Leipzig: Wilhelm-Leuschner-Platz + Areal an der Nonnenmühlgasse

  • ^ die Verpflichtung der Stadt, einen Wettbewerb abhalten zu müssen, ist das absolut richtige Verfahren. An diesem so wichtigen Ort und dessen städtebaulichen Gewicht eigentlich schon ein Muss.


    Gut, dass die Stadt hier nicht Mittelmäßigkeit walten lässt. Das wäre auch bei dem 1990er Jahre Bau angebracht gewesen.

  • Der Neubau Nonnenmühlgasse kommt voran. Der Rohbau erinnert leider stark an DDR-Verwaltungsbauten der Siebziger






    Das südliche Ende sieht so aus, als könnte es dringend einen Eckanbau vertragen - auch als Verbindung zur Brandwand links

  • ^ Danke für die aktuellen Bilder - das Gebäude ist ja ziemlich gewachsen. Eine direkte Anschlussbebauung ist aber soweit ich weiß nicht geplant - dafür verschwindet die Ansicht aber zumindest etwas hinter der geplanten Bebauung der Nachbargrundstücke.


    Was verbirgt sich hinter dem Beton im Vordergrund des letzten Bilds? Sieht nach TG-Einfahrt aus. Falls das so sein sollte, scheint das verbleibende Grundstück an der Dimitroffstraße doch (etwas) kleiner zu werden als von mir bisher vermutet.

  • Heute schreibt die LVZ zum Thema - hier die Eckpunkte:

    • Der Bebauungsplan erlangt wohl erst 2021 Rechtsgültigkeit.
    • Für Forum Recht und die Juristenfakultät verhandelt man bereits über einen Teil des nördlichen Baufelds neben dem Bowlingtreff. Dafür werden ca 35000 bis 40000 m² BGF benötigt. Entscheidung im Rat möglicherweise noch 2019.
    • Das Hochhaus auf dem gleichen Baufeld kommt - ggf. mit weiteren Flächen des BF - noch als Verwaltungsstandort infrage. Ein Konzept zu letzterem soll im vierten Quartal 2019 vorgelegt werden, dann weiß man auch Näheres zur Eignung des WLP. Insgesamt wird es wohl gar nicht so einfach, das anvisierte Drittel an Wohnraum noch unterzubringen.
    • Das IfL soll im ersten Quartal 2023 eröffnet werden.
    • Ende 2019 erwartet man auch das Ergebnis der Standortprüfung fürs Naturkundemuseum, für das der Bowlingtreff noch im Rennen ist.
    • Laut dem Artikel ist für das Markthallengrundstück mit der Stadtbau ein Kaufvertragsentwurf erstellt worden. Die noch vorhandenen Kellerräume sollen als Parkgarage genutzt werden.
    • Für die Freiflächen soll - nach Rechtsgültigkeit des Bebauungsplans - ein Landschafts-Gestaltungswettbewerb ausgelobt werden. Zulässig sind nur kleine, pavillonartige Gebäude.
    • Ab 2021 soll das GRK-Grundstück zwischen Dimitroffstraße und Nonnenmühlgasse bebaut werden. Zu einem Drittel werden Wohnungen gebaut.

    2 Mal editiert, zuletzt von Birte () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler korrigiert.

  • Die LVZ schreibt heute, dass ein weiteres Forschungszentrum der Universität bis Ende 2025 auf dem WLP errichtet werden solle. Das Zentrum namens "Global Hub" soll auf 5000 m² Nutzfläche 484 Arbeitsplätze unterbringen und 34 Mio Euro kosten. Hauptaufgabe ist die Verbindung zwischen interdisziplinärem Forschungszentrum, Graduiertenschule, Instituten für Afrikastudien, Religionswissenschaften, Global- und Europastudien einerseits und den Laboratorien für Digitalisierung und Datenmanagement, transregionale Kooperation und Wissenstransfer andererseits.


    So langsam wird es aber wirklich kopflastig - aber damit sollte der WLP als Verwaltungsstandort endgültig wegfallen, was ich begrüße. Das Drittel Wohnungen sollte ja auch noch untergebracht werden.

  • Der Neubau der Universität Leipzig wird sich vermutlich neben dem Leibniz-Institut befinden. Passt doch gut zusammen.

    Da gebe ich zu bedenken, dass dieses Baufeld meines Wissens auch für die Neubau der Juristenfakultät der Universität im Gespräch ist, für den die Planungen schon etwas länger laufen - allerdings habe ich keinen Zugang zu präzisen Planungsständen oder Quellen. Es wird also interessant, wie genau sich das nicht gerade unendliche Bauflächenpotenzial aufteilt.

  • ^ das Gebiet ist schon recht groß. Einen konkreten Standort für die Juristische Fakultät gibt es auch noch nicht. Es wurde aber seitens der Uni wie auch der Fakultät, der WLP als wünschenswerter Standort genannt. Ob das dann auf dem Dreiecks-Gelände passiert oder an anderer Stelle, wird man sehen. So steht es aber auch für das neue "Global Hub".



    [...] Das Zentrum namens "Global Hub" soll auf 5000 m² Nutzfläche 484 Arbeitsplätze unterbringen und 34 Mio Euro kosten. Hauptaufgabe ist die Verbindung zwischen interdisziplinärem Forschungszentrum, Graduiertenschule, Instituten für Afrikastudien, Religionswissenschaften, Global- und Europastudien einerseits und den Laboratorien für Digitalisierung und Datenmanagement, transregionale Kooperation und Wissenstransfer andererseits.


    So langsam wird es aber wirklich kopflastig - aber damit sollte der WLP als Verwaltungsstandort endgültig wegfallen, was ich begrüße. Das Drittel Wohnungen sollte ja auch noch untergebracht werden.

    Also "traditionell" (mittlerweile stark verwässerter Begriff) ist die Uni in und um die Innenstadt zu Hause. Eine der ganz wenigen, wenn nicht die einzige richtige Großstadt in Deutschland, in der das noch so ist. Ich finde es eine sehr gelungene Weiterentwicklung des WLP. Die neuen Institute und dazugehörige Infrastruktur machen genau das, was dem WLP seit der Zerstörung fehlt - Lebendigkeit. Auch im städtebaulichen Kontext zwischen Hauptcampus/Innenstadt und den Bayerischen Platz sowie Ost- und Südvorstadt.


    Die Verbindung verschiedener Disziplinen in und um Wissenschaftsinstituten ist auch der "neue heiße Scheiss" an den Unis. Ich denke, das passt zur Stadt und vor allem mit dem WLP, ins Herz der Stadt. Allemal besser als nur Büros und Hotels.




    Ferner ist auch der Neubau in der Nonnenmühlgasse am Endpunkt der Höhe angekommen. Wir werden wohl hier keine architektonischen Wunder erwarten können. Wie wir im Forum schon wissen. Aber die städtebaulich Einordnung, auch in Verbindung mit der Kirche, ist schon eine sehr positive Entwicklung an sich. Das ganze Quartier bekommt eine neue alte Struktur zurück.