Alte TucherBräu Brauerei in der Schillerstraße


  • Quelle: Hilmer & Sattler und albrecht steidle architekten, eingereichte Unterlagen für den BKB Nürnberg vom 28.06.2012, Link: http://www.nuernberg.de/imperi…bung_plaene_ansichten.pdf


    Zum Schillerpark gibt es ein hochinteressantes PDF mit einigen sehr schönen Visualisierungen zum Projekt Schillerpark. Insgesamt scheint es wirklich zu einer sehr hochwertigen Umsetzung zu kommen.


    Link

    Allerdings mich nerven diese ewigen Flachdächer so langsam, etwas mehr Spiel, etwas mehr Aufgeregtheit insbesondere zu den Hauptstraßen hin, von denen aus der Altbestand sowieso nicht sichtbar sein würde, könnte hier etwas Kreatives schaffen. Trotzdem sind die Sockelzonen wirklich ganz gut gemacht, viel Freiraum, viel Grün, trotzdem abwechslungsreich. Der BKB bemängelt einen in einer Visualisierung gezeigten Entwurf für die Bebauung an der "neuen Erschließungsstraße" hinsichtlich seines dreieckigen Giebels. Gerade den finde ich (ahnungsloser) aber besonders interessant:



    Quelle: Hilmer & Sattler und albrecht steidle architekten, eingereichte Unterlagen für den BKB Nürnberg vom 28.06.2012, Seite 11, Link: http://www.nuernberg.de/imperi…bung_plaene_ansichten.pdf


    Mir gefällt auch die Idee, die Gebäude zwar einzeln zu stellen, sie aber mit dieser Sockelbebauung gartenartig vom Straßenraum abzutrennen und so sehr großzügige Hof- und Gartenanlagen zu gestatten. Hab ich in Nbg. so noch nicht gesehn. Der Gebäudezug wird etwa hier an der "Neuen Erschließungsstraße" entstehen:



    Der alte Schillerplatz wird so deutlich vergrößert. Insgesamt entsteht dort recht weit weg vom Stadtpark ein Anziehungspunkt mit erneut parkähnlichem Charakter in an sonsten dichter Bebauung.

  • Die mobile Bürgerversammlung Link führte am 31. Juli u.a. über das Neubaugebiet an der Schillerstraße. Dort stellten Vertreter des Projektentwickler KIB das Vorhaben vor. Ebenfalls stand der Oberbürgermeister für Fragen zur Verfügung. Insgesamt äußerte er sich überschwänglich positiv zu dem Projekt, dass komplett durch die private Hand entwickelt wird. Das sieht man dann auch in der Gestaltung. Man bleibt bei der Wohnungsdichte unterhalb dessen was rechtlich möglich wäre. Das ermöglicht breitere Straßen mit viel SBG (Straßenbegleitgrün) und Bäumen. Ich denke einen Schnitt macht der Bauherr trotzdem, liegen doch die Kaufpreise der Eigentumswohnungen am oberen Ende der Skala in Nbg, bei ca. 2.900 EUR/qm aufwärts. Aber es ist wohl schon alles verkauft worden. Wohnungen im erhaltenen Turm seien aber wohl noch frei. Inhaltlich gab es allerdings nichts neues zu den Plänen im Vergleich zu den älteren Beiträgen hier zu hören.




    Ein interessantes Detail kam bei der Versammlung zum Vorschein. Das ganze Gelände muss wohl künstlich entwässert werden, eine natürliche Versickerung des Regenwassers an Ort und Stelle ist wohl nicht möglich, da in 10 oder 20 Meter Tiefe (weiss ich nicht mehr genau) eine wasserundurchlässige Schicht wäre. Ich hab dieses Detail technisch nicht verstanden, da grundsätzlich dieses Problem ja schon jetzt existieren müsste und bisher existiert hat. Aber für den Laien lässt sich leicht extrahieren, dass das ein Kostensteigerungsargument ist. Und so wird es dort keinen sozialen Wohnungsbau geben. Die gesamte Gegend wird städtebaulich hochwertig entwickelt und in der Folge das gesamte Viertel aufwerten, was wiederum Ängste bei den Anwohnern schürt. Erst müssen sie jahrelang Baustellenlärm und -schmutz hinnehmen, und sobals es fertig ist fürchtet man Mietsteigerungen. Der Schillerplatz wird fast doppelt so groß werden. Die lockere Bebauung wird eher einer Ansammlung von Stadtvillen entsprechen, eine Blockrandbebauung wird nur an der Ecke Rollnerstraße/Grohlandstraße entstehen, nicht zuletzt als Lärmbarriere für die Rollnerstraße.


