Alte TucherBräu Brauerei in der Schillerstraße

  • Ja, schauen wir doch mal wie es am Ende aussieht. Schließlich gibt es ja auch Klinker-Attrappen. Worauf ich eigentlich hinauswollte ist die Stadtlandschaft, die die Häuser mit ihrer Geometrie schaffen. Und da sieht man doch eine gewisse Eintönigkeit, vergleicht man Bild 2 und Bild 3.
    Trotzdem lässt das was man am Schillerplatz schon sehen kann, vergleichsweise hochwertiges erwarten. Für ein Bild lohnte es m.E. noch nicht, in wenigen Wochen dürfte das Gerüst des ersten Blockes verschwinden.

  • Äußerlich vollendet ist der der Straße am Weitesten abgewandte Block jetzt zu begutachten. Und ich muss sagen, mit das Beste was es im Rahmen von Neubau-Großprojekten in Nürnberg zu sehen gibt. Eine geometrisch spannend gegliederte Fassade, die hochwertigen Wohnraum verspricht.


    Im Detail erkennt man aber den einen oder anderen Patzer, wie zum Beispiel die Fenstergewände, die an manchen Fenstern offenbar einfach nicht mehr dran gepasst haben. Das sieht nach Platznot aus, die man dann vermutlich auch in den Wohnungen vorfindet. Dass auch den Fenstern ein Oberlicht fehlt, deutet auf niedrige Decken hin. Dennoch, es wird seine Bewohner finden und mir gefällts.


  • Der Schillerpark lässt an dessen ersten Bauabschnitten so langsam die Hüllen fallen. Es zeigt sich nun die Fassadengestaltung schon in weiten Teilen in ihrer endgültigen Gestaltung. Vom Schillerplatz aus gesehen kann man das Brauereigebäude erkennen. Eine reizvolle Blickachse vom künftigen Platz aus:



    Detail der Sockelzone, die künftig an den nach Nordwesten erweiterten Schillerplatz grenzen wird:



    Nah:



    Die Backsteinbänder sind, wenn ich richtig hingesehen habe, tatsächlich gemauert. Insgesamt hat man doch einen respektablen Aufwand getrieben, um den Gebäuden ein ansehnliches Äußeres zu geben, die wiederum die altehrwürdigen Brauereigebäude gut in Szene setzen ohne selbst dagegen zu banal dazustehen.
    Interessant sind außerdem die mittleren Fenster, die eine rundumlaufende Laibung aufweisen und dadurch deutlich wertiger wirken, als die übrigen. Ich hatte ja letztens schon kritisch bemerkt, dass die Laibung, die nach unten nicht abgeschlossen ist, den an sonsten guten Gesamteindruck doch empfindlich stören. Denn diese schmalen Zinkbleche bringen es da nicht wirklich.


    Von der Schillerstraße Höhe "Schillerklause" aus gesehen zeigt sich der erste Bauabschnitt mit den drei gestaffelt, eng beieinanderstehenden Appartmentblocks:



    Der dezente Backstein zieht sich durch alle Teile dieses Abschnitts:



    Davon durch das Brauereihaus getrennt befindet sich der Nordast der Schlüsselfelder Straße, über den künftig das gesamte Neubauviertel per Auto erschlossen wird. Wer immer mit dem Auto eine der Tiefgaragen anfährt oder verlässt muss hier hindurch.
    Die angrenzende Bebauung ist zum einen das Brauhaus, ein Gründerzeit-Eckbau in recht gut erhaltener Erscheinung und dieser Neubauriegel hinten im Bild, der auf dem WDVS auch wieder erfreulich aufwändig und sogar aus meiner Sicht geschmackvoll gestaltet ist:



    Zu guter letzt hat man auch die letzten Mauerreste an der Schillerstraße entfernt:



    Die Umgebung der Schillerstraße, ein typisches, gewachsenes und gepflegtes Nürnberger Stadtbild:



    Insgesamt hat mich mein heutiger Kurzbesuch dort doch sehr positiv überrascht. Über das Bauvolumen und die Wohnungen selbst kann man denken wie man will, aber hier entsteht defiinitiv eines der aus gestalterischer Sicht schönsten Neubauensembles in der Stadt. Eine Qualität, die ich lange nicht beobachtet habe. :daumen:

  • 2. Bauabschnitt "Leopolds"

    ... udn während man mit dem ersten Bauabschnitt durch ist, und sicherlich die letzten Innenausbauten ablaufen sowie die Flächen drumherum, beginnt man bereits mit dem Vertrieb des nächsten Bauabschnitts unter dem Projektnamen "Leopolds in den Nordstadtgärten". Hierzu gibt es eine vielversprechende Visualisierung:



    Quelle: KIB, http://www.kib-gruppe.de/ Stand 09.08.2013; Bildquelle: http://nuernberg.neubaukompass.de/


    Anscheind bleibt man dem Corporate Design im Quartier treu. Der Rubel rollt, für KIB sicherlich eine Gelddruckmaschine, das gesamte Quartier entwickeln zu dürfen.

