Leipzig: Wilhelm-Leuschner-Platz + Areal an der Nonnenmühlgasse

  • Die LVZ vom 8.12.2012 berichtet unter der Überschrift "Jung spricht Machtwort zur Markthalle" über die kürzlich getroffene Entscheidung das Grundstück für den Bau der Markthalle "unverzüglich" auszuschreiben.


    Das Grundstück, auf dem sich lediglich die Kellergewölbe der 1959 abgerissenen Markthalle erhalten haben, gehört der Stadt. Als Grund für die Verzögerungen auf dem Weg zur Ausschreibung nennt die LVZ Streitereien innerhalb der städtischen Behörden darüber, wer das betreffende Grundstück erschließen muss: Kommune oder der Investor. "Lösung" des Problems sei nun, dass Kaufinteressen sich aussuchen dürfen, ob sie das selbst übernehmen oder die Stadt dazu verpflichten.


    Die Stadtbau AG hat laut LVZ großes Interesse am Grundstück.

  • Positionen des Stadtforums zur weiteren Entwicklung des Platzes

    Offener Brief des Stadtforums Leipzig an Bürgermeister Martin zur Nedden vom 19.12.2012 im Nachgang eines gemeinsamen Gesprächs am 3. Dezember, in dem die Positionen des Stadtfoums zur weiteren Entwicklung des Wilhelm-Leuschner-Platzes zusammengefaßt werden:


    http://www.stadtforum-leipzig.…_ZurNedden_2012-12-19.pdf


  • Markthalle kommt!


    ... dies betitelt zumindest heute die Bild Leipzig. Die Ausschreibung für die Markthalle soll am Samstag veröffentlicht werden. Das Mindesgebot für das Grundstück beträgt 2,45 Millionen Euro.

  • Jetzt dürfen wir gespannt sein, ob die Stadtbau AG ihre Pläne noch umsetzen will und mitbietet - oder ob die Verzögerungen hier etwas geändert haben.

  • ... so sieht der Wilhelm-Leuschner-Platz zurzeit aus >>



    Blick von der Windmühlenstraße über den Platz zur LVB-Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz.



    Das südliche Zugangsbauwerk.



    Welch' eine schöne Kulisse. Ich kann es mir schon sehr gut vorstellen, wenn eines Tages der Wilhelm-Leuschner-Platz neugestaltet ist und westlich und östlich eine Bebauung steht. Ein neuer Platz zum Verweilen, für Veranstaltungen und für einen Rundumblick... ähnlich wie beim Augustusplatz.

  • Die überarbeiteten Entwürfe für das Freiheits- und Einheitsdenkmal umfassen nun den gesamten Platz:
    http://www.deutsches-architekt…d.php?p=386662#post386662


    Und auch bei der Markthalle scheint es voranzugehen. Am Rande eines blatttypischen Aufreger-Artikels


    BILD, 03.07.2013
    Überraschende Wende beim Einheitsdenkmal
    So hat sich die Stadt den Herbstgarten schön gerechnet
    http://www.bild.de/regional/le…enkmal-31110482.bild.html


    wundert sich die Zeitung:


    Nanu?! Markthalle wird schon vermietet...


    Obwohl die Ausschreibung für das Markthallen-Grundstück erst vor einem Monat endete und die Stadtverwaltung bis jetzt noch nicht verkündete, wer den Zuschlag bekommen hat, bietet die von der Stadtbau AG gegründete „Markthalle GmbH“ schon jetzt im Internet Markthallen-Standplätze für rund 15 Euro pro Quadratmeter an.


    http://www.markthalle-leipzig.de/
    http://www.markthalle-leipzig.…nen-mietinteressenten.pdf


    B90/Die GRÜNEN haben nun eine "Anfrage: Ergebnis Ausschreibung Markthalle" im Stadtrat gestellt und erwarten die Antwort der Verwaltung in der Ratsversammlung am 10. Juli 2013.


  • Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht antwortete heute im Stadtrat, dass zwei Angebote für den Bau der Markthalle vorliegen. „ Die Ausschreibung endete am dritten Juni dieses Jahres“, so Albrecht. „Bitte verstehen Sie, dass ich zu den Summen bislang noch nichts sagen kann.“


    L-IZ, 10.07.2013
    Der Stadtrat tagt: Zwei Angebote für Martkhalle am Leuschner-Platz
    http://www.l-iz.de/Politik/Lei…euschner-Platz-49700.html

  • LVZ-Online, 26.08.2013
    Leipziger Markthalle: Die Pläne werden konkret
    http://www.lvz-online.de/leipz…t-a-203399.html?src=16207


    Gestern gab Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) im Grundstücksverkehrsausschuss bekannt, dass die Stadtspitze heute über eine Erstvorlage zum Verkauf des 7300 Quadratmeter großen kommunalen Grundstücks entscheiden wird. Nach LVZ-Informationen haben sich bei der europaweiten Ausschreibung lediglich zwei Interessenten gemeldet, die das Mindestgebot von 2,45 Millionen Euro erfüllten. Beide Offerten sollen beim Preis nicht weit auseinanderliegen. Neben der Leipziger Stadtbau AG soll es sich um Investoren handeln, die - so war es gestern im Rathaus zu hören - in der Region bislang nicht groß in Erscheinung getreten sind. Wenn die Entscheidung heute fällt und die Fachausschüsse anschließend keine Einwände erheben, würden als nächstes Verkaufsverhandlungen mit dem Meistbietenden beginnen.


    Der Neubau der Markthalle wird viel kleiner als das historische Vorbild werden und auch einen Supermarkt mit 1500 Quadratmetern umfassen. Über die Gestalt wird ein Architekturwettbewerb mit zehn Büros entscheiden.

  • LVZ, 28.8.2013
    Ausschreibung
    Höchstes Gebot zur Markthalle von Stadtbau AG


    Nach Angaben der LVZ hat die Leipziger Stadtbau AG für das 7300 Quadratmeter große Grundstück an der Grünewaldstraße den höchsten Kaufpreis geboten. "Die Dienstberatung des Oberbürgermeisters hat der Erstvorlage zugestimmt. Demnach können nun konkrete Verkaufsverhandlungen mit dem Meistbietenden beginnen", erklärte Rathaussprecher Matthias Hasberg im Anschluss auf LVZ-Anfrage.

  • Bowlingtreff öffnet am 28. September


    Am Samstag, 28. September 2013, öffnet der ehemalige "Bowlingtreff" von 11-16 Uhr für alle Interessierte. Alle 30 Minuten finden Führungen durch das Gebäude mit Wolfgang Hocquél, Kulturstiftung Leipzig, und Michael Faber, Kulturbürgermeister, statt. Die Führungen sind auf 25 Personen beschränkt und die Eintrittskarten werden mit dessen Uhrzeit ab 10.45 Uhr vergeben. Eintritt ist frei - festes Schuhwerk ist Voraussetzung.

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  • Stellungnahme des Stadtforums zum Vorentwurf des Bebauungsplanes

    Stadtforum Leipzig



    http://www.netzwerk-stadtforen…P_StadtforumLeipzig_K.pdf


    L-IZ, 25.09.2013
    Pläne für Markthallenviertel und Freiheitsdenkmal: Stadtforum legt einen Alternativplan vor
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…lenviertel-vor-51181.html

  • .... Laut LVZ plant das katholische St. Elisabeth-Krankenhaus dort den Bau einer Einrichtung, die "medizinischen, rehabilitativen, sonstigen pflegerischen oder karikativen Zielen" dient und hat zu diesem Zweck bereits 2010 Teilflächen von "einer Berliner Gesellschaft" erworben. Dafür verzichtet die katholische Gemeinde auf den Bau des Kindergartens neben der Kirche.


    Die Pläne werden konkreter:


    LVZ-Online, 27.09.2013
    St. Elisabeth soll Medizin-Zentrum neben Leipziger Probstei-Kirche bekommen
    http://www.lvz-online.de/leipz…/r-citynews-a-208489.html


    Neben der im Bau befindlichen Katholischen Propsteikirche St. Trinitatis plant das St. Elisabeth-Krankenhaus an der Ecke Peterssteinweg/Dimitroffstraße den Bau einer medizinischen Einrichtung. Elisabeth-Pressesprecherin Tina Murzik-Kaufmann sagte gegenüber der LVZ: "Unsere Überlegungen zielen unter anderem auf den Bau eines Kindergartens, einer altersgerechten und betreuten Wohnanlage, einer Suppenküche für Obdachlose oder einer speziellen Einrichtung für die medizinische Behandlung von Migranten und Menschen ohne Sozialversicherung." Zunächst seien jedoch noch der Grundstückserwerb und das Baurecht zu klären.