    Die Fragen der Anwesenden bezogen sich weniger auf die Architektur, Materialwahl, Höhen und Gestaltungsoptionen, sondern vielmehr auf die Anzahl der Parkplätze und die betriebswirtschaftliche Bilanz der Neubauten, sprich EnEV-Niveaus. Es wurde aus der Runde sogar ein KfW100-Standard gefordert. Mir hat das ganz besonders verdeutlicht, unter welchem Blickwinkel heute gebaut wird, und was das für Konsequenzen für das Stadtbild und auch die gestalterischen Möglichkeiten der Architekten hat. Heuzutage werden keine Wohnungen mehr ohne automatische Lüftungsanlagen mehr entworfen. Das Lüften / Stoßlüften mittels Fenster ist anscheinend antiquiert. Wenn ein Fenster in so einer Wohnung im Winter öffnet zerschießt das einem anscheinend die Energiebilanz. Ich mag außerdem nicht glauben, dass heute erstellte Neubauten mit all diesen Gimmicks (Lüftungsanlagen, Lifts, ebenerdige Eingänge, Fußbodenheizungen, riesige Glasflächenfenster, labile Styroporfassaden, aufwändig zu entwässernde Flachdächer etc.) eine ähnliche Haltbarkeit aufweisen wie ältere Gebäude. Das alles zu warten erzeugt schließlich ebenfalls kosten und sind potenzielle "Pfuschfallen". naja...


    Hm, innerlich sträubt sich da etwas bei mir.

  • Mir hat das ganz besonders verdeutlicht, unter welchem Blickwinkel heute gebaut wird, und was das für Konsequenzen für das Stadtbild und auch die gestalterischen Möglichkeiten der Architekten hat. Heuzutage werden keine Wohnungen mehr ohne automatische Lüftungsanlagen mehr entworfen. Das Lüften / Stoßlüften mittels Fenster ist anscheinend antiquiert. Wenn ein Fenster in so einer Wohnung im Winter öffnet zerschießt das einem anscheinend die Energiebilanz. Ich mag außerdem nicht glauben, dass heute erstellte Neubauten mit all diesen Gimmicks (Lüftungsanlagen, Lifts, ebenerdige Eingänge, Fußbodenheizungen, riesige Glasflächenfenster, labile Styroporfassaden, aufwändig zu entwässernde Flachdächer etc.) eine ähnliche Haltbarkeit aufweisen wie ältere Gebäude. Das alles zu warten erzeugt schließlich ebenfalls kosten und sind potenzielle "Pfuschfallen". naja...


    Hm, innerlich sträubt sich da etwas bei mir.


    Ich bin genau der gleichen Meinung. Dieser Isolierwahn ist mir äußerst suspekt. Mal abgesehen davon, dass manche Elemente (Styropor) durchaus auch Sicherheitsprobleme haben, ebenso wie auch Solarzellen auf dem Dach.


    Ich finde eine derart lockere Bebauung so nahe am Stadtkern auch etwas unangebracht. Oft werden ja die Einfamilienhäuser auf dem Land enger zusammen gebaut als die Gebäude in solchen Arealen. Flächeneffizienz ist jedenfalls etwas anderes.

  • Der erste Bauabschnitt nähert sich der Fertigstellung der Rohbauten. Fotos von heute:



    Auch im mittleren Bereich an der Rollnerstraße beginnt der Erdaushub.


  • Hier mal ein paar Fotos vom 8. September
    Ich weiß ist zwar schon etwas her... aber besser spät als nie :)
    Erster Bauabschnitt



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    Zweiter Bauabschnitt und erster Bauabschnitt



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    Zweiter Bauabschnitt



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    War Jemand in letzter Zeit nochmal da und kann berichten wie es hier momentan aussieht?
    Beste Grüße
    Danko

  • Ich komme da ab und an mal entlang, aber z.Zt. nur im dunkeln. In den Straßenseitigen Blocks des ersten Bauabschnitts, also an der Schillerstraße, werden die Fenster eingesetzt. Das lässt sich anhand der Spiegelungen auch nachts erkennen.


    Der zweite Bauabschnitt hat nahezu Endehöhe erreicht. Es geht da ziemlich schnell voran!

  • Im Grunde ist das schon ein Armutszeugnis unserer Zeit. Die alten Industriegebäude (Brauerei) wurden irgendwie aufwändiger gestaltet als moderne Wohngebäude ...

  • Die Häuser werden auf kürzere Lebenszyklen hin ausgerichtet. Nicht mehr 100 Jahre wie früher, sondern nur noch 30 bis 40 Jahre. Denn viele der Baumaterialien haben schlicht keine höhere lebensdauer. Aber wie gesagt, bei Neubauten stört mich das nicht, nur wenn gute alte Substanz mit "Baumaterialien" wie Bauschaum, Styropor und MDF "modernisiert" wird.

  • Im Grunde ist das schon ein Armutszeugnis unserer Zeit. Die alten Industriegebäude (Brauerei) wurden irgendwie aufwändiger gestaltet als moderne Wohngebäude ...


    hätte man damals so Bauen können wie heute - sähen auch die Gebäude wohl so aus wie heute!