  • Ich muß sagen, ich bin positiv überrascht. Ich war bisher etwas skeptisch. Das einzige was ich zu bemängeln hatte ist die graue Umrahmung der Fenster. Hier hätte ich einen helleren Ton z.B. beige, oder eventuell sogar in Backsteinumrahmung interessanter gefunden, aber ehrlich gesagt, das ist jetzt sehr pingelig... Also... :daumen:

  • Finde ich auch. Wenn wir aber pingelig sein wollen: Man achte in der detailreichen Visualisierung auf die Straßenbeleuchtung. Ob wir die so am Ende auch wiederfinden können? Bin mal gespannt. Die sind ja fast zu elegant-klassisch, um wahr zu werden.

  • Die schönen Laternen habe ich ganz übersehen. Wahrscheinlich werden es letztlich die Zigarettenstummel die auch für den Hauptmarkt geplant sind.:lach:

  • Die ersten Häuser sind scheinbar schon bezogen. Währenddessen geht es am östlichen Ende des Geländes weiter. Hier einige Fotos vom September 2013:







    Finde es schön, dass der große, alte Baum (letztes Foto) erhalten wurde, schaut echt schön aus!
    Bin mal gespannt, was aus dem alten Turm gemacht wird, bzw wie der fertig aussieht.
    Alle Bilder von mir.

  • Ab einem bestimmten Alter bzw. Stammumfang genießen Stadtbäume Bestandsschutz und müssen erhalten werden.


    Man sieht auf deinen Bildern gut wie die Randbebauung der künftigen "Entlastungsstraße" entsteht. Diese Straße wird den Schillerplatz mit der Friedenstraße verbinden. Diese Straße wird dann sicherlich irgendwann nach einer bedeutenden person unserer Zeit benannt werden. Ein Architekt wird es jedenfalls nicht. naja, ot.
    Ich freue mich zumindest auf die Gebäude, die da entstehen sollen. Die Entwürfe dazu sind ja vielversprechend.

  • Schillerpark Quartier 2

    Das Quartier 2 befindet sich nun in der Planungsphase. Es liegt von der Schillerstraße aus gesehen genau hinter dem historischen Turm, also an der Friedenstraße (grünes Areal):



    [c] Google maps


    In diesem Zusammenhang sind dem Baukunstbeirat Unterlagen vorgelegt worden, die aber eher arm an plastischer Erläuterung sind:
    http://www.nuernberg.de/intern…d=bkb2013_2013_11_14.html


    Im Klartext schlagen die Entwickler mit den Architekten Hilmer & Sattler vor, die inneren, dem historischen Turm zugewandten Häuserzeilen statt mit 5 Geschossen derer 6 auszustatten, was "im Gesamtzusammenhang der Nordstadtgärten Nürnberg für folgerichtig und schön" erachtet wird. Hierauf beziehen sich auch die vergleichenden Visualisierungen. Zunächst die Variante, bei der man sich auf 5 Geschosse begrenzt:




    Architekten: Hilmer und Sattler, BKB-Sitzung vom 14.11.2013, http://www.nuernberg.de/intern…d=bkb2013_2013_11_14.html


    Besonders die maßstabsgetreuen Zeichnungen verdeutlichen, wie die turmnahe Bebauung dem Kern des Quartiers zuleibe rückt:




    Architekten: Hilmer und Sattler, BKB-Sitzung vom 14.11.2013, http://www.nuernberg.de/intern…d=bkb2013_2013_11_14.html


    Ich denke, je höher man die dem Turm flankierende Bebauung ausbildet, desto mehr leidet die Wirkung des hirtorischen Turmes. Das allein ist jedoch in meinen Augen verschmerzbar, solange bedeutende Sichtachsen auf den Turm hin bestehen bleiben, z.B. von der Friedenstraße, der "neuen Erschließungsstraße" oder der Schillerstraße aus gesehen. Viel Nachdenklicher stimmt mich die Frage, da es darum geht entweder sehr viele oder nicht ganz so viele Karnickelstall-Wohnungen zu bauen. Gerade in so einem ambitionierten Projekt fehlt mir persönlich doch immer wieder auch die Grundlage für hochwertiges Wohnen, nämlich großzügige Räume mit hohen Decken. Hohe Decken = hohe Fenster = hellere Räume. Wenn ich niedrigere Decken habe, dafür mehr Geschosse bei gleichem Gebäudeabstand habe ich dunklere Räume und damit auch weniger wertvollen Wohnraum. Dazu muss ich mir garnicht den Turm genau ansehen.


