Frankfurt-Höchst

  • Schnappschüsse aus Höchst:


    Neubau Krankenhaus von der Windthorststraße gesehen. Die Zeile gegenüber der Kinderklinik.




    Bebauung auf dem ehemaligen VGF-Gelände seitlich von der Palleskestraße gesehen.



  • Erweiterungsbau für die Hostatoschule

    Die Hostatoschule, eine Haupt- und Grundschule, ist in dem gründerzeitlichen Gebäude Hostatostraße 38 untergebracht (Street View). Das Schulgebäude steht als Teil einer Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Die Hostatoschule soll zur Ganztagsschule werden, dies erfordert einen Erweiterungsbau für Cafeteria und Betreuung. Das Frankfurter Hochbauamt hat daher 2016 ein von Proprojekt betreutes Verhandlungsverfahren ausgerichtet (mit drei Losen gemeinsam mit zwei weiteren Schulen).


    Den Zuschlag für das Los der Hostatoschule erhielten Dierks Blume Nasedy Architekten. Für rund acht Millionen Euro ist ein Anbau in Richtung Leunastraße geplant. Ziemlich überraschend ist der Entwurf des Darmstädter Büros: Die Gestaltung lehnt sich an den Bestand an, samt Neubau eines Renaissance-Giebels und einschließlich Übernahme der Fenstergliederung. So soll es aussehen:


    hostatoschule-anbau_2020_dbn_architekten.jpg
    Bild: Dierks Blume Nasedy Architekten BDA


    Errichtet wird der Anbau anstelle eines Eingangsgebäudes zu einer Fußgängerunterführung unter der Leunastraße. Dieses war vor rund zwei Wochen schon abgerissen, wie ein Foto in der FNP zeigt. Andere Teile der vernachlässigten Fußgängerunterführung bleiben erst einmal geöffnet. Über die Leunastraße soll später einmal die Regionaltangente West verlaufen. Ein Umbau der Straße steht also ohnehin an, dabei soll auch der Fußgängerübergang neu geplant werden.

  • ^Und du bist ganz sicher, dass da nicht, wie abgebildet, nur die Kontur des Giebels in Beton gegossen wird?

    Die Öffnungen der Gebäudeseite und der stilisierte Torpfosten geben mir da zu denken.

    Die Fensterbänke sind nicht in der Gestaltung enthalten, der Sandsteinstreifen nur als Kerbe im Beton...

  • Habe ich anderes geschrieben? Gut möglich, dass es Sichtbeton wird. Sonst droht den Darmstädter Planern wohl auch die Exkommunikation durch den BDA.


    Überraschend ist es auch dann noch. Wenn ich die Wahl zwischen historisierenden Formen plus Sichtbeton und dem alternativ erwartbaren Flachdachquader mit Sichtbeton oder weiß verputztem WDVS hätte, dann müsste ich nicht lange überlegen. Aber natürlich, das ist dann nur meine Meinung.

  • In einem Bericht des Hochbauamtes zum Ausbau der Hostatoschule aus dem jahr 2018 lesen wir u.a. dies:


    Kosten für Auflagen durch Denkmalschutz

    Da das Hauptgebäude der Hostatoschule als Kulturdenkmal anerkannt ist, bestehen Auflagen für den Anbau. So wurde die Planung eng mit dem Denkmalamt der Stadt Frankfurt zusammen entwickelt. Wichtig ist bei dem vorgeschlagenen Ansatz des Zitats der Giebelform des Hauptgebäudes, dass dem Betrachter deutlich wird, dass es sich um eine zeitgenössisch-moderne Interpretation des Bestands handelt. Dies wird vor allem durch die zukunftsweißende Gestaltung der Nordfassade zum Ausdruck gebracht. Weiterhin müssen die teilweise fehlende Zaunanlage und die Grünflächenzur Hostatostraße ergänzt und denkmalgerecht wiederhergestellt werden. Hinzu kommt, dass auf derSüdseite desGebäudes keinerlei technischen An-und Aufbauten möglich sind, die Gestaltung von Technikelementen (z.B. Lüftungsauslässe, Lüftungsgeräte etc.) müssen gestalterisch Integriert werden und können nicht sichtbar auf dem Gebäude angebracht werden.


    Quelle: Anlage zu M_161_2018


    ..."zeitgenössich-moderne Interpretation", "Zitat der Giebelform" - lässt nichts Gutes ahnen.

  • Danke.


    Was bin ich erleichtert, dass wenigstens die Nordfassade eine "zukunftsweißende" Gestaltung zum Ausdruck bringen wird. Wo doch bezüglich der Straßenseite ungeachtet der "zeitgenössisch-modernen Interpretation" des Bestands eine rückwärtsgewandte Riesenmonsternazikröte zu schlucken ist.