Grand Central, Oberbilk (Bauphase)

  • Wer eine Vorstellung von dem geplanten Hochhaus von Jürgen Mayer bekommen möchte, kann sich ja mal bei BauNetz Bilder vom neuen Justizpalast im belgischen Hasselt anschauen.


    Das Gebäude ist zwar deutlich niedriger, aber die räumliche Wirkung dürfte vergleichbar sein.

  • ^ Ich erinnere mal an u.a. diese Diskussion über zentrale und ungünstig periphere Bürolagen - das Quartier M ist für Einpendler sehr gut erreichbar. Das erinnere ich, weil manche Kommunalpolitiker dort möglichst reines Wohnviertel sehen möchten, wie absurd es auch klingen mag.
    Da fragt einer auch, ob Düsseldorf dort teure Neubauten braucht und präzisiert auf der eigenen Webseite, Neubau-Mieten von 10-14 EUR/Qm seien ihm zu teuer. Da die Baukosten alleine min. 9-10 EUR/Qm bewirken (den Kollegen des Herrn sind übrigens Baulöhne und Baukosten sogar noch zu niedrig), könnte er gleich fragen, ob Düsseldorf überhaupt Neubauwohnungen braucht. Eine mE denkbar doofe Frage, die hoffentlich keine weitere Niederkunft in realer Welt findet. Eher sollte man sich tierisch freuen, wenn überhaupt jemand vom gehobenen Mittelstand neben den berüchtigten Worringer Platz zieht, was für diesen die einzige Chance für etwas Aufwertung ist (dem WZ-Artikel nach sind die meisten Kommunalpolitiker von dieser Chance grundsätzlich angetan).


    Die hin und wieder gezeigte Wohnen-am-Park-Siedlung habe ich diese Woche wieder besichtigt - die Parkseite ist immer noch eingerüstet und wird weiter verputzt, daher kein Foto.

  • Wohnen am (IHZ-) Park - Eintrachtstraße 12-20

    Die Gerüste sind schon zum Teil abgebaut (komplette Rückseite, vorne von links bis zum ersten Knick und kompletten obersten beiden Etagen).
    Die Wohnungen sind bereits bei Immobilienscout24.de in der Vermietung, die ersten sollen bereits im Juni Bezugsfertig sein.
    Preise zwischen 10,50 und 11,50 kalt + ca. 2,50 Nebenkosten pro m² + 70,00 Tiefgaragenstellplatz.
    Der Kindergarten links über zwei Etagen mit dem Anbau hinten rechts ist auch bezugsfertig.
    Die Arbeiten an den rückseitigen Außenbereichen haben auch schon begonnen.


    Hier mal wieder ein paar neue Fotos:










    Bilder von mir / 30.04.2013

  • Haifastraße Ecke Eintrachtsstraße

    Auf dem Baugrundstück hat sich nicht viel getan, es wächst schon wieder zu:





    Bilder von mir / 30.04.2013

  • Wohnen am Park

    Habe heute nach langer Zeit mal wieder am IHZ-Park. Ein Foto zeigt dabei die Rückseite vom baldigen Quartier M. Was deutlich sichtbar wird: Das Projekt ist ziemlich uninspiriert und fade. Das Grün hilft da leider auch nicht großartig weiter...Ich vermute, dass vor das Gebäude noch Rasen verlegt werden soll.


    PS: Dropbox-Bilder können nicht direkt eingebunden werden, da eine Anmeldung vorausgesetzt ist, um das Bild zu ziehen!? Sehe ich das richtig?


    Erlaubt ist es schon, nur funktioniert es nicht, wie Du schon bemerkt hast. Abload, imageshack sind nicht schlecht. Ec

  • ^Scheint so, ich lande zumindest direkt auf der Dropbox-Login-Seite.
    Besonders schön sieht die Rückseite wirklich nicht aus, allerdings wird sie später nicht mehr zu sehen sein, da sie im Innenhof liegen wird.
    Von der blinden Wand rechts von "Wohnen am Park" am Park, entlang der neuen Moskauer Straße bis zur vorhandenen Bebauung an der Kölner Straße (rechts von der DHL-Einfahrt)
    soll noch ein Büroriegel als Schallschutz gebaut werden.
    Siehe auch Seite 15:
    http://www.duesseldorf.de/rats…048E25270B6A74A264269EBED
    Das Quartier M entsteht auf der anderen Seite der neuen Moskauer Straße.

  • Nachtrag des Bildes

    Gut zu wissen, dass die Sichtachse verbaut wird. Das erspart uns nämlich Folgendes (eigene Aufnahme):


    Im Vergleich zu den Planungen für das Quartier M steht "Wohnen am Park" deutlich zurück. Generell sagt mir das scheinbar in Mode gekommene (hier, Schwanenhöfe, Verwaltung des EBV) hellgrün auch gar nicht zu. Durch kräftigere Farben kann zumeist doch eine deutlich bessere Wirkung erzielt werden. Ein gutes Beispiel hatte Bau_Lcfr einst fotografiert.