    Man erkennt auf die Visualisierungen außerdem gut, dass man das Stilelement des Backsteins abermals zitierend aufnimmt, und als Band um die Gebäude zieht. Insofern unterscheidet sich das ganze Projekt Schillerpark doch positiv von seinen Konkurrenten an der Grolandstraße.

  • Hier mal ein kleines Bilderupdate
    In den letzen Monaten hat sich ja einiges getan auf dem Gelände



    März 2013



    Tucher 2013 (3) von Danko.Green auf Flickr




    April 2013
    Die Gebäude aus dem ersten Bauabschnitt bekommen eine Außendämmung und die ersten Klinkersteine werden verbaut.
    Interessant hierbei ist dass bei den ersten Häusern noch echte Klinkersteine verwendet wurden während man beim 2. Bauabschnitt nur noch 1cm dünne Klinkerfliesen auf die Styropordämmung aufgeklebt hat (siehe unten)




    Tucher 2013 (4) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (5) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (6) von Danko.Green auf Flickr




    August 2013
    Die Gebäude aus dem 2. Bauabschnitt sind fast fertig



    Tucher 2013 (8) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (19) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (23) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (24) von Danko.Green auf Flickr



    "Fake" Klinker


    Optisch merkt man zunächst keinen großen Unterschied zwischen "Fake" und echtem Klinker. Schaut man sich das ganze aber aus der Nähe an fällt an den Fugen und Ecken dann doch der Unterschied auf.
    Bin auch ein bisschen skeptisch wie langlebig das Ganze ist. Während die echten Steine massiv und stabli wirken bekommt man bei den Fliesen schon beim an die Wand klopfen den Eindruck das diese gleich wieder von der Wand abfallen. Naja mal schaun...



    Tucher 2013 (25) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (22) von Danko.Green auf Flickr



    Auch mit dem 3. Bauabschnitt wurde mittlerweile begonnen



    Tucher 2013 (21) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (16) von Danko.Green auf Flickr


    Der 1. Bauabschnitt ist so gut wie fertig



    Tucher 2013 (9) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (10) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (11) von Danko.Green auf Flickr


    Blick in den Innenhof und auf das alte Sudhaus



    Tucher 2013 (12) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (13) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (14) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (15) von Danko.Green auf Flickr



    Sehr schön: Der alte Baum




    Tucher 2013 (17) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (20) von Danko.Green auf Flickr


    Auch cool: Die Türumrahmungen aus echten Klinker :daumen:



    Tucher 2013 (18) von Danko.Green auf Flickr




    18.08.2013
    Bauabschnitt 3 beginnt in die Höhe zu wachsen



    Tucher August 2013 (1) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher August 2013 (2) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher August 2013 (3) von Danko.Green auf Flickr


    Bauabschnitt 2

    Tucher August 2013 (6) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher August 2013 (13) von Danko.Green auf Flickr


    Bauabschnitt 1

    Tucher August 2013 (9) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher August 2013 (11) von Danko.Green auf Flickr





    25.11.2013
    Bei 3. Bauabschnitt stehen mittlerweile alle Rohbauten, an den ersten Gebäuden wird bereits die Außendämmung angebracht und der Innenausbau geht los




    Tucher 2013 (35) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (40) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (47) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (46) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (43) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (42) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (41) von Danko.Green auf Flickr



    Mit dem Bau der Kita wurde mitterweile auch begonnen
    Fertig wird diese mal so aussehen
    http://bickel.de/1_1_8_kitanord.html


    Aktueller Stand der Dinge:

    Tucher 2013 (37) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (36) von Danko.Green auf Flickr

  • Bauabschnitt 1&2 sind fertig
    Auch ein Laden ist bereits eingezogen



    Tucher 2013 (28) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (27) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (34) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (30) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (29) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (31) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (32) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (33) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (26) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (39) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (38) von Danko.Green auf Flickr

    Tucher 2013 (45) von Danko.Green auf Flickr


    Insgesammt machen die Gebäude einen ganz wertigen Eindruck und ich denke das Ganze wird am Ende auch ganz okay aussehen.
    Allerdings hätten mir weniger weißer Putz und mehr Klinker wesentlich besser gefallen :lach:
    Womit ich mich nach wie vor gar nicht anfreunden kann sind die Flachdächer und die viel zu niedringen Raumhöhen...