  • hätte man damals so Bauen können wie heute - sähen auch die Gebäude wohl so aus wie heute!


    Das möchte ich stark bezweifeln!!!
    Heute baut man eigentlich nur noch reine Zweckbauten und so sehen die Dinger auch aus. Beispiele: die neue Stadtbibliothek oder das Milchhofgelände (wenn man da die interessanten früheren Fabrikhallen mit den ach so fortschrittlichen Bürocontainern vergleicht ...).
    Früher (auch teilweise noch in 1950ern) versuchte man, sogar bei industriellen Gebäuden doch mehr Gestaltung zu integrieren.
    Wie auch notor schon mal geschrieben hat, es ist erstaunlich, dass langlebige Objekte wie Gebäude offenbar mit weniger Kreativität und Gebäudeschmuck (welcher Art auch immer) gebaut werden, als schnöde Autos oder sogar Industriemaschinen.
    Natürlich ist die damalige Gestaltung heute nostalgisch verklärt, was aber nichts daran ändert, dass man sich eben früher mehr gestalterische Mühe gegeben hat.
    Das wirft die Frage auf, warum das so ist? Wer ist schuld an dieser Entwicklung? Sind es die Architekten, die Bauherren, die Genehmigungsbehörden?


    [Die folgenden Postings in die Lounge verschoben]

  • Mir gefällt die gewählte Bauflucht sehr gut. Das Gebäude schließt bündig an den Nachbarbestand Ecke Schillerstraße an und bietet durch die Fenster einen Blick parallel die Rollnerstraße hinab. Das kann sehr reizvoll sein, das weiss jmd der ein Eckzimmer, ein Chörlein oder einen Ercker in seiner Wohnung hat.


    Die entstehenden Vorgärten verleihen dem ganzen schon ein gewisses Flair!

  • Hier mal ein kleines Fotoupdate vom gesamten Gelände.
    Von den ersten beiden Bauabschnitten stehen die Rohbauten.
    Innenausbau sowie Fassaden Arbeiten sind im vollem Gange.
    Womit ich mich immer noch nicht anfreunden kann sind die flachen Dächer und die viel zu niedringen Raumhöhen.
    Ich versteh nicht wie man neben ein 3 Stockwerke hohen Altbau ein 4 Stockwerke hohen Neubau stellen kann und der dann niedriger ist :nono:
    Hoffentlich werden die Dächer später zumindest begrünt.
    So etz aber erstmal die Fotos
    Sind alle vom 07.12.2012




    tucher dezember 2012 (4) von Danko.Green auf Flickr

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    tucher dezember 2012 (28) von Danko.Green auf Flickr

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    tucher dezember 2012 (25) von Danko.Green auf Flickr

    tucher dezember 2012 (27) von Danko.Green auf Flickr


    Beste Grüße
    Danko

  • Wow, danke für das eindrucksvolle Update.


    Ja, die leidigen Geschosshöhen... Während man sich z.B. in Berlin bei hochwertigem Wohnraum wieder der 3 Meter Marke nähert, gehts in Nürnbergr immer weiter bergab. 2,55 Meter wird da schon als Loftartig angepriesen. Besonders neben Altbauten fällt das auf.
    Und wenn nun der Innenausbau noch mit abhängten Decken arbeitet - ist schließlich schnell und billig, und Deckenspots kommen, dann ist es schon stilistisch gar nicht mehr möglich darin schön zu wohnen.
    Na hoffentlich wird das ganze Viertel nicht einfach nur weiss verputzt, dann ist es in 10 jahren nämlich schon wieder sanierungsbedürftig.

  • Wenn es nur um die Geschoßhöhen ginge

    die schönen alten Bäume mußten alle weg. Und das verstehe ich überhaupt nicht! Es ist unglaublich wie weit Menschen in ihrer Gier nach Geld gehen. Alles wird platt gemacht, weil es angeblich bautechnisch nicht anders möglich gewesen wäre. Dass es hier um etwas ganz anderes geht, ist offensichtlich. Ein Schelm wer Böses denkt! Zumal von der zuständigen Abteilung der Stadt Nürnberg zunächst zugesichert wurde, dass die Bäume bleiben dürfen. Und jetzt 1 Jahr danach bekommt man dort die Auskunft dass der Boden verseucht ist und dass die Bäume nicht richtig wachsen würden und bla bla bla. Schon komisch, oder.
    Das ganze Bauprojekt ist ein einziger Witz und mich würde nicht wundern wenn in einigen Monaten die ganze Geschichte plötzlich zum Stillstand kommt und gar nichts mehr geht.
    Möge sich jeder selber sein Urteil darüber bilden. Eine Aufwertung der Nordstadt stellt diese Sache garantiert nicht dar.









