Rosensteintunnel (in Bau)

  • Teil 2

    Tunnelportal in der Pragstraße, am/im Rosensteinpark. Mittlerweile wurde der Bereich großzügig überdeckelt. Die Straße befindet sich in großer Tiefe unterhalb der Betondecke ganz im Vordergrund.


    Im Spalt ist die Tiefe zu erkennen, wenn auch nur schwer. Wird ne lange Rampe hinunterführen. Man könnte dieses tiefe Niveau fast bis zum nahen Pragtunnel fortführen...


    Zum Vergleich, der gleiche Bereich vor den Tunnelportalen, vor der Überdeckelung. Bild vom Januar 15.


    Baustraße


    Brückenkonstruktion ist zu erkennen. Ähnlich wie beim Tunnelbau unter der Heilbronner Straße vor dem Geno-Haus.


    Zur Übersicht nochmal die Bautafel




    Bilder: Silesia

  • PM Stadt Stuttgart 16.03.2017


    Straßenbauprojekt Rosensteintunnel: Kündigung des Bauvertrags für den Baubereich B10/B14 Verbindung am LEUZE


    Die Landeshauptstadt Stuttgart wird der Firma Wolff & Müller Ingenieurbau GmbH mit sofortiger Wirkung den Vertrag für den Baubereich B10/B14 kündigen. Dies hat der Gemeinderat am Donnerstag, 16. März, beschlossen.
    Die Gründe für die Kündigung waren unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten zu zentralen Fragen der Vertragsdurchführung, insbesondere zum mangelnden Baufortschritt und zur Sicherheit auf der Baustelle.


    Bis heute ist eine Bauzeitverzögerung von ca. zwei Jahren eingetreten. Das Tiefbauamt ist bestrebt, nach einer Neuausschreibung die Bauarbeiten möglichst zügig fortzuführen.


    Der B10 Rosensteintunnel liegt innerhalb des Zeitplans und soll wie geplant 2020 in Betrieb gehen.


    Quellen:
    Stadt Stuttgart
    SWR


    Also noch länger Mega-Baustellen-Stau und noch mehr Feinstaub. Und das Risiko auf xx Millionen Schadensersatz, on top. Wir werden sehen, ob das wirklich so schlau war.


    Für den Rest des Projekts, an dem W&M ebenfalls in der ARGE beteiligt ist, wird der Streit auch nicht unbedingt förderlich sein.

  • Die Inbetriebnahme des Rosensteintunnels verzögert sich – angepeilt wird nun Anfang nächsten Jahres. Der zuletzt erhöhte Kostenrahmen von 450 Mio. wird wohl deutlich überschritten. Was mir persönlich extrem sauer aufstößt, die Wohngebäude am Löwentor werden wegen der zu erwartenden hohen Schadstoffwerte am Tunnelportal ersatzlos (!) gestrichen, der Abriss steht kurz bevor. Stattdessen plant man hier eine Freifläche damit die Schadstoffe sich besser verteilen (und damit die Schadstoffkonzentration sinkt). Was die Stadt für die drei Gebäude bezahlt hat wird im Artikel nicht genannt, aber alleine der Abriss beläuft sich auf 400.000 €. Für mich ein absolutes Armutszeugnis, zumal es sich um die letzten verbliebenen Altbauten in dieser Ecke handelt. Quelle: StZ

  • Absolut bedauerlich, sehr schöne Gebäude. Außerdem perfekt für die Autoverkehr-ist-urban-Fraktion bzw. Feinstaubliebhaber. Vor was hat die Stadt hier Angst? Klagen?

  • Kann ich auch nicht verstehen. Die Gebäude sind schön. Kann man die nicht modernisieren und in Büros oder Arztpraxen oder sowas umwandeln? Es muss doch echt andere Lösungen geben.

  • Absolut bedauerlich, sehr schöne Gebäude. Außerdem perfekt für die Autoverkehr-ist-urban-Fraktion bzw. Feinstaubliebhaber. Vor was hat die Stadt hier Angst? Klagen?

    Jep, darum geht es tatsächlich, Angst vor Klagen. Daher reißt man lieber ab! Deutschland im Jahr 2021!

  • Naja, Wohnhäuser direkt an einer Bundesstraße - was für Feinde habt ihr, die ihr darin wohnen lassen wollt? Ok, eine Umnutzung würde natürlich gehen.


    Was mich mehr aufregt:

    Seit dem 11. Juli 2016 sind die beiden Tunnel fertig - was kann 6 (!) Jahre dauern, dass so lange keine Autos durchfahren dürfen?

    Gab es Unstimmigkeiten bei der Auswahl des Tapetenmusters und des Parkettbodens?

  • Die B14 und die B27 gehen ebenfalls quer durch die Stadt und hier gibt es Wohnbebauung! Ich schätze mal die Stadt wartet mit der Bebauung des Geländes auf die Verkehrswende – dann sollten die Schadstoffe ja kein Problem mehr sein. Kommt die Verkehrswende allerdings nicht wie geplant dann bleibt das Grundstück wohl eine Brache. Ein absoluter Witz! In anderen Städten wäre so etwas ein Filetstück, direkt am Park gelegen. Stadtplanung in Stuttgart ist einfach eine absolute Katastrophe. Zum Tunnel: die Röhren sind zwar schon eine Weile gebohrt, dann kommt aber erst der Ausbau der Tunnel, Fahrbahn etc. und es muss jede Menge Technik in die Tunnel eingebaut werden. Jeder Bauherr weiß, dass es mit dem Rohbau noch lange nicht getan ist.

  • Naja, Wohnhäuser direkt an einer Bundesstraße - was für Feinde habt ihr, die ihr darin wohnen lassen wollt?

    Wenns danach geht kannst du hunderte Häuser abreissen. Das ganze ist eine städtebauliche Bankrotterklärung, so hat man in den 60/70ern des letzten Jahrtausends agiert.

  • ^

    mir dünkt, dass man hier nochmal das ganze überdenken sollte, der Gemeinderat sollte hier nochmal in sich gehen, denn 400.000 € Steuergelder einzusetzen, der der Abriss alleine kosten soll, nicht gerechnet die Kosten für die drei Häuser, in einer Stadt in der Wohnraum in so großen Maße fehlt, um eine undefinierte Brache zu erhalten, ist doch arg nahe an Schilda.

    Vielleicht müssen wir Säcke mit Licht ins Rathaus tragen;)

  • Hier zeigt sich vor allem das die Stadt mit komplexen Planungen absolut überfordert ist und offensichtlich auch große Schwierigkeiten damit hat auch für die Zukunft zu planen bzw. überhaupt mal so etwas wie Stadtplanung zu betreiben. Man hat in Stuttgart arg das Gefühl das Projekte nur isoliert betrachtet werden und gesamtheitliche Planungen ein Fremdwort sind. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Planungen der letzten Jahre, z. B. das Stückwerk oben auf dem Pragsattel (Theaterviertel) oder auch das Scheitern der "Kulturmeile" oder "Stadt am Fluss", sowie der Villa Berg. Vom Rosensteinquartier möchte ich an dieser Stelle garnicht erst anfangen!