  • Dieses Grün ist wirklich grausig und versaut einen sonst soliden Entwurf. Das doppelte Staffelgeschoss und das Grau oben sind nicht verkehrt. Der Vergleich mit dem eigentlichen Quartier M mit zwei Hochhäusern und einer städtebaulichen Neuordnung hinkt sehr. Wenn es gebaut wird, ist Quartier M revolutionär für Oberbilk. 'Wohnen am Park' ist einfach ein großes Mehrfamilienhaus.

  • Skepsis von Bürgern

    Die WZ hat gestern Abend einen Artikel zur Präsentation der Pläne zum Quartier M publiziert. Dabei geht es insbesondere um die Skepsis der Anwohner bzgl. einer Ghettoisierung und die Frage nach der Notwendigkeit so vieler Büroflächen.


    Zum ersten Punkt gehört die Annahme einiger Bürger, dass die Dichte der Wohnbebauung ggf. zu hoch sein und dadurch ein Ghetto entstehen könnte. Ich persönlich sehe diese Gefahr nicht, da rein die Dichte von Wohnungen nicht besagt, ob daraus ein Ghetto wird oder nicht. Demnach dürften ja in vielen Innenstädten der Welt nur Ghettos sein. Oftmals ist es aber ja eher so, dass die Stadtränder - da günstig und sozial homogen - zu den besagten Ghettos führen und ggf. mit Kriminalität etc. zu tun haben.


    Hier hingegen soll ein durchmischtes, heterogenes Quartier entstehen, welches zudem durch die innerstädtische Lage in das umgebene Stadtviertel eingebunden wird. Es gibt zudem ja auch kulturelle Angebote in der Nähe, weswegen eine deutlich anders geartete Situation als bspw. in Teilen Garaths oder Hassels vorliegt.


    Punkt zwei betrifft die Frage nach der Sinnhaftigkeit neuer Büroflächen, wenngleich in Düsseldorf viele Büroräume frei sind, ganze Gebäudekomplexe leerstehen und ungenutzt sind, während Wohnungen doch so dringend benötigt wird. Angeblich hätte die Verwaltung darauf keine sinnvolle Antwort parat gehabt. Das wiederum kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man genau begutachtet, welche Flächen aktuell leerstehen, wird deutlich, warum weiterhin neue Büroräume geschaffen werden: Es sind häufig alte, unmoderne und absolut ineffiziente Räumlichkeiten, die für ein modernes Unternehmen einfach nicht wirtschaftlich sind. Z.B. an der Erkrather Straße wurde deshalb ja z.B. aus der alten Sparkasse ein Hotel, an der Kaiserswerther Straße wird ein ehemaliges Bürogebäude umstrukturiert zu einem Wohngebäude.


    Gleichzeitig gibt es viele Neubauprojekte/ Revitalisierungen im Bürosegment, welche problemlos vermietet werden können bzw. direkt von Unternehmen für den Eigenbedarf errichtet werden: Vodafone-Campus, Dreischeibenhaus, Kö-Bogen, Schwanenhöfe, diverse Projekte am Flughafen, Bö69 etc. Fast überall sind moderne Büroflächen gut vermietbar, bieten eine relativ sichere Geldanlage und haben somit eine hohe Existenzberechtigung. Fallen gelassen werden dafür eben die alten, unmodernen, wenig effizienten, unflexiblen Bürogebäude, die schlichtweg nicht mehr zeitgemäß sind: In diesem Segment sind die Leerstände größtenteils zu finden, im topmodernen Segment hingegen schient doch alles gut zu funktionieren. Entsprechend ist es notwendig, den Büromarkt etwas differenzierter zu betrachten als einfach zu kritisieren, dass Büros nicht benötigt werden, weil es einen so hohen Leerstand gibt.

  • ^ Die wichtigste Information steht gleich im ersten Artikelsatz - große Emotionen gibt es nicht. Der Rest ist das übliche Anwohnermeckerritual, das vor dem Bau der Quartier-Central-Hochhäuser beinahe wortgleich abgespult wurde. Der einzige Unterschied ist, dass Derendorf als Wohnlage eher guter Schnitt ist, während Oberbilk meines Wissens bisher als besonders einfache Lage geradezu berüchtigt war. So wirkt die Sorge um soziales Gefüge in per se teuren Neubauwohnungen irgendwie albern.