    Wow, danke für das eindrucksvolle Update.


    Ja, die leidigen Geschosshöhen... Während man sich z.B. in Berlin bei hochwertigem Wohnraum wieder der 3 Meter Marke nähert, gehts in Nürnbergr immer weiter bergab. 2,55 Meter wird da schon als Loftartig angepriesen. Besonders neben Altbauten fällt das auf.
    Und wenn nun der Innenausbau noch mit abhängten Decken arbeitet - ist schließlich schnell und billig, und Deckenspots kommen, dann ist es schon stilistisch gar nicht mehr möglich darin schön zu wohnen.
    Na hoffentlich wird das ganze Viertel nicht einfach nur weiss verputzt, dann ist es in 10 jahren nämlich schon wieder sanierungsbedürftig.

  • Erst mal abwarten wie es am Ende mit den angekündigten Vorgärten

    wirklich aussieht. Man darf gespannt sein. Nachdem die Baupläne willkürlich geändert werden, sollte man sich auf keinen Fall drauf verlassen, dass das was demonstriert wird am Ende auch geschieht. Ich wäre da sehr sehr vorsichtig.






    Mir gefällt die gewählte Bauflucht sehr gut. Das Gebäude schließt bündig an den Nachbarbestand Ecke Schillerstraße an und bietet durch die Fenster einen Blick parallel die Rollnerstraße hinab. Das kann sehr reizvoll sein, das weiss jmd der ein Eckzimmer, ein Chörlein oder einen Ercker in seiner Wohnung hat.


    Die entstehenden Vorgärten verleihen dem ganzen schon ein gewisses Flair!

  • Wenn man sich das Tuchergelände - ebenso wie den Milchhof - ansieht, dann frägt man sich schon, warum man es früher offenbar geschafft hat, Industriebauten interessanter zu gestalten als heute Wohngebäude.

  • Kleines Update vom Werden des Schillerviertels. Man hält doch recht respektablen Abstand zu den Rückseiten des Altbaubestandes an der Schillerstraße:



    Diese Altbauten geben sogar von ihrer Hinterhofansicht ein freundlicheres Bild als die Neubauten:



    Bei der Begehung des Geländes fällt mir ziemlich auf, wie eng alles bebaut ist, wie oft abweisend die Gebäude wirken durch die winzigen Fensterluken und wieviel Beton verbaut wird.





    Das gesamte Viertel ist sozusagen unterkellert mit Tiefgaragen. Prinzipiell finde ich das schon gut, so verschwinden die Autos unter die Erde, und dort geht es ihnen sogar besser als auf freier Straße. Ich frage mich aber, wieviel Potenzial dann noch besteht für ein grünes Viertel. Die kommende Aufschüttung mit Erde wird bestenfalls etwa 1 - 1,5 meter stark sein. Reicht das für Bäume?





    Und natürlich überall Styroporstücke... Krass, und das soll unsere Wohnzukunft sein?


    Mittendrin steht trutzig noch der Altbau, dessen frühere Funktion ich nicht kenne. Ein Blick durch eines der riesigen Fenster im Innern offenbart ein gewaltiges Raumgefühl. Ich wünsche mir wirklich, dass die Investoren hier einen fähigen Innenarchitekten engagiert haben, der dieses Potenzial richtig in Szene setzen kann. In dem Raum (auf dem Foto nur schwer erkennbar) sind noch ein paar große, senkrecht laufende Rohre und an der ca. 8 Meter hohen Decke hängen Industrielampen, die man in Designerläden für teuer Geld kaufen müsste. Richte man hier etwas gemeinschaftliches ein, so würde in großartiger Atmosphäre ein neues Herz des Viertels zu schlagen beginnen. Man kann nur die Daumen drücken, dass dem haus die gnadenlose Entkernung und das einziehen von mehreren Zwischendecken erspart bleibt.



    Dagegen ist die finale Gestaltung der Wohnblöcke bei den Exemplaren am Schillerplatz schon etwas erkennbar. Positiv aufgefallen ist mir, dass die Fenster eine geputze Laibung erhalten, die auch farblich abgesetzt ist. Das schafft etwas Gliederung in die an sonsten doch recht öden Fassaden.


  • Diese Altbauten geben sogar von ihrer Hinterhofansicht ein freundlicheres Bild als die Neubauten:


    Die Einlassung verstehe ich nicht so ganz. Der Neubau sieht im Vergleich natürlich nicht gut aus, wenn er noch im unfertigen Rohbauzustand und mit Gerüst dasteht.


    Vor allem sollen an den hier kritisierten Bauten im unteren Bereich die Klinkerfassaden, wie sie die alten Tucherbräu-Gebäude hatten, wieder aufgenommen werden. Ich würde erst mal abwarten, wie das aussieht, wenn es fertig ist.