefordert, "ihrer Verantwortung gegenüber dem Stadtteil, die Sie mit dem Kauf der Häuser im „Brunnenviertel“ übernommen haben, gerecht zu werden, indem Sie in den Häusern eine Mietspreizung von dem bisher schon beworbenen Luxussegment bis hin zu KdU-fähigen Mieten vorsehen."

  • Das mittlere Preissegment liegt laut aktuellen "Mietspiegel 2012" bei 4,40 - 5,70 Euro Kaltmiete. Das ist nun nicht unbedingt die bisherige Hauptzielgruppe der Stadtbau AG. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen wird. Dass es nicht einfach wird, im Neubau auch Mieten auch unter 7 oder 8 Euro kalt zu erreichen, ist mir durchaus bewußt. Aber bei einem solchen Bauvolumen dürfen es ja auch möglich sein, durch hohe Verkaufserlöse an anderer Stelle auch einige Wohnungen mit günstigeren Mieten, z.B. zum KdU-Satz zu schaffen, oder?


    Genau das liegt das "Problem". Die Stadtbau AG wird auch auf Wertsteigerung abzielen um die jetzige Invesition mittelfristig wieder einzuspielen. Demnach wird es wahrscheinlich kaum zu einem sozialen Mix kommen. Beim Altersschnitt kann oder wird sicher trotzdem justiert um das Viertel nicht zur Langweile zu führen. Auch rechne ich mit einem geringem Anteil an sog. Villen und vielmehr mit 4-6 Geschossen. Bei der Nachfrage im Süden wäre ein künstliches Flachhalten der Gebäudestruktur vielleicht auch für die Stadtabu AG etwas unwirtschaftlich.


    Was ich mir besonders von der Stadtbau AG erhoffe ist die Revitatlisierung des Bayerischen Bahnhofs. Eine Integrierung des östlichen Flügelbaus mit einer evtl. Neuerrichtung des Hallendachs. Als Nahversorgunszentrum bietet sich der Knotenpunkt ja an.

  • ^ Letzteres hoffe ich auch. Wobei selbst eine Sanierung und Ergänzung des östlichen Flügels analog Westflügel ohne Hallendach bereits wünschenswert wäre und wohl auch kommen wird, da sich auch die Stadtbau am Realisierungswettbewerb für das Gebiet orientieren müssen wird, der ebendies vorsieht.


    Ich teile die Skepsis darüber, ob die Stadtbau AG dort willens ist, für einen ausgewogenen sozialen Mix zu sorgen, allerdings wollte die DB Immobilien, wenn ich das richtige verstehe, sowieso nur an einen einzelnen Investor verkaufen und da ist ein regionaler Partner, der Interesse an einer schnellen Entwicklung hat, sicherlich wünschenswerter als ein internationaler Konzern à la AMEC, der das Ganze dann erst einmal Jahre bzw. jahrzehntelang brach liegen lässt.


    Für die Tille wird das Ganze m.E. schwierig, denn ein Club für elektronische Musik hat nun einmal andere Aktivitätszeiten als ein Theater oder ein Kino. Voraussetzung für ein dauerhaftes Überleben (das der städtebauliche Wettbewerb durch den Wegfall der verlängerten Altenburger Straße erst möglich gemacht hat) ist m.E., dass in der unmittelbaren Umgebung eher Gewerbe- als Wohnfläche entsteht. Das wäre sicherlich auch aus Sicht der Stadtbau AG sinnig, ließen sich Wohnungen direkt an der Kurt-Eisner-Straße sicherlich schlechter Vermarkten.