    Der Artikel erwähnt die Lärmbelästigung von den Bahngleisen im großen Turm - ich grüble schon seit längerer Zeit, wieso gerade das teuerste Gebäude mit Premiumflächen direkt an den Bahngleisen geplant ist. Im Quartier Central sind zwischen den Gleisen und den Hochhäusern niedriegere Bauriegel vorgesehen - auch hier könnte der Turm etwas mehr in der Mitte der Anlage untergebracht werden.


    Dass neue Büroflächen doch benötigt werden, wurde im Vorbeitrag genügend erklärt. Der Einwand mit dem Leerstand in Seestern im Artikel - wie hier und hier zitiert, innenstädtische Lagen werden zunehmend nachgefragt, während die peripheren "einem spürbaren Bedeutungsverlust" unterzogen sind. Das Quartier M liegt nun mal denkbar zentral.
    Und wenn man statt Büros mehr Wohnungen bauen würde, wäre die Einwohnerdichte höher, was den Anwohnern auch nicht gefallen würde.


    Bei Gelegenheit - unter #62 empfahl mamamia ein Gerichtsgebäude in Hasselt als Beispiel, wie das Hochhaus wirken könnte. Hier habe ich Mitte April ein paar Fotos dieses Bauwerks gepostet.

  • Der einzige Unterschied ist, dass Derendorf als Wohnlage eher guter Schnitt ist, während Oberbilk meines Wissens bisher als besonders einfache Lage geradezu berüchtigt war. So wirkt die Sorge um soziales Gefüge in per se teuren Neubauwohnungen irgendwie albern.


    So Sprüche bringst du ja öfters, aber vielleicht solltest du mal Nachdenken, bevor du so etwas schreibst! :nono:
    Menschen nach ihrem Einkommen sozial einzuordnen! :Nieder:
    Soziales Gefüge funktioniert nicht nur in eine Richtung - nur weil Wohnraum für Besserverdienende entsteht, steigt nicht automatisch das Niveau!


    Sorgen von Anwohnern sollte man immer ernst nehmen. Hierzu steht in dem Artikel die Aussage der Stadt - Zitat:
    „Große Baublöcke an sich sind kein Problem“, sagte Evelyn Hoffmann, und verwies auf die „vernünftige Mischung aus gefördertem, mittlerem und hochpreisigem Wohnraum“.


    Der Artikel erwähnt die Lärmbelästigung von den Bahngleisen im großen Turm - ich grüble schon seit längerer Zeit, wieso gerade das teuerste Gebäude mit Premiumflächen direkt an den Bahngleisen geplant ist. Im Quartier Central sind zwischen den Gleisen und den Hochhäusern niedriegere Bauriegel vorgesehen - auch hier könnte der Turm etwas mehr in der Mitte der Anlage untergebracht werden.


    So nicht ganz richtig! Es steht in dem Artikel - Zitat:
    "Hoffmann verwies auf die Nähe zu den Bahngleisen, und dass der große Turm wegen der Lärmbelastung eher weniger für Wohnungen geeignet sei."
    Der Turm soll also auch als Lärmschutz für die Wohnbebauung dienen.
    Macht auch Sinn, da die Gleise im Gegensatz zum Quartier Central nicht auf Straßenniveau, sondern ein ganzes Stück höher liegen (ca. 10m) und auch noch viel dichter dran sind.


    Und wenn man statt Büros mehr Wohnungen bauen würde, wäre die Einwohnerdichte höher, was den Anwohnern auch nicht gefallen würde.


    Das kann man so oder so sehen, es wurde auf jeden Fall mehr Wohnraum gefordert - Zitat:
    "Dagegen mangelt es an Wohnraum. Warum werden nicht mehr Wohnungen und weniger Büros gebaut?"
    Von den Vertretern der Stadt gab es dazu keine Antwort.
    Der Vertreter des Eigentümers, Jürgen Probst wird in dem Artikel hierzu zitiert:
    „In diesem Stadium der Planung ist es für eine Detailnutzung zu früh."

  • Vorsichtig gesagt: Sehr fruchtbar war diese Bürgerbeteiligung nicht.


    Der Zusammenhang hohe Dichte -> soziale Probleme besteht nicht. Der Stadtteil mit der höchsten Einwohnerdichte (Friedrichstadt) ist völlig intakt. Ghettos entstehen durch Abgeschiedenheit, Aus- und Eingrenzung – das muss man halt baulich meiden. Wohnhochhäuser am Stadtrand (Garath, Ratingen West): Nie wieder. Aber das hier ist nicht Stadtrand.


    Bei den Büroflächen gilt, was Ray05 schreibt: Zentrale, moderne, verkehrlich gut angebundene Flächen gibt es eben nicht im Überfluss. Gute Bauten werden problemlos und für viel Geld vermietet und verkauft. Nicht zufällig wird in diesem Bereich viel investiert.