  • Super Bilderserie, gibt einen guten Eindruck des Viertels wieder, und besonders schön hast du die Altbauten mit den Neubauten abgelichtet. So kommen natürlich die Deckenhöhen der Neubauten, die bei den Altbauten schon kaum 3,10 m messen, wirklich gedrungen daher. Hätte man sich hier mehr geleistet wäre das Viertel DIE Wohnadresse, bzw. DAS Neuprojekt Nürnbergs. Man kann ja mit Wandfarben, Bodenbelägen und irgendwelchen Spotlight-Konzepten viel herumspielen, aber fehlende Deckenhöhe lässt sich einfach nicht korrigieren. Wenn Omas Gründerzeitvitrine nicht reinpasst, dann wars das. Wenn man keine feschen Leuchter in die Raummitte hängen kann, ohne dass man mit dem Gesicht hineinrennt.... sind die Möglichkeiten für die Innenraumgestaltungen leider beschränkt.


    Gut erkennt man, dass das Projekt LEOPOLDS bereits im Rohbau fertig ist, so wie die gesamte verlängerte Berckhauserstraße.


    Interessant der Blick aufs Detail bei den Klinkeriemchen. Ich hätte gedacht, dass man wenn man schon keine echten Steine nimmt, ganz auf Kunststoffimitate setzt. Aber das sind ja scheinbar doch echte Ziegel! Obs mit diesem Fliesenkleberzeug tatsächlich auch an dem Schaumstoff halten wird, man wird es sehen. Die Ausführung am ersten Bauabschnitt mit den klassischen Türrahmungen und mehrfach profilierten Mauervorsprüngen wirkt wirklich sehr hochwertig. Man erkennt an diesem Projekt wirklich gut, wie eine Fassade dank Gesimse, Fensterrahmungen, abgesetztem Sockelgeschoss und ein wenig Farbigkeit an Struktur gewinnt, und das ganze schnell sehr hochwertig wirkt! Soetwas sollte Standard sein! Hoffentlich fällt die Gestaltungsqualität nicht weiter ab.

  • Danke nothor
    Was mich vorallem wundert ist das es sich hier ja um extrem teure Wohnungen handelt
    42 qm kosten hier mal 621,00 EUR pro Monat. Kalt. :confused:
    http://www.immobilienscout24.de/expose/72266457
    wenn es mit 100 qm etwas größer sein darf werden gleich 1.490,00 EUR fällig
    http://www.immobilienscout24.de/expose/72211392
    Geworben wird mit der Überschrift
    WOHNEN IM NEUEN TRENDVIERTEL!
    http://www.immobilienscout24.d…xfeld?pagerReporting=true
    Das man trotz der hohen Preise so niedirg bau ist mir absolut schleierhaft
    Aktuell gibt es selbst in Fürth einige Neubauprojekte mit immerhin 2,65m hohen Räumen.
    Kann mir kaum vorstellen dass das so mal ein Trendviertel werden soll
    Bei dunklen Räumen mit 2,50m Deckenhöhe sind die Preise schon extrem überzogen
    Da sind selbst großzügige und größere Altbauwohungen in Gostenhof noch wesentlich günstiger

  • Da hast du Recht, aber was die Preise hier treibt ist ja die Lage. Es entsteht ein Neubauviertel, in dem alle Wohnungen hochpreisig sind. Das heisst auch, dass alle Bewohner entsprechend zahlungskräftiges Klientel sein werden, was wiederum eine soziale Ruhe, man könnte es auch Monotonie nennen, bedeutet. Hinzu kommt, dass man eben in der Nordstadt wohnt, was in Nürnberg stets positiv besetzt ist und die Substanz eben auch neu ist. Plus Tiefgaragenstellplätze. Eben all das, was man in den Annoncen auch hervorheben kann und was einen dazu motiviert zu kaufen, noch bevor die Baugrube ausgehoben ist.
    Und in diesem Planungsstadium werden die Wohnungen gebaut und die Mieten kalkuliert. Von einer Bauzeichnung lässt sich eben die Ausleuchtung der Räume nicht abschätzen, und auch nicht die Aussicht, die man haben wird. Die künftigen Mieter werden den Wert dieser Wohnungen sicherlich mit den Füßen abstimmen, also eben auch zur Konkurrenz gehen wenn es zu teuer ist. Ich würde hier Korrekturen nach unten erwarten, aber das werden wir hier kaum erfahren.
    Wenn ich auf Baustellenbesichtigung gehe hab ich immer einen Zollstock dabei, und Wohnraum mit weniger als 2,80 Deckenhöhe geht einfach garnicht. Ich kenne aber auch Leute, die finden das toll, und meinen dadurch weniger Heizkosten zu haben. Ich wiederum denke mir, mit hohen Decken hat man im Hochsommer besseres Raumklima.