    "Nach dem gültigen Bebauungsplan wäre eine vollständige Überbauung des Areals zulässig", so Murzik-Kaufmann weiter. "Das St. Elisabeth-Krankenhaus und das Stadtplanungsamt stehen jedoch in ersten Vorgesprächen, um zu erörtern, ob statt einer geschlossenen Blockrandbebauung ein aufgelockertes, begrüntes Ensemble aus mehreren einzelnen Baukörpern errichtet werden kann." Dies solle sich in die vorhandene Umgebung einpassen und Platz für verschiedene Einrichtungen bieten. Dazu wären Änderungen im Bebauungsplan nötig. "Für eine etwaige Neuplanung wird daran gedacht, einen Städtebau-Wettbewerb unter Federführung der Stadt durchzuführen."


    Das Krankenhaus hat bereits April 2010 sieben Grundstücke des künftigen Bauareals von privaten Eigentümern und vom Freistaat erworben. Demnächst sollen drei weitere Teilflächen mit einer Gesamtgröße von 2289 Quadratmeter von der Stadt angekauft werden. Über den Grundstücksverkauf soll bereits auf der nächsten Stadtratssitzung am 7. Oktober abgestimmt werden. Als Kaufpreis für die 2289 Quadratmeter werden 660 975,50 Euro aufgerufen. Weil dieses Areal ein Trümmergrundstück ist, dessen Boden kontaminiert sein könnte, sollen die Erwerber bei extrem hohen Entsorgungskosten bis zu 150 000 Euro erstattet bekommen.


    Die Stadtverwaltung besteht auf einen Architekturwettbewerb für das Projekt, da das Bauprojekt als westliche Baukante des Wilhelm-Leuschner-Platzes als "wesentlich stadtbildprägend" gilt. Desweiteren soll der Käufer verpflichtet werden, den Bau innerhalb von fünf Jahren zu errichteten.

  • aufgelockertes begrüntes ensemble... bin ich mal gespannt. solange die bau- und sichtachsen vom platz und peterssteinweg aus großstädtisch anmuten? sonst ist die ganze einheitsdenkmalplatzgestaltung für die katz...

  • Freie Sicht zum Wilhelm-Leuschner-Platz


    Nach 10 Jahren (?) hat man wieder eine komplett freie Sicht auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Die hölzernen Bauzäune sind weg, Baucontainer- und schuppen sowie Baumaterial ebenso verschwunden. Nur die Security ist zurückgeblieben.



    Blick auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz zur Stadtbibliothek.



    Wer sich schon immer fragte, wie es hinter dem Bauzaun ausschaute (der nicht eine der offenen Stellen nutze), weis es spätestens jetzt.



    Und von der Windmühlenstraße zum Martin-Luther-Ring.



    Auch auf die Markthallenstraße hat man wieder eine komplette Sicht.



    Schön wäre es, wenn bei der Neugestaltung des Markthallenviertels die Markthallenstraße ihr Straßenpflaster behalten darf.



    Die jetzigen Bauzäune dürften mit der City-Tunnel-Eröffnung auch verschwunden sein.

  • ^ Danke für die Fotos. Beim Betrachten wünscht man sich allerdings, der Bauzaun verhindere auch weiterhin die Sicht auf die Brache. Ich gehe davon aus, dass auch der Südausgang des WLP bei der Eröffnung in zwei Wochen genutzt werden kann. Sicher eine interessante Erfahrung, mitten auf einem kriegsähnlichen Gebiet auszusteigen, der z.T. von Prachtbauten umgeben ist.

  • Den Schuh muss sich die Stadt wirklich anziehen. Es war sowohl beim WLP als auch beim Bayrischen Platz genügend Zeit, für ein ansprechendes Umfeld zu sorgen. Wäre seitens der Stadt frühzeitig eine entsprechende Prioritätensetzung erfolgt, hätten hier trotz Workshops, Bürgerbeteiligungen usw. bereits gebaute Ergebnisse vorliegen können. Hoffen wir, dass die Eröffnung des Citytunnels hier eher öffentlichen Druck aufbaut (wie sieht das denn hier aus) als diesen aus der Sache nimmt (funktioniert doch alles).

  • ^ ... man wollte* bis zur Eröffnung des City-Tunnels abwarten und sich dann ernsthafte Gedanken machen, wie man die Fläche bebauen kann.


    * Keine Ahnung, ob das noch so ist.

  • Markthalle schon im Jahr 2015?


    In einigen Wochen soll der Architekturwettbewerb für die neue Markthalle starten. Es sollen 10 Büros eingeladen werden. Der Neubau soll sich jedoch an das Original "anlehnen", so die Bild.


    Läuft die Planung reibungslos, könnte schon ab Sommer 2014 gebaut werden und bestmöglich Anfang 2015 die Eröffnung gefeiert werden.


    Der zweite Bewerber ist übrigends die EDEKA-Einzelhandelsgruppe.