    Hinzu kommt, dass es sich bei dem Quartier M um eine ungewöhnliche Mikrolage zwischen Hbf, Capitol-Theater und Worringer Platz handelt. Ein Projekt dieses Volumens schafft sich außerdem seine eigene Lage. Möglicherweise ist es noch fünf oder zehn Jahre zu früh, aber das Quartier M markiert sehr gut, wo die Reise hingeht in dem Viertel. Ein Premiumstandort wird es nicht, aber bei den Düsseldorfer Immobilienpreisen lässt sich auch mit gesunder Mittelklasse gutes Geld verdienen. Mittelmaß in Düsseldorf kostet so viel, wie anderswo die Spitzenklasse.


    Bei einer geplanten Fertigstellung 2019 sind Anfragen von drei Hotelketten und für 10.000m² Büroflächen ein hervorragender Zwischenstand.

  • Abgeschiedenheit, Aus- und Eingrenzung – das muss man halt baulich meiden


    Ohne ein mögliches Ghetto vermutten zu wollen - etwas abgeschieden ist die Lage schon: Breiter Bahndamm der Hauptstrecke im Westen, ein Bahngraben im Norden, relativ viel befahrene Straße im Süden, weitere geplante verkehrsreiche Straße im Osten. Im Westen kann man nichts tun, in die anderen Richtungen kann man sich noch möglichst gute Verknüpfungen überlegen.


    Ende April gab es hier mehrere Berichte über das Wohnen-am-Park-Projekt - da die Gerüste inzwischen abgebaut wurden, habe ich zwei Fotos gemacht. Ein Meisterwerk ist es nicht.

  • Ohne ein mögliches Ghetto vermutten zu wollen - etwas abgeschieden ist die Lage schon: Breiter Bahndamm der Hauptstrecke im Westen, ein Bahngraben im Norden, relativ viel befahrene Straße im Süden, weitere geplante verkehrsreiche Straße im Osten. Im Westen kann man nichts tun, in die anderen Richtungen kann man sich noch möglichst gute Verknüpfungen überlegen.


    Du bist dir aber sicher , dass du das geplante Quartier-M-Gelände meinst? http://goo.gl/maps/f7ZBM


    Ich frage deshalb, weil deine Eingrenzung so nicht stimmt.


    Westen:
    Da verläuft zwar die Hauptstrecke der Bahn, aber Nordwestlich - Südwestlich ist die Kölner Straße, die auch unter der Bahnlinie durchläuft.


    Norden:
    Da gibt es keinen Bahngraben, der verläuft Nordöstlich hinter den Häusern auf der Erkrather Straße, welche auch das Gelände im Norden
    begrenzt (auf der anderen Seite ist das Capitol) und auch unter der Bahnlinie herführt.


    Süden:
    Hier gibt es (noch) keine Straße, da soll die neue Moskauer Straße entstehen - die Verbindung der Kölnerstraße mit der Moskauer Straße.
    Im Endausbaustadium (bis Karl-Geusen-Straße) soll das als Umgehungsstraße für die Kölner Straße Richtung Oberbilker Markt fungieren.
    Die Kölner Straße wird dann zwischen Eintrachtstraße und Oberbilker Allee/Karl-Geusen-Straße verkehrsberuhigt.


    Osten:
    Da wird nur die Verbindung zwischen Moskauer Straße (und der neuen Moskauer Straße) und der Erkrather Straße getrennt,
    offen nur noch für ÖVPN-Busse (mit Schranke) und Fußgänger und Radfahrer.


    Was braucht man da noch für "gute Verknüpfungen"? :confused:


    Zentraler geht´s kaum, was daran "etwas abgeschieden" sein soll, kann ich nicht verstehen ->
    mitten in der Stadt, direkt am Hauptbahnhof (und ÖPNV ohne Ende), IHZ-Bürgerpark vor der Tür, ebenso der Oberbilker Markt und Kölner Straße
    und in 15 Minuten zu Fuß auf der Schadowstraße....

  • Die Bahnstrecken und Straßen sorgen nicht für Abgeschiedenheit, sondern für das genaue Gegenteil: Anbindung, Bau-Lcfr. Wichtige Viertel der Stadt sind fußläufig erreichbar.

  • Hallo. Die Güterstrecke kann man doch wohl nicht als Beweis einer guten Anbindung aufführen. Die Eisenbahnunterführungen und der Worringer Platz waren und bleiben Problemstellen. Dreckig, laut, versifft.


    Bei der üblichen Strategie von CDU/FDP wird das geplante Bürohochhaus später zu einem Wohnhochhaus umgewidmet, siehe Quartier Central. In Garath hat man damals übrigens die Wohnhäuser direkt an der lauten Eisenbahn gebaut - mit den bekannten Problemen bei der Vermietung. Bei Quartier Central und Quartier M wird der Lärm wegdiskutiert (Wunderwirkung dank Concierge), aber das Lärmproblem bleibt langfristig.