    Hinzu kommt das Material. Vollgedämmte Fassaden bilden schneller Schlieren und Schatten, dann sieht das Viertel ohne Pflege auch leicht ein bisschen ungepflegt aus. Das gepriesene "Mehrschichtparkett" ist nun auch kein Parkett im klassischen Sinne, wenn überhaupt kann man das nur 1 x schleifen. Heisst nach spätestens 20 Jahren, wenn du Kinder hast noch früher, muss das ersetzt werden... Jaja, Qualität im Neubau.....

  • KiTa am alten Sudhaus

    Am Fuße des Tucher-Turms wird derzeit eifrig an der KiTa gebaut, die dieses neue "Trendviertel" zweifellos aufwerten wird. Mitten in der ehemaligen Mondlandschaft, die durch die Beräumung des alten Brauereiareals entstanden ist, findet sich nun das neue Straßenschild.





    Für Hindurchspazierende wirkt das neue Viertel auch optisch sehr ansprechend. Teilweise hat man mit der Begrünung begonnen - klar, es wohnen ja auch schon eine Menge Leute da, die nicht wenig für dieses Privileg bezahlen.
    Dennoch wirken die Häuser auf mich sehr gedrungen, die Fenster sind klein und soweit man einen Blick in die Hauseingänge werfen kann, sind die Treppenhäuser auch recht eng.


    Zusammen mit den ersten sichbaren Schäden....



    Hier: Durchfahrt von der Rollnerstraße auf das Gelände.


    ... bin ich nicht so recht davon überzeugt was die Nachhaltigkeit und Haltbarkeit des heutigen Bauens angeht.

  • Also ich finde dieses Neubaugebiet einfach nur grausam. Ist für mich ähnlich schlimm wie das Milchhofgelände.
    Wenn das hochwertiger Wohnungsbau sein soll? Ist ja fast wie Plattenbau drüben!
    Wenn man sich die spärlichen Reste der alten Brauerei ansieht, dann fällt doch auf, wie wertig man einen Industriebau damals im Vergleich zu sog. Nobelwohnungen gebaut hat. Ist doch einfach frustrierend.

  • Quartier 1

    Zügig geht die Entwicklung voran: Die nächsten bauabschnitte wurden im BKB gezeigt und diskutiert: http://www.nuernberg.de/imperi…_protokoll_2014_03_13.pdf


    Hier geht es um das Areal im Nordwesten des Viertels:



    Quelle: Google maps


    Zum einen ist ein Seniorenwohnzentrum geplant, dass sich direkt an den bereits fertig gestellten Block an der Rollnerstraße anschließt und bis zur Ecke an der Friedenstraße reicht.



    Architekten: GP Wirth, Quelle: Stadt Nürnberg, 23.03.2014


    Der Entwurf der Nürnberger Architekten bekommt ein positives Echo und wird befürwortet. Er entwickelt den Stil des Viertels gut weiter.


    In der Friedenstraße schließt dann ein weiterer Block an, sog. Service-Wohneinheiten (betreutes Wohnen).



    Architekten: Bickel Architekten GmbH, Quelle: Stadt Nürnberg, 23.03.2014


    Dieser Riegel wird etwas deutlicher kritisiert, sowohl hinsichtlich der äußeren Gestaltung als auch der inneren Struktur.


    Fazit: die Lärmbarriere zur Rollnerstraße wird das Seniorenheim darstellen, während die hochwertigeren Wohneinheiten für das betreute Wohnen sich zur ruhigen Friedenstraße hin orientieren. Immerhin lassen sich Wohneinheiten im Betreuten Wohnen gut als Eigentumswohnungen auf den markt bringen. Effizient!

  • Finde es schade, dass die alte Brauerei weg ist. Und wenn ich diese häßlichen Wohngebäude sehe, frage ich mich, will man alles alte zerstören, bis Deutschland überhaubt keinen architektonischen Wert mehr hat?